Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: September 2010: Veröffentlichte Meinung
31. Aug 2010 08:56 Veröffentlichte Meinung
Im Sender NTV lief gestern eine Umfrage mit der Fragestellung: "Halten sie die Thesen Sarrazins für überzogen "ja oder nein" 95 % antworteten mit nein und nur 5 % mit ja. Betrachtet man die z.T.hysterischen Reaktionen der Medien wie auch von einem großen Teil unserer Politiker gewinnt man einen anderen Eindruck. |
31. Aug 2010 09:14 warum
um himmels willen will der weisse Europäer scheiss NAZI PACK |
31. Aug 2010 09:36 re
Ich bin sicherlich einer der heftigeren Kritiker unseres Lebenswandels und dessen unserer Vorväter sowie der daraus folgenden Benachteiligungen der III. Welt. Dennoch läßt sich mit dem Hinweis auf diese Vergangenheit und unser aktuelles Polit- und Wirtschaftssystem nicht weg wischen, daß Zuwanderung in Europa ein organisatorisches Problem mit einer Masse politischem und vor Allem1 sozialem Sprengstoff ist. Die Brisanz dieses Sprengstoffs erhöht sich massiv, wenn Zuwanderung unkontrolliert und ungesteuert verläuft. Mir ist - im klaren Bewußtsein von Asymmetrien, Abzocke und Ausbeutung - ein kontrollierter langsamer, integrativer Prozess definitiv lieber, als mich mit den Folgen völlig verpatzter Sozial- und Gesellschaftspolitik auseinander zu setzen, die sich üblicherweise in der Präsenz von Männchen mit seltsamen Schnurrbärtchen2 zeigen. |
31. Aug 2010 09:44 re
nichts einzuwenden aber wedding ist nun mal wedding - dir Fronten sind verhärtet zurecht regen sich Merkel, und co auf |
03. Sep 2010 20:15 Re...
Antwort auf: re von: TerrorTwins > Ich bin sicherlich einer der heftigeren Kritiker unseres Und deshalb muss man mit der Problemlösung bei denen ansetzen die am wenigsten dafür können? |
31. Aug 2010 09:17 re
Antwort auf: Veröffentlichte Meinung von: Carlos-Alberto > Im Sender NTV lief gestern eine Umfrage mit der Falls dieses Umfrageergebnis von n-tv die Meinung in Deutschland einigermaßen abbildet, dann war die erste Welle der Empörungsreaktionen der absolut falsche Weg. Sie haben wahrscheinlich eher den Eindruck erweckt, dass man Sarrazin nicht argumentativ beikommen könne und einer ruhig gemobbt werden solle. Auch in diesem Forum las ich wenig fundierte Kritik. Am meisten bestürzt haben mich Cenors zwei Konsequenzen, die aus Sarrazins Thesen folgten, wenn sie zuträfen: Entweder Deutschlands Untergang oder Rassengesetzgebung. (Ich hoffe, das war nur provozierend gemeint, um die fatalen Konsequenzen offenzulegen). Implizit steckt da drin, dass man Sarrazin folgen müsse in seinen ausländerfeindlichen Zukunftsplanspielen, wenn seine Gegenwartsanalyse korrekt wäre. Und da die Mehrzahl der Bevölkerung ihm die Gegenwartsanalyse laut der Umfrage abnimmt... |
31. Aug 2010 09:22 re
> Und da die Mehrzahl der Bevölkerung ihm die der dumme Europäer hat schon immer vor fremden Türen gekehrt.. |
31. Aug 2010 09:47 re:
Antwort auf: re von: Emma78 > Auch in diesem Forum las ich wenig fundierte Kritik. Nun, den Thesen über Intelligenz oder genetische Abstammung tatsächlich noch "fundierte" Kritik entgegenzusetzen, wäre doch fatal, würde man damit doch nur suggerieren, dass es sich dabei um wirklich diskussionswürdige Modelle handele. Wäre Sarrazin nicht Vorstand der Bundesbank - sein Buch würde wohl neben denen von Udo Ulfkotte im Kopp-Verlag erscheinen. Und Ulfkotte diskutieren wir hier doch aus guten Grund auch nicht, sondern ziehen seinen Jüngern einen mit dem Holzhammer über. |
31. Aug 2010 10:09 re
> Nun, den Thesen über Intelligenz oder genetische Du machst dir etwas vor. Bei uns wird beispielsweise der IQ als wichtiges Kriterium aller möglichen Ausbildungs- und Karriereentscheidungen herangezogen. Bei internationalen Vergleichen schneiden unter anderem Länder südlich der Sahara vergleichsweise schlecht ab (auch in sogenannten cultur fair tests). Wir können nicht den IQ als Ausleseinstrument verwenden, wenn es uns passt, und erschrocken schweigen, wenn es uns nicht passt. Das gehört ausdiskutiert, weil die Daten auf dem Tisch liegen. Willst du wirklich dazu schweigen und Sarrazin und co. das Wort und die Deutungshoheit über die empirischen Studien überlassen? Ich nicht, diese internationalen IQ-Studien sollten sehr kritisch beleuchtet werden. Dazu muss man hinschauen, sonst geht das nicht. Zu den Genen. Ich habe während meiner Schulzeit gelernt, dass die Häufigkeit eines negativen Rhesusfaktors in verschiedenen Ethnien unterschiedlich hoch ist und es damit zusammenhängt, wie das entsprechende Gen verteilt ist. Die paar Gene, die Hautpigmentierungen bestimmen, sind bekanntermaßen auch an Ethnien gebunden. Jeder kennt also verschiedene Beispiele. Willst du das totschweigen und Sarrazin das Diskussionsfeld überlassen? Zu dem Judengen: Ich weiß nicht, was dieses Gen bewirken soll. Vielleicht kleinere Ohrläppchen oder einen höheren Sinn für Humor oder eine verbesserte Teilfähigkeit zu dieser fantastischen jüdischen Musikkultur. Es kommt darauf an, Informationen richtig einordnen zu können, dazu bedarf es offener Diskussion, und nicht in ein verordnetes Schweigen zu verfallen. |
31. Aug 2010 10:16 re
> Du machst dir etwas vor. Bei uns wird beispielsweise der nehmen wir mal an - diese tests machen sinn "wer hats erfunden?" genau weissarsch besserseinwoller |
31. Aug 2010 10:49 re
> nehmen wir mal an - diese tests machen sinn Machen sie nicht - sie bilden eine kulturbedingte Lernleistung ab. Der gleiche Schmonzes, wie Begabungstests, Eignungstests, ACs und sonstige Psychodiagnostik. Gemessen wird whatever mit whoever-and-his-norms als Referenz. Bugs Bunny trifft da vernünftigere Aussagen ;) |
31. Aug 2010 10:58 re
na deswegen waren da ja auch gleich culture fair tests genannt... wasn witz... bei fremder Kultur wird e bissel Fairness eingebaut.. |
