Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: Februar 2012: Kampf der kranken Gesundheitspolitik
05. Feb 2012 13:25 Kampf der kranken Gesundheitspolitik
Kongress Pflege 2012 Eröffnungsrede Kongress Pflege 2012 Berlin Andreas Westerfellhaus am 27.01.2012: "Sehr geehrte Frau Staatssekretärin Anette Widmann-Mauz, sehr geehrter Herr van Maanen , sehr geehrte Ehrenpräsidentin des DPR Frau Marie-Luise Müller, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, Ich kann mich gut erinnern, natürlich an das ganze letzte Jahr….. aber vor allem an 2 Dinge im Rahmen der letzten Eröffnungsrede hier auf dem Pflege Kongress….. Erstens: ich habe versucht Optimismus zu verbreiten, mit dem Minister Rösler nun endlich das Jahr der Pflege zu erarbeiten… Zweitens: ich habe mich geradezu irrsinnig darüber gefreut, Ihnen hier mitteilen zu können, dass in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war, dass nachdem Frau Haderthauer einen Landespflegebeauftragten ernannt hatte, Herr Minister Söder die Etablierung einer Pflegekammer in Bayern bekannt gab….. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Resultate: Das angekündigte Jahr der Pflege 2011 war ein Flop, vieles wurde angekündigt und versprochen und nichts geliefert ! Es hat lange Zeit gedauert bis diese Botschaft in der Bundesregierung überhaupt wahr genommen wurde – immerhin steht im Koalitionsvertrag ausdrücklich die Vereinbarung der Sicherstellung einer professionellen Pflegeversorgung der Bevölkerung und ein neues Berufsgesetz Pflege !!! Es mangelt aber deutlich an der Umsetzung und oder am Umsetzungswillen !!! Nur ein Jahr der Pflege auszurufen liebe Politiker – reicht eben nicht – es müssen Taten her und zwar nicht erst morgen, sondern schon gestern und mindestens aber heute. Liebe Kolleginnen und Kollegen, Das verdient Anerkennung – fordert aber auch von der Politik Maßnahmen um für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein. Verwunderlich ist dann aktuell aber schon, dass eine Thematik „Fachkräftemangel in der Pflege“ erst im Rahmen der EU Initiative zur Modernisierung der Beruferichtlinie durch Politik thematisiert wird. Die Einmischung der politischen Ärzteschaftallerdings stellt mit ihren Äußerungen, die in inhaltlich in die gleiche Richtung gehen allerdings einen deutlichen Affront dar. Man stelle sich vor, der Deutsche Pflegerat spräche Empfehlungen aus, einemÄrztemangel damit zu begegnen doch endlich die Zugangsvoraussetzungen zum Medizinstudium herabzusetzen. Berufsgesetz Pflege – Nun wurden wir aktuell direkt zu Beginn desJahres mit einem Streik der Ärzteschaft für massive Lohnerhöhungen in den kommunalen Krankenhäusern konfrontiert. Nicht Lohnforderungen sind das Problem, sondern eine verfehlte Politik in der Krankenhausfinanzierung ! Die „Zitrone ist ausgequetscht“. Pflegende dürfen nie wieder die Konsequenzen aus tarifpolitischen Ergebnissen einer einzelnen Berufsgruppe und – noch einmal - einer verfehlten Krankenhausfinanzierungspoliti k verantworten. Die Thematik „Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffes“ ist an Absurditäten kaum zu überbieten: Im Sommer kündigt Minister Bahr an, den Beirat unter Herrn Gohde wieder einsetzen zu wollen, für Endes September sollen Eckpunkte vorgestellt werden, im Oktober werden durch den Minister Eckpunkte einer Pflegereform vorgestellt, die den Namen „Reform“ nicht verdienen, im Dezember tritt Herr Gohde von seinem Amt zurück, Nachfolger werden eingesetzt um den Beirat unverzüglich zu Beginn des Monats Januar zusammentreten zu lassen. Einladung ? 