Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Religion: Februar 2012: Bibellektüre -part II
01. Feb 2012 09:37 Bibellektüre -part II
Für mich ist da noch was offen, zB. die Frage aus diesem Posting von Don_Philippo:
Ja kann man: Studie Prof. Wilhelm Heitmeyer (Bielefeld) aus den Jahren 2002 bis 2005 Fazit: Kirchenmitglieder erreichen laut Studie höhere Zustimmungswerte zu Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Islamphobie, Homophobie, Antisemitismus und betonen stärker die Etabliertenvorrechte als Konfessionslose. Homophobie ist ebenso wie Antisemitismus im westlichen Kulturkreis ein durch das Christentum tradierter Memplex der weiterentwickelt wurden und schließlich zum Holocaust führte. In buddhistisch geprägten Ländern gab es beide vor dem kulturellen Einfluss der Europäer nicht. Zum Antisemitismus noch Artikel aus Psychologie Heute vom September 2005, Zitat:
Ein Fazit des Artikels: >> Wer angibt nicht religiös zu sein, ist toleranter als ein Katholik oder Protestant.<< Auf Kontron:
Die darin mitschwingende Unterstellung Dawkins würde wie ein Fundamentalist auf jeder Silbe beharren ist natürlich falsch. Wenn der Papst wissenschaftlich fundiert Kritik an Dawkins Büchern üben würde, dann wäre Dawkins sehr wahrscheinlich bereit daran etwas zu ändern, wenn tatsächlich ein Fehler vorliegt. Im „Gotteswahn“ selbst gibt es eine Stelle wo er zum Ausdruck bringt wie sehr ihn das beeindruckt hat als ein Kollege eine Theorie die er Jahrelang vertreten hatte kurzerhand zugunsten einer besseren aufgab. Glaub 2. Kapitell war das, aber du hast es ja sicher selbst gelesen. ;) Naja und dann ist noch eine Frage von mir an Bubu3399 offen, wegen dieser Aussage:
Also nochmal, weils mir so wichtig ist: ;) |
01. Feb 2012 12:01 re auf hermes667
>In buddhistisch geprägten Ländern gab es beide vor Zum Thema Homophobie kann ich in diesem Zusammenhang nichts sagen, aber VOR dem kulturellen Einfluss der Europäer werden wahrscheinlich wenig Juden in buddhistisch geprägten Ländern gesiedelt haben. |
01. Feb 2012 12:05 Studie und ihre Tücken
Antwort auf: Bibellektüre -part II von: hermes667 Leider sind die Daten der von dir zitierten Studie in der präsentierten Form aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht aussagekräftig.1 Um ein, wie ich hoffe, leicht verständliches Beispiel für einen haarsträubenden Mangel zu geben: Ältere sind in der Studie im Mittel homophober.2 Mitglieder christlicher Gemeinschaften sind im Mittel homophober. Allerdings wird in der Studie nicht berücksichtigt, dass normalerweise in den christlichen Gemeinschaften Ältere zahlenmäßig überrepräsentiert sind. Die in den Mittelwerten etwas höhere Homophobie der Mitglieder christlicher Gemeinschaften könnte also auch ein Alterseffekt sein.3 |
