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Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: September 2010: Rassisten Moorhuhn

01. Sep 2010 23:52
Rassisten Moorhuhn

Die FPÖ hat ein neues Online-Game überall vor dem idyllischen Alpenpanorama wachsen neue Moscheen in den Himmel, und wenn man die nicht wegklickt kommen fiese kleine Muetzin und fangen an zu brüllen.

Wi brauchen endlich auch in DE eine rechte Asi-Partei, los Tilo mach ihnen den Hengst.


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01. Sep 2010 23:53
re


01. Sep 2010 23:56
re

Ich will nicht im News-Forum diskutieren ;)
Davon bekommt man Krätze.


02. Sep 2010 00:00
re

EarthTwin
(Gelöschter Nutzer)

und dann machst du lieber hier wahlwerbung für ösis.. naja


01. Sep 2010 23:54
Diese Schlaftablette?

Antwort auf: Rassisten Moorhuhn von: Cenor

Das wird nix.


02. Sep 2010 00:28
re

Nun Sarrazin hat ja bald keinen Job und keine Partei mehr.
Wulff hat signalisiert, dass er eine Entlassung Sarrazins unterstützen würde, denn der BP muss ja zustimmen.

Ich glaube, dass jetzt der Vorstand der Deutschen Bundesbank schon einiges tun kann, damit die Diskussion Deutschland nicht schadet - vor allem auch international.
Christian Wulff


02. Sep 2010 00:44
re

AllenDulles männlich
Allen

> Nun Sarrazin hat ja bald keinen Job und keine Partei mehr.
> Wulff hat signalisiert, dass er eine Entlassung Sarrazins
> unterstützen würde, denn der BP muss ja zustimmen.

Könnte aber nach Hinten losgehen und dann schauen sie alle noch Blöder aus der Wäsche. Vor allem weil sie dann ein Märtyrer erschaffen hätten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,715109,00.html
Und mit einem Parteiausschluss hat da ja auch beim letzten mal nicht geklappt, warum das jetzt gehen soll weiß auch keiner so genau.

mfg
Allen


02. Sep 2010 07:15
re

scusi
(Gelöschter Nutzer)

> > Nun Sarrazin hat ja bald keinen Job und keine Partei
> mehr.
> > Wulff hat signalisiert, dass er eine Entlassung
> Sarrazins
> > unterstützen würde, denn der BP muss ja zustimmen.
> Könnte aber nach Hinten losgehen und dann schauen sie alle
> noch Blöder aus der Wäsche. Vor allem weil sie dann ein
> Märtyrer erschaffen hätten.
>
> http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,715109,00.html
> Und mit einem Parteiausschluss hat da ja auch beim letzten
> mal nicht geklappt, warum das jetzt gehen soll weiß auch
> keiner so genau.
>
> mfg
> Allen

Warum soll jemand, der sich provozierend über ein lange allgemein bekanntes Problem äußerst, aus einer demokratischen Partei ausgeschlossen werden?

Warum soll jemand, der sich provozierend über ein lange allgemein bekanntes Problem äußerst, seinen Arbeitsplatz verlieren?

Leben wir in einem totalitären Staat? Sind wir in der DDR? Oder sind wir Bürger eines freien Landes?

Offenbar sind die politisch Korrekten inzwischen so korrekt, dass ihnen das Grundrecht der Meinungsfreiheit abhanden gekommen ist. Ich habe immer öfter das Gefühl, dass –D- seit Beginn des Marsches durch die Institutionen der sogenannten 68er an einem Punkt angelangt ist, der an eine Gesinnungsdiktatur erinnert.

Sollte Sarrazin seines Postens bei der Bundesbank enthoben werden, dann freue ich mich jetzt schon auf den Prozess vor dem zuständigen Arbeitsgericht - und auf die Bauchlandung der politisch Korrekten dort.


