Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: März 2012: Hydraulic Fracturing
21. Feb 2012 12:20 Hydraulic Fracturing
Es ärgert mich ganz furchtbar wenn ich in den Werbeslogan von ExxonMobil sehe, wo sich ein Ingenieur von ExxonMobil hinstellt und uns klar machen will, das auch er nicht auf sauberes Wasser verzichten möchte, erklärt dann wie sicher die Technik von Exxon sei. > Ich bin ein Ingenieur bei Exxonmobil < . dies soll uns suggerieren das er als deutscher Ingenieur bei Exxon für die Sicherheit des Fraking garantiert. Pro Monat werden 4 Millionen Liter , Flüssige Kohlenwasserstoffe und Benzole in Deutschland im Boden verpresst, und das sind nur Rückstände die durch das Fraking Verfahren anfallen. Es wird zwar gesagt das die Stoffe so ausgewählt sind das keine Gefahr von Ihnen ausgeht. Ausserdem so der Werbespot von ExxonMobil wir ummanteln Stahl mit Beton und das sei doch die sicherste Methode. Eine Chemiekalie die bei Fraking in den Boden eingelassen wird. z.B ,LGC-VI ZD B ist aber Hochtoxisch. 9000 L. reine Chemikalien, unter anderem auch Biozide ( Bakterientöter )kommen in den Boden pro Bohrung !!!. Ein Teil der Flüssigkeit verbleibt im Boden. Fraking Zutaten sind ein Cocktail von Substanzen die das Nervensystem angreifen, die Nieren schädigen und die DNA angreifen. Was macht das Umweltbundesamt? Das Umweltbundesamt beteuert lediglich, es besteht zwar eine potentielle Gefahr aber es gibt keine aussagekräftigen Gutachten. In Philadelphia ( USA ) gibt es mittlerweile ganze Landstriche die durch die Chemikalien verseucht sind, die durch Fraking in den Boden eingebracht wurden. Gasaustritte durch verseuchtes Grundwasser durch Wasserleitungen in den Haushalten. Grundwasser kann nicht mehr genutzt werden, ganze Landstriche werden von den Bewohnern verlassen. Der Konzern ExxonMobil hat nun ein Gutachten ( Auslöser war der Protest von Bürgern die in den Regionen betroffen waren und sind in denen schon gebohrt oder gebohrt werden soll ), in Auftrag gegeben von dem man vorab schon davon ausgehen kann wie es aussieht. Keine Gefahr für Grundwasser und Bürger !! In Frankreich gibt es aufgrund der von Fraking ausgehenden Gefahren ein absolutes Frakingverbot. Warum nicht auch bei uns. Sind die Lobbyisten mit ihrem Argument der Arbeitsplatzbeschaffung wieder einmal stärker. Und ist es der Politik scheissegal ob Häuser durch diese Bohrungen ( provozierte Erdbeben )zerstört werden, das die Bevölkerung nicht kalkulierbaren Gesundheitsrisiken ausgesetzt wird und alles nur um des Profites willen ? Hierzu auch ; Brennendes Wasser durch Fraking - YouTube |
21. Feb 2012 12:25 tja
ich bin auf dem gebiet nicht allzu firm, doch sagt mir mein gesunder menschenverstand, dass jede neue technik und jedes neue verfahren auch gefahren in sich bergen kann. garantien kann man dazu also garnicht angeben, ohne langzeiterkenntnisse. naja und wie sicher der tanker exxon-valdes war, haben wir anlaskas küsten erlebt. |
21. Feb 2012 12:26 korrektur
exxon-valdez |
21. Feb 2012 15:20 Genau darum
geht es. Der Schaden der seinerzeit durch ExxonValdez an der Umwelt angerichtet wurde, war riesig. Aber Exxon hat versucht alles herunterzuspielen und zu verbagatellisieren. Jetzt ,achdem auch wieder Schaden angerichtet wurde, heißt es wieder .....Keine Gefahr... die Realität sieht aber anders aus. Mit diesem Werbespot wollen sie Ruhe unters Volk Der Umweltminister von Niedersachsen ist genau so Lobbyhörig, ihm geht es in seinen Statements nur darum Arbeitsplätze zu schaffen, Arbeitsplätze ??? um dann die irreparablen Schäden zu beseitigen, oder um sich nach seiner Entlassung aus dem Ministeramt und seiner politischen Karriere einen Posten bei ExxonMobil zu sichern ? es wäre ja kein Einzelfall wenn Politiker für sich selber sorgen und das Volk für dumm verkaufen. |
23. Feb 2012 13:11 Fracking Infoseiten
Antwort auf: Hydraulic Fracturing von: agricola Hier noch ein paar weiterführende Links zu den angeschnittenen Themen: Zum Themenkomplex Fracking / Chemikalien / Grundwasser eine recht ausführliche englischsprachige Seite (von der US-Grundwasserschutzbehörde): http://fracfocus.org/ Und dann noch die Webseite des o.g. Exxon-Gutachtens mit Infos auf Deutsch: http://dialog-erdgasundfrac.de/ |
24. Feb 2012 14:33 Super
sollte sich jeder interessierte unbedingt ansehen. |
24. Feb 2012 14:44 Frage und Antwort
Antwort auf: Hydraulic Fracturing von: agricola Deine Frage: |
24. Feb 2012 15:37 re
ganz konkret geht es um Bohrungen im niedersächsischen Bereich und da kollidieren die wirtschaftlichen Interessen der Exxon - Mobil mit den Interessen des Wasserverbandes. Das Problem ist der enge Raum auf dem einerseits Erdgas seit 1960 gefördert wird, aber auch große Trinkwasserpumpstationen dicht nebeieinander liegen. Die Eigentümer des Wasserverbandes sind die Landkreise, Gemeinden und Städte dieser Region , die anderseits nicht unerheblich von den Steuern der Exxon - Mobil profitieren. Die Gemeinde, in der ich lebe, ist zu fast 70 % von der Exxon - Mobil abhängig. Die Entscheider sitzen also zwischen zwei Stühlen. |
