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: : Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung

20. Jan 2012 14:02
Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung

Hier geht's weiter ;)1


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20. Jan 2012 13:59
Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung

@XvordemX

Da ist ja alles ganz nett - und genau das, was ich an Kontron schrieb: du suchst dir die zu deinem Weltbild passenden Stellen heraus. Ist völlig ok, von mir aus darfst du dich auch gern Christ nennen, du bist es nur nicht. Auch kein Problem für mich, ist ja deine Religion ;) Nur erzähle nicht, dass deine Soft-Version "das" Christentum wäre. Damit wirst du nämlich nicht nur dem Christentum, der Bibel und der Kirche nicht gerecht, du machst dich auch schlechter und kleiner als du bist. Denn im Gegensatz zum Klerus hast du ja kapiert, dass das bisher als Wahrheit propagierte Christentum unmenschlich ist.

"[Jesus spricht:] Glaubt nicht, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der geringste heißen im Himmelreich; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Himmelreich."
(Mt 5:17-19)

zitat


20. Jan 2012 14:16
Nein, ....

... _das_ verstehst Du nun wieder zu wörtlich, _das_
mußt Du ääh irgendwie.. äh.. mehr im Kontext mitmmmääh..
also mehr allegorisch sehen, gelle ?!


21. Jan 2012 00:20
zu dem Zitat ...

Antwort auf: Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung von: Lacuna1

welches Du in Deinem TE als link gesetzt hast möchte ich gern was schreiben ...

"Wenn einer zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, seine Mutter, sein Weib, seine Kinder, seine Brüder und Schwestern [...] kann er nicht mein Jünger sein."
(Lk 14:26)
________________________________________________________________________________ ___________________
nach Pinchas Lapide ist das Wort "hassen" von Luther falsch übersetzt worden.

Dasselbe hebräische Wort wird auch bei der Geschichte um Lea und Rachel verwendet. Auch hier erscheint der Begriff hassen vollkommen überzogen.

Lapide schreibt, hassen müsse aus dem hebräischen korrekt mit dem Wort hintanstell übersetzt werden.

Es ergibt ja auch überhaupt keinen Sinn dass es in den 10 Geboten heißt ...
du sollst Vater und Mutter ehren -
und dann soll man sie hassen - nur um Jünger Jesu zu werden ?
Das ist doch Blödsinn

dazu auch Quelle: http://www.gregor-versand.de/buchvorstellungen/religioeses-sachbuch/96-lapide-pinchas-ist-die-bibel-richtig-uebersetzt
________________________________________________________________________________ ____________________

"Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter." (Mt 10:34-35)

Naja - hier würd ich mal meinen das "Schwert" bezieht auf eben dieses entzweien unter den Juden selbst.
Jesus wollte Reformen - auch politische Veränderungen - das mag nicht überall auf Symphatie gestoßen sein.

a) ein Teil der Juden wollte keine Reformen in ihren religiösen Vorschriften und Gesetzten -
b) ein anderer Teil wollte auch keinen weiteren Ärger mit der röm. Besatzung.

das ist aber nur mein persönlicher Gedanke dazu - den muss selbstverständlich kein anderer user hier teilen.

________________________________________________________________________________ _____________________
"[Jesus] aber sprach zu ihnen: [...] wer kein Schwert hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe eines."
(Lk 22:36)

Dieses Gespräch führte Jesus nach dem Abendmahl ( Pessachmahl) mit den Jüngern.
Er lebte zu dem Zeitpunkt ja schon mehr oder weniger im Untergrund.
Er wollte seine ihm anvertrauten Jünger nicht schutzlos abschlachten lassen.
Er spricht von einem Schwert - selbst wenn alle sich eins gekauft hätten ( also dann 12 Scherter) wären sie so
nie zu einem Angriff gegen die röm. Soldaten in der Lage gewesen.
Alles was möglich gewesen wär - wär eine Verteidigung mit anschließender Flucht.
Gekauft haben sie dann ja laut Bibel in ihrem Eifer zwei Schwerter.

38 Sie sprachen aber: HERR, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.

Danach schildert die Bibel die Gegangennahme des Jesu in Gethsemane ...

