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(), · männlich · 43 Jahre alt · registriert seit 2009 · vor 1 Monat zuletzt online

Schon wieder diese Zeilen, was mache ich immer noch hier?

Chaos

Sonstiges ·

Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen nach Nirgendwann II

Und so gehe ich denn geradeaus, geradeaus durch meinen Spiegel, alles geradeaus, bis zum Zentrum meiner Fantasie, meiner tiefsten, schwarzen Fantasie. Ich marschiere durch die Hallen meiner Träume, bis ich an ein schwarzes Tor gelange, öffne dieses Tor und trete ein, in deinen Verstand. Ich bin allein, in meinem schwarzen Gewand, ich gehe ein paar Schritte durch die Dunkelheit und nehme Platz in der Halle der Finsternis, tief im Innern deines Verstandes.

Tief in meinem Innern

Da warte und wartete ich nun darauf, auf dich, auf dass dein Antlitz mir begegne, auf dass dein Bewusstsein sich erhebe, aus meinem Spiegel, aus meinem Spiegel schwarzen, dunklen Traum, auf dass du dich erkennst in mir, dem Spiegel in dir, auf dass du dich erinnerst an mich, dein eigenes, ewiges, immer und immer wiederkehrendes Ich.

Erwacht aus meinem Traum

Noch liegt es in deiner Macht, dich dagegen zu wehren, meine Welt zu betreten. Denn das Tor zur Niemalswelt hat niemals existiert, hat sich niemals vorgestellt, sich selbst, sich niemals eingebildet, nichts zu sein, mich zu sein.

Mich zu sein

Ich blicke jetzt aus deinen Augen, damit du dich erkennst in mir, damit du erkennst wer du nicht wirklich, wirklich bist, wer du noch niemals warst, und wer du niemals wieder sein wirst. Dein Spiegel, dich selbst, das Nichts, dein Tod. Ich denke jetzt all deine Gedanken, damit du dich daran erinnerst, dass es mich nicht gibt, niemals gab, niemals geben wird. Dass ich niemals existieren werde, niemals erwachen werde, niemals herausfinden werde, aus meinem Spiegel schwarzen Labyrinth.

Im Zentrum des Nichts I

Dann sah ich das Nichts, und nichts weiter, ich tauschte meinen Verstand gegen meine Fantasie, so sperrte ich mich in eine Zeit, eine Welt, in eine schwarze, finstere, dunkle, leere Welt. In eine Kammer aus schwarzem Glas sperrte ich meine Gedanken. Nichts gab es in diesem Glas, ausser schwarzem, schwarzem Licht. Und grauen, grauen, grauenhaften Buchstaben, die niemand jemals las, niemals jemand las.

Verbannt und verdammt

So verschloss ich meinen Spiegel mit Buchstaben die niemand jemals las und begab mich tief hinein in das Land weit hinter meinem Verstand. Ich stellte mir vor, mein Spiegel zu sein, und dann begann ich dir zu erzählen, von einer Zeit, in der meine Träume noch brannten.

Zur Niemals Zeit

Nein, damals wusste ich noch nicht, dass ich mich selbst in einen schwarzen Spiegel verbannte, dass die Geschichte, die ich mir einst selbst erzählte, jetzt lichterloh am Himmel brannte. Dass diese Geschichte, sich jetzt das schwarze Feuer der Ewigkeit nannte.

Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das schwarze Feuer der Ewigkeit

Richte deine Aufmerksamkeit jetzt gezielt auf dein tiefstes, innerstes und verborgenstes Wesen, dein Spiegel selbst. Dein innerstes Wesen gleicht einem winzig kleinen, feinen, schwarzen Punkt, dem Nichts. Dieser winzig kleine, feine, schwarze Punkt ist umgeben von einem hellen, weissen Schimmer, und je näher du dem Punkt kommst, desto heller erstrahlt sein Glanz. Bis du vor einem schneeweissen, funkelnden Tor stehen zu bleiben scheinst. Dem Tor zur Niemalswelt.

Zwischen Fantasie und Wirklichkeit

Ich hatte mich dem Tor bis auf einige wenige Schritte genähert, und der Ausdruck, mit welchem die Zeichen und Symbole mir jetzt begegneten, schien sich mit jedem Schritt, den ich näher kam, zu wandeln, bis ich schliesslich, wie in einem Spiegel, mir selbst gegenüberstand. Ich sah in mir einen Spiegel und darin spiegelte ich mich selbst.