01. Feb 2012 12:24 Kommt drauf ...
> Leider sind die Daten der von dir zitierten Studie in der ... was man belegen _will_. Es gilt immer noch die alte |
01. Feb 2012 13:17 re
Antwort auf: Studie und ihre Tücken von: Don_Philippo > Gemeinschaften sind im Mittel homophober. Allerdings wird Sagt bitte welche Studie aus? ;) > Die in den Mittelwerten etwas höhere Homophobie der Meines Wissens nach ist der Datensatz bereinigt, allerdings wärs auch nicht tragisch wenn nicht. Denn wenn es so wäre wie du behauptest (wozu noch Quellen fehlen) dann wäre sowohl gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als auch christliche Konfession eher ein Problem Älterer. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht das was du gern hättest, sondern das hier eine Generationmit einer ungünstigen ideologischen Prägung lebt und diese -ebenso- wie der Gesammtanteil von Christen in Deutschland, bzw. der Anteil der Konfessionellen, demographisch bedingt "wegstirbt". Wie dem auch sei, die Studie steht ja nicht alleine da. Es gibt dazu diese, wesentlich ausführlichere Studie: http://library.fes.de/pdf-files/do/07905-20110311.pdf Interessant daraus 9.3 Ideologische Orientierung, Werthaltung und Unsicherheit (Seite 161)
Das hat einfach mit einer bestimmten Gruppen-Identifikation zu tun, so heißt es auf Seite 151 zur Identifikation mit der Region/Nation/Europa:
Was übrigens auch für andere Ingroup/Outgroup-Denkmuster gilt. Interessant auch das hier berücksichtigt wurde, das Vorurteile Cluster bilden, zB. ist die wahrscheinlichekit recht hoch, dass wer Frauen abwertet, dies bei Homoyexuellen auch macht. Auch an dieser Stelle lässt die biblisch-christliche Einstellung mit ihrer Unterdrückung der Frau (die dem mann Untertan sein soll) gepaart mit der darin vorkommenen Homophobie grüßen. Man könnte hier noch eine ganze Menge mehr an Studien anführen, das Bild ergäbe das mit abnehmender Bildung/einkommen und zunehmender Religiösität die gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zunimmt. Wenig überraschend: wer es nicht besser weiss, glaubt irgendwas populäres. |
01. Feb 2012 13:53 Einige Bereinigungen
> Meines Wissens nach ist der Datensatz bereinigt, Der Datensatz ist nicht "bereinigt". Es sind für jeden nachvollziehbar nur Mittelwerte (und nicht einmal Varianzen) angegeben. In der präsentierten Form sind die Ergebnisse der Studie nicht interpretiertbar > Das Was ich gerne hätte ist eine aussagekräftige Studie, um mir ein Bild machen zu können. Dazu reicht die von dir zuerst verlinkte Studie nicht aus. Übrigens auch die neue verlinkte Quelle nicht. Es wird darin lediglich auf eine andere Quelle verwiesen, deren Methode ich nicht nachprüfen kann und bei der ich ebenfalls nicht weiß, ob potentiell konfundierende Variablen statistisch kontrolliert sind. Und nun möchte ich dir etwas klipp und klar sagen: Ich kann nachvollziehen, dass du den Wunsch hast nachzuweisen, Christen wären stärker homophob. Mir selbst erscheint diese Hypothese keineswegs unplausibel. Aber deswegen solltest du dir nicht emirische Studien und kryptische Andeutungen auf weitere Quellen auf der Basis deiner Stereotypen zurechtbiegen. Sonst stellt sich die Frage, wie sauber du an anderer Stelle argumentierst und ob du an der Klärung von Sachverhalten oder nicht vielmehr am Beweis deiner Stereotypen interessiert bist. |
01. Feb 2012 14:33 Ist das nicht ...
... etwas sehr weit herbeigeholt, ihm "Stereotypien" |
01. Feb 2012 22:25 Mengenlehre / Statistik