02. Sep 2010 07:41
re

antihero
(Gelöschter Nutzer)

Sagen wir mal so, so manche Äußerung des Thilo Sarrazin könnte auch locker über die Lippen eines Udo Voigts oder Peter Marx' kommen. Solche Leute möchte man aber eher nicht in der SPD haben und auch nicht im Vorstand der Bundesbank. Verständlich, oder? Oder hältst Du es für unbedingt demokratisch verpflichtend, die NPD in den demokratischen Prozess mit einzubinden? Und nein, Sarrazin übt keine berechtigte Kritik, sondern betreibt er übelste Hetze.


02. Sep 2010 21:22
re

scusi
(Gelöschter Nutzer)

> Sagen wir mal so, so manche Äußerung des Thilo Sarrazin
> könnte auch locker über die Lippen eines Udo Voigts oder
> Peter Marx' kommen. Solche Leute möchte man aber eher
> nicht in der SPD haben und auch nicht im Vorstand der
> Bundesbank. Verständlich, oder? Oder hältst Du es für
> unbedingt demokratisch verpflichtend, die NPD in den
> demokratischen Prozess mit einzubinden?

Ich halte es für falsch, Sarrazin bei der NPD zu verorten.

Die NPD will die "Ausländer raus" haben.

Sarrazin will das aber weder noch sagt er das. Im Gegenteil, er plädiert für eine nach Qualifikation orientierte Einwanderungspolitik und für eine konsequente Integrationspolitik.

> Und nein, Sarrazin
> übt keine berechtigte Kritik, sondern betreibt er übelste
> Hetze.

Das trifft nachweislich einer juristischen Entscheidung nicht zu. Ich zitiere die Pressemitteilung Nr. 76/09 vom 20.11.2009 der Generalstaatsanwaltschaft Berlin:

Aufgrund mehrerer Strafanzeigen hatte die Staatsanwaltschaft Berlin das „Lettre-International“-Interview des Bundesbankvorstands und ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin daraufhin überprüft, ob durch einzelne Äußerungen die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und strafrechtlich relevanten Äußerungen überschritten worden sind.

Nach eingehender Auswertung des Interviews hat die Staatsanwaltschaft strafrechtliche Inhalte des Interviews nicht feststellen können, das Ermittlungsverfahren deshalb nach § 170 Abs. 2 der Strafprozessordnung (StPO) eingestellt und die Anzeigenden von dieser Entscheidung in Kenntnis gesetzt.

In dem Interview, das sich mit Fragen der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung Berlins in den vergangenen 20 Jahren befasst, hatte der Beschuldigte die von ihm in dem Beitrag aufgezeigten sozial-ökonomischen Probleme Berlins anhand einzelner Bevölkerungsgruppen, in erster Linie den in Berlin lebenden Türken und Arabern sowie der Berliner Unterschicht, in plakativer und teilweise polemischer Form hervorgehoben. Daraufhin sind gegen ihn die Vorwürfe der Volksverhetzung, der Beleidigung, der üblen Nachrede und der Verleumdung erhoben worden.

Diese Vorwürfe haben sich nach der staatsanwaltschaftlichen Auswertung des Interviews nicht bestätigt.

Weder wird in dem Interview hinsichtlich einzelner Bevölkerungsgruppen zum Hass oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen aufgerufen noch wird die Menschenwürde dadurch angegriffen, dass Angehörige der genannten Bevölkerungsgruppen beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden.

In dem Einstellungsbescheid hebt die Staatsanwaltschaft unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dazu hervor, dass die grundrechtlich geschützte Meinungsfreiheit jedem das Recht gibt, auch in überspitzter und polemischer Form Kritik zu äußern. Im Rahmen einer fallbezogenen Abwägung zwischen der Bedeutung der Meinungsfreiheit einerseits und des durch die Meinungsfreiheit beeinträchtigten Rechtsgutes andererseits ist in solchen Fällen jedoch zu entscheiden ist, ob die Grenze der Meinungsfreiheit durch die polemischen und überspitzen Äußerungen überschritten worden ist.

Das ist dem Ergebnis der Prüfung zufolge nicht der Fall.

