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B E R L I N

   Theater / Oper / Kabarett   

Ort
Theaterstübchen (Kassel)
Jordanstraße 11
34117 Kassel
Deutschland
ZeitSonntag, 15.01.2017 16:00
Tags ·
Beschreibung

16:00 Uhr | Eintritt 13,- Euro | Abendkasse 15,- Euro

„Ick liebe Dir“

Gesang Lyrik Klavier

Keine andere Stadt in Deutschland wurde so vielfältig und reich bedichtet wie Berlin in den in den ersten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts. B E R L I N „Ick liebe Dir“ ist ein Streifzug durch die Kaffeehäuser und Bars dieser Stadt, die Kabaretts haben Hochkonjunktur. “Der Wintergarten”, “Schall und Rauch”, “Die Wilde Bühne”, “Die Wespen”, “Kabarett der Komiker” und “Die Katakombe” sind in aller Munde. Und auf den Bühnen Berliner Musenkinder wie Otto Reutter, Claire Waldoff, Gussy Holl, Annemarie Hase, Trude Hesterberg, Erich Carow u.a.

Es wird geschwärmt und gehöhnt, der Potsdamer Platz, die Gedächtniskirche, die Friedrichstraße, die billigen Mietskasernen in Kreuzberg, die vielen Hinterhöfe mit Leierkastenmann, Kindern und Hunden, ihren Menschen und ihren unvergleichlichen und doch so liebenswerten Berliner Humor.

Bekanntes und unbekanntes wird von Bernd P. R. Winter rezitiert und gesungen, humorvolles im Berliner Dialekt, zum Lachen, dann wieder Alt Berliner Gassenhauer von Martin Lüker am Klavier gespielt, improvisiert und gesungen, auch Nachdenkliches macht sich breit.

Es ist die Zeit der Inflation und des galoppierenden Elends, das Trösten in Etablissements mit drogengestützten Ekstasen, Vorzugszeit ist die Nacht.

Die Avantgarde tritt mit antibürgerlichem Gestus auf, Kurt Tucholsky, Klabund, Walter Mehrung, Frank Wedekind, Erich Kästner, Erich Mühsam. Die Zeit schreit nach Satire. Ihre Texte sind wie geschaffen für das Podium der Künstler in den Berliner Kabaretts.

Die Schnoddrigkeit der Berlinerinnen wird so respektvoll benannt wie ihre erotische Nonchalance, bei aller Anhaftung von Küchenmief. Ein bestimmter Frauen-Typus betrat die Straßen in Berlin: selbstbewusst, kleinbürgerlich, selbständig, dann auch wieder hilflos. Der spezifische “Berliner-Ton” eine Mischung aus Ruppigkeit und Warmherzigkeit, die Berliner “Herzschnauze”, das Kesse und Provokante, eine breite Toleranz für alles Abseitige, für Fremdartiges und Fremdes und schließlich der frische Wind einer kühlen Ironie.

Unser Berlin.


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Quelle: kulturkurier
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