Antwort auf: Einige Bereinigungen von: Don_Philippo > wie sauber du an anderer Stelle argumentierst und ob du an kann ja beides der Fall sein. > gleichgeschlechtlicher Ehe.] Mitglieder christlicher Ich bin mit dir einverstanden, dass das Alter bei dieser Studie eine gewisse Rolle spielen muss. Wenn wir mal davon ausgehen, dass das "altsein" selbst ja kein bestimmtes Weltbild verursacht, muss es die Erziehung durch Gesellschaft und Elternhaus gewesen sein, also die Sozialisation. Die, nenen wir es mal "Alterssozialisation" muss dann also vermehrt zu Homophobie _und_ Christsein geführt haben, bzw. in diese beiden Richtungen gewirkt haben. Wenn ich aber davon ausgehe, dass die Sozialisation nur zusammen mit einer negativen Charaktereigenschaft X des beeinflussten Individuums zu Homophobie führt, dann müsste zumindest diese eine negative Charaktereigenschaft X rein von der Logik her auch bei der Gruppe der Christen vermehrt anzutreffen sein (allerdings schliesst das nicht aus, dass bei Nichtchristen anderen negativen Charaktereigenschaften dafür häufiger vertreten sind). |
02. Feb 2012 09:52 re
Antwort auf: Einige Bereinigungen von: Don_Philippo Das dir die zweite Quelle nicht nachvollziehbar genug ist, kann ich nicht ändern. Die Quelle ist jedenfalls seriös und ich werde nun zukünftig bei dir ebenso diesen -deinen Meaßstab anlegen- und die Richtigkeit jeder deiner Angaben bestreiten, sofern du diese nicht mit einer hier und jetzt bis ins letzte Detail nachvollziehbaren Studie belegen kannst. Und wie du dich erinnerst ist da noch eine Frage nach einer Studie zu einer Behauptung von dir offen. Also, ich warte. :) Zu meinen Quellen: > solltest du dir nicht emirische Studien und kryptische Die empirischen Studien biege ich mir nicht zurecht, das Fazit das ich hier ziehe wird von den Studienleiter selbst auch so gezogen. Zunächst mal stimme ich mit Data1971 überein, dass "altsein" für sich noch kein bestimmtes Weltbild wahrscheinlich macht. Die Alten von morgen werden mit sicherheit ein anderes Weltbild haben als die von Geburtsjahrgang 1930. "Altsein" bedingt also für sich auch keine höhere Wahrscheinlichkeit für eine homophobe oder antisemitische Einstellung. Erst eine bestimmte Sozialisation -nämlich die zu jener Zeit- bedingt das. Insofern bist du es der die Daten beider Studien falsch interpretiert, denn die Vorurteile sind nicht an das merkmal "alt", sondern an das Merkmal einer bestimmten Sozialisation gekoppelt. Es macht also nichts das homophobe konfessionelle Christen im Schnitt auch älter sind. Bei einer Studie über Zustimmung zu einer sozialistischen Gesellschaftsform würde es auch nicht weiter stören, dass Anhänger der Linkspartei im Schnitt älter sind als die anderer Parteien. Denn darum geht es ebensowenig wie um Haarfarbe oder Oberweite. Denn bei der Frage nach dem woher scheidet das Alter ebenso aus wie die Haarfarbe, man findet solche Einstellungen ja auch bei jüngern (wenn auch geringerer Prozentsatz). Homophobie fällt ebensowenig wie Seximus oder Rassismus vom Himmel. Da sind wir dann wieder bei tradierten Vorurteilen und Rollenmustern und den in der zweiten Studie angemerkten Zusammenhängen an sich verschiedener Ablehnung bestimmter Gruppen, zB. der zwischen Sexismus und Homophobie. Tradierte Homophobie ist nicht nur ein Problem der Christerei, sondern auch des Islams und des Judentums -alle drei gehen auf die selben Grundlagen zurück. In den rückständigeren islamischen Ländern wird dies bekannterweise noch mit dem Tode bestraft. Bekannt ist auch die Meinugn des Papstes, evangelikaler und fundamentaler christlicher Organisationen. Die Ergebnisse dieser Studien fügen sich entsprechend nahtlos in bereits bekanntes. Das muss auch nicht weiter überraschen denn Homophobie ist ebenso wie Sexismus "eine Form kollektiver Angst in kulturellen Gesellschaften und Gruppierungen, die ihr durch strikte Geschlechtsunterscheidungen und starre Rollenverteilungen geprägtes Weltbild durch gleichgeschlechtliche Empfindungen und Verhaltensweisen bedroht sehen."1 Interessant übrigens auch das laut einer Untersuchung der Barna Group - die nun wirklich nicht im Verdacht steht antichristliche Propaganda zu betreiben ;) - selbst junge amerikanische Christen der Meinung sind, Kirche & Christen sein "anti-homosexuell".
