Archiv des Forums Tiere - Hunde: März 2012: Wird ein Hund im Alter intolerant?
27. Feb 2012 10:51 Wird ein Hund im Alter intolerant?
Hallo, Vor ca. sechs Wochen lag mein Sohn (14) wie jeden Abend bei ihm auf der Decke, plötzlich jaulte der Hund und das Kind schrie. Mama, Nanuk hat mich gebissen. Diesen Samstag, spätabends wollte mein Mann mit Nanuk nochmal raus. Bei mir steht der Hund meistens sofort auf, wenn ich ihn rufe. Bei meinem Mann nicht. Jedesmal muss er 4 5x rufen und richtig energisch werden. Am Samstag wollte er Nanuk nicht so lange Zeit geben, sodern sich durchsetzen und hat ihm an den Hals gefasst um seinem Befehl Nachdruck zu verleihen. Ohne eine Vorwarnung hat Nanuk ihm so sehr in die Hand gebissen, dass die Hand arg gequetscht ist, und er nicht zur Arbeit kann. Wir haben ein neues Auto, welches beim Rückwärtsfahren unglaublich schrill piepst. Nach der ersten Fahrt wollte Nanuk nicht mehr einsteigen. Nanuk verhält sich ansonsten wie immer, ist auf der Strasse freundlich zu jedermann, freut sich, wenn irgendwo Kinder sind. Wie sollen wir uns verhalten? |
27. Feb 2012 10:55 Als
allererstes bitte sofort zum Tierarzt. Das ganze Verhalten spricht ziemlich deutlich dafür, dass er Schmerzen hat. Die Knochen werden im Alter halt nicht besser und wenn man ihm weh tut (am Halsband gezogen etc.) wehrt er sich halt. Wäre er einfach "nur so" aggressiv, würde er unvermittelt zubeißen, aber er macht es ja bei Körperkontakt. |
27. Feb 2012 10:58 Intolernat
das mit den Schmerzen ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Er steht ja unter Dauermedikation seit einer SchulterOp. Ist vielleicht die Dosis der Tabletten zu niedrig? |
27. Feb 2012 10:57 re
Antwort auf: Wird ein Hund im Alter intolerant? von: halbhirn Ich würde eher darauf tippen, das dein Hund auf irgend eine Weise krank ist. Vielleicht hat er Schmerzen, oder einen Tumor, Herzfehler.... das alles kann zu solchen Veränderungen führen |
27. Feb 2012 11:01 schwarzes Schaf
ich mach mich echt fertig hier. Unser Nanuk ist im ganzen Dorf als gutmütiges Schaf bekannt. Er hat schon zig Leute die eigentlich Angst vor Hunden haben überzeugt, dass man ihm Vertrauen kann. Als ich mit meinem genähten Sohn zur Weiterbehandlung nach dem Krankenhaus zum Hausarzt ging, konnten die Damen dort nicht glauben, dass Nanuk das angerichtet hat. |
27. Feb 2012 12:40 ich
ich wurde als kind auch gebissen und zwar richtig derbe von dem schäferhund meines onkels |
27. Feb 2012 13:32 Bei
plötzlich auftretender Agression sollte man immer erstmal zum Tierarzt gehen bevor man einen Hund bzw. ein Tier ins Tierheim bringt. Ich möchte nicht wissen, wieviele Tiere im Tierheim sitzen und als agressiv gelten obwohl sie einfach nur Schmerzen haben. |
27. Feb 2012 13:53 Den TA konsultieren
Antwort auf: Wird ein Hund im Alter intolerant? von: halbhirn Ich würde auf jeden Fall den Hund erstmal beim TA durchchecken lassen. Es können Schmerzen sein. Was auch dafür spricht ist, dass dein Hund erst gejault hat, bevor er zugebissen hat. Liebe Grüße Elli |
27. Feb 2012 23:36 Wieso
Antwort auf: Wird ein Hund im Alter intolerant? von: halbhirn zwingt man einen Hund, nach draussen zu gehen? Würde ich meine Hunde am Nacken hochziehen, wenn sie nicht nach draussen wollen, so würden mich einer mit Sicherheit beissen, der andere schnappen und die Hündin schätzungsweise erschrocken wegspringen. Wenn meine Hunde etwas definitiv nicht wollen, was normal anders ist, so mache ich mir Sorgen und frage mich, wieso sie das nun nicht möchten. Aber ich ziehe sie nicht am Nacken hoch. Dein Hund steht bereits unter Schmerzmittel. Also hat er bereits Schmerzen. Ich schliesse mich den Vorpostern an und sage: Ab zum TA und abklären lassen, wo der Schmerz ist (ob ein anderer Schmerz hinzu gekommen ist) und wie gross dieser Schmerz ist (sofern man dies erkennen kann). Ggbf muss das Mittel gewechselt´werden und es muss schlicht und ergreifend Rücksicht darauf genommen werden, so wie Du dies ja bereits mit dem Auto tust. Eventuell darf der Hund nun eben nicht mehr auf seiner Decke angefasst werden, schlafend sowieso nicht. Alte Hunde erschrecken schnell, da sie schlechter hören und sehen. Auch neigen sie meiner Erfahrung nach zu "Tagträumen" und "Halluzinationen". Oftmals rannten die alten Hunde nach draussen und standen dann völlig verwirrt im Hof und hatten völlig vergessen, was sie nun eigentlich wollten. Also abklären lassen, gut beobachten, neue Einstellung der Medis etc... Würde solche Vorfälle nicht unbedingt öffentlich machen, bzw wenn, dann mit einer guten Begründung (Hausarzt). Ansonsten hat euer Hund schnell einen schlechten Ruf weg und ihr bekommt Probleme. Sagt der Hund hat es aus Versehen getan weil er so erschrocken ist- auch wenn es so vielleicht nicht stimmt. |
