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: : Am siebten Tag schuf das Gehirn Gott

14. Mär 2012 12:26
re

hermes667 männlich
spätgotischer Frührentner

Gehe ich unbefangen an einen Text, also ohne vorherige annahme dieser müsse positiv sein oder von einem besonders intelligenten, womöglich allwissenden Wesen stammen, dann bleibe ich so nah am Text wie irgend möglich. Es muss schon wichtige Gründe geben um etwas als im übertragenen Sinne gemeint anzunehmen.

Die gibt es aber im Fall der Bibel nur, wenn man schon vorher etwas irrationales glaubt: nämlich das der Autor in irgendeiner Weise von übernatürlichen Kräften beeinflusst wurde.


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14. Mär 2012 12:29
re

Doch kommst du zum gleichen ergebnis wie ich, die bibel wörtlich zu lesen, richtig?
Wenn man aber das wesen gott annimmt daß das überwacht hat etc gibts ja, wie oben begründet, erst recht keinen grund anzunehmen es wäre nicht wörtlich gemeint^^


14. Mär 2012 13:55
re

hermes667 männlich
spätgotischer Frührentner

Abgesehen von den Gleichnissen, ja. Da muss man überlegen wer damit gemeint ist und was diesem Zugedacht wird. Schließlich konnte Jesus, bzw. die ersten christlichen Schreiberlinge nicht alles offen sagen was sie dachten. Das macht die Sache insgesammt aber auch nicht besser, sondern eher schlimmer.

Letztlich ist genau das was dort beschrieben wurde auch umgesetzt worden sobald Christen das sagen hatten: Zwangsmissionierung, Kreuzzüge, Verbrennung von Menschen.


14. Mär 2012 11:41
Katechismus

Antwort auf: re von: hermes667

> Für die meisten Christen
> sind Bibelzitate nicht nur schön sondern noch recht
> orginell, da sie die Bibel meist selbst nicht gelesen
> haben. ;)

Den Kindern setzt man anstelle der Bibel den Katechismus vor. Dort steht eine geschickt ausgewählte Sammlung niedlich verbrämter Bibelgeschichten und anderen Unterweisungen in Glaubensfragen.
Mit diesem Wissen, so macht man den Leuten glauben, würden sie die Bibel kennen.

In die Bibel selber schaut später nahezu kein Christ, sie wird nicht gelesen.
Ich kenne keinen Laienchristen, von dem ich den Eindruck habe, er hätte schon mal seine Nase in die Bibel gesteckt.
Gedruckte Ausführungen im Haushalt dienen in der Regel als Zierrat im Wohnzimmerschrank.


14. Mär 2012 11:45
re

liegt wahrscheinlich auch daran daß niemand mehr christ sein will der die bibel mal gelesen hat, zumindest war das bei mir der ausschlaggebende punkt als ich als kleiner konfirmand mit 13 jahren mal die bibel gelesen hab.... von da an hat mich das ganze zeug nur noch angeekelt^^ vor allem weil da auf meine nachfragen schon immer kam man dürfe nicht alles wörtlich nehmen und es nicht aus dem kontext reißen.... naja natürlich erschafft ein perfekter, übernatürlicher gott ein unperfektes buch um sein wort festzuhalten, und welchen "kontext" man da nun meint.... tja das hab ich bis heut nicht verstanden :D


14. Mär 2012 11:49
re

hermes667 männlich
spätgotischer Frührentner

Antwort auf: Katechismus von: lighthouse-keeper

> Gedruckte Ausführungen im Haushalt dienen in der Regel als
> Zierrat im Wohnzimmerschrank.

Das meistverschenkte Buch steht in fast jedem Haushalt. Habe allein drei verschiedene Übersetzungen, keine davon gekauft. Es waren schonmal mehr, die anderen sind sie beim Aufräumen im Müll gelandet. Bei von den Kirchen derart massenhaft auf den Markt verschenkter und geramschter Ware, lohnt ein Weiterverschenken oder -verkaufen nicht.