In dem Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft heißt es u.a.:

„Unstreitig ist der Beschuldigte als ehemaliger Finanzsenator Berlins mit den vielfältigen Problemen der Stadt bestens vertraut; seine Äußerungen fußen auf seiner mehrjährigen politischen Arbeit in Berlin und den daraus gewonnenen Einsichten. Führt man die in der Tat vielfach drastischen und polemischen Äußerungen des Beschuldigten auf ihren Kerngehalt zurück, so beschäftigt er sich im Ergebnis mit sozialen Problemen Berlins, die in anderer, sachlicherer Form immer wieder Gegenstand medialer Berichterstattung und gesellschaftspolitischer Diskussionen waren bzw. sind. Sowohl die durch den im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet überdurchschnittlich hohen Anteil an Personen, die Leistungen nach den Hartz-IV-Gesetzen beziehen, bestehenden sozialen Probleme Berlins als auch Fragen zur Integration ausländischer Mitbürger werden - nicht nur in Berlin - auch im politischen Raum fortwährend und überaus kontrovers diskutiert.

Die Äußerungen des Beschuldigten zu eben diesen Problemfeldern sind danach unbeschadet der Frage, ob und inwieweit sie in ihrer Schärfe von anderen geteilt werden, als gesellschaftspolitische Kritik in Form eines Beitrags zum „geistigen Meinungskampf“ in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage zu sehen. Wird aber - wie hier - von dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung nicht zum Zwecke privater Auseinandersetzung Gebrauch gemacht, sondern will der Äußernde in erster Linie zur Bildung der öffentlichen Meinung beitragen, dann sind Auswirkungen seiner Äußerungen auf den Rechtskreis Dritter zwar unvermeidliche Folge, nicht aber eigentliches Ziel der Äußerung. Der Schutz des betroffenen Rechtsguts tritt im Rahmen der dann erforderlichen Abwägung um so mehr zurück, je weniger es sich um eine unmittelbar gegen dieses Rechtsgut gerichtete Äußerung im privaten Bereich in Verfolgung eigennütziger Ziele handelt, sondern um einen Beitrag zu einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage.

Steltner
(Pressesprecher)


02. Sep 2010 22:31
re

EarthTwin
(Gelöschter Nutzer)

die rechtliche Bewertung, und das Urteil eines Volkes.. sind zwei unterschiedliche Welten..

es war HETZE


03. Sep 2010 04:12
re

antihero
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: re von: scusi

> Ich halte es für falsch, Sarrazin bei der NPD zu verorten.

Zumindest hat die NPD Sarrazin für sich entdeckt:

http://npd-blog.info/2010/08/26/npd-sarrazi
http://npd-blog.info/2009/10/02/npd-feiert-sarrazin

Und das sollte ihm vielleicht zu denken geben. Wobei der Mann doch gemeinhin als ziemlich intelligent gilt, oder? Wie kommt es nur, dass er sich immer wieder zu solch unsäglichen Aussagen hinreißen lässt, die doch exakt die NPD-Klientel bedienen? Denkt er nicht nach, bevor er lospoltert? Oder macht er das ganz bewusst so? Was meinst Du?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich möchte ihn ja auch gar nicht bei der NPD verorten, allerdings tut er das selbst mit bspw. solchen Aussagen:

"Die kulturelle Eigenart der Völker ist keine Legende, sondern bestimmt die Wirklichkeit Europas. Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden..." (Thilo Sarrazin in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab")

Wenn Du darin keinen Rassismus erkennst, tja nun, dann wird dem Ku-Klux-Klan wahrscheinlich auch nur Unrecht getan.

Und so was hier:

"Eine große Zahl an Arabern und Türken hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich auch vermutlich keine Perspektive entwickeln."

oder so was:

"Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch höhere Geburtenrate."

oder das:

"Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert."

ist selbstverständlich astreines NPD-Vokabular.

Was ist Deine Motivation, scusi, solch ekelhaftes Geschwätz zu verteidigen? Hältst Du das tatsächlich für legitime Kritik? Es ist blanke Hetze, nichts anderes!


04. Sep 2010 14:08
re

scusi
(Gelöschter Nutzer)

> Was ist Deine Motivation, scusi, solch ekelhaftes
> Geschwätz zu verteidigen? Hältst Du das tatsächlich für
> legitime Kritik? Es ist blanke Hetze, nichts anderes!