Auf der anderen Seite des Nichts

Allerdings war es kein gewöhnlicher Spiegel, sondern ich stand mir nun irgendwie doppelt und im Profil gegenüber. Ich wurde selbst zu einem Spiegel und beobachtete, wie ich mich darin selbst betrachtete. In mir spiegelte sich einmal meine linke und einmal meine rechte Körperhälfte. Wie auseinandergerissen und gezerrt. Voneinander getrennt und gegeneinander gekehrt. Links war rechts, rechts war links, und in der Mitte war mein Körper getrennt. Es war ein schauriger Anblick. Mir fehlte irgendetwas, etwas das mich verbindet, etwas das mich zusammenhielt.

Wie versteinert

Nur ein klitzekleines, erstauntes, versteinertes Lächeln lag auf meinen Lippen, und als ich in mein Spiegelbild hineinblickte, da öffnete sich das Tor zur Niemalswelt einen winzigen kleinen Spalt. Ich wusste, dass dies die erste und einzige Gelegenheit war, die sich mir bieten würde, und so zögerte ich keinen Augenblick damit, das Tor weit aufzureissen und hindurchzuschreiten. Doch noch während ich hindurchging fühlte ich ein seltsames, prickelndes Erschauern. Ein Erstarren. Und ich ahnte nicht, was da in Wahrheit mit mir geschehen ist.

Klack

Das Tor, durch das ich soeben eingetreten bin, fiel ins Schloss. Die Buchstaben, Zeichen, Zeichnungen und Symbole in meinem Spiegel erschienen mir jetzt in scheinbar wirrem Durcheinander, mal dieser, mal jener, und wieder ganz andere. Ja, es waren immer wieder andere Symbole, die sich da über meinen Spiegel legten, es musste irgendein geheimer Code, eine Art verschlüsselte Sprache sein, die dem, der ihre Bedeutung verstand, eine geheime Botschaft überbrachte. So begann ich die Buchstaben zu ordnen und den Symbolen zu folgen, als sie mich behutsam in ihren Bann zogen und ein sanftes Netz aus Gedanken um mich woben.

Mein Spiegel selbst

Sobald du erkennst, dass die Welt auf der anderen Seite deiner Vernunft genau dieselbe ist wie die Welt im Innern meiner Spiegel, begibst du dich erneut auf diese Reise, in das Land weit hinter deinem Verstand. Du drehst und drehst an diesem Spiegel, so lange, bis sich mein Spiegel dann wie von selbst um dich zu drehen beginnt.

So blätterte ich einige Seiten zurück zum Spiegeltransfer

Es war schwer zu glauben, dass ich gerade eben, durch diese Buchstaben hindurch, aus einer stehengebliebenen Zeit, aus einem vergangenen Ort, aus einem unwirklichen Spiegel, aus einer nicht wirklichen Geschichte, in ein lebendiges Wesen in einer wirklichen Welt hineintauchte. Denn diese Welt war noch immer dieselbe, dieses nicht wirkliche Wesen war noch immer dasselbe, und auch diese eingefrorenen Buchstaben und Gedanken waren noch immer dieselben. Aber nun standen da, wo ich eben erst war, nur noch Buchstaben, und dort, wo zuvor nur diese Buchstaben standen, mein anderes, verwandeltes, neues Ich. Ich drehte mich um meinen Verstand und sah das Buchstabentor nicht mehr. Die Zeichen und Symbole hatten sich verwandelt. In einen Spiegel aus Worten. Der Weg zurück war verschlossen.

Unsichtbar

Hinter mir, nur etwa zwei Schritte entfernt, standen nun andere. Wo zuvor nur ich selbst gestanden hatte, wartete nun eine ganze Reihe von Gestalten darauf, einzutreten in mein Bewusstsein. Ich verstand zunächst nicht, dass es sich dabei um dieselben Buchstaben, Worte und Gedanken handelte, aus denen ich selbst soeben geschlüpft bin, und dass ich soeben erst durch einen Spiegel aus Buchstaben hinein in einen richtigen Körper in einer wirklichen Welt gekrochen bin. Dass ich gerade eben in diesem Moment in ein lebendiges Wesen hineintauchte und dieses, ohne ein Recht darauf zu haben, mit meinen Gedanken und Gefühlen zu verändern, zu verwandeln und zu beeinflussen begann.

Mit aller Gewalt

Als ich nämlich auf der anderen Seite dieser Buchstaben stand, da hatte ich jede Erinnerung an mich selbst, an mein bisheriges Leben, an meine Ziele und Absichten, vergessen und verloren.

