spin.de · die Community: Diskussions-Forum und Chat - Lern nette Leute kennen!

» Kostenlos anmelden
Sitemap

: : Die kinderlose Gesellschaft

12. Apr 2012 08:06
re

Allerdings hat Sarrazin nun wirklich keine Probleme angesprochen, die nicht mindestens einmal im Jahr irgendein CDU/CSU-Politiker in abgeschwächter Art und Weise oder zehnmal im Jahr die Bildzeitung in verstärkter Art und Weise anspricht. Der Mythos hält sich zwar aufrecht, aber Sarrazin hat wirklich nicht den Stein der Weisen entdeckt, er ist schlicht auf den fahrenden Zug aufgesprungen.
Die ganze Empörung hingegen zeugte eher daher, dass Sarrazin wirre Thesen aufgestellt hat à la s. tamaris' Beitrag.

Und das Beispiel mit China hinkt nach wie vor gewaltig.


Möchtest du mitreden?     Kostenlos Anmelden

12. Apr 2012 08:07
Äh...sorry

> tamaris'

tamias


12. Apr 2012 08:14
OT

MeckiMesserchen
spin.de VIP
Arbeitet-gegen-die-Zeit

Du hast an Schuhe gedacht, gibs zu :-D


12. Apr 2012 08:15
re [OT]

;-)1


12. Apr 2012 10:40
nein

electrofreak84 männlich
Benjamin aus Mirskofen (Bayern)

Antwort auf: re von: Rowanne

Sorry,aber du hast sein Buch anscheinend nicht gelesen.
Seine wirren und idiotischen Gedanken machen bestenfalls 1% des Inhalts aus.

Der Rest stellt zusammenhängend klar,dass die Kinderlosigkeit der "Intelligenten"
und der Kinderreichtum "der Dummen" wie er es sagt Teil der Selbstabschaffung sind.
In China hätte man Ihm zugehört und über den wirren Teil hinweggesehen.
In Deutschland empört man sich und lässt alles beim Alten.

Ich hoffe,dass es jetzt klar ist.


12. Apr 2012 12:27
re

> Ich hoffe,dass es jetzt klar ist.

Absolut.


12. Apr 2012 13:21
hadgha

tamias
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: nein von: electrofreak84

Der Rest stellt zusammenhängend klar,dass die Kinderlosigkeit der "Intelligenten"
und der Kinderreichtum "der Dummen" wie er es sagt Teil der Selbstabschaffung sind.

Deine Gänsefüße sind unehrlich, denn du meinst was du sagst. Die genetisch Intelligenten und die Dummen eben.


13. Apr 2012 13:53
Gänsefüsschen

electrofreak84 männlich
Benjamin aus Mirskofen (Bayern)

>Deine Gänsefüße sind unehrlich, denn du meinst was du
> sagst. Die genetisch Intelligenten und die Dummen eben.

Gänsefüsschen geben indirekte Rede wieder. Hast du doch in der Schule gelernt?
Ich selbst spreche nicht von Dummen oder gar genetisch Dummen. Höchstens von zu wenig gebildeten.

Wir wissen aber alle ,dass gewisse Schichten Förderung brauchen,
da die Gesellschaft derzeit so aufgebaut ist,dass die "Unterschicht" (Ich hasse dieses Wort)
zu viele wenig gebildete Kinder und die Mittelschicht zu wenige gebildete Kinder bekommt.