29. Feb 2012 10:34 Wird ein Hund im Alter intolerant?
Du fragst, wieso man einen Hund zwingt nach draussen zu gehen? Die letzte Gassirunde war um ca. 13.00 Uhr und da sollte "man" schon nochmal raus, am Abend, oder? Wie lange halten es deine Hunde zurück? Wir werden jetzt aber die Gassizeiten anders gestalten und die letzte Runde früher machen. Nicht wenn Nanuk schon 3 Stunden geschlafen hat. Bisher hat ihm das aber nie was ausgemacht, er stand immer schneller an der Tür als du die Leine schnappen konntest und der Haufen lässt auch nicht lange auf sich warten, also ist ja Bedarf da. Der Nanuk steht bei mir ja auf, wenn es Zeit ist für die letzte Gassirunde. Zu meinem Mann hat er nicht so den Draht, weil der sich alleine schon aus beruflichen Gründen nicht so viel um Nanuk kümmern kann. Nichtsdestotrotz ist es ungewöhnlich, auch für einen jetzt alt werdenden Hund, so unvermittelt, ohne Knurren und alles einfach zuzubeissen. (laut TÄ) Wir waren gestern beim Arzt und nach gründlichem Abtasten (mit Maulkorb) und Bewegen der Gelenke ist es wohl so, dass der Nanuk eigentlich gar nicht mehr so springen und laufen sollen könnte, wie er es tut, weil er starke Athrose alleine schon in den Pfoten hat. Wir haben vor ein paar Monaten vom Kortisonpräparat umgestellt auf ein anderes Schmerzmittel und vielleicht war ja das der Fehler? Wir werden nun wieder zurück auf das leidige Kortison gehen, ok, es ist billiger, aber Nanuk wurde davon wirklich nur noch fett und hat angefangen auch im Haus zu fressen, was nicht niet und nagelfest war. War für uns auch eine Umstellung, weil er nie was genommen hat, was auf dem Tisch lag. Er ist ein wohlerzogener Hund. Ich war so froh mit den neuen Tabletten vom "der Hund darf nicht mehr so viel rennen und spielen, und hat aber trotzdem Hunger und will alles fressen und soll nicht fett werden" wegzukommen :-( Laut TÄ macht er überhaupt nicht den Eindruck "alt" zu sein. Er hat nicht den halb debilen Blick, den viele ältere Hunde haben. Die Ärtzinn wollte nicht glauben, dass Nanuk Baujahr 98 ist. Trotz der für sie offensichtlichen Schmerzen in den Pfoten und allen anderen Gelenken meinte sie, es sei ungewöhnlich, dass der Hund ohne Vorwarnung so fest zugebissen hat. Gerade bei seinem sonstigen Wesen sei es eher normal, dass bei einem Anrempler des Hundes mal ein rumschnappen oder knurren passiert. Aber eben dieser heftige Angriff ist unverständlich. Wir werden es dem Hund zuliebe jetzt riskieren, mit ihm weiterzuleben. Es ist für mich verdammt schwer zu akzeptieren, dass es ihm wirklich nicht mehr so gut geht. Wenn ich könnte, würde ich euch einen Film machen, wie er schon morgens, wenn er noch keine Medis bekommen hat, über die Wiesen springt. Aber wir müssen echt auch einsehen, dass jederzeit wieder etwas passieren kann und das ist doch sche....! Es ist eine sche.. Situation, drückt mir die Daumen! |
29. Feb 2012 12:36 Wenn der Hund ...
... wirklich so starke Athrose hat, gerade in den Pfoten, wo Hunde sehr empfindlich sind, denke ich schon, dass es da einen Zusammenhang gibt zwischen seinem Verhalten und seinem Gesundheitszustand. Draußen ist er halt auch abgelenkt und wird da nicht so ein großes Schmerzempfinden haben wie zu Hause, wo er nix zu tun hat und von daher wird er m. E. auch weiterhin draußen freundlich auf die Leute zugehen. Aber aufpassen muß man halt jetzt und den Hund gffs. lieber einmal zuviel als einmal zuwenig von anderen Menschen abrufen. An deiner Stelle würde ich dem Hund alle Aktionen, die mit Anfassen zu tun haben wie z. B. das Halsband umlegen "schön" füttern. Also Halsband drum, loben, Leckerchen. So kann er lernen diese Dinge -trotz Schmerzen- positiv zu verknüfpen. Mit Brachialgewalt würde ich da gar nix machen, sonst ist der nächste Schnapper gleich vorprogrammiert. Denn natürlich hat der Hund jetzt leider auch "gelernt", dass er sich mit Abschnappen gffs. durchsetzen kann, wenn ihm was nicht paßt. Wenn dein Mann ihn also das nächste mal für die Gassirunde fertig macht und der Hund will nicht mit: Wurststück vor die Nase halten und den Hund so von seinem Plätzchen weglocken, schön loben, weil er so brav ist. Bei Hunden bringt kluges "tricksen" oftmals mehr, als stur mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. ;-) Liebe Grüße Jack-Fan |
29. Feb 2012 19:00 arthrose
Antwort auf: Wird ein Hund im Alter intolerant? von: halbhirn also, ich denke eher das dein hund starke schmerzen nach längerem liegen hat, beide vorfälle waren ja auf seinem platz. |
02. Mär 2012 06:37 Vielleicht
Antwort auf: Wird ein Hund im Alter intolerant? von: halbhirn solltet ihr mal nach einem Experten schauen, der mit Hund und Halter arbeitet. Viel Glück! |