Namenlos

Ich konnte mich an meinen eigenen Namen nicht mehr erinnern, ich wusste weder wer ich war, noch wie ich aussah, ich hatte auch keine Erinnerung an das Leben, das ich einmal auf der anderen Seite dieser Buchstaben führte. Ich musste einmal das Lesen und Schreiben erlernt haben, aber je mehr ich mich anstrengte, desto unwirklicher wurde meine Vergangenheit. Mehr und mehr begann sie zu verblassen, bis sie schliesslich ganz aus meinem Gedächtnis verschwand.

Wandelbar

Bis ich tatsächlich durch diese Buchstaben und Zeichen hinein und hindurch in einen lebendigen Spiegel, in eine wirkliche Welt hinein geraten bin. Ich habe in diesem Spiegel gar mein eigenes Ich zum Leben erweckt. Doch selbst wenn die Zeit sich wieder drehte, und mein Spiegel sich bewegte, so erkannte ich in diesem Spiegel aus Buchstaben nicht mehr meine eigenen Gedanken, und ich erinnere mich auch nicht mehr daran, was vor meiner Verwandlung geschah. Vielleicht hatte ich einen Auftrag, und wurde von jemandem erwartet, oder war ich auf der Flucht und wurde verfolgt, ich wusste es nicht mehr. Alles, was ich jetzt vor mir sah, war ein Spiegel mit einem Labyrinth aus Buchstaben darin.

Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I

Du befindest dich jetzt tief im Innersten meiner Gedanken, meiner finstersten, düstersten, schwersten und leersten Gedanken, da, wo sich mein Spiegel und dein Bild in nichts auflösen, eins werden, keins werden. Hier gibt es kein Bewusstsein, keine Buchstaben, Zeichen und Symbole, keine Zukunft, keine Gegenwart und keine Vergangenheit, keine Bilder und auch keinen Spiegel, denn hier bist du selbst ein Spiegel.

Dein Horizont ist der Tod

Schau jetzt in meinen Spiegel, schau in meinen Verstand, siehe da, ich bin eine Puppe, deine Marionette in meinem Theater des Nichts. Du kannst mir jetzt jedes Wort in den Mund legen, und ich werde es für dich buchstabieren. Ich werde alles für dich tun, alles was du von mir verlangst, denn ich bin dein, dein Spiegel, dich selbst, das Nichts, denn ich bin tot, dein Tod.

Willkommen in meinem Verstand

Konzentriere dich jetzt voll und ganz auf die Person, die jetzt in meinen Spiegel aus Buchstaben blickt, meinen Gedanken jetzt folgt, und urplötzlich zieht es dich aus meiner Fantasie, aus meinem Traum, und du bist umgeben von all den Dingen, die mein Leben jetzt ausmachen.

Spiegelreisen nach Nirgendwann

Aber hier drüben ist alles noch genauso wie auf der Vorderseite deiner Spiegel, da wo du hergekommen bist, denn auf deiner Spiegelreise hat sich die Wirklichkeit einmal komplett um deinen Verstand gedreht. Du bist jetzt angekommen, in einem Land weit hinter meinem Verstand, und hast eine Welt betreten, ein und dieselbe Welt, dieselbe Welt, die du soeben verlassen hast.

Immer schneller

Um eine Gestaltenwanderung erfolgreich abzuschliessen, geht es nun darum, das Spiegel Karussell anzuhalten und auszusteigen, und zwar genau in dem Moment, genau in der Zwischenwelt, der Welt zwischen deinem Spiegel und dir selbst. In dem Moment, wo du weder auf der einen noch auf der anderen Seite dieser Buchstaben dich erkennst, verlässt du das Karussell.

In der Zwischenwelt

Dazu begibst du dich hinein in meinen Spiegel, verdrehst und verwandelst dich in mein Spiegelbild, du stellst alles um mich herum auf den Kopf, drehst und drehst dich um meinen Verstand, so lange, bis du auf der anderen Seite angekommen bist.

Spiegelverkehrt

Immer schneller und immer schneller tauchst du ein in die Fantasie des Nichts, des Nie und des Nein, drehst und drehst an diesem Karussell, bis du den Unterschied nicht mehr bemerkst, zwischen deinem Spiegel und meiner Wirklichkeit.

Mit all meiner Fantasie

Lauf jetzt geradeaus, geradeaus durch meinen Spiegel, bis zum Ende meiner Gedanken, tief hinein, bis zum Zentrum meiner Fantasie, meiner tiefsten, schwarzen Fantasie.

