Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: Mai 2012: Was ist (Neo)Liberalismus?
15. Mai 2012 11:34 Was ist (Neo)Liberalismus?
Was ist (Neo) Liberalismus? Freiheit? Freiheit für wen? Freiheit auf wessen kosten? Ist (Neo)liberalismus "die Freiheit, möglichst ohne Beeinträchtigung durch den Staat, mit einem Minimum an sozialer Rücksicht, Geschäfte zu machen?" , Ton Veerkamp in "Der Gott der Liberalen". Oder ist (Neo)Liberalismus die Zukunft? Für mich ist Liberalismus ein Maximum an Freiheit UND Verantwortung für Menschen und Unternehmer, ohne Solidarität, soziale Verantwortung und das Gemeinwohl aus den Augen zu verlieren. |
15. Mai 2012 13:24 re
> Für mich ist Liberalismus ein Maximum an Freiheit UND Verantwortung für Zustimmung. Freiheit meint Selbstverantwortlichkeit des Einzelnen und diese setzt Zurückhaltung und Neutralität des Staates voraus. Also wider den Paternalismus, aber für eine Grundversicherung, um die schlimmsten Folgen des Lebensrisikos abzumildern. |
15. Mai 2012 14:44 re
bingo und damit sind wir bei webespruch der fdp, mit der die zürcher fdp in den 80-er jahren grossen erfolg hatte (damals noch bei fast 18 prozenten): "mehr freiheit und weniger staat, mehr eigenverantwortung." der zweite halbsatz wurde dann |
15. Mai 2012 16:00 re
Solche Worte führen sofort auch im sog. realen Leben sofort zum Etikett "Neoliberaler". "Liberal" wird als "neoliberal" wahrgenommen, weil das mit "enthemmter Kapitalismus" verbunden wird. Dabei steht die FDP genauso zur Sozialen Marktwirtschaft wie jede andere Partei, außer Die Linke. Es wird nicht verstanden, dass sich seit 1989 die Welt und die Weltwirtschaft grundlegend geändert hat. Empfunden wird der Druck der Globalisierung durch Abwanderung von Arbeitsplätzen und Branchen in Billiglohnländer. Das gab es früher auch: die nach Japan wandernde Fotoindustrie und Unterhaltungsindustrie. Nun kommt die Abwanderung der einfacheren Produktion dazu mit erheblicher Arbeitslosigkeit und der Konkurrenzdruck durch rund 2,5 Milliarden Menschen, die neu zum Weltmarkt dazukommen. Da muss ein Schuldiger her: Der enthemmte Kapitalismus. Es ändert sich nichts, Menschen brauchen immer Schuldige.
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15. Mai 2012 16:18 Umgekehr ist richtig.
> Solche Worte führen sofort auch im sog. realen Leben sofort zum Etikett "Neoliberaler". "Liberal" wird als "neoliberal" wahrgenommen, weil das mit "enthemmter Kapitalismus" verbunden wird. Umgekehrt ist Richtig: Neoliberal tarnt sich hinter Liberal. Kontron, du bist denen voll auf den leim gegangen .-)) Die Linke ist wohl die einzige die verstanden hat, wohin der Hase läuft und bereit ist, sich gegen den Zeitgeist die Zunge zu verbrennen. > Es wird nicht verstanden, dass sich seit 1989 die Welt und die Weltwirtschaft grundlegend geändert hat. Stimmt. Finanzmärkte, Banken und Ratingagenturen spielen mit den Staaten Katz und Maus. > Empfunden wird der Druck der Globalisierung durch Abwanderung von Arbeitsplätzen und Branchen in Billiglohnländer. Das gab es früher auch: die nach Japan wandernde Fotoindustrie und Unterhaltungsindustrie. Nun kommt die Abwanderung der einfacheren Produktion dazu mit erheblicher Arbeitslosigkeit und der Konkurrenzdruck durch rund 2,5 Du beschreibst die Sympthome. Die eigentliche Krankheit übersiehst du. > Da muss ein Schuldiger her: Der enthemmte Kapitalismus. Es ändert sich nichts, Menschen brauchen immer Schuldige. Ja, und den wahren Schuldigen werden vom braven Volk übersehen und verharmlost und sogar als Retter gefeiert. Wir, als Deutsche haben darin traditionell eine sehr große Übung |
