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Grüne Revolution II

Sonstiges ·

Pflanzen erzeugen aus Kohlendioxid (CO2), Wasser (H2O) und Sonnenlicht Biomasse ( die überwiegend aus Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) besteht und deshalb hier - nicht ganz der tatsächlichen Komplexität der entstehenden Vielzahl von Verbindungen entsprechend als CH2 bezeichnet), dabei wird Sauerstoff (O2) freigesetzt:

CO2 + H2O —> CH2 + O2

Diese "Biomasse" wird dann im Pflanzenfressermagen unter Sauerstoffverbrauch wieder in CO2 umgewandelt, die dabei freiwerdende Energie treibt das tierische Leben an.
Sie kann auch VERBRANNT werden - so liefert sie ebenfalls Energie und verbraucht dabei Sauerstoff, es entsteht ebenfalls CO2.
Wenn sie VERFAULT passiert dasselbe - nur profitieren in diesem Fall Mikroorganismen von der freiwerdenden Energie.

Das über Jahrmilliarden entstandene Gleichgewicht zwischen Pflanzen, die CO2 aufnehmen und O2 abgeben, und Tieren, die O2 aufnehmen und CO2 abgeben, hat unsere Atmosphäre geprägt.
Sogenannte FOSSILE Brennstoffe sind nichts anderes als Biomasse, die dem dauernden Umwandlungsprozeß entzogen wurde, indem sie irgendwo unter Luftabschluß abgelagert wurde und binnen vieler Jahrmillionen zu Kohle versteinert oder zu Erdöl verflüssigt wurde.
Indem wir diese fossile Biomasse aus ihren Lagerstätten holen und zur Energiegewinnung verbrennen, bringen wir Kohlenstoff (C) in den Kreislauf zurück, der diesem Kreislauf seit vielen Jahrmillionen entzogen war - der diesem Kreislauf entzogen wurde, lange bevor die ersten Vorfahren des Menschen überhaupt existierten.
Diese durch unseren Energiehunger verursachte Erhöhung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre ist verantwortlich für den sogenannten Klimawandel - doch nicht sie allein. Auch das direkte Vernichten von Pflanzen bringt das in ihnen gespeicherte C als CO2 in die Atmosphäre.

Damit sollte klar sein, was wir alle - jeder für sich und bei sich - tun können, um einen kleinen Beitrag zur Reduzierung der Erderwärmung zu leisten: Pflanzen!

Eine großblättrige Pflanze vor einem Südfenster wird JEDEM spürbar zeigen, wie Pflanzen Sonnenlicht zu Biomasse umwandeln: es wird im Sommer deutlich weniger heiß im Raum, die Klimaanlage wird überflüssig oder braucht weniger Energie.
Also bepflanzt EURE Balkone u. Fenstersimse, Hauswände und Dächer! So verschafft IHR EUCH wohltuenden Schatten im Sommer, entzieht der Luft CO2 und bremst damit den Klimawandel ein wenig - und nicht zuletzt lernt IHR den Umgang mit Pflanzen, und könnt bei entsprechender Pflanzenwahl sogar teilweise Selbstversorger mit Obst/Gemüse werden....

Macht EUCH mal Gedanken....geht durch EURE Städte, stellt EUCH vor, welche Wände-Dächer-Balkone-Fenstersimse bepflanzt sein könnten, und wie dann wohl das Lebensgefühl in EUREN Straßen wäre....

06. April 2009 12:19

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Rolle rückwärts!