Sarrazin sagt, er will nicht, dass das Land seiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist. Das ist auch meine Meinung – was aber nicht bedeutet, gegen eine multikulturelle Entwicklung zu sein. Für mich bedeutet es vielmehr einer einseitigen Entwicklung in Richtung einer muslimisch beeinflussten Gesellschaft skeptisch gegenüber zu stehen.

Sarrazin sagt, es sei das Recht einer jeden Gesellschaft, selbst darüber zu entscheiden, wen sie aufnehmen will - und jedes Land habe dabei auf die Wahrung seiner Kultur und seiner Traditionen zu achten. Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, dass Zuwanderung vom Konsens der Gesellschaft getragen werden muss.

Sarrazin sagt, dass – relativ zur Erwerbsbevölkerung - bei den muslimischen Migranten 4 mal so viele Menschen von Arbeitslosengeld leben wie bei der deutschen Bevölkerung. Dazu wurden schon mehrfach entsprechende Schätzungen publiziert (BA, Statistisches Bundesamt, Bundesbank).

Sarrazin plädiert für qualifizierte Zuwanderung. Wenn ich zugrunde lege, dass der Anteil der Qualifizierten unter Türken/Arabern wesentlich geringer ist als unter Menschen aus europäischen Regionen oder ohne Migrationshintergrund und dass das Bildungsniveau seit Jahren ständig sinkt, dann stimme ich zu.

Denn Deutschland besitzt weder nennenswerten Rohstoffe, die es der Welt verkaufen könnte noch Kolonien, die es ausbeuten könnte. Deutschland hat nur das technische, geistige, wissenschaftliche und handwerkliche Können seiner Bevölkerung, das es der Welt in Form seiner Dienstleistungen und Produkte verkauft. Das ist Deutschlands Rohstoff- bricht der weg, bricht Deutschlands Wohlstand weg.

Sarrazin sagt, es gäbe keine belastbare empirisch-statistische Analysen darüber, ob Gastarbeiter und deren Familien überhaupt einen Beitrag zum Wohlstand erbrachten oder erbringen werden - für Türken und Marokkaner wird man das wohl verneinen können. Wohlgemerkt: Es geht um diese Gruppen, nicht um den einzelnen Zuwanderer, der oft einen deutlichen Beitrag leistet!

Sarrazin sagt, dass wer es nach Deutschland schafft und einen legalen Status erreicht, sich allein ohne Arbeit durch Sozialtransfers ein Einkommen sichert, das weit über dem liegt, was er im Herkunftsland mit Arbeit erwerben könnte. Nun ja, das Pro-Kopf-Einkommen liegt in Marokko zB bei ca 1800 EUR im Jahr, in Ländern des muslimischen Schwarzafrika (Mali, Niger, Guinea, ...) extensive unter 400 EUR im Jahr - zum Vergleich Deutschland: Hier liegt das Pro-Kopf-Einkommen bei etwa 30.000 EUR im Jahr!

Wenn Sarrazin sagt

> <zitat>"Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt,
> diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder
> nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine
> Kopftuchmädchen produziert."</zitat>

formuliert er zwar hart auf Kante, aber in der Sache liegt er, was diese Gruppe angeht, ja wohl richtig - und Respekt anderen gegenüber ist keine Bringpflicht.

Wenn Politiker – vor allem die Kritiker von Sarrazin - beteuern, das Problem immer im Auge gehabt zu haben, wie konnte es dann zu den heutigen Zuständen kommen? Özdemir will laut eigener Aussage mit Problemmigranten immer intensiv diskutiert haben. Muss die hiesige Bevölkerung denn in ihrem eigenen Land mit fremden Staatsbürgern über grundlegende Dinge ihres Gemeinwesens diskutieren? Wenn ich in der Türkei oder im Libanon leben wollte, hätte ich auch Grundbedingungen zu akzeptieren.