14. Mär 2012 11:52
re

Ich hab sogar ne selbst gekaufte bibel, ich wollte gerne eine mit apokryphen :D Zum zitate nachschlagen etc ;)
Aber ulkig scheint mir ja wirklich zu sein daß viele atheisten sich in der bibel besser auskennen als die die sich als christen bezeichnen...

Aber warum verschenkt jemand bibeln? sollte man nicht geschenke machen über die sich der andere freut? :D


14. Mär 2012 12:04
Schafe

> Aber ulkig scheint mir ja wirklich zu sein daß viele
> atheisten sich in der bibel besser auskennen als die die
> sich als christen bezeichnen...

Kommt wohl daher, weil sich Atheisten Gedanken machen.
Christen dagegen soll nur Schafe sein, die der Herde nachrennen, wie es auch von ihnen verlangt wird.

> Aber warum verschenkt jemand bibeln?

Gaudi, Einfallslosigkeit, billige aber schön mit Goldinitialen versehene Angebote vom Weltbildverlag, ...


14. Mär 2012 12:06
re

aber warum dann nicht "Der Gotteswahn" oder "Über die Entstehung der Arten"?^^


14. Mär 2012 12:01
re

<?>
Schandmaul

Antwort auf: re von: hermes667

> Das ''meistverschenkte'' Buch steht in fast jedem
> Haushalt.

ich besitze auch 4 stück, eine "moderne" sowie 2 "ältere" und eine "sehr alte" von 1700 rum mit herrlichen Grafiken drinne und den schönen verschnörkelten kapitelanfängen. gelesen habe ich die moderne komplett, die alte hab ich fast durch und die beiden anderen stichpunktartig wenn mal wieder wer behauptet "das ist falsch übersetzt" oder "aus dem Kontext gerissen".
korane hab ich 2, einen "originalen" und einen wo zu jeder sure auch die Übersetzung dabei steht. da kann ich leider nur auf die übersetzungen "vertrauen".

zumindest die bibel sollte einer der sich als christ bezeichnet aber nicht nur besitzen sondern auch gelesen haben da es mir doch wichtig erscheint das das zentrale dokument des eigenen Glaubens mehr als nur "schöngeredet und weichgespült in jugendfreien Strichpunkten" bekannt sein sollte.


14. Mär 2012 19:54
re

xvordemx männlich
Heinz-Herbert

Antwort auf: re von: hermes667

> > Ich finde das toll, wie Ihr aus der Bibel zitiert, man
> > sieht ihr lernt doch noch dazu.;-)))
>
> Freut mich das es dir gefällt. Für die meisten Christen
> sind Bibelzitate nicht nur schön sondern noch recht
> orginell, da sie die Bibel meist selbst nicht gelesen
> haben. ;)

Ja, das stimmt allerdings, ich finde es befremdend wie wenig die Masse der Christen über das Bescheid weiß, was eigentlich
die christliche Lehre ausmacht.


15. Mär 2012 06:38
Christliche Lehre ...

> Ja, das stimmt allerdings, ich finde es befremdend wie
> wenig die Masse der Christen über das Bescheid weiß, was
> eigentlich
> die christliche Lehre ausmacht.

Die Frage um die _christliche Lehre_ und die _christlichen Werte_
hattest Du schon in der Vergangenheit nie begründen können ( Ghandi-Debatte)

Ich stelle also an dieser Stelle erneut die Fragen an Dich:

1.) Was beinhaltet die christliche Lehre was es in anderen Religionen oder Glaubensvorstellungen anderer Völker
nicht bereits gegeben hätte oder gibt ?

2.) Können Nichtchristen, nicht ebenso human handeln ohne an eine Gottessohnschaft Jesu zu glauben ?

3.) Was macht für Dich persönlich denn nun die christliche Lehre aus - wieso muß man zwingend eine
Gottessohnschaft samt Leibhaftiger Auferstehung glauben um in Jesu Sinn human und mitmenschlich zu
handeln ?

4.) Ist Paulus Lehre und Jesu Lehre für Dich eins und stimmig ?