2012 muss nun endlich das Jahr der beruflich Pflegenden selber werden. Laut Bundesverfassungsgericht (BVerfGE,125ff) heißt es, „….durch die Übertragung hoheitlicher Aufgaben auf die Kammer soll erreicht werden…gesellschaftliche Kräfte zu aktivieren, um gesellschaftlichen Gruppen die Regelungen solcher Angelegenheiten, die sie selbst betreffen und die sie in überschaubaren Bereichen am sachkundigsten beurteilen können, eigenverantwortlich zu überlassen…“. Liebe FDP in Bayern…. 1. Eine Kooperation Ärzte/ Pflegende 2. Das Berufsgesetz Pflege 3. Die EU Berufeanerkennungsrichtlinie 4. Die Selbstverwaltung der Pflege Ich wünsche uns und Ihnen als Expertinnen und Experten Mut und Ausdauer weiter zu arbeiten und • für die Menschen in unserer Gesellschaft Quelle Wie denkt ihr darüber? Wieviele von euch haben nicht pflegebedürftige Angehörige? Wieviele von euch werden allein gelassen, im Bestreben, ihre Angehörigen adäquat zu pflegen? Wie unglaublich ignorant und untätig sind die Politiker und Träger sozialer Einrichtungen und leider auch viel zu viele Pflegekräfte, wenn es um den Untergang professioneller Pflege, der Ärzteschaft und dem Gesundheitswesen geht. Wird es nicht Zeit, dass jeder deutsche Staatsbürger anfängt, darüber nachzudenken, was passiert, in mittelbarer Zukunft, sag ich nur, wenn man nicht endlich anfängt, Lösungen für die Bewältigung des demographischen Wandels zu finden? Das hätte man vor 20 Jahren tun sollen. Ist es jetzt zu spät? Ich erhoffe mir eine gerne auch auf Fachkenntnissen beruhende, aber auch gerne die subjektive Meinung widerspiegelnde sachliche Diskussion. |
07. Feb 2012 04:26 Pflege
Ehrlich gesagt kann ich mit dem Artikel wenig anfangen, bin auch nicht mit dem Thema besonders vertraut. Ich betrachte die Rede einfach als Kampfesrede zur Durchsetzung spezifischer Berufsinteressen. Das machen viele Berufsgruppen so, auch wenn es oft nicht im Interesse der Gesamtgesellschaft ist. Ich glaube so einfach wird das nicht gehen, auch wenn wir denn die Mittel hätten. Ich befürchte, wir werden nur wieder eine Art "Betreueungsindustrie" hinkriegen, die sich in monotoner Einheitsbetreueung erschöpft. Es wird wieder ein System (Faß ohne Boden) sein, in dem viele möglichst viel Profit machen wollen. Gruß H.S. |
07. Feb 2012 10:58 re
Gestern hörte ich in den Nachrichten, dass unser Gesundheitsminister Daniel Bahr beabsichtige, Pflege-WGs zu bezuschussen. Diesen Ansatz halte ich grundsätzlich für richtig, da er die Menschen aus der passiven Ecke etwas herausholt. |
07. Feb 2012 12:23 Das Problem ist, das Daniel Bahr,
mittlerweilen auch "Mini-Bahr" genannt, im Jahr der Pflege 2011 Scheinlösungen gebracht hat, die im Endeffekt mal so gar nichts bewirken. Auch die Bezuschußung von irgendwelchen innovativen Wohnmöglichkeiten bringt nichts, denn der Pflegenotstand und der demographische Wandel sind damit nicht bekämpft. Daniel Bahr sagte auch, "dass ein Überschuß von 5,1 Milliarden in den Pflegekassen bestünde", dann nämlich reicht das bis zur nächsten Legislaturperiode grad mal so, und die nächsten sollen sich drum kümmern. Die haben den Schuß nicht gehört, wissen nicht, was sie mit diesem Aussitzen anrichten. |
