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: : Die kinderlose Gesellschaft

10. Apr 2012 14:59
Die kinderlose Gesellschaft

In den vergangenen 10 Jahren sank die zahl der Kinder in Deutschland um 2,1 Millionen.
In Deutschland leben im Verhältnis zur Bevölkerung so wenige Kinder wie in keinem anderen europäischen Land.

Die Zahl der Kinder je Frau ist seit 35 Jahren stabil bei ca 1,4 Kindern je Frau.
Da 50% der Bevölkerung keine Kinder gebären können liegt der Verlust an - im Inland durch Inländer (egal welcher Nationalität) geborenen - Kindern in jeder Generation bei 30,5% (die 0,5 bereinigen die Kindersterblichkeit, man braucht 2,1 Geburten/Frau für eine stabile Bevölkerung)

Alle Prognosen gehen davon aus, dass dieser Wert - die 1,4 - stabil bleibt. Dagegen spricht aber die Selbstreferenz der betroffenen Generation. 1992 gaben junge Menschen an, dass 9,9% der Mädchen und 11,8% der Jungen keine Kinder haben wollen. 10 Jahre später waren es 14,6% der Mädchen und 26,3% der Jungen.

Dadurch wird sich die Quote der Kinderlosen also verdoppeln. Schon jetzt kommen auf jedes Kind 4,4 Erwachsene mit 3,5 Autos.

Aber die Kinder werden nicht nur dramatisch weniger (auch in absoluten Zahlen), sondern sie verteilen sich zunehmend anders. Die Armen und Bildungsfernen bekommen konstant Kinder, die Gebildeten und Wohlhabenden immer weniger.
Kinder entwickeln sich zu einem reinen Unterschichten-Phänomen. Denn natürlich sind alle diese Entwicklungen exponential.

In Deutschland bildet sich der Bildungsabschluss der Eltern - im statistischen Mittel - 1zu1 ab.
Wir haben also in der nächsten Generation:

  • 62% weniger Akademiker
  • 45% weniger Menschen mit einem qualifizierenden Abschluss
  • 60% mehr Menschen ohne Schulabschuss und/oder Berufsausbildung

39% aller Mütter mit niedriger Bildung haben drei oder mehr Kinder. Eine immer größer werdende Gruppe bekommt immer mehr Kinder. Gleichzeitig öffnet sich die Schere zwischen arm und reich und die Mitte verliert Mitglieder.

Von Hundert Kindern in Deutschland ….

  • sind 30 Einzelkinder
  • leben zehn von Hartz IV
  • sind rund 20 bereits im Grundschulalter übergewichtig
  • trinken 36 im Alter von 12 Jahren bereits regelmäßig Alkohol.

In Kombination zwischen Kinderlosigkeit und Öffnung der Schere zwischen arm und reich, entsteht in Deutschland eine - weitgehend - Kinderlose Oberschicht aus wohlhabenden Doppelverdienern mit guten Schulabschlüssen, hohem Lebensstandard, die nicht raucht nicht trinkt und sich gesund ernährt.

Gleichzeit entsteht ein großes Präkariat mit niedriger Bildung, hohem Suchtpotenzial, unzureichender Gesundheitsvorsorge und ohne Perspektive.

Ist diese Entwicklung überhaupt noch aufzuhalten? Oder ist es zu spät?


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10. Apr 2012 15:13
Ihr Kinderlein kommet

Mr.TomP männlich
Thomas aus Cuxhaven (Niedersachsen)

Aber bitte nicht zu den arbeitenden und Karriereversessenen Frauen und Männern. Die haben nämlich keine Zeit für Euch, weil es in unserem Land immernoch viel zu schwer ist Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen.
Ganztags-KiTa's und Ganztagsschulen Flächendeckend, nicht nur in Ostdeutschland (Ein Erbe der DDR) wären da vielleicht eine Idee! Nur mal so als Ansatz. Mir fällt da vielleicht noch was ein.