15. Mär 2012 13:07
re

> 1.) Was beinhaltet die christliche Lehre was es in anderen
> Religionen oder Glaubensvorstellungen anderer Völker
> nicht bereits gegeben hätte oder gibt ?

Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich antworte mal: Was andere Menschen, Völker - unterschiedlich zum Christlichen - glauben, interessiert mich nur insofern, als dass ich Inhalt und Form Ihres Glaubens kennen möchte. Was sich aus dieser Kenntnis entwickelt ist offen. Das macht jedenfalls meine Sozialisation, die mich zum Deutschen, Demokraten und Protestanten gemacht hat nicht zu einer anderen.

> 2.) Können Nichtchristen, nicht ebenso human handeln ohne
> an eine Gottessohnschaft Jesu zu glauben ?

Ist diese Frage ernst gemeint?

> 4.) Ist Paulus Lehre und Jesu Lehre für Dich eins und
> stimmig ?

Nein, ist sie nicht. Paulus ist schon Theologe, meint: er denkt und handelt bereits aus einer Bobachterposition heraus. Jesus verkündigt, Paulus macht Jesus zum Verkündigten.


15. Mär 2012 13:16
re

> Nein, ist sie nicht. Paulus ist schon Theologe, meint: er
> denkt und handelt bereits aus einer Bobachterposition
> heraus. Jesus verkündigt, Paulus macht Jesus zum
> Verkündigten.

Nein, er handelt nicht als Beobachter.
Er glaubt selber, seine Worte wären der Ausdruck Gottes Wille. Er handelt autoritär, selbstherrlich.
Jesus, den er gar nicht kannte, vereinnahmt er für sich um seiner Religion einen theoretischen Hintergrund zu geben.


15. Mär 2012 14:00
re

> Er handelt autoritär, selbstherrlich.

So ein Böser aber auch! ;)


15. Mär 2012 14:54
re

hermes667 männlich
spätgotischer Frührentner

> > Er handelt autoritär, selbstherrlich.
>
> So ein Böser aber auch! ;)

In der Tat, etwas schlimmeres hätte ein Mann mit so viel Einfluss nicht tun können. Anstatt das Autoritäten die masochistischen Triebe ihrer Gefolgsleute, selbst autoritäre Charaktere, befriedigen, sollten sie diese lieber zum kritischen und von Dogmen befreiten eigenen Denken anregen.

Leider schaffen autoritäre Charaktere immer neue autoritäre Charaktere. Der autoritäre Charakter hat immer einen über sich, und sei es eine imaginäre Figur, das Schicksal usw. dem er sklavisch gehorcht, dessen Willen er sich meint fügen zu müssen. Unter sich hat er seine Handlanger, denen er befielt. Widerspruch wird nicht gern gesehen. So ist dieser Menschenschlag Sadist und Masochist zugleich, seine Heldentaten bestehen im skalvischen Ertragen des ihm von oben zugedachten Schicksals.


15. Mär 2012 21:35
re

> In der Tat, etwas schlimmeres hätte ein Mann mit so viel
> Einfluss nicht tun können.

Doch, da kann ich mir Schlimmeres vorstellen.


15. Mär 2012 15:01
re

Antwort auf: re von: Kontron

Er war ein Fanatiker ohne Beispiel.
Vom Saulus zu Paulus bedeutet nur, dass er von einem Extrem ins andere fiel!
Was Paulus predigte, war Hass!


15. Mär 2012 21:36
re

> Vom Saulus zu Paulus bedeutet nur, dass er von einem
> Extrem ins andere fiel!

Das passiert mir hier beim Lesen mancher Beiträge fortdauernd ...


15. Mär 2012 22:07
re

Dann arbeiten Sie mal an sich, um zu einer klaren und vernünftigen Lebenseinstellung zu kommen. Dann müssen Sie auch nicht mehr von einem Extrem ins andere Fallen.

Ich empfehle Ihnen:
-eine naturalistische Weltanschaung und
-eine humanistische Einstellung