07. Feb 2012 13:15 Wenig mit dem Artikel anfangen.
Antwort auf: Pflege von: Rehmann Der Artikel steht exemplarisch für die meisten Bereiche des Gesundheitswesens und soll, eben nicht bewanderten Leuten aufzeigen, wo es mitunter hackt, wie es wirklich zugeht und das einfach nichts dagegen gemacht wird. Der demographische Wandel und die Probleme, die sich daraus entwickeln, ist seit mehr als 20 Jahren bekannt. Gemacht hat man gar nichts. Hätte man sich darauf vorbereitet, Lösungsansätze gesucht, würde die Lawine jetzt nicht beginnen, uns zu überrollen. Natürlich spielt Geld eine Hauptrolle, denn auch Pflege ist eine Dienstleistung. Jedoch werden die Gelder falsch investiert, es wird nichts gegen die Motivationslosigkeit unternommen, heute noch Pflegekraft oder Arzt werden zu wollen. Leider schauen viel zu viele Betroffene und Pflegekräfte hilflos und tatenlos zu. Wer nicht in der Pflege arbeitet, oder als Arzt, hat keinerlei Vorstellungen, was wir tagtäglich über uns ergehen lassen müssen. Dies alles wirkt sich auf uns alle aus, das kapieren die wenigsten. Sieht man jetzt schon, nicht genügend Ärzte, nosokomiale Infektionen, Behandlungsfehler nehmen zu, unendliche Wartezeiten bei Ärzten, immer weniger Leistungen werden gewährt, die Pharmaindustrie ist Richtungsweisend...... Wir werden alle früher oder später am eigenen Leib erfahren, wie sehr das Gesundheitssystem jetzt schon krankt. Und deshalb dieser Thread. Dieser Thread ist mir ein Anliegen, weil das Gesundheitswesen nur gesunden kann, wenn man sich gegen dessen Untergang wehrt. Occupy ist jedem ein Begriff. Aber die wirtschaftlichen Interessen machen unser Sozialsystem kaputt und dann sehen wir echt richtig alt aus. |
07. Feb 2012 12:33 re
Antwort auf: Kampf der kranken Gesundheitspolitik von: Seelenblume ich würde praktisch alles unterschreiben. aber was wundern wir uns: politiker sind längst nur noch ankündigungspolitiker. da wird möglichst viel angekündigt....das wollen die medien, ja auch die menschen hören. umgesetzt wird selten was. aber das macht ja nix...denn es folgt ja immer das nächste "jahr des dies und das", wo es durch andere politiker wieder andere neue wunderschöne ankündigungen gibt. |
07. Feb 2012 13:18 Ja, leider.
Und was machen die meisten von uns? Sie schauen seelenruhig ihrem Untergang zu. Für mich nicht ganz nachvollziehbar. Aufwachen und Aufstehen ist angesagt. Ich bin in drei Pflegegruppen Administrator und wir mobilisieren Betroffene. Jeden Tag wächst die Gruppe, wir organisieren Aktionen, Demos....auch wenn viele immer wieder sagen, der Aufwand sei doch eh umsonst. Nein! Denn in manchen Zeiten ist Schweigen Verrat! (M.L. King) |
12. Feb 2012 10:19 re
Ich mobilisierst du Betroffene oder instrumentalisierst du sie für deine zwecke und die Lobbyarbeit deines Verbandes? Lobbyarbeit ist wichtig ich finde auch Lobbyisten völlig ok.Aber die Lobbyarbeit die im Gesundheitswesen geleistet wird ist wirklich unmoralisch. |
12. Feb 2012 12:39 Da hast Du aber was völlig missverstanden.
Ich bin in keinem Verband, sondern in einer Gruppe, die aus verschiedenen Personen, vor allem Leute aus der Pflege, Psychologen, einigen Betroffenen, pflegenden Angehörigen...kommen. Mit den Leuten, die ich pflege, hat das nichts zu tun. Die würde ich da niemals mit reinziehen. Es geht weder um Geld, noch darum, irgendjemandem irgendetwas aufzuzwängen, da hab ich Deinen ersten Thread wohl missverstanden. Ich persönlich halte nichts davon, Haupt- und Realschulschüler auszuschließen, denn in erster Linie geht es in unserem Beruf um Empathie, Geduld, echtes Interesse am Klienten, klar auch Fachkenntnisse und soziale Intelligenz. Wir sehen alle den Pflegenotstand, wir sehen ihn auch im Kontext zu allen anderen sozialen Bereichen, der Wirtschaft und eben auch der Fehlpolitik. Gerade weil das Engagement von uns Pflegekräften fehlt, engagieren wir uns jetzt halt, denn wer, wenn nicht wir, soll es tun. Und uns sind alle willkommen, denn der Untergang unseres Sozialsystems geht uns alle an. Die Demo hat den Namen: Wir tragen das Gesundheitssystem zu Grabe, wird in Eigeninitiative von uns organisiert, wir erhalten keine Zuschüsse... Was um Himmels Willen ist daran verkehrt, Missstände aufzuzeigen? Die Demo ist nur ein kleiner Teil unserer geplanten und auch schon durchgeführten Aktionen, wir wollen wachsen, denn nur so kann man den Druck erhöhen, dass sich endlich mal ans Nachdenken und Handeln begeben wird. Wir sind insofern Fürsprecher für unsere Klienten, als das der Untergang des Sozialstaates uns alle angeht. Für mich besser, als rumzusitzen und zu jammern oder gar engagierte Menschen für ihr Engagement von der Seite anzureden. Wie willst Du denn was bewirken, wenn Du es doch auch ach so bescheiden findest. Sag mir, was Du so aktiv dazu beiträgst. Vielleicht kann ich ja lernen, wie man es besser macht. |
12. Feb 2012 12:57 Ach ja, mit Betroffene
Antwort auf: re von: schlumski meinte ich nicht allein Pflegebedürftige, sondern alle die dieses Problem betrifft, also Pflegekräfte, andere medizinische und soziale Betroffene, alle Bürger, pflegende Angehörige, aber auch gerne Betroffene. Wir haben zum Beispiel eine gehandicapte Frau an Bord, dessen Geschichte ist einfach unglaublich. Unglaublich ignorant, wie sie mit ihr umgehen. www.bitte-um-hilfe.de |
