Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: März 2012: Hintergründe von Religionskriegen
22. Mär 2012 10:12 Hintergründe von Religionskriegen
Aktuell haben mir die Geschehnisse an der jüdischen Schule in Toulouse gedanklich bezüglich dem Zusammenleben unserer angeblichen Zivilisation zu schaffen gemacht. Whatever, worauf ich hinaus will ist einfach die Erkenntnis dass wir weiterhin in einer stupiden Welt leben in der Menschen die anscheinend mit sich selbst nicht klar kommen und sich mit unterschiedlichen spirituellen Ansichten begegnen Hass aufeinander schüren und gewaltsam gegen andere vorgehen nur weil diese einen anderen Glauben haben. Aber warum bekämpfen sich diese Glaubensgemeinschaften? |
22. Mär 2012 11:00 reh
Was mir in dem Kontext gleich auf die Nerven ging, war die Reaktion vom israelischen Außenminister: "Europa hat jetzt seine Unschuld verloren.....Wir sind mal wieder die armen Opfer......usw.......blabla......" |
22. Mär 2012 11:49 Meinung
Antwort auf: Hintergründe von Religionskriegen von: Synthr0ck3r Die Menschheit ist - mit Ausnahme der Technik - nicht weiter, als vor 5000 Jahren. Wir werden - nach wie vor - von den gleichen "Dämonen" getrieben: Das Streben nach Macht, Reichtum, Anerkennung, privates Glück. Der Täter war ein Versager. Er hat vom Leben immer wieder eins auf die Fresse bekommen. Das führt zu Frustration und Hass. Da er natürlich allen anderen die Schuld für |
22. Mär 2012 12:05 re
> Was liegt da näher, als Juden umzubringen, die oft sehr erfolgreich sind [...] Aber ein Kind hat doch im Leben noch gar nichts erreicht auf das ein erwachsener Mann neidisch sein sollte... > "Religionskriege" werden selten wegen Religion geführt, das glauben die Dummen und Naiven. Dir ist aber schon bewusst, dass wenn du das behauptest so wie die Geschehnisse für sich stehen verleugnest? > die RAF, die allen ernstes meinte, Deutschland sei "faschistisch". Ist ein anderes Thema über das ich in diesem Thread nicht debattieren will. |
26. Mär 2012 18:37 einfach....
> Dir ist aber schon bewusst, dass wenn du das behauptest so Weil die Vorbeterkaste sich idR. niht dem Risiko aussetzt, selbst ins jenseits befördert zu werden, denn der Gegner könnte sich ja wehren. Blind Gläubige die an eine Belohnung im Jenseits glauben sind das ideale Kanonenfutter. Sie töten im auftrag der Hassprediger oder auch der Kirchenoberen und lassen sich auch ggf in deren Namen, bzw des respektive Vorgeschobenen Gottes abschlachten, bei Selbstmordattentätern geht das sogar in einem Arbeitsgang. Konzerne und Banken haben bei weitem nicht diese tiefgehende Macht, weil eben der Kapitalismus nicht gleich zur primären Sozialisation gehört und außßerdem gibt es da andere Methoden, Rivalen auszuschalten, in extremen Fällen hilft auch die Mafia aus ;-) |
22. Mär 2012 12:15 nun
Antwort auf: Meinung von: grayhair > Die Menschheit ist - mit Ausnahme der Technik - nicht so sehr ich dir in vielen punkten recht gebe, bin ich durchaus der meinung das die menschheit sich entwickelt hat. Was liegt da die aussage ist falsch auch wenn dieses argument des "geldjuden" immer wieder gerne von antisemiten genutzt wird und wurde und auch fester bestandteil des holocaust war. |
22. Mär 2012 12:23 re
> lehnsherren, der das recht auf die erste nacht einer neu Das ius primae noctis ist höchstvermutlich eine reine Fiktion. Eine gültige Rechtsnorm war es nie. |
22. Mär 2012 12:35 nun
im angelsächsischen raum gab es dies schon. fand jedoch keine mir bekannte anwendung. doch ist das auch nicht relevant, da allein das recht darauf heute undenkbar wäre. |
22. Mär 2012 12:39 re