12. Apr 2012 08:53
re an electrofreak84

Antwort auf: Verzeihe von: electrofreak84

> Hallo,
> sorry,aber die genauen Unterschiede sind Thema ganzer
> bücherreihen.
> Ich versuche es aber dennoch für dich auf ein paar Sätze
> zusammenzufassen:
>
> China war in den 70ern noch auf den Entwicklungsstand von
> pi mal Daumen Sambia,Kenia oder Uganda.
> Das heisst das dort nahezu alle arm waren und jedes Jahr
> viele hunderttausend manchmal gar Millionen verhungerten.
> Nachdem der kommunistische Führer Mao starb,nahm sich Deng
> Xiapong ,der neue "Chef" der Kommunisten vor,
> die Sache weniger ideologisch ,sondern pragmatisch
> anzugehen. Seitdem konnten innerhalb von vierzig Jahren
> 250-350 Millionen Bürger in eine mit der westlichen
> Industriewelt fast vergleichbare Wohlstandsposition
> gehoben werden.
> Dem Rest,dem es immer noch für europäische Verhältnisse
> bescheiden geht muss zumindestens keinen Hunger mehr
> leiden
> und hat vielleicht die Aussicht auch in die Mittelschicht
> aufzusteigen,wnen die Löhne hoffentlich weiter steigen.
>
> Diese einzigartige Entwicklung (vom Hungerland zum
> fast-erste-Welt-Land) in nur 40 Jahren war nur aufgrund
> der pragmatischen Politik möglich. Dass diese Politik auch
> für 1-2% der Bevölkerung negativ ist,darf nicht
> verschwiegen werden. Dennoch ist diese Leistung
> historisch.

es tut mir leid, dein hochgefühl etwas dämpfen zu müssen, aber auch in china wächst die kluft zwischen arm und reich weiter; besonders problematisch ist die kluft zwischen der land- und stadtbevölkerung. diese kluft hat gegenüber 1978 mittlerweile einen rekordwert erreicht und wenn china nicht langsam anfängt gegen zu steuern, wird genau das nicht besser, sondern schlimmer ... also ... es ist nicht alles gold, das glänzt^^ ...


12. Apr 2012 10:41
Richtig

electrofreak84 männlich
Benjamin aus Mirskofen (Bayern)

Wenn du meinen Text gelsenen hättest wüsstest du,dass ich nirgendwo behauptet habe ,dass alle gleichviel profitiert haben.
Damals waren alle bitterarm,heute sind es deutlich weniger. Wohlstand der Allgemeinheit ging schon immer einher mit Kluften.
Aber muss man das wirklich einem aufgeklärten intelligenten und realistischen Menschen wie dir erklären?


12. Apr 2012 10:55
re an electrofreak84

> Wenn du meinen Text gelsenen hättest wüsstest du,dass ich
> nirgendwo behauptet habe ,dass alle gleichviel profitiert
> haben.

ich habe deinen text gelesen; du verschweigst aber, ua., das auch mit den reformationen, seitens der chinesischen regierung, immer noch einem reichen chinesen, acht arme chinesen, gegenüber stehen ... und das ist nur ein punkt, der in china dafür sorgt, das der überwiegende teil der chinesischen bevölkerung, weiterhin zusehen darf, wo her sie etwas zu essen bekommt ... mehr wollt ich damit eigentlich nicht aussagen.

> Aber muss man das wirklich einem aufgeklärten
> intelligenten und realistischen Menschen wie dir erklären?

muss man wirklich ständig mit der persönlichen schiene kontern?


13. Apr 2012 13:59
Statistiken

electrofreak84 männlich
Benjamin aus Mirskofen (Bayern)

"seitens der chinesischen
> regierung, immer noch '''einem reichen''' chinesen,
> '''acht arme''' chinesen, gegenüber stehen ... und das ist
> nur ein punkt, der in china dafür sorgt, das der "

Bitte hör mir mit solchen Zahlenspielen auf. Wer hat denn das zusammengefälscht?
Ich behaupte die Quote zwischen (echt)Arm und (für chin. Verhältnisse)reich ist mindestens 1:500 oder höher.
Die Leistung ist es von 1,1 Milliarden einen gewissen nicht unerheblichen Teil auf
echt vernünftige Lebensumstände gehievt zu haben.

China will keine kommunistische "jeder muss gleich viel haben" Ideologie,weil
es im Gegensatz zu so manchen Leuten hier weiss,dass es nicht geht.
Man kann nur in kleinen Schritten jedes Jahr besser werden.
Wer vorwirft,dass immernoch 300 Millionen sehr arm sind,
der checkt nicht,dass man nun mal Wohlstand für alle nicht in drei Monaten erschaffen kann ,wenn
man von Null anfangen muss.


13. Apr 2012 14:30
re an electrofreak84

> Bitte hör mir mit solchen Zahlenspielen auf. Wer hat denn
> das zusammengefälscht?

öööhm ... ne seite im inet wars; ich reich sie gerne nach, wenn sie mir nomma vor meinen augen erscheint ... ist schon nen weilchen her, das ich mir die mühe gemacht habe, fakten zu china zu sammeln ...

