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: : Wissenschaft und Glauben

19. Dez 2011 00:33
re

Adept männlich
Martin aus Niedersachsen

Du verstehst nicht, worum es mir geht. Es geht mir nicht darum, Wissenschaftlern, ob nun theistisch oder atheistisch oder weiß der Himmel welcher Coleur am Zeug zu flicken; es geht mir um den absoluten Wahrheitsanspruch, der mir nicht selten HIER begegnet. Niemand muss mir Recht geben, wenn ich annehme, dass die Evolution unter der Bedingung der Liebe eines göttlichen Wesens stattgefunden hat. Es stört mich nur, wenn die Annahme des Gegenteils mit einem Anspruch auf absolute Wahrheit vorgetragen wird.

Einen absoluten Anspruch auf Wahrheit geben die Naturwissenschaften (im Gegensatz zur Mathematik) nicht her. Ihn zu beanspruchen, bedeutet m. E. etwas Ähnliches wie die harten Bibelvertreter zu tun, etwas was nur zu Unfrieden führen kann. Der die Wissenschaften auslegende Dawkins versteht deren Wesen so wenig wie ein ZJ m. E. die Bibel.

Ich nenne es Verblendetheit, wenn mit welchem vermeintlichen Wissen ein Anspruch auf absolute Wahrheit verbunden wird. Man kommt gar nicht umhin, die Menschen in Gut und Böse einzuordnen, je nach dem, wie sie sich zu der als absolut empfundenen Position stellen.

Ich mache nicht wenigen Usern in diesem Forum den Vorwurf, zu wenig selbstkritisch in Hinsicht jener Verblendung zu sein. Diese nur auf Seiten religiös geprägter Menschen für möglich zu halten ist m. E. ein sicheres Anzeichen, ihr selber verfallen zu sein, wobei es hier die Grundüberzeugung gibt, dass es auf Seiten des Atheismus keine Gemeinschaft gäbe. Weißt du, Ihr spielt euch hier in einem System gegenseitiger Bestätigung die Bälle gegenseitig zu, aber Gemeinschaft soll es nicht geben. Da frage ich mich, wie blind Menschen überhaupt sein können.

Den Unsinn, der hier abgeht, werde ich nicht ewig mitmachen. Persönlich kann ich eine Menge ab. Wenn du oder sonst wer mich als dumm oder ungebildet abtut, komme ich damit zurecht. Nur frage ich mich schon immer, ob es Sinn macht, hier zu schreiben. Und Leuten, die so auftreten wie die ZJ irgendetwas beipuhlen zu wollen macht meiner Erfahrung nach absolut keinen Sinn.

Ich werde mir das hier noch eine Zeit lang anschauen und meine Meinung sagen. Aber irgendwann ist damit Schluss. Dann mach ich für mich einen Deckel hier drauf, und ihr dürft hier meinen und erzählen, was ihr möchtet - so ungestört von mir wie die ZJ. In solchen Angelegenheiten kann ich äußerst freilassend sein.

Habe die Ehre . . .


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19. Dez 2011 04:26
re:

'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen

> Du verstehst nicht, worum es mir geht. Es geht mir nicht
> darum, Wissenschaftlern, ob nun theistisch oder
> atheistisch oder weiß der Himmel welcher Coleur am Zeug zu
> flicken; es geht mir um den absoluten Wahrheitsanspruch,
> der mir nicht selten HIER begegnet. Niemand muss mir Recht
> geben, wenn ich annehme, dass die Evolution unter der
> Bedingung der Liebe eines göttlichen Wesens stattgefunden
> hat. Es stört mich nur, wenn die Annahme des Gegenteils
> mit einem Anspruch auf absolute Wahrheit vorgetragen wird.

Du hast den Spieß einfach herumgedreht. Und nun? Den Anspruch auf absolute Wahrheiten vertrete ich eben und unermüdlich nicht. Im Gegenteil: Die von mir sauber geforderte Trennung würde dies verhindern, würde Dogmen auf ihre Plätze verweisen.
Deine abenteuerlichen Beweisführungen und Anmaßung, der Klügste unter uns allen zu sein (fast mit jedem Schlusssatz) hat Dich in eine selbst gewählte Ringecke geführt, in die Dich Keiner gedrängt hat.

> macht, hier zu schreiben. Und Leuten, die so auftreten wie
> die ZJ irgendetwas beipuhlen zu wollen macht meiner
> Erfahrung nach absolut keinen Sinn.

Deine Selbstkritik in allen Ehren: Dann stehe nicht mehr mit dem Wachturm an den Bahnhöfen der Foren, um allen Deine angeeigneten Kenntnisse aufzunötigen.
Mag die Wissenschaft einen anderen Weg beschreiten- dann stelle meinetwegen alles unter die Liebe Deines Gottes. Du erkennst nicht, dass keiner was dagegen hat.


19. Dez 2011 13:22
re

<?>
Schandmaul

Antwort auf: re von: Adept

> Ich nenne es Verblendetheit, wenn mit welchem
> vermeintlichen Wissen ein Anspruch auf absolute Wahrheit
> verbunden wird.

danke für diese Einschätzung der religiösen Ansprüche.


