Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: August 2011: Ein echtes Cleverle
04. Aug 2011 17:56 Ein echtes Cleverle
Ich frag mich, warum noch immer keine längere Sperrung für solche Wechsel nach Amtsniederlegung aus politischem "Spitzen"-amt erfolgt. Seit Jahren wird darüber geredet, immer wieder, wenn einer es macht, aber es tut sich leider nichts. Braucht es auch für solche leicht zu treffenden Entscheidungen erst eine direkte Demokratie, oder ist der derzeitige Parlamentarismus noch in der Lage dazu? Es hat ja nichts mit Anstand zu tun, sondern mit Amtsmißbrauch. Müßten drei Jahre verstreichen, wäre vermutlich kein Arbeitgeber mehr an solchen Leuten interessiert. Das Photo. Spitze, was? Er wollte mal den "Landesvater" geben. Da gab's solche Bilder mit väterlicher Aussage, Vertrauenstouch und sowas alles. Jetzt ist sichtbar, was er ist. Ein Verkäufer. Mir gefällt die Ehrlichkeit. Warum Umwege über die Politik? |
04. Aug 2011 18:12 dd
> Das Photo. Spitze, was? Er wollte mal den "Landesvater" Was du da so siehst! |
04. Aug 2011 18:18 verkäufer ist
ja nichts unehrenhaftes. er verkauft sicherlich spitzenmäßig. seriös, verschmitzt, nicht ganz so doof, und irgendwas ausgebufftes hat er auch drin. aber, er hätte jetzt erstmal zwei jahre aussetzen müssen. irgendwelche sozialen dienste tun, oder im umweltschutz was bescheidenes... einfach zur reinigung seines geistes von aktuellem wissen und zur konzentration auf die neue aufgabe, die sich sicherlich auch noch gefunden hätte. vielleicht nicht grad sowas großartiges, wie das, so es denn großartig ist, aber seine erfüllung als verkäufer hätte er überall noch gefunden. |
04. Aug 2011 18:31 re
Antwort auf: Ein echtes Cleverle von: snousneik Darüber sollte wir nachdenken ,ob das alles so richtig sein kann?? http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bilfinger-berger-bleibt-im-un... Koch? http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/koch-wird-vorstan... |
04. Aug 2011 18:34 re
und immer wieder wirds beanstandet, wenn einer so schnell wechselt. ist es ein sommerlochthema, oder kommt da mal was bei raus? ich denke, in der direkten wärs längst erledigt. aber, eigentlich und überhaupt könnte auch das parlament was machen dagegen. wenn es denn mal richtig wollte. |
04. Aug 2011 18:37 Nachtrag
04. Aug 2011 19:53 is ok
Antwort auf: Ein echtes Cleverle von: snousneik ich hab damit kein Problem, solange entsprechende Vereinbarung nicht schon vor dem Ausscheiden aus der Politik getroffen wurden. Der (ehemalige) Politiker seine Stellung zu aktiven Zeiten also nicht zum späteren Vorteil ausgenutzt hat (wobei das ja ohnehin nicht rechtens ist). |
04. Aug 2011 23:36 re
Antwort auf: Ein echtes Cleverle von: snousneik Was ist denn der Kern deiner Kritik und deiner Bildbetrachtung? Doch wohl nicht, dass ein Spitzenpolitiker aus der Politik ausscheidet und, einen Spitzenjob in der Industrie annimmt? Was soll denn daran "missbräuchlich" sein? |
04. Aug 2011 23:57 dd
> Was soll denn daran "missbräuchlich" sein? Stellst du dich jetzt dumm, oder bist du so begriffsstutzig? Schau dir doch mal oben den zweiten Link mit dem Beispiel Koch an. Es geht um die Unabhängigkeit der Politik. Politische Macht soll nicht dazu missbraucht werden, einen späteren einträglichen Job in der Industrie vorzubereiten. Diese Verbandelung zwischen Politik und Industrie ist um so unwahrscheinlicher und schwieriger, je mehr Zeit zwischen politischem Amt und Tätigkeit in der Industrie liegt. |
05. Aug 2011 00:07 re
Mappus ist Diplom-Ökonom und hatte schon vor seiner politischen Laufbahn andere Jobs. Er ist politisch durchgefallen und hat sich nun einen anderen Job gesucht. Meinst du, er wäre ohne den Abstecher in die Politik arbeitslos geworden? |
05. Aug 2011 00:10 re
Antwort auf: dd von: Sophie-v.H. > Stellst du dich jetzt dumm, oder bist du so Beides. Darum bitte ich ja um Aufklärung. Nun? Wo bleibt Sie? Denn das hier ist keine:, sondern Emo-Brei: > Es geht um die Unabhängigkeit der Politik. Politische 1. Warum ist Politik nicht mehr mehr unabhängig, wenn einer aus dieser ausscheidet und was anderes macht? 2. Woher weißt du, dass der Mann deswegen Politiker wurde, um damit einen späteren Job vorzubereiten? 3. Wenn du es weißt, kannst du es beweisen? 4. Wenn du es beweisen kannst: Was ist daran schlecht, einen Job, egal welchen, zu machen als Vorbereitung für den nächsten Schritt der geplanten Karriere? 5. Wieso entsteht durch einen Jobwechsel eine "Verbandelung zwischen Politik und Wirtschaft"? Wenn einer die Jobbereiche wechselt, dann wechselt der die Jobbereiche. Mehr nicht. Oder bin ich mit der Autoindustrie verbandelt, wenn ich als Spitzenmanager aus der Chemie- in die Autoindustrie wechsle? Oder als Industriemanager in den Öffentlichen Dienst - als Staatssekretär oder Minister ohne Parteizugehörigkeit z.B. - gehe? 6. Jeder Karriereschritt ist schwierig bis unmöglich, wenn man die Zeit dazwischen verstreichen lässt und nicht nutzt. Warum also sollte einer das tun? Er wäre dumm. |
