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Ursache für Häusereinsturz in Rio weiter unklar

Rettungsarbeiten in Rio de Janeiro
Rettungsarbeiten in Rio de Janeiro
Sechs Tote aus Trümmern geborgen / 20 Menschen vermisst

Nach dem spektakulären Einsturz dreier Gebäude im historischen Zentrum von Rio de Janeiro tappen die brasilianischen Behörden bei der Suche nach der Ursache im Dunkeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass dem Unglück eine Explosion vorausgegangen sei, tendiere aber gegen null, sagte Bürgermeister Eduardo Paes. Sechs Leichen wurden aus den Trümmern geborgen, 20 Menschen wurden vermisst.

In dem größten der drei Gebäude, einem 20-stöckigen Hochhaus mit zahlreichen Anwaltskanzleien, seien Sanierungsarbeiten im Gange gewesen, sagte Paes. Es sei vermutlich wegen Strukturschwäche zusammengesackt und habe die beiden umliegenden Häuser mit zehn und mit vier Stockwerken mitgerissen. Ein Polizeisprecher hatte kurz nach dem Unglück von "illegalen Bauarbeiten" gesprochen.

Eingestürztes Gebäude im Jahr 2009
Eingestürztes Gebäude im Jahr 2009

Um die Einsturzursache zu klären, sollen die Schuttmassen der Häuser untersucht werden. Dazu wurden nach Angaben des Bürgermeisters bereits 1500 Tonnen Trümmer aus dem Zentrum abtransportiert.

Einsatzkräfte versuchten weiter mit schwerem Gerät und Hunden, Verschüttete zu finden. "Wir glauben, dass es möglich ist, noch Menschen in Hohlräumen zu finden, die mit Luft versorgt sind", sagte Polizist Júlio César Mafia. Paes ordnete eine dreitägige Trauer an, die am Freitag begann.

Letzte Änderung:
Rio de Janeiro (AFP) © 2012 AFP
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