19. Dez 2011 06:58
re

Antwort auf: re von: Adept

> Den von dir ausgemachten großen Unterschied zwischen
> Religiösen und 'einer Reihe religiöser Wissenschaftler'
> gibt es m. E. nicht. Redet ihr nie mit Gläubigen?

Ich habe nie einen (auch noch großen) Unterschied zwischen "Religiösen" und "einer Reihe Religiöser Wissenschaftler" ausgemacht. Wo machst du denn diesen aus?

Ich habe gesagt, dass es Religiöse sind, die in ihrer Zweidimensionalität in der Wissenschaft einen Gegenspieler ausmachen. Ich habe nicht gesagt, dass alle Religiösen solche kargen Vorstellungen haben!

> Redet ihr nie mit Gläubigen?

Welcher Gruppe muß ich mich hier zugehörig ansehen, um diesen Plural zu erklären?
Und was veranlaßt dich zu fragen, ob ich nie mit Gläubigen spreche? - Fragen über Fragen..


18. Dez 2011 22:43
"Theismus"

Antwort auf: re von: Adept

> einzuwenden hätte. Natürlich hat eine Evolution
> stattgefunden. Nur finde ich diese Tatsache mit einem
> theistischen Weltbild vereinbar

ich finde auch das ist mit einem Theismus vereinbar, in dessen Zentrum nicht steht Gott habe den Menschen erschaffen.


18. Dez 2011 00:14
re

Antwort auf: Wissenschaft und Glauben von: Adept

Ich denke nicht das du von Neutrinos sprechen solltest, da ich glaube das du höchstens eine marginale Ahnung hast was neutrinos überhaupt sind ;) Im übrigen geht die komplette Fachwelt von einem Messfehler aus, selbst die Experimentatoren...


18. Dez 2011 11:13
re

Adept männlich
Martin aus Niedersachsen

Ich denke nicht das du von Neutrinos sprechen solltest, da ich glaube das du höchstens eine marginale Ahnung hast was neutrinos überhaupt sind ;) Im übrigen geht die komplette Fachwelt von einem Messfehler aus, selbst die Experimentatoren...

Wenn du halbwegs verstanden hättest, was ich geschrieben habe, hättest du dir diese Bemerkung gespart.


18. Dez 2011 00:30
die frage...

NoIQ männlich
aus Cambridge (East of England)

Antwort auf: Wissenschaft und Glauben von: Adept

Nun frage ich mich, was eine Wissenschaft, die immer nur relative Gültigkeit für sich in Anspruch nehmen kann, über
ein Absolutes, wie es Gott darstellt, aussagen könnte.

waere was die idee des absoluten in einer 'relativen welt' ueberhaupt rechtfertigt? was, ausser dem eigenem zwicken oder jucken in der bauchgegend, legitimiert denn nun das in diesem thread wohl auch bald aufkommende pseudo-philosophische geschwafel?


18. Dez 2011 07:29
Die von ihm vehement geleugnete

'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen

Wissenschaftsfeindlichkeit und durchgehende Intellektuellenschelte ist eine traditionelle Forenveranstaltung. Nur themenorientiert zu antworten, wie es mir eine freundliche Userin vorschlug, ist wahrlich nicht möglich.
Denn bisher existiert keins.


18. Dez 2011 11:17
ja...

NoIQ männlich
aus Cambridge (East of England)

so langsam kommen mir die spielchen auch bekannt vor


18. Dez 2011 11:36
ot

Adept männlich
Martin aus Niedersachsen

Antwort auf: Die von ihm vehement geleugnete von: 'greg'

> Denn bisher existiert keins.

Nichts verstanden? Na denn.


08. Mär 2012 01:18
Heulen tut nur die Opfer - nicht wahr ?

Antwort auf: Die von ihm vehement geleugnete von: 'greg'

> Wissenschaftsfeindlichkeit und durchgehende
> Intellektuellenschelte ist eine traditionelle
> Forenveranstaltung. Nur themenorientiert zu antworten, wie
> es mir eine freundliche Userin vorschlug, ist wahrlich
> nicht möglich.
> Denn bisher existiert keins.

Selbststilisierung Opfer zu sein.

Nicht die Religion ist wissenschaftfeindlich.

Es gibt gar keinen Grund als religiöser Wissenschaftsfeindlich zu sein,
da die Wissenschaft die Religion bestätigt, wo sie nur kann.

Sehr wohl aber gibt es Menschen mit akadem. Titeln die religionsfeindlich sind.
Warum auch nicht. Wissenschaftler sein, macht einen ja nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen.
Im Regelfall bleibt man sich ja seinen Vorbehalten treu,
die man in der Kindheit erlernt hat ... denn damit geboren wird bekanntlich auch niemand.


08. Mär 2012 02:01
wissenschaftsfeindliche Religion

> Nicht die Religion ist wissenschaftfeindlich.

Doch, ich darf hier Herrn Dawkin zitieren: " Religion lehrt uns damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen."