NT LK, 22, 49ff ...
Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: HERR, sollen wir mit dem Schwert drein schlagen? 50 Und einer aus ihnen schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. 51 Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so machen! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn...

hier gut zu erkennen - die Jünger trugen das eine Schwert bei sich - zur Verteidigung - Jesus fordert nicht zum Angriff auf.
Und was stand auf Waffenbesitz für Juden im besetzten Judäa ?
Antwort: die Kreuzigung !
________________________________________________________________________________ _____________________

[Jesus spricht:] Glaubt nicht, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der geringste heißen im Himmelreich; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Himmelreich."
(Mt 5:17-19)

würde ich als Zeichen der Verbundenheit Jesu zum Judentum sehen - Jesus war ja selbst Rabbi.
Er wollte sicher keine neue Religion.


21. Jan 2012 09:36
Kirche-Faschismus

Hallo Melusine,

Sie beziehen sich in Ihrem Beitrag u.a. auf Lapide.Ich höre mit großen Interesse den Gesprächen von Ruth Lapide
i n Bibel TV zu.Frau Lapide deren Buch "was glaubte Jesus" ich gelesen habe ,hat mir eine neue Dimension eröffnet.
Sie ist Jüdin,spricht mehrere antike Sprachen und kennt auch das neue Testament auswendig.
Frau Lapide weist auf Übersetzungsfehler hin und begründet das auch.So ergibt das Jesuswort ...eher geht ein Kamel
durch ein Nadelöhr ...... einen ganz anderen Sinn.
Vor allem Martin Luther hat da und dort falsch übersetzt,da er das aramäisch nicht gut beherrschte.Der Kommentar
zu der Nadelöhrgeschichte hat mich besonde4rs beeindruckt:"Jesus sagt doch nicht so einen Unfug"

Man kann diese Dialoge auch in you- tube runterladen.Leider nicht in voller Länge.

Über den regen Zuspruch dieses Threads bin ich doch überrascht.Es ensteht der Eindruck,dass sich Atheisten mehr
um die Bibel sorgen,als erklärte Christen.Den akrobatischen Verrenkungen über Texte und deren Auslegung kann
ich nicht folgen.Wer in einer christlichen Familie aufwuchs kennt auch Zeiten des Zweifels.Nicht so sehr am G,lauben selber
als an dem was in Jahrhunderten daraus wurde.Den Diskutanten hier will ich zurufen:Christen sind auch Menschen.
Fehlbar mit Hochs und Tiefs mit guten Seiten und schlechten Gewohnheiten.
Nur mit dem Unterschied,dass ein Christ sich besinnen kann und als mühselig und beladen trotzdem den Weg weitergehen kann.

Oft habe ich hier das Bild das viele User vom Christentum speziell von der kath,Kirche hat kritisiert.Ein Blick in die
Texte des Konzils von 1965 würde helfen den Stand des Selbstverständnisses der Kirche zu aktualisieren.Besonders
was die Haltung gegenüber anderen Religionen und christlichen Konfesionen angeht.

Offenbar leben Atheisten lieber in der Vergangenheit als Gegenwart.Das haben sie mit den Muslimen gemeinsam.


21. Jan 2012 09:55
re

~SubsTanz~ weiblich
Hakuna-Matata

> Offenbar leben Atheisten lieber in der Vergangenheit als
> Gegenwart.Das haben sie mit den Muslimen gemeinsam.

lachh der Witz war gut :)

und gläubige Christen beten heute noch ein gefolterten Mann am Kreuz an,weil er ja für aller Sünden zu tode gefoltert wurde.Das ist alles in der Gegewart passiert..hmm?

und lesen...zitieren und singen aus einer Bibel die steinalt ist,noch heute in Kirchen ;)


21. Jan 2012 10:23
re

ich glaub eher er meint wir würden lieber in einer Zeit vor dem Christentum leben..... Und wenn ich mir mal so überleg wie das im alten Athen oder Rom so lief fänd ich die Idee garnicht schlecht. Mir fehlte nur das Internet :D


21. Jan 2012 18:38
re

hermes667 männlich
spätgotischer Frührentner

Antwort auf: re von: ~SubsTanz~

> und gläubige Christen beten heute noch ein gefolterten
> Mann am Kreuz an,weil er ja für aller Sünden zu tode

Hätte man Jesus ertränkt, würde in jeder kirche heute ein Aquarium stehen. ^^


21. Jan 2012 16:34
re an Bubu ...

Antwort auf: Kirche-Faschismus von: Bubu3399

>
> Offenbar leben Atheisten lieber in der Vergangenheit als
> Gegenwart.Das haben sie mit den Muslimen gemeinsam.