> Ich behaupte die Quote zwischen (echt)Arm und (für chin.
> Verhältnisse)reich ist mindestens 1:500 oder höher.

Offiziell ist das Verhältnis 1:2,5, inoffiziell wird aber auch ein Verhältnis von 1:5 abgeschätzt.

Tante Wiki

> Die Leistung ist es von 1,1 Milliarden einen gewissen
> nicht unerheblichen Teil auf
> echt vernünftige Lebensumstände gehievt zu haben.

nunja ... nun ists ansichtssache was vernünftige lebensumstände sind ...

> China will keine kommunistische "jeder muss gleich viel
> haben" Ideologie,weil
> es im Gegensatz zu so manchen Leuten hier weiss,dass es
> nicht geht.

gehen tut alles ;) ... wird nur schwierig in einer gesellschaft, die ihren hals nicht voll kriegen kann^^ ... die korruption in china spricht dabei bände ... übrigens wärs echt nice, wenn du deine ständigen spitzen gegenüber anderen usern sein lassen würdest ... auch du bist einer von ihnen und bestimmt nichts besseres, da auch du nur mit wasser kochst ;) ...

> Wer vorwirft,dass immernoch 300 Millionen sehr arm sind,
> der checkt nicht,dass man nun mal Wohlstand für alle nicht
> in drei Monaten erschaffen kann ,wenn
> man von Null anfangen muss.

wie lange reformiert china jetzt; jahrzente? das andere solltest du übrigens den 300 millionen chinesen erzählen; vllt. sorgt das dann dafür das du etwas dankbarer wirst, das es dir in einem land, wie dem hiesigen, niemals so ergehen wird, wie es in der vr china heute immer noch der fall ist ...


14. Apr 2012 11:41
also vergleich mal

electrofreak84 männlich
Benjamin aus Mirskofen (Bayern)

Wielangre haben Deutschland,England gebraucht,um die Gesellschaft so herzustellen,wie Sie ist?150 Jahre?
Und 10-20% (ich nenne Sie relative) Armut gab und gibt es im Westen auch schon immer.
Wenn es hier keine (relativen) "Verlierer" gäbe,würde ich deine Argumentationskette verstehen.

Man könnte behaupten, dass es ein Hartz IV Empfänger super geil hat:
Medizinische Versorgung,Kühlschrank,Heizung,"kalorienreiches" Essen,uneingeschränkte Klagemöglichkeiten,Computer und Internet,Telefon etc,Waschmaschine...
Das ist mehr als ein Arbeiter in den 1950er hatte und dennoch gelten diese Leute als arm und Ihre Situation als prekär.
Man würde also einen für die Behauptung dass es ein Hartz IV Bezieher gut hat verbal lynchen.

Wenn du argumentierst,dass der arm ist,der nicht weiss,ob er nächsten Tag was zu essen hast,hast du recht.
Wenn du relative Armut als Basis nimmst,dann ist deine Kritik an China maßloß überzogen solange wir doch selbst solch ein ungleiches Land sind.


17. Apr 2012 15:48
Standard

Du kannst Deutschland und China nicht vergleichen! Seit Jahren arbeite ich im Rettungsdienst und sehe wirklich arme Menschen hier. Wenn ich die Wohnungen betrete und sehe was sie essen...und darunter sind auch Kinder!

Gestern war ich im Internat meinen Sohn besuchen, er besucht nicht ganz freiwillig ein Sprachheilinternat. Dort hat er das Problem, er verleiht seine "Luxusartikel" gern an "arme" Kinder. Mag das Wort nicht gerne in den Mund nehmen. Wir als Eltern wurden fast komisch angeschaut, weil unser Sohn Taschengeld bekommt, auch seine Pflichten erfüllt und er sich etwas zusammensparen kann und dann eben eine PSP oder ein Fahrrad hat.

Ich kam mir sowas von blöde vor, weil ich weiss, es gibt sie wirklich, die armen Familien hier in Deutschland. Dennoch, bin keine reiche Frau, sondern ganz normal Studentin, Mutter von 3 Kindern und gehe einem Teilzeitjob nach, weil Vollzeit nicht möglich ist-fehlende Betreuungsmöglichkeit. Frauen die alleine ihre Kinder erziehen müssen, aus welchen Grund auch immer, leben schon am untersten Rand in Deutschland, weil unser Standard einfach so angesehen werden muss, das ist mit China nicht vergleichbar. Wir leben einfach einen anderen Standard, den Deutschland sich so erarbeitet hat.