Sonstiges · · 4 Kommentare

Und wieder hört man die Lobbyisten schreien "Weg mit der Öko- und Mineralölsteuer, Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale"...da gibt es für mich nur 2 Erklärungsmöglichkeiten:
- entweder die sind so dumm sich einzubilden Sprit könnte irgendwann "von alleine" wieder billiger werden, und es sei Aufgabe der Politik die momentan ungerecht hohen Preise abzufedern
- oder sie wissen genau daß die Erdölvorräte begrenzt sind, bei steigender Weltbevölkerung und steigendem "Lebensstandard" insbesondere in Schwellenländern wie China und Indien aufgrund der steigenden Nachfrage der Spritpreis immer weiter steigen wird - und es ist ihnen egal! Egal daß der hohe Energieverbrauch, den das Bewegen einer Tonne Blech erfordert, immense ökologische Folgekosten zeitigt und unverantwortliche Ressourcenverschwendung bedeutet, wenn dies immer mehr Menschen tun. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Autos nun mit Erdölprodukten oder "nachwachsendem" Sprit angetrieben werden, denn die zum Anbau von "Energiepflanzen" benötigten Felder fehlen der Landwirtschaft zum Nahrungsmittelanbau...mehr Menschen brauchen ja auch mehr Nahrung...
Wissenschaftliche Erkenntnisse kommen anscheinend nicht oder nur arg verspätet bei unseren "Entscheidungsträgern" an...in meinem Regal steht ein Buch mit dem Titel "Treibstoff statt Nahrungsmittel"...von 1982....
Es ist arg frustrierend, wenn heute Politiker und Wirtschaftsbosse Forderungen stellen, die schon vor 25 Jahren als Blödsinn entlarvt wurden!!

http://www.youtube.com/watch?v=86PM0elnRU0 Land of confusion - Genesis

12. Mai 2008 01:08

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Rinderwahn und Mineralölsteuer

Sonstiges · · 26 Kommentare

Erinnert IHR EUCH noch...Ende der 80'er...BSE, die sogenannte "Rinderseuche" - es war ja keine echte Seuche, jedenfalls nicht ansteckend...Rinder erkrankten und starben weil sie mit Kadavern von Schafen gefüttert worden waren, und es sollen auch vermehrt Fälle von Kreutzfeld-Jakob bei Menschen aufgetreten sein, die BSE-Rindfleisch gegessen hatten....
Bundesweit hatte die bayrische Staatsregierung den schärfsten Maßnahmenkatalog gegen BSE beschlossen - u. a. sollte jedes an BSE erkrankte Rind sofort aus der CSU ausgeschlossen werden...aber wenn ich die jüngsten Äußerungen des bayrischen Ministerpräsidenten zur Mineralölsteuer höre, dann scheint mir, sie haben nicht alle von BSE Befallenen in ihrer Partei entdeckt!
Da fordert DER doch die Senkung der Mineralölsteuer um 10-15 Cent pro Liter "um die Autofahrer zu entlasten" (!) und gleichzeitig die Einführung einer PKW-Maut von 120¤ pro Jahr um die Einnahmeverluste aus der Mineralölsteuer auszugleichen....
1. würde diese Maut auch wieder die Autofahrer treffen - man würde weniger bezahlen für jeden Liter Sprit, dafür mehr für den Besitz eines PKW! Also wäre es eine Belastung der Wenigfahrer zugunsten der Vielfahrer - macht das ökologisch Sinn? Insgesamt würden die Autofahrer dabei nicht entlastet...
2. würde die Eintreibung dieser Maut zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeuten - wer bezahlt den?
3. fordern Umweltverbände das genaue Gegenteil: die Abschaffung der Kfz-Steuer und dafür eine HÖHERE Mineralölsteuer! Merke: der ruhende Motor schädigt die Umwelt nicht, nur der laufende!
4. Wenn man die Behandlung all der Allergien, Atemwegserkrankungen, Krebse, Erbgutveränderungen usw., die durch Feinstaub, Ruß und Stickoxide aus Autoabgasen verursacht werden, aus der Mineralölsteuer bezahlen wollte, dann müsste diese noch viel höher ausfallen...Ernteausfälle und Unwetterschäden durch den auch von Autoabgasen verursachten Klimawandel ganz zu schweigen...
5. es ist das gute Recht jeder Gesellschaft, erwünschtes Verhalten steuerlich zu entlasten und unerwünschtes Verhalten steuerlich zu belasten - wenn Autofahren teurer wird dann müssen die Menschen sich umweltfreundlichere Lösungen ihrer Möbilitätsprobleme einfallen lassen...oder die gestiegenen Kosten an ihre Geschäftspartner weitergeben. Wenn Transporte plötzlich teurer werden lohnt es sich vielleicht irgendwann tatsächlich nicht mehr, zB lebendes Vieh durch ganz Europa zu karren, bloß weil die Schlachtung in Portugal oder in der Ukraine billiger ist...so tragen hohe Treibstoffpreise zur Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe bei!
Und: ganz egal wie teuer Treibstoff noch wird - die CSU würde ich GERN in eine weit entfernte Galaxie schicken....

23. November 2007 00:05

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