10. Apr 2012 16:35
re

Antwort auf: Die kinderlose Gesellschaft von: Cenor

Mittelfristig behebt sich das Problem ja quasi von selbst ... die derzeitige Oberschicht stirbt aus bzw. verkommt wie die alten Adelsgeschlechter auf Grund von Innzucht. ;-)


10. Apr 2012 16:47
re

Antwort auf: Die kinderlose Gesellschaft von: Cenor

> Ist diese Entwicklung überhaupt noch aufzuhalten? Oder ist
> es zu spät?

Es ist zu spät. Was ich da sehe (und sah) an Lebensunfähigkeit (mangelhafte Belastungsfähigkeit und Disziplin sowie maßlose Anspruchshaltung), hat bei mir alle Hoffnung fahren lassen. Der Rest an Hoffnung ging dahin, dass weder gute Bedingungen, Geld noch gute Worte (bitte wörtlich nehmen) daran etwas änderten.


10. Apr 2012 18:15
re

Luminis männlich
Tobias

Antwort auf: Die kinderlose Gesellschaft von: Cenor

Naja, was soll man von einer Gesellschaft anderes erwarten, in der das Streben nach Wohlstand ein relativ junges Elternglück nahezu ausschließt. Wer, der ernsthaft eine gute finanzielle udn gesellschaftliche Stellung erreichen will, schaft dies noch in einem relativ jungen Alter? Abitur, Studium/Ausbildung, sammeln der nötigen Berufserfahrung und ein wenig hocharbeiten - wo ist da noch Zeit für ein Kind, bevor man Ende 20 ist?

Und welcher Haushalt, der einen etwas gehobeneren Lebensstandard anstrebt, kann es sich erlauben, nur einen Hauptverdiener zu haben? Man muss wohl auch so ehrlich sein und sagen, dass man schon sehr, sehr gut verdienen Muss, damit eine Person allein einen Partner und den Lebensstandard der ganzen Familie stützen kann, während besagter Partner zuhause bleibt, um ein oder mehrere Kinder großzuziehen?

Das krasse Gegenteil bildet dazu nunmal die sogenannte Unterschicht. Jugendliche Mädchen, die aus Perspektivlosigkeit und, wie ich glaube, mangelndem Interesse und auch Wissen schon Mutter werden, bevor die Karriere vom Alter eine Option wird, Familien, für die das Kindergeld ein willkommenes Zubrot ist - natürlich ist das unweigerliche Ergebnis, dass die 'Oberschicht' nach und nach ausstirbt. Entweder, weil sie ihren Lebensstandard, sowohl was Finanzen als auch Bildung angeht, nicht halten kann oder sich nicht fortpflanzt. Einzige Ausnahme wären hier wahrlich reiche Familien, bei denen o.g. Einflüsse kaum noch eine Rolle spielen - diese sind aber mit an Sicherheit grenzender Warhscheinlichkeit die absolute Ausnahme.

Wer den Film "Idiocrazy" kennt, weiß, welche Befürchtungen mir teilweise durch den Kopf gehen. Und irgendwo wird wohl auch der krasseste Sarrazin-Feind einsehen müssen, dass an dem Konzept der sozialen Vererbung etwas dran zu sein scheint... Ob es nun eine gefällige These ist, oder nicht.


11. Apr 2012 01:37
Biologische Vererbung

Sarrazin sah das ja etwas anders. Daß sich Armut und Bildungsferne "vererbt", ist ja nichts neues. Altgediente Mitarbeiter in den Sozialämtern können bei so mancher Familie den Stammbaum über drei Generationen aufsagen. Hier handelt es sich tatsächlich um eine Art soziale Vererbung.

Sarrazins Thesen war da deutlich biologistischer geprägt. Bei ihm ging es tatsählich (u.a. natürlich) um Genetik.