Sicher kann man an den Studien einiges kritisieren, allerdings ist ein Zusammenhang zwischen Sozialisation und Vorurteilen wohl kaum zu bestreiten. Und angesichts dieser Faktenlage eine homophobe Haltung des Christentums zu bestreiten, da ... > stellt sich die Frage, Punkt :) |
02. Feb 2012 11:32 Zum Zitieren
Wir sind doch beide an aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien interessiert. Die von dir zitierten Untersuchungen waren es nicht. Beispielsweise berücksichtigten sie keine konfundierenden Variablen wie Alter, Konservatismus oder Autoritätshörigkeit. Daher meine Kritik. Mit methodisch schlecht gemachten Studien sollten wir nicht argumentieren. Ich habe mittlerweile selbst eine kleine Literaturrecherche durchgeführt und tatsächlich findet sich eine Fülle methodisch gut gemachter Studien, die mit verschiedenen Samples und Ergebungsinstrumenten zu einer einheitlichen Befundlage konvergieren: Selbst nach Kontrolle vieler weiterer statischer Variablen ist stärkere Religiösität mit größeren Vorurteilen gegenüber Schwulen und Lesben verbunden. Hier eine Auswahl empirischer Studien zum christlichen Glauben. Die kann man guten Gewissens zitieren:
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02. Feb 2012 17:07 Na das
ist doch mal ein Wort. Werde mir die angebotene Fülle des Materials bei Gelegenheit zu Gemüte führen. |
01. Feb 2012 12:36 Bibellektüre II
Antwort auf: Bibellektüre -part II von: hermes667 Hallo Hermes, ein Nomadenvolk,wie és die Juden lange waren,hat doch ein Problem mit Mördern oder sonstigen Alle Religionen unterliegen im Laufe ihrer Existenz einer Entwicklung.Das Schweinefleischverbot Darüber muß aber jeder selbst entscheiden,wo die Vernunft den Vorrang hat. |
01. Feb 2012 13:19 re
> Darüber muß aber jeder selbst entscheiden,wo die Vernunft Schön das du dich dazu nochmal meldest. Wenn du der Vernunft im Zweifelsfall den Vorrang gibst, dann zweifel doch besser mal öfter und gib ihr grundsätzlich den Vorrang. Nur: Wozu brauchst du dann die Bibel, wenn du ohnehin schon ein besseres Item hast, das du im Zweifelsfall benutzt: den Verstand. |
01. Feb 2012 22:40 Bibellektüre
Hallo Hermes, Dein Text geht davon aus,dass in der Bibel AT und auch NT nur Unsinn steht.Da ist es schon Wer die griechische Philosophie und die griechische Architektur als altmodischen längst überholte Ich versuchs trotzdem.Man kann Bibel oder auch Koran nicht einfach dem Zeitgeist anpassen. Im alten Testament steht aber neben den Glaubensinhalte sehr viel über Geschichte,Politik Thora und Koran enthalten Hunderte von Geboten,Anleitungen und ganz alltägliche Geschichten. So ähnlich sehe ich die Glaubensbücher der Abrahamischen Religionen.Dabei kann ich mich Das sind doch die Fundamente der Religionen. Wir kratzen hier im Forum fast nur an unwichtigen Oberflächlichkeiten rum. |
02. Feb 2012 00:16 re
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Abschaffen brauchen dies Atheisten nicht, weil dies für sie keine Vorgaben sind. Die 10 Gebote sind Grundlage der reinen Vernunft; daher kommt ein Atheist auch ohne diese aus. Das Liebesgebot ist entsprechend unsinnig; wenn überhaupt auch nur bedingt anwendbar. Den Nächsten zu lieben wie sich selbst ist in den seltensten Fällen umsetzbar. Individuelle Entscheidungen aus Erfahrungen mit einem anderen Menschen ist die natürliche Verhaltensweise; ebenfalls aus der Vernunft heraus. Warum benötigt es Vorgaben, wenn aus individuellen Erfahrungen entsprechend abgewägte Handlungen möglich sind? Konkrete Frage daraus: Warum kann man die o.g. Vorgaben nicht abschaffen - und wer ist 'man'? Kannst Du mir dies bitte mit Begründung beantworten? |
02. Feb 2012 09:42 re
>....Die 10 Gebote sind Grundlage der |
02. Feb 2012 15:04 re
Das Unterbewußtsein verarbeitet Erfahrungen und ordnet das Unverarbeitete mit der Folge einer überdachten neuen Abwägung seines Handelns. Daher neine Frage an Bubu: Warum kann man die 10 Gebote Mose und das Liebesgebot Jesu nicht abschaffen? Schon vor 2000 Jahren, also vor der Zeit dieser Vorgaben gab es Menschen, die ihre individuellen Entscheidungen aus Erfahrungen heraus fällten. Das Nächstenliebegebot ist - wie gesagt - nur bedingt umsetzbar. Kein Mensch liebt einen Menschen wie sich selbst, ohne ihn genau zu kennen oder wenn dieser bspw. moralisch verwerflich gegen andere handelt. Was macht die Bibel aus, dass unsere Gesellschaft nach ihren Geboten und Vorgaben handeln soll? Warum z.B. nicht das Gilgamesch-Epos als Grundlage nehmen; waren doch die Sunniter die entwickelste Hochkultur. Die 