Da hier an Taten kaum etwas bis nichts erfolgte, und die Justiz alleine das Problem nicht lösen kann – ich empfehle, das Buch von Kirsten Heisig zu lesen! – bin ich unter den genannten gegebenen Umständen, für strikte Ausweisung von sich nicht integrieren wollenden Leuten – und nicht etwa für strafrechtliche Sanktionen, da jemand, der kaum oder gar kein Deutsch spricht und von staatlichen Transferleistungen lebt, keinen Straftatbestand erfüllt hat. Er ist kein Deutscher, liegt Deutschland aber auf der Tasche und deshalb ist Deutschland nicht dazu verpflichtet, ihn zu alimentieren.

Wenn ein Arnulf Baring, der Sarrazins Buch gelesen hat, inhaltliche Hetze oder Rassismus verneint, gehe ich davon aus, dass der nicht lügt. Und hinsichtlich seiner Äußerungen zur Genetik hat Sarrazin ja bereits eingeräumt, sich vergaloppiert zu haben. Ich kenne mich mit diesem Thema nicht aus, weiß nur, dass der Spiegel bereits in den 90er Jahren darüber berichtete.

Über die reflexhafte Nazikeule gegen Sarrazin kann ich nur den Kopf schütteln. Es ist die lang erprobte Diskurskeule der Political Correctness - immer wieder wirksam, mE darum immer wieder eingesetzt, um die Hoheit in Diskussionen zu behaupten, die mit ihren immer schwächer werdenden Argumenten längst nicht mehr zu behaupten ist.

Deshalb wird der Einsatz dieser Beschämungsrhetorik, die den damit Denunzierten zum Schweigen bringen soll, immer häufiger angewandt – aber aus genau dem Grund wird sie auch immer wirkungsloser werden, denn man gewöhnt sich.

Und das ist ein mE fataler Effekt - denn so wird der Nationalsozialismus verharmlost. Wenn jeder, der sich der Political Correctnis widersetzt, ein Nazi sein soll, können die Nazis so schlimm ja nicht gewesen sein…

Aber sie waren mörderisch schlimm, bestialisch.

Dieser Effekt jedoch ist der Political Correctnis wumpe. Im Zweifelsfall sind eben ihre Gegner daran schuld - warum halten die auch nicht das Maul?!


04. Sep 2010 14:58
re

> Sarrazin sagt, er will nicht, dass das Land seiner Enkel
> und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist.

Und wie soll das mathematisch gehen?
In Deutschland wandern jedes Jahr 600.000 Ausländer ein und 500.000 - 550.000 wieder aus.
In unserem Land leben 1,7 Millionen Türken und 82 Millionen Deutsche von denen 3 Millionen türkischer Abstammung sind.
Die türkischen Migranten vermehren sich mit 1,42, die Deutschen mit 1,37.

Nur 64% der Türken gehören einer islamsichen Glaubensrichtung an, die tendenziell überhaupt zu Islamismus neigen könnte.
12% sind Aleviten, 10% Atheisten und Agnostiker.

Die jetzt erreichte Zahl ist die Folge einer Entwicklung von 50 Jahren.
Bei einer Geburtenquote von 1,42 müssten allein doppelt soviele Türken einwandern, wie in den letzen Jahren um überhaupt die Zahl stabil zu halten.
Die Zahl der Kinderlosen Türken steigt schon in der 3. Generation auf das der Deutschen.

Eine muslimische Mehrheitsgesellschaft ist völlig ausgeschlossen.


05. Sep 2010 07:08
re

antihero
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: re von: scusi

Dass Sarrazin Probleme anspricht, die real sind, bestreitet doch niemand. Was hier kritisiert wird, ist die Art und Weise, wie er das tut. Er zieht nicht nur die falschen Schlüsse, sondern setzt er auch gezielt auf xenophobe Vorbehalte und schürt diffuse Ängste in der Bevölkerung: "Sarrazin sagt, er will nicht, dass das Land seiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist. (scusi)"

Die angeblichen Fakten auf die er sich stützen will, kommen zunehmend ins Wanken resp. sind schon nicht mehr haltbar. Die Quellen auf die er sich beruft - wie die Psychologin Elsbeth Stern oder das statistische Bundesamt -, distanzieren sich von seinen Aussagen, fühlen sich gar missbraucht, stellen klar, dass er ihre Zahlen, Daten, Fakten aus dem Kontext reißt und sie somit verfälscht darstellt.