11. Apr 2012 02:04
re

> Sarrazin sah das ja etwas anders. Daß sich Armut und
> Bildungsferne "vererbt", ist ja nichts neues

Das ist etwas Neues. Denn im früheren Europa war es unter dem Proletariat (=übersetzt: die Kinderreichen) üblich, Arbeiterbildungsvereine aufzuziehen und die Kinder in politische, aber auch allgemeine Bildung und Aufstieg zu bringen.


11. Apr 2012 14:15
Früher?

Richtig, wenn Du mit früher die Gründerzeit und den Beginn des 20. Jahrhunderts meinst. Die Arbeitervereine und auch die Arbeiterklasse der damaligen Zeit hatten noch ein anderes Selbstverständnis als dies heute der Fall ist. Es stellt sich für mich die Frage, ob das heutige Phänomen der Erblichkeit von SGB-II-Abhägigkeit nicht erst durch das soziale Netz heutigen Umfangs entstehen konnte.


10. Apr 2012 18:21
Welche Entwicklung

Antwort auf: Die kinderlose Gesellschaft von: Cenor

denn jetzt genau?
Die nächste Generation könnte ja wieder eine Menge Kinder bekommen, nur dass sie die dann nicht ernähren kann und allein deswegen unversehens im Prekariat landet. Kinder sind schon lange ein Armutsrisiko und heutzutage werden selbst akademisch Gebildete als Billigarbeitskraft verbraten (letzthin einen Bericht über einen Philosophie-Professor gesehen, der seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Wein sichert, weil die Uni Hungerlöhne, wenn überhaupt, zahlt).

> Kinderlose Oberschicht aus
> wohlhabenden Doppelverdienern mit guten Schulabschlüssen,
> hohem Lebensstandard, die nicht raucht nicht trinkt und
> sich gesund ernährt.

Die machen's richtig, denn im globalen Wettbewerb um den Wohlstand sind alles andere nur Amateure.


10. Apr 2012 18:28
hafga

tamias
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: Die kinderlose Gesellschaft von: Cenor

Wo liegt denn das Problem?
Die Arbeit kann doch von Italienern, Griechen, Spaniern, Franzosen, Dänen, Polen, Tschechen, Schweden, Engländern, Türken, Arabern, Russen, Amerikanern, Chinesen, Japanern, Koreanern, Indern, Kanadiern, Brasilianern, Senegalesen, Südafrikanern und allen anderen gemacht werden?

Die haben auch Akademiker und alles.


10. Apr 2012 22:17
dd

Antwort auf: Die kinderlose Gesellschaft von: Cenor

Eine Hauptursache für diese Entwicklung sehe ich in der Arbeitsplatzunsicherheit durch Zeitverträge und Leiharbeit sowie im Mangel bezahlbaren Wohnraums in bestimmten Regionen. Damit ist vielen Menschen die Grundlage für eine Familiengründung, für die eine sichere und nachhaltige materielle Basis erforderlich ist, genommen.


10. Apr 2012 22:58
re

> Eine Hauptursache für diese Entwicklung sehe ich in der
> Arbeitsplatzunsicherheit durch Zeitverträge und Leiharbeit
> sowie im Mangel bezahlbaren Wohnraums in bestimmten
> Regionen

Wenn unsere Eltern nach dem Krieg so gedacht hätten, dann gäbs die Nachkriegsgeneration, zu der ich mich auch noch zähle, nicht mehr.

Je mehr Bedingungen gestellt werden, die erfüllt sein müssen, ehe man Kinder kriegt, desto weniger Kinder wird man kriegen


11. Apr 2012 01:05
re

Landmann45
(Gelöschter Nutzer)

