diotima2    

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Goethes Lösung des kantischen Problems.

Sonstiges · · 9 Kommentare

Bei allem Respekt für den Dichter Goethe, die Frage bleibt: hat er das philosophische Problem, das Kant gestellt hat, gelöst ? Es sieht so aus. Was war das Problem, nochmal ? Hat Goethe das Problem verstanden ? Nicht nur die Antwort,das Problem verstehen ist schon ein Problem hier. Machen wir es uns sicher,daß Goethe das Problem verstanden hat. Sehen wir wie Goethe das Problem formuliert. " Die Schwierigkeit Idee und Erfahrung mit einander zu verbinden..." so Goethes Formulierung des Problems. Was ist schwierig daran ? Wer diese Schwierigkeit kennt, der hat das Problem verstanden. "...die Idee ist unabhängig von Raum und Zeit ,..." ( Goethe ) "...die Naturforschung ist in Raum und Zeit beschränkt,..." (Goethe )
Das heißt die Erfahrung ist in Raum und Zeit beschränkt. Wie kann denn die Idee, die unabhängig von Raum und Zeit ist , die Erfahrung verstehen, die in Raum und Zeit ist ? Dieses Problem hat Goethe gesehen. Das Problem hat Kant in der ' Kritik der reinen Vernunft formuliert.'

...daß in der Idee Simultanes und Sukzessives verbunden sind sieht Goethe , das ist das synthetische Urteil a priori.
das Simultane im Raum , das Sukzessive in Zeit . Beide verbunden im synthetischen Urteil a priori.

Ein Dreieck verbindet drei Geraden sukzessiv in der Zeit aber im Raum sind die drei Geraden des Dreiecks simultan da. Dennoch, obwohl a priori , d.h. vor Raum und Zeit , ist ein Dreieck ein Dreieck. Ein Dreieck ist also nicht etwas was man in der Erfahrung erkannt hat. Es ist also möglich etwas zu erkennen, was nicht in der Erfahrung ist. Darüber sind Goethe und Kant einig. Aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, daß auf dem Standpunkt der Erfahrung ein Dreieck als Dreieck nicht geben kann, weil immer getrennt sind die drei sukzessiven Geraden des Dreiecks in Zeit. Aber wir sollten sie " der Idee gemäß als simultan und sukzessiv zugleich denken."(Goethe) Gelingt das, ist das Problem gelöst. Goethe sagt das Problem sei nicht so zu lösen. So wird es uns in " eine Art Wahnsinn ...versetzen. " ( Goethe ). Wie ist es denn zu lösen ? " Kehren wir in das Feld der Philosophie zurück ..." schlägt Goethe vor. Und sagt etwas über " Prädetrmination...Prästabilizieren ..." Das ist ein Tipp. Leibniz's . preestablished harmony ? Das wird helfen ? Und wird die Lösung sein ?

Wenn alles von Ewigkeit her prästabiliert ist, ist das was uns jetzt als Ursache-Wirkung, Leib-Seele, Vorher-Nachher, Raum-Zeit etc getrennt erscheint , wie die Erfahrung uns zeigt, ist einem organischen Wesen, das in die Erscheinung hervortritt (Goethe )...Einheit und Freiheit, Ursache und Wirkung, Leib und Seele, Raum und Zeit , Stoff, Form, Leben.

"Dieses Ungeheure personifiziert tritt uns als ein Gott entgegen , als Schöpfer und Erhalter..." Goethe ( Bildungstrieb ).20-30

Das ist Goethes Lösung. Ist Kant damit einverstanden ? Nein. Warum nicht ? Weil wie er es in der Unmöglichkeit des ontologischen Beweises für das Dasein Gottes, ein Gott nicht in Raum und Zeit erfahren werden kann, weil Raum und Zeit a priori sind. Aber Goethe hat gesehen, daß das Ungeheure in der Prästabilierten Harmonie Leibnizs nicht draußen in Raum und Zeit zu sein braucht. Hier seien Leib und Seele , Raum und Zeit, das Schema Stoff, Form sei einig im Leben. "Die Natur hat kein System " ( Goethe ) Der Fehler Kants sei denn daß er versuchte aus der Natur ein System zu machen. Woran er scheitern mußte. wenn er sich nicht in eine Art Wahnsinn versetzen will, soll er das hartnäckig versuchen.

30. November 2016 04:41
am

Liest ich für mich wie:

"Ich hätte da mal
GERNE ein Problem."

.. . _} ]_
¯\_(ツ)_/¯
.. . . ) :)
.. . _/ L

am

Eine nicht enden wollende HypothesengewitterFluchtwelt.

am

Die " nicht enden wollende HypothesengewitterFluchtwelt ", die Kant auslöste, endete Goethe für die deutsche Philosophie und damit für mich auch, einfürallemal. ( Band 13. Goethe Werke. Die Natur s. 45.)

am

Jedes Menschen Seele hat für sein Leben einen klaren Auftrag erhalten, den nur die Seele kennt.

am

Zwei mal drei macht vier,
widewidewitt und drei macht neune,
ich mach mir die Welt,
widewide wie sie mir gefällt.
;-)

am

Ob Mr. Philosoph das nun versteht und umzusetzen weiß bezweifle ich. Mach's ihm nicht noch schwerer, als es ohnehin schon ist. (;

am

1
Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
2

am

Oh Jesses, noch mehr Denkansätze für Diotima. Eine Runde Mitleid für ihn hüpfe.

am

Jesus
passt gut zur Weihnachtszeit
- denke ich

In diesem Sinne
wünsche ich allen
Denkern und Träumern
noch eine fröhliche
und friedliche Vorweihnachts-
Zeit

🎅
Ho Ho Ho

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