und wieder einer den ich kannte, ist gestorben.
Vor 30 Jahren kam er in das niederbayerische Dorf, eigentlich unmöglich, dass er einmal ihr Abgeordneter im Stadt und Kreisrat werden würde. Er war bei den Grünen, sein Haar war zu einem Pferdeschwanz gebunden und noch dazu kam er aus dem Schwabenland. Er hielt nichts von der Kirche und in einer Zeit in der jeder mit dem Auto fuhr, ließ er seines stehen wann immer es ging und fuhr lieber mit dem Rad den steilen Berg runter und dann wieder rauf.
Er zog in eine richtige Bruchbude und zumindest von draußen konnte man meinen, sie macht dieser Bezeichnung alle Ehre und fällt bald zusammen.
Warum er trotzdem so bei den Leuten ankam, die eigentlich gegenüber allen Fremden distanziert sind?
Da fällt mir nur ein, dass es sein Wesen war. Er sprach leise und war in keiner Weise aufdringlich oder legte einen forschen Ton an den Tag. Und eigentlich, so dachten wohl viele war es an der Zeit, dass jemand den herrschenden Kommunalpolitikern auf diese Art auf dem Wecker geht. Es ging halt mit ihm nichts wie geschmiert.