> Wenn unsere Eltern nach dem Krieg so gedacht hätten, dann gäbs die Nachkriegsgeneration, zu der ich mich auch noch

zähle, nicht<

Vielleicht hätten sie so gedacht, wenn es andere Möglichkeiten gegeben hätte.
Familienplanung, wie heute üblich, gab es damals sehr selten. Viele Paare sind vollkommen unaufgeklärt in die Beziehung gegangen.
Beate Uhse, vielen sicher noch bekannt, hat ihre berufliche Laufbahn damit begonnen, erfolgreich Aufklärungsheftchen zu verkaufen, weil es zuviel Unwissenheit gab.
Meine Generation waren durchaus nicht immer Wunschkinder. Sie wurden geboren und die Mütter mußten damit klarkommen.
Viele der Jahrgänge 43 - 45 wurden während des Fronturlaubs gezeugt , in der Ungewissheit, ob und wann der Vater zurückkommt.
Der Pillenknick, in den sechzigern ist ja keine Einbildung sondern die Folge, daß Planung nun relativ einfach möglich war.

Heute können die jungen Paare planen, aber vielleicht übertreiben sie es damit inzwischen. Erst dies, dann das und auch noch das und dann irgendwann... bis es zu spät ist oder sie sich im kinderlosen Leben eingerichtet haben und keine Abstriche mehr machen wollen.

Und obendrauf kommt dann die Unsicherheit des Arbeitsplatzes, der Bezahlbarkeit der Wohnung und die Versorgung der Kinder und verzichten wollen sie ja auch nicht unbedingt.
So wie meine Eltern noch die ersten Jahre verbracht haben würde heute keiner mehr leben wollen.


11. Apr 2012 01:29
re

Gewiss, keiner soll mehr so leben wie früher. Aber ich sehe ein Paradox: Der Wohlstand und die Bildung ist so hoch wie nie. Vielleicht führt das zu einer Höhe der Reflexion, dass vor lauter Abwägen, Sicherheitsbedürfnis und Was-wäre-wenn-Modellen sich niemand mehr traut, zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen.

Natürlich ist es vorteilhafter, nicht zu heiraten und keine Kinder zu haben: So bleibt man flexibel, indem man ungebunden bleibt.

Das kommt allen zugute: der Wirtschaft, dem eigenen Sicherheitsbedürfnis, der eigenen Minimierung von Lebensrisiken, dem Staat, weil er direkt Geld spart.

Das ist wie die Fixierung auf die Quartalsergebnisse an der Börse: Eine Kurzfriststrategie, sehr sinnvoll, um Profite und Risiken einzuschätzen, aber destaströs für eine Langfriststrategie.


11. Apr 2012 01:38
hgha

tamias
(Gelöschter Nutzer)

Es gibt gute Gründe sich zu entscheiden keine Kinder zu kriegen. Was ist daran paradox? Ist es paradox wenn man Äpfel statt Schokolade kauft? Solange mir niemand erklären kann was schlecht daran ist wenn wenige Kinder geboren werden, sehe ich gar keinen Grund daraus ein Problem zu machen.

Wenn Studierte wenig Kinder kriegen und Nicht-Studierte viele Kinder, dann werden von diesen Nicht-Studierten Kinder studieren und dann Studierte sein. Wenn alle Deutschen weniger Kinder kriegen, werden Ausländer nach Deutschland kommen weil es hier Arbeit gibt.

Also frage ich halt noch einmal: Was ist das Problem?


11. Apr 2012 01:58
re

> Es gibt gute Gründe sich zu entscheiden keine Kinder zu
> kriegen.

Sagte ich bereits.

> Was ist daran paradox? Ist es paradox wenn man
> Äpfel statt Schokolade kauft?

Das ist nicht paradox, das ist nur ein verunglückter Vergleich.

> Solange mir niemand erklären
> kann was schlecht daran ist wenn wenige Kinder geboren
> werden, sehe ich gar keinen Grund daraus ein Problem zu
> machen.

Soll daran überhaupt etwas schlecht sein? Allerdings: Volkswirtschaftlich ist es schlecht, betriebswirtschaftlich wahrscheinlich gut. Sagte ich auch bereits.

> Wenn Studierte wenig Kinder kriegen und Nicht-Studierte
> viele Kinder, dann werden von diesen Nicht-Studierten
> Kinder studieren und dann Studierte sein.