Mittlerweile räumt Sarrazin selbst Fehler ein ("Juden-Gen"), rudert halbherzig1 zurück, weil ihm gar keine andere Wahl bleibt, weil die tatsächliche Faktenlage seine kruden Thesen regelrecht plattwalzt.

> Sarrazin plädiert für ''qualifizierte'' Zuwanderung. Wenn
> ich zugrunde lege, dass der Anteil der Qualifizierten
> unter Türken/Arabern wesentlich geringer ist als unter
> Menschen aus europäischen Regionen oder ohne
> Migrationshintergrund und dass das Bildungsniveau seit
> Jahren ständig sinkt, dann stimme ich zu.

Dass das Bildungsniveau ständig sinkt, hängt doch nicht mit der Zuwanderung von Türken/Arabern zusammen, sondern mit einer verfehlten Bildungspolitik. Türken haben doch nicht weniger Potential als Andere ... diese Ansicht vertritt zwar Sarrazin, aber doch wohl nicht Du, scusi.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das heißt, dass Menschen aus aller Welt hierher kommen, um hier ihr Glück zu suchen, sich eine bessere Zukunft erhoffen, als sie in ihren Herkunftsländern hätten. Es wäre doch völlig aberwitzig, zu fordern, ab jetzt lassen wir nur noch Akademiker rein. Da kommen doch Menschen zu uns, die in ihrer Heimat gar keine Möglichkeit auf Bildung haben, in denen aber ein Riesenpotential schlummert, wie in allen Menschen. Und unsere Aufgabe ist es, dieses Potential zu nutzen, in dem wir diesen Menschen hier eine gute Bildung ermöglichen und sie in unsere Gesellschaft integrieren. Ja sicher müssen wir auch Forderungen stellen. Wie die letztlich auszusehen haben, darüber können und müssen wir diskutieren. Und dass diesbezüglich in der Vergangenheit einiges falsch gelaufen ist, keine Frage.

Wir müssen vernünftige und sinnvolle Integrationskonzepte entwerfen. Und es gibt bereits unzählige Beispiele gelungener Integration, daran muss angeknüpft werden.

Sarrazin jedoch boykottiert mit seinen Thesen regelrecht die Entstehung konstruktiver Integrationsprozesse. Der Mann ist schlicht extrem kontraproduktiv. Ein Spalter.

> Über die reflexhafte Nazikeule gegen Sarrazin kann ich nur
> den Kopf schütteln.

[...]
> denn so wird der
> Nationalsozialismus verharmlost. Wenn jeder, der sich der
> Political Correctnis widersetzt, ein Nazi sein soll,
> können die Nazis so schlimm ja nicht gewesen sein…
>
> Aber sie waren mörderisch schlimm, bestialisch.

Nochmal: Sarrazin bedient zweifelsfrei die rechten Stammtische. Die NPD zitiert ihn in ihren Flugblättern. Nationalsozialismus erschöpft sich nicht im Holocaust. Da ging/geht es zunächst mal "nur" um Xenophobie, um den Erhalt der eigenen Gruppe ("Rasse"2), um Abgrenzung zu anderen Gruppen etc.

Und bis die Nazis mörderisch und bestialisch wurden, geschah im Vorfeld eine ganze Menge Schreibtischtäterarbeit. Mit dem ausgeleierten Spruch "Wehret den Anfängen" will ich Dir jetzt nicht kommen.


05. Sep 2010 08:32
re

EarthTwin
(Gelöschter Nutzer)

> Und bis die Nazis mörderisch und bestialisch wurden, geschah im Vorfeld eine ganze Menge
> Schreibtischtäterarbeit. Mit dem ausgeleierten Spruch "Wehret den Anfängen" will ich Dir jetzt nicht kommen.

Warum nicht?


05. Sep 2010 08:39
re

antihero
(Gelöschter Nutzer)

> Warum nicht?

Weil ich scusi damit nicht kommen muss, das weiß sie selbst.