24. Feb 2012 15:34 Massenflucht?
Antwort auf: Hydraulic Fracturing von: agricola > In Philadelphia ( USA ) gibt es mittlerweile ganze Wo genau sind denn diese Landstriche? Ganze Landstriche werden von den Bewohnern verlassen, schreiben Sie. |
24. Feb 2012 17:42 gerne,
haben Sie einfach die Freundlichkeit und gehen Sie bitte auf die Links in meinem Ursprungsposting. Außerdem bietet Wikipedia eine Umfassende Information. |
21. Mär 2012 13:51 Freaking? ;)
Antwort auf: Hydraulic Fracturing von: agricola Deine gute Absicht in Ehren, aber man sollte zu so einem Thema schon mehr als Halbwissen haben, wenn man darüber diskutieren will. Links zu Infokrieger-Seiten und irgendwelchen Bloggern, die das Wort auch noch falsch schreiben (es heißt Fracking oder Fraccing, nicht "Fraking"), helfen da kaum weiter.
Nein, nicht 4 Mio. Liter flüssige Kohlenwasserstoffe und Benzole werden im Boden verpresst, sondern 4 Mio. Liter Frac-Flüssigkeit, die zu 96-98% aus Wasser besteht und nur zu 0,5%-1% Kohlenwasserstoffe enthält, jedoch kaum bis gar keine Aromaten wie Benzol und Derivate. Es handelt sich also um einige 10.000 Liter Kohlenwasserstoffe insgesamt und nicht um Millionen. Ich glaube auch nicht, dass das pro Monat anfällt, sondern das sind wohl alle bisher angefallenen Mengen beim Fracking. Und diese Lösungsmittel/Kohlenwasserstoffe werden in Gesteinsschichten eingepresst, wo es vor Kohlenwasserstoffen nur so wimmelt, denn genau an die will man ja auf diesem Weg heran.
LGC-VI ZD ist ein Gemisch aus einer Petroleum-Fraktion und einem Pflanzengummiderivat (Guar) als Verdickungsmittel. Hochtoxisch ist das sicher nicht. Das genauso gesund oder ungesund wie Benzin oder Diesel.
Das meiste davon sind allerdings keramische Stützmittel (eine Art Sand). Hier gibt's eine genaue Aufstellung aller verwendeten Fracking-Flüssigkeiten und ihrer genauen Zusammensetzung für alle Bohrungen in Goldenstedt, Damme, Buchhorst und Söhlingen .
Sorry, das ist jetzt aber komplett Infokrieger-Unsinn. Philadelphia ist eine Stadt. In Städten gibt es keine "ganzen Landstriche".^^ Es gibt in Philadelphia auch keine Gasaustritte aus den Wasserleitung und auch keine Massenflucht. Bisschen mehr kritisches Denken und Eigenrecherche bitte. |
21. Mär 2012 15:59 und es
sei angemerkt: in den gegenden wo es zu brennenden wasserhähnen kam, kam es auch schon VOR beginn des fracking zu diesen phänomenen. |
21. Mär 2012 17:30 Es liest sich so
Antwort auf: Freaking? ;) von: Dr.Böserl als wenn Du auch für Exxon Mobil arbeitest. Es sind von Deiner Seite bedauerlicherweise Beschönigungen, wie auch Dein Link der ist nämlich von Exxon Mobil abgefasst. Das Exxon keinerlei Interesse daran hat, warum sonst wird dort wo Exxon schon Fraking betreibt Filmen verboten . Die Areale sind abgesperrt wie Hochsicherheitstrakte. Interview anfragen werden werden rundweg abgelehnt. Sie vertuschen und Lügen das sich die Balken biegen. Dein Posting geht leider auch offensichtlich in diese Richtung. Die von mir abgegeben Zahlen stammen von Journalisten des Spiegel und de Focus, sowie von Monitor und Fakt. Wenn Du diese Quellen ebenso diskreditieren möchtest wie mein Posting, dann bitte sehr. Wer aber meint diesem Verfahren Glauben schenken zu müssen soll es ruhig tun. Die Quittung wird dann der irrelevante Schaden sein. Aber immerhin ist auch wichtig das sich Befürworter oder zumindest Sympathisanten des Fraking in Deutschland an der Diskussion beteiligen. Daher freue ich mich über Dein Posting. |
21. Mär 2012 17:47 re
"Fracking" > Das Exxon keinerlei Interesse daran hat, warum sonst wird Verschwörung. Bla. > Dein Posting geht leider auch offensichtlich in diese Es geht hier auch um Kompetenz. Böse hat mehr Kompetenz in den Belangen als die Redaktionen von Focus und Spiegel zusammen. > Aber immerhin ist auch wichtig das sich Befürworter oder Wo outet er sich als Befürworter? |