Lach ..... Ja, wo ist das Problem? Du hast es nicht erfasst, drum ist es futsch!


11. Apr 2012 05:30
re

Antwort auf: re von: Kontron

> sehe ein Paradox: Der Wohlstand und die Bildung ist so
> hoch wie nie.

Doch nicht durchgehend. Der Wohlstand der Wohlhabenden ist so hoch wie nie, aber der Abstand zu denen, die wenig haben ist viel größer. Und die Grundkosten des Lebens sind in Relation zu den Einkommen extrem gestiegen.

Je mehr Du in Relation zum Mittelwert Verdienst umso billiger wird alles. Weil der Anteil der Dinge, die immer teurer geworden sind, sinkt. Die unteren Einkommen haben zwar einen etwas höheren Wohlstand als 1960, aber ihre Kaufkraft ist in den letzten 50 Jahren real nicht gestiegen.
Die der Einkommen über dem Mittelwert ist aber explodiert, sie hat sich fast verfünffacht.

Der Absturz ist also tief, von den Schikanen des Sozialstaates mal ganz zu schweigen.


11. Apr 2012 11:54
re

Adept männlich
Martin aus Niedersachsen

> Der Absturz ist also tief, von den Schikanen des
> Sozialstaates mal ganz zu schweigen.

Der eigentliche Absturz ist der von dem, was man sich einbildet zu sein, zu dem, was man wahrnimmt, wenn diese Einschätzung von außen bzw. anderen erfolgt. Dieser ist so unangenehm wie häufig segensreich.


11. Apr 2012 15:24
Frage

Traumwieger männlich
Stefan aus Bayern

Antwort auf: re von: Cenor

Ich frage mal nach, ob ich das richtig verstanden habe, weil ich mich mit diesem Thema nur am Rande beschäftige:
Der Lebensstandard der Unterschicht und unteren Mittelschicht ist ungefähr gleich geblieben, der Reichtum der Oberschicht hat sich erhöht?
Ich würde meine Ansicht mal so ausdrücken: Es geht mir nicht so sehr um die aufklaffende Schere, sondern darum, dass auch die Armen "gut" leben. Nicht, dass ich ein großer Anhänger unseres Wirtschaftssystems wäre, von der Grundidee her liegt mir eine Mischung zwischen Planwirtschaft und Privatwirtschaft am nächsten, aber da ich jetzt kein besseres System als das bestehende kenne, tendiere ich dahin, das Reicherwerden der Reichen zu akzeptieren, wenn die Unterschicht davon wenigstens nicht ämer wird oder sogar profitiert.
Was hat die Unterschicht davon, wenn die Reichen ärmer werden, der Unterschied also kleiner wird? Lieber werden die Reichen noch reicher und die Armen ebenfalls ein wenig reicher, als dass die Reichen ärmer und die Armen ebenfalls ärmer werden.
Natürlich würde ich gerne den Reichtum einigermaßen gleichmäßig verteilen. Aber müsste man dann dazu nicht das ganze System verändern? Wenn das so einfach ginge, dann würden die Politiker das doch durchführen.


11. Apr 2012 02:50
re

Antwort auf: re von: Kontron

Sehr geehrter Herr Kontron,
Ihnen ist offenbar unbekannt, dass der Kinderwunsch nicht der Lebensplanung zweier Menschen entspringt, sondern die kinderzeugende Paarungssituation von der Vollkaskomentalität abhängig ist, ergo die Verantwortung für die Kinder nicht primär bei den Eltern liegt.

Erst nach exakter Regelung der Kostenübernahme für die Fremdbetreuung der Sprösslinge und für den Schadenersatz eventueller kinderbedingter elterlicher Statussymbol-und-Fun-Verluste wird gezeugt.

Kinder sind wirtschaftlichkeitsabwägungsabhängige Faktoren. Das muss, darf und soll hier und heute an dieser Stelle endlich mal gesagt sein.


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