> da die Wissenschaft die Religion bestätigt, wo sie nur
> kann.

Aber sie kann nirgendwo, oder ist mir was entgangen. Bitte nennen Sie mir doch einige solcher Bestätigungen.

> Im Regelfall bleibt man sich ja seinen Vorbehalten treu,
> die man in der Kindheit erlernt hat ... denn damit geboren
> wird bekanntlich auch niemand.

Wie ich hier schon mehrmals gesagt habe: Die Leute glauben das Zeug, was man ihnen als Kinder aufgeschwatzt hat, meist ein Leben lang.


08. Mär 2012 02:45
re

> Doch, ich darf hier Herrn Dawkin zitieren: " Religion
> lehrt uns damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht
> verstehen."

Eine sehr dumme Ansicht, die ich Dawkins gar nicht zugetraut hätte, denn der ist ja nicht dumm - aber vielleicht setzt sein Verstand aus, wenn er das Wort "Religion" hört?

Denn er müsste schon wissen, dass das alte Problem, unbeweisbare Sätze zu formulieren, ein Grundproblem der Erkenntnis ist.

Was heißt, "die Welt verstehen"? Eine Ganze Menge, mindestens. Vor allem: Es gibt kein vollständiges Verstehen der Welt. Aber wir können sehr viel verstehen - durch empirische Beobachtungen, logisches Schließen.

Folglich könnte ein Mensch nur das als verstehbar akzeptieren, das er auch beweisen kann.

Nur, das tut keiner, weil so ein Leben in Bezug auf die Praxis unmöglich ist. Denn wir bekommen die existentiellen Fragen von Leben und Tod nicht logisch und nicht empirisch beweisbar erklärt. Denn neben der empirischen Welt gibt es noch die, die wir nicht empirisch fassen können: Ideen, subjektive Erlebnisse und ihre individuelle Verarbeitung, Überzeugungen, Einstellungen, sprachliche Konstrukte und ihre Vorstellung davon.

Entweder belässt man es bei der Unbeantwortbarkeit als Black Box und ist zufrieden damit - dann wäre die Zufriedenheit eine subjektive Erfahrung analog der Entscheidung, es nicht bei einer Black Box zu belassen, sondern sich für eine White Box zu entscheiden, die ebenfalls befriedigt.


08. Mär 2012 12:35
re

Denn er müsste schon wissen, dass das alte Problem,
> unbeweisbare Sätze zu formulieren, ein Grundproblem der
> Erkenntnis ist.

Die Richtigkeit von Herrn Dawkins Aussage ist in der gesamten Geschichte der Kirche sehr, sehr gut zu beobachten.
Bei existentiellen Fragen beschwichtigt die Religio immer mit nichtssagenden Antworten: Das hat Gott gemacht, das ist sein unerforschlicher Ratschluss....

Zum Rest des Postings mag ich gar nichts sagen, das ist ein Geschreibe, dem ich nichts entnehmen kann. Viele Worte, die dadurch das vorhandensein eines Argumentes vortäuschen soll, Ablenkungsgeschwafel!


08. Mär 2012 18:23
Re:

exOF männlich
Tee aus Hessen

Antwort auf: re von: Kontron

> Denn neben der empirischen
> Welt gibt es noch die, die wir nicht empirisch fassen
> können: Ideen, subjektive Erlebnisse und ihre individuelle
> Verarbeitung, Überzeugungen, Einstellungen, sprachliche
> Konstrukte und ihre Vorstellung davon.

Können "sie" nicht oder können "wir" nicht? Ich weiss es nicht besser und troll mich zur nächsten kühnen Erkenntnis.


08. Mär 2012 08:43
Das ist ...

Antwort auf: wissenschaftsfeindliche Religion von: lighthouse-keeper

... doch kompletter Unsinn, was er da
geschrieben hat.


08. Mär 2012 04:50
re:

'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen

Antwort auf: Heulen tut nur die Opfer - nicht wahr ? von: Michael_WeCan

Sehr wohl aber gibt es Menschen mit akadem. Titeln die
> religionsfeindlich sind.
> Warum auch nicht. Wissenschaftler sein, macht einen ja
> nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen.
> Im Regelfall bleibt man sich ja seinen Vorbehalten treu,
> die man in der Kindheit erlernt hat ... denn damit geboren
> wird bekanntlich auch niemand.

Die übliche Intellektuellenschelte. Übrigens: Religionsfeindlichkeit ist ein dummes Wort. Wissenschaftsfeindlichkeit eine Tatsache.


08. Mär 2012 08:11
re

Antwort auf: Heulen tut nur die Opfer - nicht wahr ? von: Michael_WeCan

Falsch, die moderne naturwissenschaft bestätigt keine theistische religion. siehst du das anders erwarte ich beispiele.


08. Mär 2012 14:05
re

<?>
Schandmaul

Antwort auf: Heulen tut nur die Opfer - nicht wahr ? von: Michael_WeCan

> da die Wissenschaft die Religion bestätigt, wo sie nur
> kann.

nenne bitte ein beispiel wo die wissenschaft aussagen des Christentums zb. bestätigt.