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Tee · , Deutschland · männlich · 33 Jahre alt · registriert seit 2001 · vor 1 Monat zuletzt online

21. Februar 2012

Sonstiges · · 10 Kommentare

Jetzt isses zu spät

Jetzt sitzen wir hier. Wir haben das früher doch auch oft gemacht. Du hattest mehr geschwiegen damals. Mir mehr zugehört. Vielleicht hätte ich Dir auch mehr zu hören sollen. Vielleicht wäre dann vieles einfacher für uns. Heute machst Du öfters was Du willst und seltener interessiert es Dich dabei, was ich will. So ist das wohl, wenn man unzertrennlich ist. Ich weiss, dass Du mich nicht verlassen oder einfach so im Stich lassen wirst, nein. Dafür brauchst Du mich viel zu sehr. Eines Tages, ja, eines Tages wirst Du aufgeben und das war es dann für mich und ich hoffe wirklich, dass ich dann auch bereit dafür bin. Ich bin ja auch nicht einfach, ich fordere viel, verlange oft alles, vielleicht sogar mehr als gut ist für Dich. Gut für uns! Du kennst mich schon lange, sehr lange und Du weisst: ich kann nicht anders.
Wir sind doch nicht alt geworden. Nur älter als damals, als wir uns nicht jung fühlten. Wir es waren. Selbstvertständlich. Vielleicht ist das ja der Sinn der Jugend, weisst Du? Älter fühlen als die noch Jüngeren. Das kommt mir heute doof vor, aber so dachte ich damals. Ja, ja, ich gehöre da nicht mehr dazu, ich weiss das, aber lass mich doch in Ruhe damit! Sag es mir nicht dauernd, zeig es mir nicht immer. Ich hasse Dich dafür und Du weisst das, nur ist Dir das heute egal. Ja, früher liebte ich Dich für das was Du bist, heute hasse ich Dich immer öfter dafür. Entschuldige, Du kannst da nichts für. Du weisst, mein Wille und Deine Art, wir kamen früher besser klar damit. Aber wir waren auch noch jünger und konnten vieles einfach ignorieren. Vielleicht hätten wir das nie tun sollen.
Wir hätten dieses Problem heute nicht. Nein, das hätten wir nicht. Es tut mir leid, wirklich. Ich hätte mich frühe mehr um Dich kümmern müssen. Ich hätte Dir besser zu hören sollen. Aber es war mir meistens egal was Du wolltest. Du hast mich nicht im Stich gelassen, ich danke Dir dafür. Doch meine Unvernunft lasstet schwer auf unserer Beziehung und ich fürchte mich vor den unlösbaren Problemen der Zukunft. Straf mich nicht für meine Jugend, Bitte. Mach das bitte bitte nicht!
Wenn es soweit ist, so bin bin da. Ich lass Dich jetzt nicht mehr im Stich. Wir sind soweit gekommen.

Ich trinke nicht mehr so oft wie früher, das weisst Du. Du erträgst das nicht mehr so wie früher. Ja. Ich will das wirklich auch weiterhin für Dich machen. Du weisst ja auch genau, wie Du mein Gewissen ereichst und das tut mir mehr weh als früher und ich befürchte, es wird noch schlimmer werden. Du wirst härter sein zu mir, wenn ich in Zukunft etwas trinke, stimmts? Du kannst es nicht lassen, richtig? Selbst dann nicht wenn ich Dich anflehe, mich nicht zu strafen. Wenn ich Dich vorher zufrieden stelle. Selbst wenn ich Dir zuvor alles gebe, was Du brauchst wirst Du mich dennoch immer strafen, wenn Dir was nicht passt. Mit treffsicherer Genauigkeit. Du mich zu gut.

Ich trinke anders, als früher. Mit mehr Qualität. Ich bin ja auch nicht älter geworden, sondern hochwertiger. Du nicht. Du läßt nach. Ich merke das und es wird immer schlimmer mit Dir. Du vergisst häufiger etwas und hast gar keine Lust, Dich zu erinnern. Du lässt lieber etwas sterben ohne etwas neues zu geben. Du kannst so häßlich sein.
Bald, da muss ich mich ständig um Dich kümmern. Ich will das nicht, also hör bitte auf damit. Ich hasse Dich dafür. Wirklich, es gibt nichts mehr an Dir, was ich mehr hassen könnte. Du läßt nach und ich verabscheue Dich dafür. Früher, da waren wir ein super Team. Heute nervst Du mich immer öfter. Vielleicht weil Du weisst, das ich Dich nicht verlassen kann. Das ist gemein, aber ich hänge an Dir, wie Du an mir.

21. Februar 2012 08:23

Um das mal klarzustellen. Das hier ist ein Kunstgriff. Eine Kurzgeschichte. Die Worte sind bewusst gewählt und nur der Ansatz erzählt etwas von mir. Ein kleiner Tipp. Das Augenscheinliche ist hier nicht das, worum es geht.


Fein, fein!


Danke schön.


Wem das gefällt und wer möchte, der ist herzlichst eingeladen mir eine Interpretation per Mail zu schicken. Ich würde mich freuen. Hier bitte nicht interpretieren. ;-)


Ich mags nicht interpretieren. Soll so bleiben, wie es da steht M; )


Ich habe gerade mal überlegt, liebe M. Wenn wäre was nicht sein könnte, weil es nicht. Ansonten nun halt doch, so wärst Du ja meine Nichte. Spannend.
Extra für Dich dann etwas eindeutiges über jemand anderen als mich. Ich rauche keinen Yuma (mehr):


Er drehte sich ungeschickt eine Yuma. „Unglaublich“, dachten die anderen, „dass er es nach all den Jahren immer noch nicht beherrscht.“
Er zog genussvoll an seiner Kippe und lachte in die Runde, schenkte sich noch ein Glas Barbancourt ein und holte tief Luft... sie wussten was jetzt kommen wird. Er wird schwadronieren über die Schönheit der Dinge, die Schönheit des Lebens und die ganzen Nichtigkeiten des Seins.
Er saß da selbstgefällig, nippte an seinem Rhum, zog an seiner Zigarette und lachte in die Runde.


was hast du denn da in deinen blog geschissen?
soll man das alles lesen?
da kriegt man ja nen bart beim lesen...


Es ist wie früher, als Du und ich noch nach dem Dark Room zu Hause waren. Du wolltest meine Scheiße sehen und sie brachte Dich zum kotzen. Manchmal vermisse ich Dich. Manchmal ist selten geworden.


ich kotz doch gar nicht. ALTA1

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