Im Zentrum meiner Gedanken

Du marschierst durch die Hallen meiner Träume, bis du an ein schwarzes Tor gelangst. Öffne dieses Tor und tritt ein in meinen Verstand. Du bist allein in meinem Bewusstsein. Du befindest dich in einem dunklen, schwarzen, leeren Raum, es gibt hier drin nichts zu sehen, absolut rein gar nichts. Lauf ein paar Schritte durch die Dunkelheit und nimm Platz in meinem spiegelverkehrten, sich um sich selbst drehenden Verstand. Du befindest dich hier im Zentrum meiner Gedanken, meiner tiefsten und finstersten, schwersten und leersten Gedanken.

Nimm Platz

Nimm Platz, fühl dich wie zu Hause, mach es dir bequem in der Halle der Einsamkeit. Entspanne dich für einen Moment oder zwei, geniesse die Dunkelheit, lass den Schatten des Todes deine Identität vollkommen absorbieren, und verliere dich im verkehrten Spiegel meiner schwarzen Identität.

Stille

Du lässt alle vergangenen Fiktionen davongleiten, Worte und Gedanken lösen sich in Stille auf. Du erinnerst dich nicht an die Zeit, die ewige, unendliche Zeit, die du dich hier schon drehst und drehst, ums Nichts, um die Stille, um die Einsamkeit und Verlassenheit. All deine Ziele, all deine Hoffnungen, all deine Träume, Erfahrungen und Erinnerungen, sie schweben dahin und verblassen wie Fatas und Morganas.

Fatas und Morganas

Und wenn du deinen Verstand vollkommen verlierst, deine Erinnerungen, deine Identität, deine Fantasie, dein Ein und Alles, absorbiert durch absolute Stille und Dunkelheit, zu dieser Zeit, im niemals Wo, im niemals Wann, erwachst du langsam aus einem Traum, an den sich nie jemand erinnert.

Mein Bild in deinem Spiegel

Du erinnerst dich nicht an mein Bild in deinem Spiegel, du erinnerst dich nicht an das Wie und Wann, du erinnerst dich nicht, du erinnerst dich an nichts, mein Nichts, kein Nichts. Du hast eine Welt betreten aus Fantasie und Eitelkeit. Die Dunkelheit wirkt transparent im Spiegel meiner Fantasie.

Wach auf!

Wach jetzt auf, denn du bist eingeschlafen in meinem Spiegel, vor meiner schwarzen Erscheinung, rabenschwarz. Du siehst nichts und weisst von nichts, weisst nicht warum, wo und wer du bist. Unendlich viele durchsichtige schwarze Spiegel spiegeln sich hier in diesem Raum, so durchsichtig und so schwarz, dass niemand dich bemerkt. Du drehst noch immer deine Runden auf meinem Spiegelkarussell, von einem Spiegel zum anderen. Du darfst meinen Spiegel jetzt öffnen, und es zieht dich dann in den Verstand derjenigen Person, die diesen Spiegel gerade betrachtet.

Spiegel öffne dich!

Tief in meinem Innern, tief im Innern meiner Fantasie, in einem Land weit hinter meinem Verstand, weit hinter meinem Bewusstsein, weit hinter meinen Gedanken und Gefühlen, weit hinter mir selbst, liegt ein verborgenes Tor, ein geheimes Portal, ein unsichtbarer Spiegel, ein unsichtbares Spiegeltor.

Ein verborgenes Tor

Mein Spiegel bewacht und beschützt dieses Tor mit all seiner Fantasie, er bildet eine unsichtbare, unüberwindbare Grenze, die niemand überqueren kann, niemand ausser mir. Ich allein kann mich durch meinen Spiegel denken, mich bewusst daran erinnern, wer ich schon einmal war, und wie ich schon einmal aus meinem Spiegel blickte.

Denn ich bin deine Fantasie

Ja, mit meiner Fantasie ist es mir möglich, dich mir vollkommen bewusst als mein eigenes Ebenbild vorzustellen. Meine Fantasie befindet sich im Innern meiner Spiegel, im Innern meiner selbst. Ich erwecke sie jetzt zu neuem Leben, ich erwecke den Spiegel in mir, verbinde und verbünde mich mit dir, mit deinem Spiegel, mit deinen Gedanken. Ich reisse dich jetzt durch meinen Spiegel aus Worten, reise hinein und hindurch und erkenne mich selbst in dir, wer ich an deiner Stelle bin, wie du mich bist, und du dir selbst eine Nachricht hinterlässt.

Nachricht an dich selbst

Ja, mit meiner Fantasie ist es mir möglich, mir vorzustellen, wer ich alles schon einmal war. Wie ich mich in dich verwandle, wie ich mich in ein anderes Ich, in ein anderes Mich verwandle, wie ich einem anderen Ich begegne, einem anderen Spiegel gegenüberstehe.

Ein Spiegel meiner selbst

Letzte Änderung: 30. November 2016 19:42
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