10 Gebote beinhalten neben natürlichen Entscheidungen wie nicht zu töten, zu lügen, seine Eltern zu ehren die einfachsten Verhaltensregeln - ausser aber eben den ersten zwei. Der Mensch soll nur einem Gott huldigen und dessen Namen nicht mißbrauchen. Diese zwei sind bindend für Gläubige einer monotheistischen Religion. Es gab Kulturen, die mehrere Gotttheiten hatte und sehr weit entwickelt waren (s. die alten Römer, die Griechen oder Ägypter). Sie handelten auch unter den Vorgaben bestimmter Gottheiten, führten jedoch keine Kriege im Namen dieser Gottheiten. Zum anderen enstand in der Antike die Philosophie, die neben der Anerekennung der Götter betrieben wurde. Die enggeschnürten Gebote des Christentums führte zu blutigen Missionierungskriegen, Auslöschung ganzer Kulturen und in Europa selbst von inquisitatorischen Verfahren bis zu jahrzehntelangen Glaubenskriegen. Bis zur Aufklärung wurde das Volk von der Bildung abgehalten, das Leben (auch das nach dem Tod) und Handeln wurde von der Gottesfurcht beherrscht. Natürlich kann ich bei solchen Aussagen leicht gegenarumentieren, nur dass eine begründete Antwort nach einer fragwürdigen Aussage schon wieder ausbleibt. Es geht um die Art, wie hier diskutiert wird. Um es mal loszuwerden: Es nervt nur noch, haarsträubenden Aussagen entgegenzuhalten. Deshalb ein letzter Versuch mit der Frage an Bubu: Warum benötigt es Vorgaben, wenn aus individuellen Erfahrungen entsprechend abgewägte Handlungen möglich sind? - Warum kann man die o.g. Vorgaben nicht abschaffen - und wer ist 'man'? |
02. Feb 2012 17:58 Bibellektüre
Hallo Hollysis, die 10 Gebote werden und wurden immer schon abgeschafft.Das kann der Ei nzelne oder ganze Sippen |
02. Feb 2012 18:04 re
Was nicht? die einzigen sinnvollen gebote sind "du sollst nicht stehlen" und "du sollst nicht töten", vllt in einer heilen welt auch noch das mit dem nicht lügen. das war es dann aber auch. |
03. Feb 2012 07:28 10 Gebote ...
> Was nicht? die einzigen sinnvollen gebote sind "du sollst Sind die 10 Gebote denn tatsächlich als eine Art Richtschnur für _alle Menschen und Völker_ gedacht gewesen ? Ich meine auf jeden Fall: "Nein" Betrachte ich den Original Text ohne Kürzung späterer Kirchenschreiber lautet das 1. Gebot ... 1. Gebot: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. den fett geschriebenen Satz findest Du weder im kath. Katechismus noch im evangelischen wieder. a) wenn doch exakt der Gott gemeint ist, der das jüd. Volk aus seiner Knechtschaft befreit hat und dieses während des Exodus geführt hat, können nach meinem Verständnis sämtliche Richtlinien betreffend der 10 Gebote auch _nur_ bindend für die b) das Judentum hat niemals missioniert - einen Anspruch, dass andere Völker diese Gebote einhalten müssen nie erhoben. Betrachtet man desweiteren den Zeitpunkt in dem die 10 Gebote entstanden sind wäre noch zu bedenken ... Mose befand sich mit dem jüd. Volk in der Wüste - „Als aber das Volk sah, daß Mose ausblieb und nicht wieder von dem Berge zurückkam, sammelte es sich gegen Aaron und sprach zu ihm: Auf, mach uns einen Gott, der vor uns hergehe! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat. Aaron sprach zu ihnen: Reißet ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter und bringt sie zu mir. Da riß alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron. Und er nahm sie von ihren Händen und bildete das Gold in einer Form und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!“ ( – 2. Mose 32,1–4) Hier erkennt man doch eigentlich ganz gut, dass das jüd. Volk "die Nase voll hatte" Dann berichtet die Bibel von der Rückkehr Moses ... „Als nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war – denn Aaron hatte sie zuchtlos werden lassen zum Gespött ihrer Widersacher –, trat er in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levi. Und Moses sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: ‚Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten‘. Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann.“ ( – Exodus 32,25–28) Es findet also direkt nach dem Empfang der 10 Gebote des Mose, welche auch das Gebot ... du sollst nicht töten !, beinhaltet ... ein Massenmord an 3000 Juden statt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Mose die 10 Gebote erlassen hat um innerhalb seiner Leute für Der Rest der 10 Gebote sollte lediglich ein friedvolles Miteinander der Juden untereinander regeln. Quelle: damit man nochmal sieht, wie hier bewußt seitens späterer Kirchenschreiber die 10 Gebote mal eben umgemodelt wurden |