15. Mai 2012 18:58 hust und verschluck und Kaffee verspratz
und du bist Schuld datt ick nu neuen Kaffee kochen muss .... *lach* |
15. Mai 2012 19:25 Schuld?
Du solltest mir dankbar sein. |
15. Mai 2012 19:56 dankbar?
wohl nur für den täglichen Lachflash ^^ |
16. Mai 2012 11:03 Nun mach dich mal nicht lustig.
Antwort auf: hust und verschluck und Kaffee verspratz von: DocHoliday Die Linke verbrennt sich wirklich ständig am Zeitgeist die Finger. |
16. Mai 2012 12:16 *schmunzel*
ick gehe mal stark davon aus dass dies hier Ironie von dir war ;-) |
15. Mai 2012 16:03 Liberalismus - Neoliberalismus
Antwort auf: Was ist (Neo)Liberalismus? von: grayhair2 Es ist nicht einfach, in Kurzform die Entwicklungsgeschichte und Bedeutung zweier politischer Ideologien und Bewegungen abzuhandeln. Deswegen bitte ich um Nachsicht, nicht auafa alles Aspekte eingegangen zu sein. Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Liberalismus und Neoliberalismus herauszuarbeiten, kommt man nicht umhin, in die Geschichte zurück zu blicken. Der klassiche Liberalismus (lat. liber: „frei“; liberalis, „die Freiheit betreffend, freiheitlich“) ist eine politische Ideologie und Bewegung, die eine freiheitliche politische, ökonomische und soziale Ordnung anstrebt. Die Wurzeln des Liberalismus gehen zurück bis ins England des 17. Jahrhunderts. Ziel des Liberalismus ist die Freiheit des Individuums gegenüber staatlicher Gewalt. Bleibt festzuhalten: Der Neoliberalismus, ebenfalls eine politische Ideologie und Bewegung ist in seinen Anfängen im frühen 19. Jahrhundert anzusiedeln und ist in einer begrenzten Phase seiner Entwicklung als Antwort auf Nazi-Deutschland und den Bolschewismus zu verstehen. Bleibt festzuhalten: Wie hat sich diese Idee weiter entwickelt? Am Ende steht ein schwacher, Handlungsunfähiger Staat, geduldet als Handlanger und Ordnungsinstrument der liberalisierten Märkte. Aus der Idee, Freiheit vor staatlicher Willkür wurde ausgeliefert sein an die Märkte. Nachprüfbare Wirklichkeit Am Ende steht die Dikatur der Märkte*** an welche Menschen ausweglos versklavt sind. *Wo weniger Staat gefordert wird, wird der Staat in Wirklichkeit mit immer mehr Aufgaben belastet **Alles Maßnahmen die den Staat schwächens statt zu stärken. |
15. Mai 2012 16:59 re
Weil ich grad wieder die Zeit noch die Lust hab den ganzen Beitrag auseinander zu nehmen: > ''*Wo weniger Staat gefordert wird, wird der Staat in Jetzt gehst du die Liste mal durch und schaust wie viele der Punkte darin unter einer SPD (Mit)Regierung gemacht wurden. Gut die Haelfte diese Aufgaben wurden dem Staat aber nicht aus (neo)liberalen Ideen aufgezwungen sondern aus sozialistischen Ideen. |
16. Mai 2012 06:15 Wandel
Antwort auf: Was ist (Neo)Liberalismus? von: grayhair2 >>>Für mich ist Liberalismus ein Maximum an Freiheit UND Verantwortung für Menschen und Unternehmer, ohne Solidarität, >>>soziale Verantwortung und das Gemeinwohl aus den Augen zu verlieren. Das waren noch Zeiten ! |
16. Mai 2012 09:35 re
Antwort auf: Was ist (Neo)Liberalismus? von: grayhair2 Wirtschaftlicher Sachverstand tut der Politik gut. Ich halte ein Zusammengehen von SPD und FDP nicht für die schlechteste Idee, die deutsche Parteien je hatten. Eine FDP tut gut daran, sich nicht einseitig an die CDU/CSU zu binden. Wenn die Leute ein klein wenig Augen im Kopf haben, erkennen sie das. |
17. Mai 2012 15:28 Betonung liegt auf "Ohne"
Antwort auf: Was ist (Neo)Liberalismus? von: grayhair2 denn in den letzten Jahren kann man nun wahrlich nicht von einem Liberalismus mit sozialer Verantwortung sprechen. Aber für die Hotels, |