12. Feb 2012 18:13 Ich beleuchte einfach die andere Seite....
sozusagen als Ergänzung. Ehemalige Mitarbeiter aus der Pflege studieren Ökonomie und erzählen nun den anderen Pflegenden in Fortbildungen, worauf es ankommt. Korrekte Dokumentation, um bereits vorfinanzierte Gelder durch die Kassen zurückzuerhalten- bspw. 1. Harte Verhandlungen über Dienstvereinbarungen, was die Organisationssicherheit betrifft. Ich könnte noch eine Menge Punkte aufzählen. Die Arbeit vor Ort ist ungeheuer wichtig. Und sie muss permanent durchgeführt werden. Ansonsten war es ein fähnchenbunter Tag, der bald wieder vergessen wird. Die Kommunalpolitiker müssen regelrecht genervt werden, wenn es um Mißstände geht. Prestigekrankenhäuser scheuen die Öffentlichkeit. In Berlin Buch mussten 100 Pflegende wieder eingestellt werden, weil der Öffentlichkeitsdruck zu groß wurde. Alles in allem: Zuerst ist die Information der Zusammenhänge wichtig, damit man nicht gegen anonyme Gegner arbeitet. |
13. Feb 2012 09:57 Absolut 100% d´accord.
Die Liste der Misswirtschaft und Skandale in der Pflege und im Verwaltungsakt sind rießig. Es gäbe so viele Lösungsansätze, aber diese werden leider nicht in Betracht gezogen, statt dessen arbeitet man an Scheinlösungen, um das Volk ruhigzustellen, gerade vor Neuwahlen. Diese Ignoranz ist es, die mich dazu bringt, zu mobilisieren. Wichtig ist Aufklärung, und genau daran arbeite ich und viele andere. Nur durch massiven Druck kann sich etwas ändern. Jeder hat seine Methode des Widerstandes und in meinen Augen ist jede dieser Formen wichtig. Hauptsache es geht endlich in die Köpfe, dass es so nicht weitergehen kann. Wer seine Rechte nicht einmal kennt, wer diese Mauscheleien nicht einmal wahrnimmt, der ist in dieser Maschinerie hilflos gefangen. Deshalb plädiere ich für Solidarisierung, ich finde auch Gewerkschaftsarbeit wichtig, auch wenn viele da anderer Meinung sind, aber die können eben auch nur was bewirken, wenn sie Mitglieder haben. Der Trend, dass auch branchenfremde bei Aktionen teilhaben, gefällt mir. Ich sagte ja schon, Solidarisierung ist der einzige Weg. Auch wenn das idealistisch klingt und vielleicht sogar utopisch, in manchen Ohren, ich sehe einen positiven Trend, viele haben genug, man muss sie nur finden und ihnen zeigen, dass Widerstand nie verkehrt sein kann. Wir sitzen ja alle im selben Boot und das droht eben zu sinken, also müssen wir den Untergang verhindern, denn ohne Druck werden die Politiker und Träger und auch Verbände niemals echte Lösungen bringen. |
07. Feb 2012 13:35 re
Antwort auf: Kampf der kranken Gesundheitspolitik von: Seelenblume Wenn dir das Thema wirklich am Herzen liegt und du darueber diskutieren willst dann solltest du mMn einen besseren Einstieg in die Diskussion ermoeglichen. Ich les eigentlich wirklich viele und auch lange Postings hier, aber dieses hier ist mir eindeutlich zu lang. Da wuerde ich mir eine Zusammenfassung mit Verweisen auf die Quelle und weiteren Infos wuenschen. So wird es mMn sehr schwer jemanden der nicht gerade 'vom Fach' kommt dafuer zu begeistern. |
