Archiv des Forums Freizeit und Leben - Liebe und Freundschaft: Mai 2012: Ansprüche im privaten Bereich
15. Mai 2012 09:34 Ansprüche im privaten Bereich
Ansprüche wachsen ja meist mit dem Alter, sagt man. Inwiefern ist das bei Euch so und wachsen v.a. die Ansprüche an Eure Mitmenschen/Partner oder stellt Ihr auch höhere Forderungen an Euch selbst? Wie sieht das im Alltag aus und in welchen Bereichen haben sich mit den Jahren Eure Ansprüche gesteigert? Gab es bei größerem Altersunterschied (sagen wir um die 10-15 Jahre) dahingehend mal Probleme, also dass Ihr Euch den Ansprüchen Eures Partners/eines Freundes nicht gewachsen fühltet, weil ihr selbst nicht so hohe Anforderungen an Euch stelltet? Und wenn ja, wie seid Ihr damit umgegangen? Würdet Ihr Euch beziehungstechnisch auf eine Person einlassen, bei der ihr das Gefühl hättet, dass sie euch nicht so 100 %ig annehmen würde, wie ihr seid? Also z.B. Aussehen: Ihr seid eher ein heller Typ und ahnt, dass die Person eher auf braunere Menschen steht. Und wenn diese Person ein Foto von Euch sieht, bringt sie Euch immer irgendwie mit Blässe in Verbindung. Nicht mal mit den Augen oder der Form der Lippen oder der Figur, nee, immer irgendwie negativ (habt Ihr das Gefühl). Oder bezogen auf das Innere: Gebt Ihr eine Schwäche zu, heißt es nach dem Motto: Das kannst du mir doch nicht einfach so sagen. Mh. Ach nö? Da habe ich das Gefühl, mich immer stark zeigen zu müssen, nicht wirklich ich oder mal schwach sein zu können. Bezogen auf eine feste Beziehung würde mich so etwas gleich abschrecken, denn ich hätte das Gefühl, mich nicht einfach mal an eine Schulter anlehnen zu können, wenn ich sie brauchte oder ein Problem/eine Sorge anzusprechen. |
15. Mai 2012 10:15 re
> Demzufolge gehe ich mit derartigen Ansprüchen im privaten Bereich eher so um, dass ich mich dann distanziere, dass ich mich nicht weiter auf die Person einlasse. Richtig so. Wer sich selbst wertschätzt, verbiegt sich nicht, um anderen zu gefallen. |
15. Mai 2012 15:12 Ansprüche
> Richtig so. Wer sich selbst wertschätzt, verbiegt sich Genau so sehe ich das auch,wen ich mich verbiegen müsste um anderen zu gefallen bin ich nicht ich selbst |
15. Mai 2012 10:24 ich
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken hab kein problem in einem gewissen, für mich akzeptablen rahmen, irgendwas zu ändern an mir. was dein beispiel angeht: wenn mein partner auf braune haut steht, würde ich nicht deswegen meine blasse haut bräunen, weil ich davon schlicht nix halte. was ansprüche allgemein angeht: ja, die wachsen tatsächlich mit dem alter und ich würde mich heute auf die meisten beziehungen, die ich hatte, nicht mehr einlassen. |
15. Mai 2012 10:47 Re
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken > Demzufolge gehe ich mit derartigen Ansprüchen im privaten Bereich eher so um, dass ich mich dann distanziere, dass ich mich nicht >weiter auf die Person einlasse. Ein Fehler? Feige?ür Ja, ein Fehler. Das Problem ist in diesem Fall nicht die Anspruchshaltung des Partners sondern das eigene Selbstbewußtsein. Natürlich ist es wichtig, sich selbst zu hinterfragen und auch selbstkritisch zu sein. Anders ist es, wenn man permanent ganz offen oder subtil damit konfrontiert wird, dass der Partner doch ganz andere Vorstellungen hat. |
15. Mai 2012 11:15 re
> Sicher, an Kleinigkeiten kann man arbeiten. Das setzt eine vernünftige Kommunikation über die Kleinigkeiten voraus, an denen man arbeiten sollte. Der Eingangsbeitrag lässt in dieser Hinsicht Unschönes anklingen.1 |
15. Mai 2012 11:33 Deswegen
ja mein letzter Satz. Ich würde auch Abstand nehmen wenn ich immer und immer wieder das Gefühl hätte, ich würde nichts richtig machen und müßte eine Rolle spielen um zu gefallen. |
15. Mai 2012 14:36 re
man kann auch gemeinsam einsam sein |
15. Mai 2012 11:32 re