Das ist ein großer Irrtum ...

Zum einen gibt es nicht _die Atheisten_ schlechthin - liest Du längere Zeit in diesem Forum mit,
erkennst Du zwar viele Parallelen aber auch ebenso viele Differenzen unter den usern, welche sich hier
als solche geoutet haben.

Ich habe hier auch mehr als einmal heftige Meinungsverschiedenheiten unter atheistischen usern selbst erlebt -
ebenso wie das Aufeinanderprallen von Meinungen unter Christen/Religiösen/Gläübigen.

Und was ich Dir an dieser Stelle noch sagen wollte ...
Du hattest user raffa irgendwo im vorrangegangenen Thread als "Lichtblick" betitelt.
Von dem hab ich im Thread "Islamistische Kleidung" noch ne "nette private mail" bekommen ...
Anstandshalber kopier ich hier nicht rein, was da für fundamentalistisches Zeug drinstand.

> Über den regen Zuspruch dieses Threads bin ich doch
> überrascht.Es ensteht der Eindruck,dass sich Atheisten
> mehr
> um die Bibel sorgen,als erklärte Christen.

Ich kenne viele Christen die kennen kaum Inhalte der Bibel.
Viele haben sich auch nie mit dem alten Testament auseinandergesetzt.
Du ja auch nicht so wirklich - da hatten wir ( du u. ich) uns ja im Tread "Bibel vs Koran" zur Genüge drüber
auseinandergesetzt.

Die Atheisten stellen kritische Fragen zur Bibel oder halt zur Kirche - kann manchmal zugegebener Maßen verdammt unangenehm werden.
Das ist aber nicht das Problem der atheistischen Seite - da sollte man dann als Gläubiger oder eben loyaler Kirchgänger wie Du schon in der Lage sein, auszuhalten und nach seinen Möglichkeiten zu antworten.

Wenn manchmal sehr harte und verletztende Bemerkungen von einigen usern auf Inhalte der Bibel oder die Institution Kirche zur Sprache kommen - darfst Du das nicht auf Deine Person beziehen.
Erst wenn Du das schaffst - kannst Du eine wirkliche Diskussion mit dem jeweils andersdenkenden Menschen führen.

> Texte des Konzils von 1965 würde helfen den Stand des
> Selbstverständnisses der Kirche zu aktualisieren.

Du bist doch auch nicht bereit Dir aufgezeigte Quellen - sprich - die Fakten wie z.B den kath. Katechismus zu realisieren -
dass hatten wir doch alles schon.
Du bist auch nicht bereit eine berechtigte Kritik am Papst Pius XII zuzulassen

.Den
> Diskutanten hier will ich zurufen:Christen sind auch
> Menschen.

Und Menschen machen Fehler - die Obrigkeit - sprich - Vatikan mit seiner Hirachie besteht aus fehlbaren Religionsoberhäuptern welche bis in die heutige Zeit Fehler begehen.
Du bist "nur" Mitglied dieser Kirche aber ebnso ein Teil von ihr.
Somit verstehe ich nicht, wieso es Dir so schwer fällt eine Kritik an der Kirche zuzulassen ohne jedesmal persönlcih so empört zu sein.

> Nur mit dem Unterschied,dass ein Christ sich besinnen kann
> und als mühselig und beladen trotzdem den Weg weitergehen
> kann.

