Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Religion: März 2012: Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung
20. Jan 2012 14:02 Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung
Hier geht's weiter ;)1 |
20. Jan 2012 13:59 Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung
@XvordemX Da ist ja alles ganz nett - und genau das, was ich an Kontron schrieb: du suchst dir die zu deinem Weltbild passenden Stellen heraus. Ist völlig ok, von mir aus darfst du dich auch gern Christ nennen, du bist es nur nicht. Auch kein Problem für mich, ist ja deine Religion ;) Nur erzähle nicht, dass deine Soft-Version "das" Christentum wäre. Damit wirst du nämlich nicht nur dem Christentum, der Bibel und der Kirche nicht gerecht, du machst dich auch schlechter und kleiner als du bist. Denn im Gegensatz zum Klerus hast du ja kapiert, dass das bisher als Wahrheit propagierte Christentum unmenschlich ist.
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20. Jan 2012 14:16 Nein, ....
... _das_ verstehst Du nun wieder zu wörtlich, _das_ |
21. Jan 2012 00:20 zu dem Zitat ...
Antwort auf: Parallele: Kirche - Faschismus / Fortsetzung von: Lacuna1 welches Du in Deinem TE als link gesetzt hast möchte ich gern was schreiben ... "Wenn einer zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, seine Mutter, sein Weib, seine Kinder, seine Brüder und Schwestern [...] kann er nicht mein Jünger sein." Dasselbe hebräische Wort wird auch bei der Geschichte um Lea und Rachel verwendet. Auch hier erscheint der Begriff hassen vollkommen überzogen. Lapide schreibt, hassen müsse aus dem hebräischen korrekt mit dem Wort hintanstell übersetzt werden. Es ergibt ja auch überhaupt keinen Sinn dass es in den 10 Geboten heißt ... dazu auch Quelle: http://www.gregor-versand.de/buchvorstellungen/religioeses-sachbuch/96-lapide-pinchas-ist-die-bibel-richtig-uebersetzt "Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter." (Mt 10:34-35) Naja - hier würd ich mal meinen das "Schwert" bezieht auf eben dieses entzweien unter den Juden selbst. a) ein Teil der Juden wollte keine Reformen in ihren religiösen Vorschriften und Gesetzten - das ist aber nur mein persönlicher Gedanke dazu - den muss selbstverständlich kein anderer user hier teilen. ________________________________________________________________________________ _____________________ Dieses Gespräch führte Jesus nach dem Abendmahl ( Pessachmahl) mit den Jüngern. 38 Sie sprachen aber: HERR, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. Danach schildert die Bibel die Gegangennahme des Jesu in Gethsemane ... NT LK, 22, 49ff ... hier gut zu erkennen - die Jünger trugen das eine Schwert bei sich - zur Verteidigung - Jesus fordert nicht zum Angriff auf. [Jesus spricht:] Glaubt nicht, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der geringste heißen im Himmelreich; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Himmelreich." würde ich als Zeichen der Verbundenheit Jesu zum Judentum sehen - Jesus war ja selbst Rabbi. |
21. Jan 2012 09:36 Kirche-Faschismus
Hallo Melusine, Sie beziehen sich in Ihrem Beitrag u.a. auf Lapide.Ich höre mit großen Interesse den Gesprächen von Ruth Lapide Man kann diese Dialoge auch in you- tube runterladen.Leider nicht in voller Länge. Über den regen Zuspruch dieses Threads bin ich doch überrascht.Es ensteht der Eindruck,dass sich Atheisten mehr Oft habe ich hier das Bild das viele User vom Christentum speziell von der kath,Kirche hat kritisiert.Ein Blick in die Offenbar leben Atheisten lieber in der Vergangenheit als Gegenwart.Das haben sie mit den Muslimen gemeinsam. |
21. Jan 2012 09:55 re
> Offenbar leben Atheisten lieber in der Vergangenheit als lachh der Witz war gut :) und gläubige Christen beten heute noch ein gefolterten Mann am Kreuz an,weil er ja für aller Sünden zu tode gefoltert wurde.Das ist alles in der Gegewart passiert..hmm? und lesen...zitieren und singen aus einer Bibel die steinalt ist,noch heute in Kirchen ;) |
21. Jan 2012 10:23 re
ich glaub eher er meint wir würden lieber in einer Zeit vor dem Christentum leben..... Und wenn ich mir mal so überleg wie das im alten Athen oder Rom so lief fänd ich die Idee garnicht schlecht. Mir fehlte nur das Internet :D |
21. Jan 2012 18:38 re
Antwort auf: re von: ~SubsTanz~ > und gläubige Christen beten heute noch ein gefolterten Hätte man Jesus ertränkt, würde in jeder kirche heute ein Aquarium stehen. ^^ |