21. Mär 2012 17:48 OT
wenn man rational ist, ist man automatisch teil einer lobby etc... 1 |
21. Mär 2012 18:47 Mit Verlaub
Antwort auf: re von: Ariovist aber......Verschwörung. Bla...... ist ja nun absoluter Unfug. Woher soll der Böse den diese erhöhte Kompetenz haben, etwa weil er bei Exxon angestellt ist. Dann erscheint Dein Einwand sinnvoll. Befürworter, so zum Beispiel in dem von ihm eingegeben Link. Was ist das für eine Argumentation wenn man sich in seiner Fürsprache für das Produkt genau auf den bezieht und diesen auch in seine Beweisführung einbezieht, dem nur daran gelegen ist dieses Produkt zu fördern und zu vermarkten. das alleine zeigt schon seine .......hohe Kompetenz...an die hier von Dir apostrophiert wird. |
21. Mär 2012 19:10 re
> [...]Woher soll der Böse den diese erhöhte Kompetenz Sagen wir es mal so und ich hoffe ich dringe jetzt nicht zu sehr in seine Privatsphäre ein: Über die Gefährlichkeit von Chemikalien kann er fachlich fundiert Aussagen treffen und hat sowohl den wissenschaftlichen Hintergrund als auch lange Erfahrung. Es muss nicht jeder Lobbyist sein, um Ahnung zu haben und Verschwörungstheorien nicht zu mögen. |
21. Mär 2012 20:32 Hauptsache unvoreingenommen^^
Antwort auf: Es liest sich so von: agricola
Ich weiß, dass der Link von Exxon ist, das muss aber doch nicht automatisch bedeuten, dass die Angaben zu den eingesetzten Chemikalien und deren Mengen falsch sind. Erkläre mir mal, woher du oder Journalisten von Spiegel und Focus, Monitor und Fakt ansonsten valide Zahlen dazu haben wollen. Wärst du nicht so furchtbar voreingenommen und borniert, wäre dir vielleicht aufgefallen, dass ich schon im ersten Satz meines Postings dein GUTE Absicht hervorgehoben habe. Nicht jeder, der dich auf Halbwahrheiten und Fehler hinweist, muss gleich dein Gegner in der Sache sein. Ich bin schon deswegen gegen Fracking, weil die Nutzung fossiler Energie ohnehin keine Option für die Zukunft ist.
So, so. Was vertusche und verharmlose, ja gar "lüge" ich denn? Welche deiner Zahlen genau stammen denn aus Spiegel und Focus und warum hast du dann nicht entsprechende Artikel verlinkt sondern fragwürdiges Infokrieger-Zeug? |
22. Mär 2012 08:59 Nein,
........So, so. Was vertusche und verharmlose, ja gar "lüge" ich denn? ............ ich habe zu keinem Zeitpunkt Dir unterstellt zu lügen. Ich behaupte Exxon Lügt und dafür sprechen schließlich jede Menge Fakten. Und wer, wenn nicht gerade Du hat sich gleich in die Brust geworfen, aufbauend auf seinem ? Wissen ? und versucht in seinem ersten Posting gleich zu diskreditieren. Ausschließliche Sachlichkeit war hier ja nicht gefragt. Fakten für die Gefahr von Fraking gibt es ja wohl genug und das verhalten von Exxon spricht ja wohl für sich. Eingestehen muss Exxon ja nur das was nicht mehr zu vertuschen ist. Sprengrisse an Gebäuden, kleinere Beben, Grabenbrüche, unabhängig von der Deiner Meinung nach geringen Wenn es schon keine Verharmlosung von Dir war, so doch zumindest eine extraordinäre Vorstellung Deines ß Wissen ?. Und wenn Du auch unterschiedliche Medien in Frage stellst die sich mit diesem Problem beschäftigt haben. ich habe überdies einige Links, und es gibt einige zig., bereits in meinem Ursprungsposting benannt, und nur Du offensichtlich der einzige wahrhaft Wissende bist dann , sei es eben. |
21. Mär 2012 18:10 Bearbeitet:
Antwort auf: Hydraulic Fracturing von: agricola Ich verstehe nichts vom Thema, kann mir aber durchaus vorstellen, dass das auch auf seriöse Weise kritisch diskutierbar ist. Demzufolge habe ich mir mal erlaubt, die beiden Links zu Seiten, auf denen sich auch offen antisemitisches und z.T. auch rassistisches Material befindet zu entfernen. |