07. Feb 2012 13:46 Ja, vielleicht hast Du Recht.
Aber ich finde den Artikel so wichtig und richtig. Aber die nachfolgenden Posting beinhalten den Inhalt ja auch nochmal gekürzt und führen zu einer weiteren Diskussion. Aber Danke für den Tipp, das nächste Mal werde ich es besser machen;-) |
10. Feb 2012 14:30 re
wes des herz voll, dem fliesst der mund über (geht mir mein leben lang so). du musst in einen thread nur jeweils einen aspekt, ein problem setzen. dann kann man gezielter diskutieren. aber ich verstehe dich gut, denn fast alle probleme sind miteinander verbunden und hängen zusammen und das macht ein abtrennen nicht einfach. |
10. Feb 2012 14:35 Genau das will ich aufzeigen,
dass man unsere Probleme nicht lösen kann, wenn man nicht weitsichtig und bereichsüberfreifend nach Lösungen sucht. Was bringt es, wenn man eine Säule unseres Systems zu retten versucht, wenn die Last dann zu ungunsten einer anderen geht? Das ist doch Humbug, aber begreifen wollen das scheinbar nur die Wenigsten. |
11. Feb 2012 23:31 ich
ich gebe dir vollumfänglich recht. nur sind politiker selten oder nie in der lage komplexe themen umfassend zu regeln. es geht wohl in der politik wirklich nur mühsam step by step, auf "den grossen wurf" kann endlos warten, denn da stehen immer irgendwelche pressurgroups im weg und bei einer allumfassenden lösung sind es dann eben schnell ein paar gegner zu viel, die dann das ganze zu fall bringen. und so wird man wohl leider weiter es lieber mit flickwerk versuchen, die sache in griff zu bekommen, auch wenn dies ein falscher weg (oder oft ein steiniger weg mit sehr viel umwegen) ist. |
08. Feb 2012 22:51 Das Kranke an der Gesundheitspolitik
Antwort auf: Kampf der kranken Gesundheitspolitik von: Seelenblume Das Kranke an der Gesundheitspolitik ist, Wenn ich mir so anhöre, wie hoch engagierte Menschen Dafür haben wir niedrige Krankenversicherungsbeiträge Wenn die im Gesundheitswesen nicht so sehr an die Leute denken würden, |
09. Feb 2012 15:07 Aber auch pflegende Angehörige
und vor allem Pflegebedürftige leiden unter dieser Situation. Grade auch unter der fehlenden Zeit und Pflegequalität und fehlenden Entlastungsmöglichkeiten aufgrund des Pflegenotstands. Ich wünschte nur, alle würden aufwachen und das endlich zur Kenntnis nehmen und nach Lösungsansätzen suchen. Keine Scheinlösungen, sondern bereichsübergreifende, sinnvolle Veränderungen unseres Gesundheits- und gesamten Sozialsystems. Denn wenn der demographische Wandel seinen Höhepunkt erreicht, wird man dies alles einfach nicht mehr aufrechterhalten können. Kein Geld da. Ich hab gestern eine Diskussion über Pensionen von Beamten und Politikern gesehen. Unglaublich, was da bald auf Kosten auf uns zurollen wird. Diese Menschen haben viel zu leisten, wobei oft leider sehr ineffektiv, also haben sie, mehr als alle anderen, die Möglichkeit, vorzusorgen, anstatt Pensionen von unserem Geld zu bekommen, die unerhört hoch sind, während Arbeiter und Angestellte schauen können, wo sie bleiben. Es läuft so unendlich viel verkehrt. Und die schwächsten Glieder der Gesellschaft leiden. Ich wünschte, die Deutschen hätten mehr Widerstandsbereitschaft, denn wenn so viele einfach nur untätig zusehen, dann lassen wir zu, dass es sich nie verändern wird. Und man könnte so vieles verändern, wenn man es nur wirklich wollte. Das ist keine Utopie, das ist Realität, aber weil man an den Ästen der Wohlhabenden auch ein wenig sägen müsste, wird es so bleiben, solange wir mitspielen. Ich hab hier eine Gruppe eröffnet: Rebellen der Pflege, für alle, die ernsthaft Lösungen finden wollen, um eine Besserung zu bewirken. Erst ein Mitglied, aber ich hoffe, es werden mehr. Nur wenn man sich vernetzt und versucht, etwas zu verändern, wird sich etwas ändern! |
17. Feb 2012 23:26 re
> Ich hab hier eine Gruppe eröffnet: Rebellen der Pflege, du redest immer von ernsthaften lösungen. und dass alles anders werden muss.
das war jetzt nur ein kurzes brainstorming. würde aber schon enorme geldmengen freisetzen, die dem rest der kranken und allen damit verbundenen zu gute kämen. natürlich ist keiner der punkte momentan umsetzbar. wenn oma lieschen morgen vom arzt weggeschickt wird, den sie einmal die woche besucht, weil sie lange weile hat und sich im wartezimmer nett unterhält, lesen wir es übermorgen in der blöd-zeitung als dramatische schicksals-geschichte. und der pöbel rebelliert. und noch ein wort zur pflege: |