21. Jan 2012 16:34 re an Bubu ...
Antwort auf: Kirche-Faschismus von: Bubu3399 > Das ist ein großer Irrtum ... Zum einen gibt es nicht _die Atheisten_ schlechthin - liest Du längere Zeit in diesem Forum mit, Ich habe hier auch mehr als einmal heftige Meinungsverschiedenheiten unter atheistischen usern selbst erlebt - Und was ich Dir an dieser Stelle noch sagen wollte ... > Über den regen Zuspruch dieses Threads bin ich doch Ich kenne viele Christen die kennen kaum Inhalte der Bibel. Die Atheisten stellen kritische Fragen zur Bibel oder halt zur Kirche - kann manchmal zugegebener Maßen verdammt unangenehm werden. Wenn manchmal sehr harte und verletztende Bemerkungen von einigen usern auf Inhalte der Bibel oder die Institution Kirche zur Sprache kommen - darfst Du das nicht auf Deine Person beziehen. > Texte des Konzils von 1965 würde helfen den Stand des Du bist doch auch nicht bereit Dir aufgezeigte Quellen - sprich - die Fakten wie z.B den kath. Katechismus zu realisieren - .Den Und Menschen machen Fehler - die Obrigkeit - sprich - Vatikan mit seiner Hirachie besteht aus fehlbaren Religionsoberhäuptern welche bis in die heutige Zeit Fehler begehen. > Nur mit dem Unterschied,dass ein Christ sich besinnen kann Wie willst Du einen Weg in die Zukunft unbefangen weitergehen wenn Du nicht bereit bist die Vergangenheit zu realisieren |
21. Jan 2012 17:26 Faschismus-Kirche
Hallo Medusine, "Du bist auch nicht bereit eine berechtigte Kritik am Papst Pius XII zuzulassen" Ich weiß jetzt nicht auf was Du das beziehst.Jemand schrieb"olhne die Unterstützung des Vatikans wäre Hitler Schon Papst Pius XI hat 1937 in seiner Entzyklika "Mit brennender Sorge"sehr deutlich auf die Verrbrechen des Hitleregimes Zu den Vorwürfen an Pius XII gibt es eine weithin unbekannte Episode.Ein holländischer Kardinal hat öffentlich die Und das bringt mich hier eben auf.Heute 2012 im friedlichsten Europa seit Jahrhunderten ,dem Vatikan vorzuwerfen |
21. Jan 2012 18:04 re:
http://www.kgs-hage.de/religion/downloads/dcprogramm.pdf Hier kannst Du mal nachlesen, was Hardcore- Christen zur reinen Rasse sagen. Und es waren nicht wenige. Ein Teil der Kirchen, die deutschen Christen, waren nicht wenige, die sich hinter Hitler stellten. |
21. Jan 2012 18:44 Unterschied zwischen Menschen u. Christen
Yep - und weils wahrscheinlich im Ganzen wieder einmal nicht gelesen wird; die entscheidenden Passagen:
Keine Rassenmischung, Schutz des Volkes vor den Untüchtigen und Minderwertigen, was einem Beitrag zur Entartung des deutschen Volkes gleichkomme; - und zum Höhepunkt hin: Judenmission als Eigangstor fremden Blutes in den Volkskörper. Da stehen der Menschen - sorry Christenfreunde der Wortwahl Hitlers und Goebbels in nichts nach. Aber na ja - man lese halt nur die guten Taten - immer schön im Sinne der Christen. |
21. Jan 2012 19:15 der papst ein neurotiker