Yup in Braveheart ;) Nee aber ist schon richtig. |
22. Mär 2012 13:06 es
es findet sich auch in theaterstücken wie das lange zeit verbotene stück von beaumarchais (in mozarts don giovanni auch verwendet) |
22. Mär 2012 13:34 OT
Ja. Im Mittelalter beruhte das auf dem Missverständnis, dass der Gebühr für die Brautnacht, zuvor ein Sachwert gegenüber gestanden haben müsse. Das ist einfach die mittelalterliche Rechtsauffassung. Es hat jedenfalls nie eine schriftliche Rechtsnorm existiert und viele Historiker halten das für eine reine Fiktion. |
22. Mär 2012 13:51 ot
kann gut sein. ich bin keine historikerin und eigentlich hat mich dieses thema nie gross interessiert. ich erwähnte deshalb, dass das (nebst filmen wie der zitierte bravehart) eben auch (nur) in theaterstücken und opern vorkommt. und bekanntlich spiegeln operntexte so gut wie alles nur mit sicherheit nicht das leben oder die realität. |
23. Mär 2012 02:53 Deine
Antwort auf: nun von: Free_Gaza Worte in wessen Ohr auch immer... Die Generation ohne Krieg ist noch nicht verstorben, könnte also gut sein, dass auch diese noch einen Krieg erlebt. Mal ganz abgesehen davon, dass nur, weil gerade mal in Deutschland kein Krieg herrscht, dies beleibe nicht auf andere Länder zutrifft, Kriege also niemals aufgehört haben.. Ich könnte mir vorstellen, dass Kinder gewählt wurden, um auf die getöteten Kinder im Gaza-Streifen aufmerksam zu machen. Irgendwie ist es ja auch makaber... Liest man von dort umgekommenen Kindern so scheint dies weit weg und schon beinahe normal. Passiert genau dasselbe vor unserer Haustüre, im heiligen Europa ist das Entsetzen gross. Da ist meiner Meinung nach schon was dran. Wenn wir nun die trauernden Mütter in Frankreich sehen und das ihnen von allen Seiten entgegengebrachte Mitgefühl, muss man sich schon fragen, wieso mit zweierlei Mass gemessen wird. Das Leid der Mütter in anderen Teilen dieser Erde ist mit Sicherheit nicht geringen und sollte genauso beachtet werden. |
23. Mär 2012 16:20 nun
> Ich könnte mir vorstellen, dass Kinder gewählt wurden, um ich stimme dir im grossen und ganzen zu. |
25. Mär 2012 04:51 Wow, just wow.
Mindestens 2 Leute also - die "Rockts" mal nicht gezählt, die der Meinung sind, der Mord an jüdischen Kindern müsse auch noch rationalisiert werden. Weil Israel X tut werden jüdische Kinder getötet. Wenn ich ins palästinensische Gemeindezentrum zur Zeit der Nachhilfestunden gehe und wahllos in die Menge schieße... bin ich dann ein wahnsinniger Rassist, oder möchte ich auf die Gefährdung der Schulen in Sderot und Ashkelon aufmerksam machen? |
25. Mär 2012 05:19 re
Zumal sie ja immer behaupten es ginge nicht gegen Juden, sondern gegen Israelis. Man versteckt sich hinter der Kritik an Israel, meint aber die Juden als ganzes. Da flüstern dann die WTC-Verschwörer, der Hausmeister von Gebäude 7 hieße Rosenblatt und man habe den Besitzer einer Telefongesellschaft in der Synagoge gesehen. |
25. Mär 2012 10:45 re
> Zumal sie ja immer behaupten es ginge nicht gegen Juden, Du meinst also Juden in der Diaspora würden sich nicht mit Israel identifizieren? |
25. Mär 2012 15:46 re
Also ist jeder Jude auch automatisch Israeli? War der Holocaust dann nicht eine vorbeugende Maßnahme? Stell Dir nur mal vor diese 6 Millionen Juden würden alle Siedlungen in Westjordan-Land bauen oder im Westen Regierungen wählen, die das unterstützen. |
26. Mär 2012 11:51 tja
mir sind im westen keine parteien bekannt, die den siedlungsbau befürworten. |
26. Mär 2012 12:10 re
Antwort auf: re von: engelrob > Du meinst also Juden in der Diaspora würden sich nicht mit Du betrachtest Juden in der Diaspora als Israelis? |