1992 wurde Simeonas Schüler und Administrator Stanley Hew Len spiritus rector der von ihr gegründeten Organisation.
In seinem Buch schreibt er, dass das Hauptziel von hoʻoponopono darin bestehe, den Menschen "in den Nullzustand zu bringen, wo er grenzenlose Möglichkeiten habe, keine Erinnerungen, keine Identität". Um den "Nullzustand" zu erreichen, den Len als "Selbst-Identität" bezeichnet, könne man vor allem ein Mantra verwenden:
"Ich liebe dich. Bitte vergib mir. Es tut mir leid. Danke." (*)
Len lehrt ferner die Idee der 100%igen Verantwortung, d. h. Verantwortung für jedermanns Handlungen zu übernehmen, nicht nur für die eigenen. Er schreibt, wenn man Verantwortung für das eigene Leben übernimmt, unterliege alles, was man sieht, hört, fühlt oder auf irgendeine Weise erfährt, der Selbstverantwortung, da es durch die Wahrnehmung zum eigenen Leben gehöre. Probleme bestünden nicht in der außerhalb von einem selbst liegenden Realität, sondern innerhalb. Um die Realität zu verändern, müsse der Mensch sich selbst ändern. Vollständige Verantwortung beinhalte, alles Äußere als Projektion aus dem Inneren des Menschen zu betrachten.
Quelle: Wikipedia Ho'oponopono
(von mir gekürzt)
(*) Anmerkung: Um das Mantra zu verstehen und richtig anzuwenden: Es ist gedacht, aus einer höheren Perspektive auf sich selbst (oder andere) zu sprechen. Stelle dir dazu vor, du siehst dich mit den Augen des allumfassenden Gedankenfeldes, das dich trägt und liebt.
Es hat dich erschaffen, und es sagt zu dir, dass das Leiden, welches die Dualität notwendigerweise mit sich bringt, nicht wirklich gewollt war. Darauf bezieht sich das "es tut mir leid" (aber) "ich liebe dich".
Das Vergeben ist also nicht menschlich gemeint im Sinne von "ich machte einen Fehler und bitte nun um Verzeihung".