Antwort auf: Faschismus-Kirche von: Bubu3399 > Schon Papst Pius XI hat 1937 in seiner Entzyklika "Mit wenn du der meinung, dass pius XII das nazi regime in seiner enzyklika "mit brennender sorge" eindeutig verurteilt hat, würde ich dich ersuchen, dass du diese stelle ins forum zu kopierst. klar verurteilt wurde dagegen der gottlose kommunismus und seine bekämpfung durch den nationalsozialismus vom papst positiv erwähnt. |
21. Jan 2012 20:36 Kirche - Faschismus
Hallo Prälat, man sollte etwas genau lesen,bevor man lospoltert. |
21. Jan 2012 20:52 Kirche-Faschismus
Antwort auf: der papst ein neurotiker von: prälat Hallo Prälat bei Wiki kann man über diese Enzyklika alles lesen. >Die Nationalsozialisten wurden von der Verlesung der Enzyklika überrascht, doch sie reagierten schnell: In der Karwoche kam es zu ersten Hausdurchsuchungen und Verhaftungen. Zwölf Druckereien, die am Druck und der Verbreitung der Enzyklika beteiligt gewesen waren, wurden entschädigungslos enteignet. Eine Reihe von Klöstern und Bekenntnisschulen sowie mehrere theologische Fakultäten und Hochschulen mussten schließen. Im April 1937 kam es auf Initiative Hitlers und Goebbels' zu einer neuerlichen Welle von Sittlichkeitsverfahren gegen Priester und Ordensleute, wozu Einzelfälle von der NS-Propaganda zu einer „symptomatischen Erscheinung” aufgebauscht wurden. Der Bevölkerung sollte vermittelt werden, dass die Kirche von der Erziehung der Jugend ausgeschlossen werden müsse, und das Vertrauen in sie untergraben werden. Richtigstellungen waren nur von der Kanzel aus möglich. In der Folge wurden 1937/38 die privaten katholischen Schulen aufgelöst oder vom Staat übernommen. Die Geistlichkeit durfte in Volks- und Berufsschulen keinen Religionsunterricht mehr erteilen. Darüber hinaus wurden – abgesehen von der Entfernung des Bischofs von Rottenburg Joannes Baptista Sproll aus seiner Diözese – spektakuläre Maßnahmen jedoch vermieden. Der seit 1935 verfolgte Kurs gegen die katholische Presse, die Verbände und Schulen mit dem Ziel der beständigen Zurückdrängung der Kirche aus dem öffentlichen und politischen Leben wurde allerdings beibehalten. Die meisten Organisationen – vor allem die Jugendverbände – wurden bis 1939 aufgelöst, ihre Publikationen verboten und ihr Vermögen konfisziert.[2]< sieht das nach breiter UInterstützung des NS Regimes aus? |
21. Jan 2012 21:24 re
Ja, wenn man den rest der geschichte, den du hier verschweigst und sonst leugnest oder ignorierst, auch erzählt. Ich empfehle hier erneut Deschner. |
22. Jan 2012 08:26 Kirche-Faschismus
Hallo XMArtist, hier ein Auszug aus Wiki über Deschner >Deschner beschrieb einmal seine Motivation zum Schreiben so: „Ich schreibe aus Feindschaft. Denn die Geschichte derer, die ich beschreibe, hat mich zu ihrem Feind gemacht“. Dazu sagte der emeritierte Professor für Kirchengeschichte an der Universität Bamberg, Georg Denzler, der selbst mit kirchenkritischen Texten hervorgetreten ist: „Eine solche Motivation kann niemals die Basis für eine ernst zu nehmende Geschichtsschreibung sein.