Wie willst Du einen Weg in die Zukunft unbefangen weitergehen wenn Du nicht bereit bist die Vergangenheit zu realisieren
und die Fehler welche im Namen des Christentums begangen wurden überhaut ersteinmal zuzugeben ?
Das ist doch das Hauptproblem in unserer kath. Kirche - dieses ewige Todschweigen und wegschieben und vertuschen ...
Das ist doch der eigentliche Grund warum diese Kirche letzlich so unglaubwürdig geworden ist


21. Jan 2012 17:26
Faschismus-Kirche

Hallo Medusine,

"Du bist auch nicht bereit eine berechtigte Kritik am Papst Pius XII zuzulassen"

Ich weiß jetzt nicht auf was Du das beziehst.Jemand schrieb"olhne die Unterstützung des Vatikans wäre Hitler
nicht an die Regierung gekommen(oder so ähnlich)Man sollte auf solche unsinnigen Texte nicht ragieren.

Schon Papst Pius XI hat 1937 in seiner Entzyklika "Mit brennender Sorge"sehr deutlich auf die Verrbrechen des Hitleregimes
hingewiesen.Der Text wurde geheim den Bischöfen zugestellt,kam aber trotzdem an die Öffentlichkeit.Der Sicherheitsapparat der Nazis hat zunächst hart durchgegriffen.Der Druck wurde jedoch abgebrochen.Vermutlich wollte
Hitler der sich mit den Kriegsvorbereitungen befaßte, keinen Aufruhr der Bevölkerung.Auch der deutsche Kardiinal von Galen
hat in seinen Predigten auf das unmenschliche Tun der Nazis gewettert.Er erwartete jeden Sonntag seine Verhaftung
von der Predigt.Aber nichts geschah.Trotzdem wurde er im Thread hier als Mitläufer,ja Beführworter der NS-Ideologie
beschimpft.

Zu den Vorwürfen an Pius XII gibt es eine weithin unbekannte Episode.Ein holländischer Kardinal hat öffentlich die
unübersehbare Judenverfolgung angeprangert und auf den Kanzeln verlesen lassen.Die Folge war,dass die Judenverfolgung an Intensität zunahm.

Und das bringt mich hier eben auf.Heute 2012 im friedlichsten Europa seit Jahrhunderten ,dem Vatikan vorzuwerfen
er habe nichts gegen Hitlers Mörderbanden unternommen ist leicht und ohne Gefahr.Genauso wie die kritik an
der Politik Israels.(die ich auch nicht immer gutheiße)


21. Jan 2012 18:04
re:

'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen

http://www.kgs-hage.de/religion/downloads/dcprogramm.pdf

Hier kannst Du mal nachlesen, was Hardcore- Christen zur reinen Rasse sagen. Und es waren nicht wenige.

Ein Teil der Kirchen, die deutschen Christen, waren nicht wenige, die sich hinter Hitler stellten.
Die katholische Kirche grenzte sich nicht ab, weil sie u.a. selbst durch starke, antisemitische Strömungen beeinflusst waren.
Und Benedikt hat sich bis heute nicht einmal bei seinem Besuch in Israel zur Rolle der Kirche im dritten Reich geäußert.
Die bekennenden Christen standen nicht unter dem Schutz der großen Kirchen, und wenn Du die Debatten zum Tyrannenmord kennen würdest, die nach Stauffenberg und Bonhoeffer geführt wurden, wüsstest Du, dass es ebenso schlimm ist, nichts zu tun, wo Taten und Bekenntnisse geboten sind.
Bevor Du also hier versuchst, Pius Vorgehen als strategisches Meisterstück zu verkaufen (leider geschieht das bei den Katholiken immer wieder), belese Dich etwas mehr.


21. Jan 2012 18:44
Unterschied zwischen Menschen u. Christen

Yep - und weils wahrscheinlich im Ganzen wieder einmal nicht gelesen wird; die entscheidenden Passagen:

7. Wir sehen in Rasse, Volkstum und Nation uns von Gott geschenkte und anvertraute Lebensordnungen, für deren Erhaltung zu sorgen, uns Gottes Gesetz ist. Daher ist der Rassenmischung entgegenzutreten. Die deutsche Äußere Mission ruft auf Grund ihrer Erfahrung dem deutschen Volke seit langem zu: »Halte deine Rasse rein!« und sagt uns, daß der Christusglaube die Rasse nicht zerstört, sondern vertieft und heiligt.
8. Wir sehen in der recht verstandenen Inneren Mission das lebendige Tatchristentum, das aber nach unserer Auffassung nicht im bloßen Mitleid, sondern im Gehorsam gegen Gottes Willen und im Dank gegen Christi Kreuzestod wurzelt. Bloßes Mitleid ist Wohltätigkeit und wird zur Überheblichkeit, gepaart mit schlechtem Gewissen, und verweichlicht ein Volk. Wir wissen etwas von der christlichen Pflicht und Liebe den Hilflosen gegenüber, wir fordern aber auch Schutz des Volkes vor den Untüchtigen und Minderwertigen. Die Innere Mission darf keinesfalls zur Entartung unseres Volkes beitragen. Sie hat sich im übrigen von wirtschaftlichen Abenteuern fernzuhalten und darf nicht zum Krämer werden.
9. In der Judenmission sehen wir eine schwere Gefahr für unser Volkstum. Sie ist das Eingangstor fremden Blutes in unsern Volkskörper. Sie hat neben der Äußeren Mission keine Daseinsberechtigung. Wir lehnen die Judenmission in Deutschland ab, solange die Juden das Staatsbürgerrecht besitzen und damit die Gefahr der Rassenverschleierung und -bastardierung besteht. Die Heilige Schrift weiß auch etwas zu sagen von heiligem Zorn und sich versagender Liebe. Insbesondere ist die Eheschließung zwischen Deutschen und Juden zu verbieten.

Keine Rassenmischung, Schutz des Volkes vor den Untüchtigen und Minderwertigen, was einem Beitrag zur Entartung des deutschen Volkes gleichkomme; - und zum Höhepunkt hin: Judenmission als Eigangstor fremden Blutes in den Volkskörper.

Da stehen der Menschen - sorry Christenfreunde der Wortwahl Hitlers und Goebbels in nichts nach. Aber na ja - man lese halt nur die guten Taten - immer schön im Sinne der Christen.


21. Jan 2012 19:15
der papst ein neurotiker

Antwort auf: Faschismus-Kirche von: Bubu3399

> Schon Papst Pius XI hat 1937 in seiner Entzyklika "Mit
> brennender Sorge"sehr deutlich auf die Verrbrechen des
> Hitleregimes
> hingewiesen.Der Text wurde geheim den Bischöfen
> zugestellt,kam aber trotzdem an die Öffentlichkeit.Der
> Sicherheitsapparat der Nazis hat zunächst hart
> durchgegriffen.Der Druck wurde jedoch

wenn du der meinung, dass pius XII das nazi regime in seiner enzyklika "mit brennender sorge" eindeutig verurteilt hat, würde ich dich ersuchen, dass du diese stelle ins forum zu kopierst. klar verurteilt wurde dagegen der gottlose kommunismus und seine bekämpfung durch den nationalsozialismus vom papst positiv erwähnt.
der katholische historiker friedrich heer sieht in piius XII einen schweren neurotiker in dessen amtszeit das christentum an einem tiefpunkt angelangt ist.


21. Jan 2012 20:36
Kirche - Faschismus

Hallo Prälat,

man sollte etwas genau lesen,bevor man lospoltert.
Die Enzyklika " mit brennender Sorge" wurde 1937 von Papst Pius XI (Pius dem elften)verfaßt
da war der gescholtene Pius XII(zwölf )noch Kardinal)


21. Jan 2012 20:52
Kirche-Faschismus

Antwort auf: der papst ein neurotiker von: prälat

Hallo Prälat

bei Wiki kann man über diese Enzyklika alles lesen.
hier nur ein Abschnitt über die Folgen des Textes.Der ganze bText würde den Raum hier sprengen.
Hallo Prälat,
bei Wikipedia kann man den ganzen Umfang der Texte einsehen.
Hier nur ei n Ausschnitt über die Folgen.

>Die Nationalsozialisten wurden von der Verlesung der Enzyklika überrascht, doch sie reagierten schnell: In der Karwoche kam es zu ersten Hausdurchsuchungen und Verhaftungen. Zwölf Druckereien, die am Druck und der Verbreitung der Enzyklika beteiligt gewesen waren, wurden entschädigungslos enteignet. Eine Reihe von Klöstern und Bekenntnisschulen sowie mehrere theologische Fakultäten und Hochschulen mussten schließen.

