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Tape Five

   Konzert   

Ort
Theaterstübchen (Kassel)
Jordanstraße 11
34117 Kassel
Deutschland
ZeitSamstag, 26.11.2016 20:00
Beschreibung

Live & Dance 

20:00 Uhr | Eintritt 19,- Euro | Abendkasse 24,- Euro | inkl. nachfolgender Disko

Studenten 15 Euro (diese Karten nur im Theaterstübchen erhältlich)

Elektro Swing »LIVE«

Ein expandierendes Musikunternehmen im globalen Maßstab. Seit Jahren verzeichnen Tape Five weltweit wachsende Plattenverkäufe und Millionen von Spotify-Streams, ihre Alben tummeln sich regelmäßig in den Top-40-Charts international auftretender Online-Händler. Ausgewählte Songauskopplungen sind auf rund eintausend Compilations (“Café del Mar”, “Campari Lounge”, “Swing Mania” uvm.) zu finden, sie untermalen Werbekampagnen von Griechenland über Hongkong bis in die USA und stehen auf den Playlists unzähliger Radiostationen. Die multinational besetzte Band mit Sitz in Deutschland gastierte unter anderem erfolgreich in der Schweiz, Holland, England, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, der Ukraine, Russland, Südkorea und Brasilien, überall wo sie bislang hinkam, brachte sie mit ihrem tanzanregenden Stilmix Schwung in die Clubs und Konzerthallen.

Das Gütesiegel “Made in Germany” gilt etwas in der Welt, es genießt in Nord und Süd, Ost und West einen hohen Stellenwert und steht auch im Falle von Tape Five für Topqualität. Überall kann sich die Band der größten Anerkennung sicher sein, lediglich im Heimatland – ausgerechnet! – hat die Erfolgsgeschichte noch Luft nach oben. Seltsam. Nun muss man nicht gleich den sprichwörtlichen Propheten bemühen, der im eigenen Land nichts gilt, denn auch hierzulande dürfen sich Bandleader Martin Strathausen und seine Mitstreiter ja über eine treue Fanschar freuen, nur: Im Ausland scheint die Gefolgschaft noch etwas größer und einen Tick euphorischer zu sein.

Gut möglich, dass das brandneue Album den Abstand verkürzt, denn “Circus Maximus” überzeugt mit seinem unwiderstehlichen Pop-Massenappeal sicher auch hiesige Zuhörer. Martin Strathausen, Direktor und Dompteur in Personalunion, konnte unterm Zirkuszelt bzw. in der Studiomanege Spitzenartisten begrüßen. Dazu gehören einmal mehr die Mitglieder der bewährten Bläsersektion (Dimitrij Markitantov, Jim Galakti, Raphael Klemm), und dazu gehören die Gesangssolisten Brenda Boykin (Kalifornien), Henrik Wager und Iain Mackenzie (beide UK). Neu im Ensemble ist Dionne Wudu (Südafrika), sie begeistert in Tracks wie “Mad Dogs On The Scene” mit einer tiefschwarzen Soulstimme.

Wenn sich nach Trommelwirbel und Tusch der Vorhang öffnet, unterhalten Zirkusdirektor Strathausen und seine Truppe das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm. Sie jonglieren auf dem neuen Album traumwandlerisch sicher mit verswingten Housebeats (“Sax Me Up”), Charleston-Klarinetten (“Forever Young”) und Crooner-Vocals nach Art von Frankieboy Sinatra (“That’s The Way I Travel”), sie zaubern behände mit Klangelementen vom Balkan (“Gipsy VIP”) und wuchtigen Jazz-Trommelhieben in der Manier von Gene Krupa selig (“The Big Bang”), und sie lassen in einem Trapezakt ohne Netz und doppelten Boden Swing und Punk (“Swing Punk”) bzw. Swing und HipHop (“Swing With Bling”) aufeinander zufliegen. Wenn die zirzensische Vorstellung dann beendet ist, heißt es “Applaus, Applaus!” und “Zugabe, Zugabe!”. Der “Circus Maximus” lässt sich freilich nicht lange bitten, im Zugabenteil wartet man mit einem Remix für die WDR Bigband (“Hercab”) und einer Zusammenarbeit mit dem DJ/Produzententeam Bart & Baker aus Paris (“Swing You Winners”) auf.

Der Begriff “Electro Swing”, unter dem Tape Five seit ihrem Album “Tonight Josephine!” firmierten, ist inzwischen längst zu kurz gegriffen. Die Band lässt sich nicht mehr auf ein Genre festlegen, weil sie Spaß hat an der ganzen Vielfalt heutiger Soundmöglichkeiten. Swing, Nujazz, Soul, R&B, HipHop, Disco, House und sogar Slawisches – unterm Popdach von “Circus Maximus” ist Platz für Klänge unterschiedlichster Herkunft. Oder um es mit Martin Strathausen zu sagen: “Das Leben ist zu kurz und ein Gehirn zu großartig, um nur eine einzige musikalische Nische zu bedienen.”

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Quelle: kulturkurier
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