Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: April 2012: die kleine Kneipe...
08. Apr 2012 16:23 die kleine Kneipe...
...verschwindet in vielen Teilen unseres Landes aus dem Ortsbild und in den Dörfern. Warum? Die DeHoGa , der Verband der Gastronomen, macht dafür vor allen die zunehmende "Schwarzgastronomie", so nennt sie die Aktivitäten in Vereins- und Dorfhäusern, verantwortlich. Ich denke das Freizeit- und Konsumverhalten hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Den berüchtigten Lohntütenball am Freitag gibt es nicht mehr. Natürlich sind auch in der Gastronomie die Kosten gestiegen, nicht zuletzt die Energie- und Personalkosten. Ist die Schließung der Kneipen wirklich ein Verlust für das soziale Leben oder nur eine Kosequenz unseres geänderten Freizeitverhaltens. |
08. Apr 2012 16:56 Meinung
Ich meide Kneipen, gehe aber gern in Bistros oder Bars. Das hat verschiedene Gründe: Bedenke ich außerdem, dass ein Getränk auch in der Kneipe nach alter Währung über 5 DM und eine Suppe um die 10 DM kostet, dann werde ich auch anspruchsvoll, und dann reicht mir eine Kneipe auch nicht. |
08. Apr 2012 17:02 ähm
also ich trinke mein bier in der kneipe und nicht apotheke, was habt ihr den für preiese in bayern |
08. Apr 2012 17:50 Keine Ahnung wie es in Bayern ist...
ein Bier kostet hier zwischen 2,50 und 3,00 Euro. |
11. Apr 2012 10:35 ja hier
in Bayern haste verschiedene Preise |
08. Apr 2012 17:35 Ich denke,
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45 << Ist die Schließung der Kneipen wirklich ein Verlust für |
08. Apr 2012 17:47 Frage?
Chayhane Der Begriff sagt mir jetzt nichts. Aber die Gastronomieszene hat sich gewandelt. Das junge Publikum bevorzugt eine andere Atmosphäre , andere Getränke. Ich beobachte auch aus speziellen Gründen die BubbleTea Läden, die wie Pilze aus dem Boden schießen, häufig von Asiaten betrieben. Und, die Gastronomie mit Outdoorangeboten boomt in machen Städten nach wie vor, allerdings eben nur saisongebunden. Vielleicht auch, weil hier noch die Freiheit des Rauchens gegeben ist. |
08. Apr 2012 21:50 Sorry
es sind Teehäuser, oder Teestuben. Diese schiessen in Berlin wie Pilze aus dem Boden. Männer spielen hier Domino oder anderes und trinken schwarzen Tee.Also wenn Du so willst Türkische Kneipen, manchmal auch mit Alkohol. |
08. Apr 2012 22:18 RE:
komisch, ick lebe auch in Berlin und sehe hier keine Schwemme von Teehäusern, hast du ein Problem mit Migranten? Ick frag nur mal so ... |
09. Apr 2012 12:06 Gerne gebe
ich Dir auch eine Antwort. Ich bin froh das ich im Herzen von Kreuzberg, Kotti und Umgebung wohne. Ohne Migranten wäre hier doch die tägliche Kultur der Strasse im Anus. Und bei mir in der Gräfe, am Kotti, in der Schönlein usw. jede Menge. Einfach mal Neukölln verlassen und die Weltstadt Kreuzberg besuchen. |