05. Aug 2011 07:59 re
du stellst dich wirklich extra doof, oder? und tust einwände als emogeschwätz ab. es ist klar, daß mappus ein verkäufer ist. nichts sonst. insofern: was wollte er in der politik? einem öffentlichen amt, daß zunächst mal nichts verkaufen wollen sollte, sondern eine dienende funktion hat? wenn also einer nun das nicht auf die reihe kriegt, sondern halt doch wieder verkaufen will, ist das in ordnung, auch, wenn ihm das erst nach seiner abwahl einfällt. wie anders als durch eine sperrfrist sollte sich die öffentlichkeit nun schützen vor amtsmißbrauch? verbandelung wurde geschrieben - und das ist auch gemeint. und alle paar jahre wieder wird das auch angemahnt. bei schröder, bei fischer, diesen ganzen typen. aber geändert wurde nichts. obwohl es sicherlich leicht zu machen wäre. einfach einen zusatz in den arbeitsvertrag rein. |
05. Aug 2011 11:03 re
> es ist klar, daß mappus ein verkäufer ist. Ja nee, das ist klar - wenn er für dich so sein soll, dann ist es auch wahr. *g* Deine negativen Übertragungen von dir auf Politiker sind ohne Sinn und Verstand. Sie sind drum auch nicht diskutierbar. Lassen wirs. |
05. Aug 2011 12:17 trotzdem, er war
telefonverkäufer. auch wenn wir's lassen, war er das. und ja, ich find, politiker sind besonders geschützte leute, und sie leisten zu wenig dafür. sie sollten den niederungen des daseins nicht allzu fern sein, möchten das aber, und das finde ich hohl an ihnen. an vielen. nicht allen, aber vielen. |
05. Aug 2011 00:17 Problemzonen
Antwort auf: dd von: Sophie-v.H. > Es geht um die Unabhängigkeit der Politik. Politische Es gibt durchaus Problemzonen im Verhältnis Wirtschaft - Politik. Ein solcher Wechsel gehört definitiv nicht dazu; ein derart grotesker Vorschlag, der auf Berufsverbot hinausläuft, kann auch nur in Deutschland aufkommen, dem Land der Idealisten und Spinner. Sollen Mappus & Koch vielleicht ihren Schrebergarten hüten oder Rosen züchten? |
05. Aug 2011 00:21 re
Mappus kultiviert Kochs Schrebergarten und Koch schneidet Mappus´ Rosen. Aber auch an solch einer Konstellation würden moralinsaure Apostel etwas bemängeln. |
05. Aug 2011 04:03 Schadensbegrenzung
Antwort auf: Problemzonen von: Albjuwel
Naja, da könnten sie immerhin relativ wenig Schaden anrichten. Darüber sollte man durchaus mal nachdenken gerade bei diesen beiden. |
05. Aug 2011 08:03 zwei jahre
fände ich angemessen. von mir aus ein buch schreiben, "my memories" oder sowas... und nach angemessenem abstand wieder abzocken gehen. also, geschäfte machen halt. |
05. Aug 2011 09:07 Na,
Antwort auf: Schadensbegrenzung von: St.John > Naja, da könnten sie immerhin relativ wenig Schaden in diesem Fall bin ich nicht "man". Daß die beiden Herren bei ihren neuen Arbeitgebern Schaden anrichten, ziehe ich stark in Zweifel. Dagegen spricht (formale) Qualifikation plus einschlägige Berufserfahrung vor ihren politischen Ämtern. Das einzige, was evident ist, sind gegen sie gerichtete Ressentiment und ins Kraut schießende Spekulationen & Unterstellungen. |
05. Aug 2011 11:23 Mappus der Gauner
So bitte Lesen –Mappus –und wem er sein Neuen Job zu verdanken hat ? Achtet auf die – Bank Morgan Stanley– Anfang Dezember 2010 gab Mappus die geplante Übernahme eines Aktienanteils von 45,01 % an EnBW durch das Land Baden-Württemberg für 4,67 Milliarden Euro bekannt.[37] Die Übernahme des Aktienpakets von der Électricité de France (EdF) läuft über die Deutschland-Tochter der Investmentbank Morgan Stanley, deren Vorstandschef Dirk Notheis Mitglied des CDU-Landesvorstandes von Baden-Württemberg ist[38], und als Trauzeuge Mappus' auch als dessen enger Freund gilt.[39][40] Besonders in Frankreich war man darüber verwundert, dass der EdF-Chef Henri Proglio beim Verkauf des 45-prozentigen EnBW-Anteils keine offizielle Beraterbank einsetzte. Eine Erklärung wurde darin gesehen, dass Proglios Zwillingsbruder René[41][42] schließlich seit 2009 Chef von Morgan Stanley Frankreich ist.[43] Diese Bank hatte 2004 bereits die Privatisierung und den Börsengang der EdF betreut. Dies und das „besondere Vertrauen der Verkäuferseite“ in diese Bank nannte Mappus als Grund für die Beauftragung von Morgan Stanley Deutschland.[44] So und hier schließt sich der Kreis wider mit der Firma Merk und Morgan Stanly Und Mappus |