Antwort auf: Re von: alegre Ich finde, dass es in Sachen Hautfarbe gar nicht mehr um Kleinigkeiten geht, denn die Haut kann man nicht wechseln, wie z.B. die Anziehsachen und sich durch einen rasches Umziehen attraktiver fühlen. Wie also soll man an so etwas arbeiten?1 Und wenn man an Dingen "kritisiert" wird, die man nicht ändern kann, dann helfen die besten Gespräche nichts, dann wird man sich in Augen des potentielles Partners oder was auch immer nie vollkommen fühlen bzw. Hemmungen haben, schätze ich. Insofern ist es m.A.n. ein Unterschied, ob man nur an z.B. den Anziehsachen oder bestimmten Verhaltensweisen kritisiert wird (daran lässt sich arbeiten) oder z.B. an einem schiefen Hals, zu großen Ohren, zu kurzen Beinen... |
15. Mai 2012 11:42 re
Wie ich sehe, habe ich heute weniger hohe Ansprüche an meine Rechtschreibung/Grammatik. :D |
15. Mai 2012 13:21 re
Antwort auf: re von: rote.Bommelmütze Also ich kannte schon Frauen, die haben Haare gefärbt, Sommersprossen und Hautfarbe dunkel überschminkt *grusel* - da hört es wirklich auf. Es gibt auch Kritik, die kann man sich sparen - besonders wenn der Ton gehässig ist: Also "fetter" Arsch, wenn Deine Freundin Größe 36 trägt, geht garnicht. Aber man darf natürlich sagen, wenn der andere sich gehen lässt. Aber den Typ verändern - wer das möchte, der soll sich doch gleich wen anders suchen. Also Kritik ja. Diffamierung (besonders vor Fremden!) Nein. |
15. Mai 2012 13:50 re
> Also ich kannte schon Frauen, die haben Haare gefärbt, Du meinst jetzt aber nur im Gesicht überschminkt. Oder 'ganzkörperlich'? Ich stelle mir das gerade bildlich vor, wie die Beiden dann zur Sache kommen und er ihr erst einmal einen Liter Farbe vom Körper schleckt. ;) Das Problem bezüglich der Hautfarbe oder auch bezüglich eines dicken Hinterns ist ja, dass es eben auch den erotischen Bereich betrifft1, und am Ende hat man ja nicht mehr viel an. Und wenn man dann das Gefühl hat, nicht so zu sein, wie das Gegenüber es sich eigentlich wünschte, dann war es das mit der Erotik, da beginnen dann u.U. Scham und Verkrampftheit. Das muss man sich nicht wirklich antun. |
16. Mai 2012 10:33 re
> Du meinst jetzt aber nur im Gesicht überschminkt. Oder Ich hab nicht nachgesehen :-). Aber eine ursprünglich Rothhaarige mit schwarz gefärbten Haaren und Schminke sieht echt sch... aus. (P.S.: Ich hab sie später mal gesehen, als sie ihn los war - ein Traum von Frau in Rot!) > nicht mehr viel an. Und wenn man dann das Gefühl hat, Hast Du absolut Recht. |
15. Mai 2012 12:31 32
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken >Ansprüche wachsen ja meist mit dem Alter, sagt man. Meine ändern sich eher. |
15. Mai 2012 13:38 re
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken Wie Kleisterhexe schon sagt: Die Ansprüche ändern sich eher. Sie werden konkreter, man versteht besser, was man eigentlich will, bleibt ja nicht aus, man lernt ja aus seinen Erfahrungen. aber ich streike da Nee, das beste, was du machen kannst. Die Welt ist groß und voller Menschen, wenn du ihnen nicht passt, sollen sie sich andere suchen, und auch du wirst Menschen kennenlernen, die nicht an dir 'rumnöhlen. Man kann Gefühle/Beziehungen/Zwischenmenschliches nicht forcieren. Das erinnert mich an den Thread "Soll ich mich weiter mit ihm treffen, obwohl er mir zu dick ist, aber sonst isser perfekt!?" Da denke ich: NÖ. Entweder ist was da oder nicht. In Menschen investieren, sich selbst überdenken, Kompromisse schließen, all das, was nicht ausbleibt, wenn man einen wichtigen Menschen im Leben hat, das ist doch nichts, was man gleich zu Anfang tut, damit man zueinander passt. Erst passt man zueinander, und Monate/Jahre später fällt auf, dass es in bestimmten Dingen doch nicht so gut passt, dann ist's immer noch Zeit zu kritisieren, sich zu ändern usw. |