“ In einer Stellungnahme anlässlich von Deschners 80. Geburtstag benannte Denzler folgende Einwände seiner Wissenschaftlerkollegen: „Er (Deschner) kennt kein Quellenstudium, er trifft eine höchst einseitige Literaturauswahl, interpretiert gedruckte Quellen ohne Berücksichtigung des Zusammenhangs, nimmt Einzelereignisse für das Ganze und täuscht einen gelehrten Anmerkungsapparat vor, bei dem oft nicht zu kontrollieren ist, was behauptet wird.“ An anderer Stelle urteilt er, Deschner sei „der kenntnisreichste unter den advocati diaboli“[8], doch mangele es ihm an historischem Denken und historischem Urteilen[9]. |
22. Jan 2012 08:34 re
Ich weiß das er recht kontrovers diskutiert wird...... Wenn man entsprechend fragwürdige Päpste als quellen nennt hast du kein problem damit. Setz ich doch mal inhaltlich mit dem auseinander was er so sagt, nicht mit seiner Person selbst. |
22. Jan 2012 09:55 re
Antwort auf: Kirche-Faschismus von: Bubu3399 Und wenn du deschner nicht magst( dessen motivation ich auch zu meinem machen könnte) lies doch Hitchens. |
21. Jan 2012 22:32 re
Antwort auf: Kirche-Faschismus von: Bubu3399 Vergiss es, es geht nicht um differenzierte Wahrheitssuche, nicht um gerechte Bewertung ambivalenter Geschichte wie gerade der deutschen. Auch hier wieder : Doppelstandard und Delegitimation sowie Moralisieren.Das habe ich nun verstanden. Doppelstandard: Was allen zugestanden wird, nämlich gegenüber der NS-Gleichschaltung feige zu sein, um nicht im KZ zu landen, kurz: keine Helden zu sein, wird Christen nicht zugestanden. Jeder Christ ein Held, jede Kirche im Widerstand! Delegitimation: Hat sich aber nun aus einer "nicht-heldischen", meist staatshörigen, überwiegend deutschnationalen Kirche, die "heldische" Kirche, nämlich die Bekennende Kirche, herausgebildet, ist das ein Einzelfall, darum nichts wert, denn es müssen ja alle Helden sein. So, wie auch jeder moralisierender Kritiker heute ein Held damals gewesen wäre, das vorausgesetzt. Die Ethik der 10 Gebote wurde mehrheitlich von den Christen nicht eingehalten. Dies wird Christen zu Recht vorgeworfen. Aber die 10 Gebote werden gleichzeitig im nicht-religiösenTeil abglehnt oder kritisiert. Vor allem wissen alle immer, wann die historische Situation zum Widerstand gegeben und notwendig ist. Darüber herrscht nämlich immer bei allen Einigkeit. /Ironie off. Die hist. Wahrheit liegt wohl hier: Das kath. Milieu und das kommunistische und sozialistische Arbeitermilileu waren die einzigen beiden Milieus, in denen so etwas wie stille Ablehnung und zum Teil aktiver Widerstand gegen die Nazis zu finden war. Dazu gehört auch die Bekennende Kirche, nicht die übrigen evangelischen Landeskirchen. Den Nazis gelang hier der Einbruch, auch weil die Nazis bei den deutschnationalen Kirchenfunktionären willkommen waren. Die kath. Kirche stellte sich mehr oder weniger nach "Mit Brennender Sorge" taub und still. Allerdings hab es in ihr und in der ev. Kirche Helfer für Verfolgte, so zB die Fluchthelferlinie der Schwäbischen Pfarrhäuser. |