Im April 1937 kam es auf Initiative Hitlers und Goebbels' zu einer neuerlichen Welle von Sittlichkeitsverfahren gegen Priester und Ordensleute, wozu Einzelfälle von der NS-Propaganda zu einer „symptomatischen Erscheinung” aufgebauscht wurden. Der Bevölkerung sollte vermittelt werden, dass die Kirche von der Erziehung der Jugend ausgeschlossen werden müsse, und das Vertrauen in sie untergraben werden. Richtigstellungen waren nur von der Kanzel aus möglich. In der Folge wurden 1937/38 die privaten katholischen Schulen aufgelöst oder vom Staat übernommen. Die Geistlichkeit durfte in Volks- und Berufsschulen keinen Religionsunterricht mehr erteilen.

Darüber hinaus wurden – abgesehen von der Entfernung des Bischofs von Rottenburg Joannes Baptista Sproll aus seiner Diözese – spektakuläre Maßnahmen jedoch vermieden. Der seit 1935 verfolgte Kurs gegen die katholische Presse, die Verbände und Schulen mit dem Ziel der beständigen Zurückdrängung der Kirche aus dem öffentlichen und politischen Leben wurde allerdings beibehalten. Die meisten Organisationen – vor allem die Jugendverbände – wurden bis 1939 aufgelöst, ihre Publikationen verboten und ihr Vermögen konfisziert.[2]<

sieht das nach breiter UInterstützung des NS Regimes aus?


21. Jan 2012 21:24
re

Ja, wenn man den rest der geschichte, den du hier verschweigst und sonst leugnest oder ignorierst, auch erzählt.

Ich empfehle hier erneut Deschner.


22. Jan 2012 08:26
Kirche-Faschismus

Hallo XMArtist,

hier ein Auszug aus Wiki über Deschner

>Deschner beschrieb einmal seine Motivation zum Schreiben so: „Ich schreibe aus Feindschaft. Denn die Geschichte derer, die ich beschreibe, hat mich zu ihrem Feind gemacht“. Dazu sagte der emeritierte Professor für Kirchengeschichte an der Universität Bamberg, Georg Denzler, der selbst mit kirchenkritischen Texten hervorgetreten ist: „Eine solche Motivation kann niemals die Basis für eine ernst zu nehmende Geschichtsschreibung sein.“ In einer Stellungnahme anlässlich von Deschners 80. Geburtstag benannte Denzler folgende Einwände seiner Wissenschaftlerkollegen: „Er (Deschner) kennt kein Quellenstudium, er trifft eine höchst einseitige Literaturauswahl, interpretiert gedruckte Quellen ohne Berücksichtigung des Zusammenhangs, nimmt Einzelereignisse für das Ganze und täuscht einen gelehrten Anmerkungsapparat vor, bei dem oft nicht zu kontrollieren ist, was behauptet wird.“ An anderer Stelle urteilt er, Deschner sei „der kenntnisreichste unter den advocati diaboli“[8], doch mangele es ihm an historischem Denken und historischem Urteilen[9].

In letzter Zeit nannte Hubertus Mynarek, allerdings im positiven Kontext seiner Würdigung, den Kirchenkritiker einen Kompilator, „dessen Werke eine fundamentale Abhängigkeit von den Forschungsresultaten der historisch-kritisch arbeitenden Theologen aufweisen“.[10] Joachim Kahl zeigt sich über zahlreiche Aphorismen Deschners erschrocken, worin er ein Menschenbild als „hämisch herabsetzend, fatalistisch, voll Sehnsucht nach Tod und Tötung“ zu erkennen glaubt.[11] Auf Kahls Kritik von Deschners Aphoristik, wieder abgedruckt in ‚Aufklärung ist Ärgernis…‘ Karlheinz Deschner Leben - Werk - Wirkung[12], repliziert Gabriele Röwer im selben Band detailliert; sie moniert, unter Einbeziehung zahlreicher Stimmen der Weltliteratur, Kahls mangelndes Verständnis für das Wesen des Aphorismus wie auch seine Ausklammerung eines der eigenen Deutung widersprechenden Großteils der Deschner'schen Aphorismen.[13]
Armin Pfahl-Traughber kritisiert an Deschners Buch Der Moloch, dass es teilweise auf gefälschten Quellen und rechtsradikaler Verschwörungsliteratur beruhe, an einen „Stammtisch-Diskurs“ erinnere und stellenweise suggeriere, dass „die US-Amerikaner schlimmer als die Nationalsozialisten waren“.[14]<


22. Jan 2012 08:34
re

Ich weiß das er recht kontrovers diskutiert wird...... Wenn man entsprechend fragwürdige Päpste als quellen nennt hast du kein problem damit. Setz ich doch mal inhaltlich mit dem auseinander was er so sagt, nicht mit seiner Person selbst.