05. Sep 2010 11:41
re

engelrob männlich
Rob

Antwort auf: re von: antihero

> Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das heißt, dass
> Menschen aus aller Welt hierher kommen, um hier ihr Glück
> zu suchen, sich eine bessere Zukunft erhoffen, als sie in
> ihren Herkunftsländern hätten. Es wäre doch völlig
> aberwitzig, zu fordern, ab jetzt lassen wir nur noch
> Akademiker rein.

Deutschland will doch das Problem der Überalterung durch Zuzug lösen. Migranten von heute sollen die Rente von morgen zahlen. Warum nicht?
Nur wird sich diese Wunschvorstellung einiger Politiker nicht durch den Import von HarzIV-Empfängern realisieren lassen.
Übrigens, Australien z.B. achtet bei seinen Einwanderern sehr auf die Qualifikation.
Wir sollten von Ländern mit einer längeren Einwanderungstradition lernen, anstatt das Rad immer wieder neu erfinden zu wollen.


04. Sep 2010 16:48
re

Antwort auf: re von: antihero

> <zitat>"Die kulturelle Eigenart der Völker ist keine
> Legende, sondern bestimmt die Wirklichkeit Europas. Alle
> Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte
> Gene, die sie von anderen unterscheiden..." (Thilo
> Sarrazin in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab")
> </zitat>
>
> Wenn Du darin keinen Rassismus erkennst, tja nun, dann
> wird dem Ku-Klux-Klan wahrscheinlich auch nur Unrecht
> getan.
>
> Und so was hier:
>
> <zitat>"Eine große Zahl an Arabern und Türken hat keine
> produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel,
> und es wird sich auch vermutlich keine Perspektive
> entwickeln."</zitat>
>
> oder so was:
>
> <zitat>"Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die
> Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch höhere
> Geburtenrate."</zitat>
>
> oder das:
>
> <zitat>"Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt,
> diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder
> nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine
> Kopftuchmädchen produziert."</zitat>
>
> ist selbstverständlich astreines NPD-Vokabular.
>
> Was ist Deine Motivation, scusi, solch ekelhaftes
> Geschwätz zu verteidigen? Hältst Du das tatsächlich für
> legitime Kritik? Es ist blanke Hetze, nichts anderes!

Das ist deine Meinung und die dürfest du, genau wie Sarrazin gerne für dich behalten. Du tust es aber nicht und warum?
Weil es deine Überzeugung ist.
Juristisch ist gegen diese Aussagen nichts zu sagen, aber das erkennst du einfach nicht an.
Da kann ich nur sagen: DU bist Sarrazin.


05. Sep 2010 09:12
re

EarthTwin
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: re von: scusi

> Sarrazin will das aber weder noch sagt er das. Im Gegenteil, er plädiert für eine nach Qualifikation
> orientierte Einwanderungspolitik und für eine konsequente Integrationspolitik.

Was lässt Dich und andere im Glauben, dass Qualifikations"Faschismus" auch nur einen Deut besser ist als Rasse"Faschismus"???

Seit Jahrezehnten wird von der "westlichen" Welt mehr Geld in Ausbeutung und Waffenschieberei gesteckt als in Entwicklung und Bildung.
Übrigends zu Hause wie in der dritten Welt.

Und diejenigen die nun Profitiert haben von Korruption und Machtspielchen, und sich dadurch einen "Status" erworben haben welchen Ihnen es ermöglicht hat Ihre Sprösslinge zu "bilden", genau denen soll nun die Tür geoffnet werden ... weil so nett intergrierbar in eine EllenbogenGesellschaft...

Richtig?

oder kann mir einer erklären, warum der Hilfebedürftige Asylant - besser draussen bleiben soll.
oder kann mir einer erklären, warum der arme .... von sonstwo .... nicht hierher kommen soll?

Vermutlich weil Euch der Anblick stört.. weil es Euch stört zu sehen was Ihr selbst verursacht... Euer Gewissen rät Euch offen zu sein..

Doch Ihr bleibt verschlossen!!!!!

IHR EKELT MICH AN


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