15. Mai 2012 17:29 nö, nein, nee.
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken im grunde ist relativ einfach: ich liebe jemanden, dieser jemand liebt mich. also das gefühl/die empathie ist da. jeder wie er kann & will. des weiteren: 100% übereinstimmung gibt es nicht, selbst bei eineiigen zwillingen nicht. jeder ist eine mischung aus seinen genen und seiner (lebens-)erfahrung. also kann ich nur (erstmal nur für mich) abwägen, ob mit die übereinstimmung mit dem anderen in erwartung, anspruch, vorstellung, umsetzung & praxis mir soweit genügt, dass ich mit dem anderen zusammenleben kann - je nachdem, wie nah oder fern. muss ich zuviele faule kompromisse machen, verrate ich meine lebensgrundlagen oder kann ich kompromisse erzielen, oder gar darüber hinwegsehen. das muss ich für mich im zuge der kennenlernens herausfinden/abwägen. sind es zuviele unstimmigkeiten oder gar zu grundlegende vorstellungen, hat diese beziehung keine zukunft. und ja, je älter man wird, desto genauer weiß man in der regel, was man will und was man nicht will. was geht und was nicht geht. deswegen sollte man sich auch bei dem eingehen einer neuen beziehung zeit lassen. da mag ein ons sexuell sinnvoller und ehrlicher sein, als direkt in flammen zu stehen, um dann nach 3 monaten festzustellen, dass man sich ordentlich verbrannt hat, weil es nicht passt/die erwartungen zu hoch, einfach falsch oder die vorstellungen zu verschieden waren. eine sicherheit hat man gewisslich nie, aber man kann so manches harakiri-abenteuer, anders als oft in jungen jahren, seinem seelen- und liebesleben getrost ersparen. das wirkt auch sehr entspannend. grundsätzlich zum verbiegen der te: wenn sie sich in entscheidenden aspekten ihrer persönlichkeit in der weise verbiegen muss, dass sie sich z.b. auf die sonnenbank knallen muss, damit sie für ihren partner dunkel-attraktiv genug ist um seinen hautton-ansprüchen zu genügen, sollte er sich meiner meinung nach, ne schoko-afrikanerin aus nem katalog kaufen oder beim sex das licht ausmachen. reicht sie ihm nicht, betrifft dies etwas grundsätzliches in der beziehung und das funktioniert auf dauer nicht. denn was kommt als nächsten? faltenlifting, brüste in doppel d, buckel mit hohl-charakter und grün-gelb-gestreifter haut mit violetten punkten....?! nö, nee...?! nein danke, mir ginge das zu weit. aber ich gestehe sicherlich zu, dass man dazu wissen muss, was man selber will und was nicht. |
15. Mai 2012 19:01 Re
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken Also ich würde eher sagen, ich habe im Laufe meines Lebens einige Ansprüche mit der Zeit zurückgeschraubt, und zwar nicht nur die Ansprüche an andere Leute in meiner Umwelt, sondern auch eine ganze Menge Ansprüche an mich selbst. Wenn ich daran denke, was ich mit, sagen wir, 20 gedacht habe, wie mein Leben mit 40 mal aussehen würde *grins* |
16. Mai 2012 07:35 re
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken > Oder bezogen auf Spricht dafür, daß du ihn als Mensch nicht interessierst. Habe ich an einer Person Interesse sind mir seine Gedanken und Schwächen nicht egal. Wenn die Kommunikation nicht stimmt kann die Beziehung nicht aufgebaut werden und bleibt oberflächlich. Vielleicht will er das. Es geht ihm wohl nur um Sex. Wie reagiert er, wenn du ihm Sex in Aussicht stellst? Ruft er nur dann an oder schreibt? Und wenn nicht? |
16. Mai 2012 11:22 re
Antwort auf: Ansprüche im privaten Bereich von: Anspruchsdenken Ich möchte mich für die Postings bedanken. Und sailer hat vermutlich den Nagel auf den Kopf getroffen. |