09. Apr 2012 12:15 och nÖ...
da lebe ick doch lieber in meinem hübschen Kleinstädtchen Prenzlauer Berg *g* |
08. Apr 2012 19:03 RE:
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45 mit Wohlwollen habe ich zur Kenntnis genommen dass in BaWü die Kneipen um 15,3% und in Berlin gar um 95,6% zunahmen... wen verwundert diese Tatsache wenn man bedenkt dass ick in den letzten zwei Jahren verdammt oft in BaWü war und doch eigentlich in Berlin lebe *prost* ;-) |
08. Apr 2012 21:14 Ja, ja, und dann so
breit aus Ba-Wü zurückgekommen bist, |
10. Apr 2012 13:04 Re
Antwort auf: RE: von: DocHoliday Es ist doch kein Kunststück, in BW die Kneipenanzahl um 15 % zu erhöhen. Vorher gabs nur in jedem 10. Dorf eine, jetzt haben ein paar Nester eine eigene gekriegt *gg* Nee, im Ernst, BW war in den letzten 40 Jahren massiv unterbekneipt. Und 15 % mehr ist mMn auch immer noch entschieden zu wenig. |
08. Apr 2012 21:59 Ja, das glaube ich,
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45 > Ist die Schließung der Kneipen wirklich ein Verlust für weil die Kneipe auch immer ein Stück Lebensqualität und einen Generationen übergreifenden Ich kann hier nur für meinen Lebensbereich in NRW sprechen, da es in anderen Bundesländern Das stundenlange Stehen an der Theke, in 2ter oder 3ter Reihe, kannte ich nur aus unserer Gegend. Die Generation der Kneipengänger ist mMn im Aussterben begriffen. Die Älteren können es Die typischen Kneipenthemen sind auch out. Politik und Religion sind sowieso tabu und über Natürlich spielen auch die Preise eine große Rolle. Da zieht man den Kasten Bier - zuhause - oft vor. |
08. Apr 2012 22:34 re
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45 > Ist die Schließung der Kneipen wirklich ein Verlust für Ich halte die Kneipe schon für ein bedeutendes gesellschaftliches Institut. Dass man sich, um ihre Bedeutung zu ermessen, erst einmal durch eine Alkoholwolke durcharbeiten muss, ist wohl wahr. Ich wüsste aber nicht, wo in einem Dorf mehr an dörflicher Identität entstehen würde. Das Nachbarschaftsfest umschließt einen begrenzten Kreis von Leuten. Das Dorffest gibt es nur einmal im Jahr. Eine Gemeinde darf sich glücklich schätzen, wenn sie eine funktionierende Kneipe hat. Essen und Getränke sind wichtig; was sich dort im Sozialen abspielt, ist noch wichtiger. Ist es nicht wichtig, einen Ort zu haben, wo besprochen werden kann, was es innerhalb eines Ortes zu besprechen gibt? Das Sterben der Kneipen ist m. E. Ausdruck eines Rückzugs ins Private. Ein solcher hat noch nie etwas getaugt. |
08. Apr 2012 23:35 Tja...
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45 ... wo soll ich denn beginnen die Gründe für das Kneipensterben aufzuzählen? |
09. Apr 2012 00:59 die kleine Kneipe
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45 Ich bin der festen Überzeugung, daß der Verlust der kleinen Kneipe für das soziale leben innerhalb der Gemeinschaft sich negativ auswirkt. Sicher sind Fehler gemacht worden: Preisgestaltung, aber den Lohntütenball gibt es schon fast 40 Jahre nicht mehr, da das Gehalt überwiesen wurde. Aber am meisten kranken die kleinen Kneipen darunter: unglaublich viele Auflagen, die richtig Geld kosten: z.B. Leitungsreinigung, Küchenauflagen, auch wenn es "nur" Frikadellen gibt, Sicherheits-Vorschriften und.. und.. und.. was sich so Beamte am Schreibtisch alles so einfallen lassen. Und jetzt noch das Rauchverbot, es ist doch lächerlich weil es jedem Bürger seine freie Entscheidung abnimmt. Früher war an der Theke beim Knobeln, Kartenspielen und Unterhaltung die Zigarette ein wichtiges Utensil. Heute geht ein Raucher (oft der typische Biertrinker) nicht mehr in die Kneipe, weil die Athmosphäre nicht mehr stimmt. Warum kann ein Wirt nicht entscheiden, ob er eine Raucher-Kneipe oder Nichtraucher-Kneipe haben will??Man spricht immer davon, daß der Raucher in der Nichtrraucher-Kneipe nicht sein darf, aber warum darf der Nichtraucher in der Raucherkneipe sein??? (lach) Also bitte mehr freie Entscheidung!!! Beim kiffen werden sogar kostenlos Räume zur Verfügunmg gestellt, beim Rauchen stehen wir auf der Strasse und das bei jedem Wetter!! Übrigens was würde der Staat ohne die Steuereinkommen der Raucher machen?? Das ist die doppelte Moral: kassieren ja!! aber trotzdem verbieten!!! |
09. Apr 2012 02:33 re
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45 > Ist die Schließung der Kneipen wirklich ein Verlust für Ja. Das ist ein Symptom für eine Gesellschaft in Auflösung. Die Kneipe an der Ecke war - zumindest Im Rheinland - ein Ort der Begegnung, des politischen Diskurs, der Nachbarschaft, vor allem auch für die einfachen Leute. |
09. Apr 2012 06:36 Prost...
Antwort auf: die kleine Kneipe... von: Landmann45
Ich würde sagen,sowohl als auch; |