22. Jan 2012 09:55
re

Antwort auf: Kirche-Faschismus von: Bubu3399

Und wenn du deschner nicht magst( dessen motivation ich auch zu meinem machen könnte) lies doch Hitchens.
Aber der ist auch böse, oder? Das Taschenbuch von "Der Herr ist kein Hirte" kostet nur 10 ¤ und lohnt sich.


21. Jan 2012 22:32
re

Antwort auf: Kirche-Faschismus von: Bubu3399

Vergiss es, es geht nicht um differenzierte Wahrheitssuche, nicht um gerechte Bewertung ambivalenter Geschichte wie gerade der deutschen. Auch hier wieder : Doppelstandard und Delegitimation sowie Moralisieren.Das habe ich nun verstanden.

Doppelstandard: Was allen zugestanden wird, nämlich gegenüber der NS-Gleichschaltung feige zu sein, um nicht im KZ zu landen, kurz: keine Helden zu sein, wird Christen nicht zugestanden. Jeder Christ ein Held, jede Kirche im Widerstand!

Delegitimation: Hat sich aber nun aus einer "nicht-heldischen", meist staatshörigen, überwiegend deutschnationalen Kirche, die "heldische" Kirche, nämlich die Bekennende Kirche, herausgebildet, ist das ein Einzelfall, darum nichts wert, denn es müssen ja alle Helden sein. So, wie auch jeder moralisierender Kritiker heute ein Held damals gewesen wäre, das vorausgesetzt.

Die Ethik der 10 Gebote wurde mehrheitlich von den Christen nicht eingehalten. Dies wird Christen zu Recht vorgeworfen. Aber die 10 Gebote werden gleichzeitig im nicht-religiösenTeil abglehnt oder kritisiert.
Doppelstandard : Egal also, was die Christen aus dieser Perspektive machen, es ist falsch.

Beliebigkeit der Schuldzuweisung : Einerseits soll Christsein Privatsache sein, soll sich der säkulare Staat die Kirchen völlig unterordnen, Widerstandsrecht steht den Kirchen nicht zu. Andererseits werden die Kirchen beschuldigt, nicht im Widerstand aktiv gewesen zu sein. Dort, wo sie es doch waren, waren es "nur Einzellfälle" - also nicht der Rede wert.

Vor allem wissen alle immer, wann die historische Situation zum Widerstand gegeben und notwendig ist. Darüber herrscht nämlich immer bei allen Einigkeit. /Ironie off.

Die hist. Wahrheit liegt wohl hier: Das kath. Milieu und das kommunistische und sozialistische Arbeitermilileu waren die einzigen beiden Milieus, in denen so etwas wie stille Ablehnung und zum Teil aktiver Widerstand gegen die Nazis zu finden war. Dazu gehört auch die Bekennende Kirche, nicht die übrigen evangelischen Landeskirchen. Den Nazis gelang hier der Einbruch, auch weil die Nazis bei den deutschnationalen Kirchenfunktionären willkommen waren. Die kath. Kirche stellte sich mehr oder weniger nach "Mit Brennender Sorge" taub und still. Allerdings hab es in ihr und in der ev. Kirche Helfer für Verfolgte, so zB die Fluchthelferlinie der Schwäbischen Pfarrhäuser.
Aktiven Widerstand unter Lebensgefahr leisteten Christen, Kirchenfunktionäre, Kommunisten und Sozialisten, Linke, Bürger, Gewerkschafter, Jugendgruppen und die Wehrmacht. Immerhin. Widerstandslos wurden die Nazis nicht hingenommen, darauf kommt es an.


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