20. Apr 2012 20:38
nein und ja

electrofreak84 männlich
Benjamin aus Mirskofen (Bayern)

Hallo,

das ist die Frage der relativen Armut.
Ich habe gesagt,man kann das so oder so sehen ohne
meine eigene Meinung,die ich da nicht schwarz/weiss habe
irgendwie zu bekunden.

Ich persönlich finde Deutschland ein ungleiches Land,dass sich immer mehr amerikanisiert
und deswegen finde ich den Ungleichheitsvorwurf an andere Länder überzogen,solange wir hier doch selbst so
ungleich sind.


12. Apr 2012 21:47
nur eine Randbemerkung

Traumwieger männlich
Stefan aus Bayern

Antwort auf: re an electrofreak84 von: Chris_JayDee

Warum reiten nur alle auf dieser Kluft oder der Schere herum? Wenn die Armen dabei ebenfalls reicher werden, ist es doch akzeptabel, wenn auch nicht ideal, wenn dann die Reichen überproportional reicher werden. Problematisch wäre das nur, wenn die Armen nicht reicher, sondern sogar noch ärmer werden würden. Es geht eigentlich nur um die Armen, die Reichen könnte man dabei völlig aus dem Spiel lassen...


12. Apr 2012 22:00
randbemerkung

> Warum reiten nur alle auf dieser Kluft oder der Schere
> herum? Wenn die Armen dabei ebenfalls reicher werden, ist
> es doch akzeptabel, wenn auch nicht ideal, wenn dann die
> Reichen überproportional reicher werden. Problematisch
> wäre das nur, wenn die Armen nicht reicher, sondern sogar
> noch ärmer werden würden. Es geht eigentlich nur um die
> Armen, die Reichen könnte man dabei völlig aus dem Spiel
> lassen...

genau da liegt der hund begraben; in china werden die armen nicht reicher, sondern ärmer ... es gibt einige faktoren, die dazu führen, allerdings ist das in diesem thread ja auch nicht das wirkliche thema ... also es geht nicht um china ... deshalb werde ich an dieser stelle da auch nicht weiter drauf eingehen ...


12. Apr 2012 23:05
chris

aveyronite weiblich
Anna-Maria

> genau da liegt der hund begraben; in china werden die
> armen nicht reicher, sondern ärmer ... es gibt einige
> faktoren, die dazu führen, allerdings ist das in diesem
> thread ja auch nicht das wirkliche thema ... also es geht
> nicht um china ... deshalb werde ich an dieser stelle da
> auch nicht weiter drauf eingehen ...


Hm.
In dem Maße, wie sich eine Wirtschaft entwickelt, entstehen auch Arbeitsplätze.
Bietet sich damit nicht auch für Viele die Möglichkeit, ihr Leben materiell verbessern zu können?

China ist in seiner Entwicklung sicher auch voller Widersprüche und wie das am Ende ausgeht, ... keine Ahnung.
Aber dass es mehr Arme als vorher gibt - das denke ich nicht!


12. Apr 2012 23:29
re an aveyronite

> Hm.
> In dem Maße, wie sich eine Wirtschaft entwickelt,
> entstehen auch Arbeitsplätze.
> Bietet sich damit nicht auch für Viele die Möglichkeit,
> ihr Leben materiell verbessern zu können?
>
> China ist in seiner Entwicklung sicher auch voller
> Widersprüche und wie das am Ende ausgeht, ... keine
> Ahnung.
> Aber dass es mehr Arme als vorher gibt - das denke ich
> nicht!

naja ... wenn man die positiven gegebenheiten mit den negativen gegenüber stellt, ists wohl in dem beispiel china, immer noch so, das die armen vom reichtum nichts haben bzw. sich die reformationen im augenblick noch eher negativ für die landbevölkerung auswirkt, also alles so bleibt, wie es ist. china ist ja dabei dem entgegen zu steuern ... jedoch ... wie du schon sagst ... wie es endet, bleibt abzuwarten

grundsätzlich stimme ich deiner aussage allerdings zu ...