31. Aug 2010 11:03 Übersetzungsfehler
Culture Fair Tests meint: Kulturmessen-Tests ;) |
31. Aug 2010 11:17 so ...
Antwort auf: re: von: howardmarks > Und Ulfkotte diskutieren wir hier doch aus gehts natürlich auch, du bist schon ein toller Moderator .... |
31. Aug 2010 10:02 re
Antwort auf: re von: Emma78 > Auch in diesem Forum las ich wenig fundierte Kritik. Falsch, es gab mehr als genug fundierte Kritik, wenn auch teilweise sehr scharf formuliert. Die relevanten Kritikpunkte die in der TV Diskussion zur Sprache kamen fanden sich auch alle hier im Forum, insbesondere die wahre Motivation Sarrazins die Aufmerksamne zuschauern wohl nicht entgangen sein dürfte. Das der Ton dementsprechend hart ist liegt in der Tatsache, daß solche Lügen und Halbwahrheiten wie Sarrazin sie verbreitet sozialen Sprengstoff darsellen. Und wer sich in maßloser selbstüberschätzung so weit aus dem Fenster lehnt wie Sarrazin muß sich nicht wundern wenn vehement gegen ihn geschossen wird. |
31. Aug 2010 14:10 re
Antwort auf: re von: Emma78 > Falls dieses Umfrageergebnis von n-tv die Meinung in Das glaube ich nicht. Sarrazin ist an die Öffentlichkeit getreten, nicht an eine Fach-Öffentlichkeit. Ich denke die Empörungsreaktionen sind absolut notwendig, denn dies ist die angemessene Form der Antwort in diesem Medium, die mit Emotionen codiert ist. Die Intellektuellen können sich ihren Teil alleine denken. Wichtig ist, dass die Öffentlichkeit den richtigen Eindruck bekommt. Die Masse der Bevölkerung, die sich überhaupt damit beschäftigt, wird weder die Thesen prüfen, noch ihre Kritik fachlich hinreichend einschätzen können. Schon aus zeitlichen Gründen. Oder bin ich zu pessimistisch? Nein, ich glaube nicht. Der Punkt ist jedenfalls, dass Vernunft und rationales Argumentieren in den Medien nichts weiter als rhetorische Mittel sind, die die Aussage transportieren, dass sich eine scientific community ernsthaft damit beschäftigen muss. Das ist ja nicht der Fall. Sarrazins Behauptungen klingen wie die eines Nazis im ersten Semester Soziologie, der noch nicht weiß wie man mit statistischem Material umgeht und wie das mit der Interpretation ist, etc pp. |
31. Aug 2010 16:01 re
Empörung zeigen ist ja begrüßenswert, wenn es sich nicht darauf beschränkt. Mein Kritikpunkt war hauptsächlich, dass die Öffentlichkeit kaum etwas anderes mitbekam als die Empörung. Und die wirkt durchaus gekünstelt bei einigen der jetzt Empörten, hatten sie doch in letzter Zeit durchaus ähnlich klingende Ansichten salonfähig gemacht (z.B. anlässlich des Minarettverbots oder in der Kopftuchdiskussion). |
31. Aug 2010 16:59 Genau das sagte ich bereits:-))
Das große Vakuum nach der Empörung. Ich sprach es immer wieder an- also gab es (auch von anderen) fundierte Kritik. Menschen wie Sarrazin brauchen diese Empörung. Balsam für sie, wenn sie merken, was sie da anrichten. Es ist beabsichtigt, gehört zum Ego der Provokateure, und wenn es ihnen mit gleicher Münze heimgezahlt wird, dann freuen sich die Rechtsextremen, weil ihnen selbst nichts besseres einfällt....siehe hier. Wenn einer auf Schwein Sau sagt, empören sich die Rechten hier natürlich nur über die Sau und reden (ausgerechnet sie!) von Fäkaliensprache. Die Falle der geistigen On/anie ist groß und schlecht getarnt. Alle wissen, warum sie da reinfallen. Und immer wieder gehen wir den Sarrazins dieser Welt auf den Leim. Anders wird ein Schuh daraus: Wenn Sarrazins hirnrissige Thesen dem Tatbestand der Volksverhetzung entsprechen, darf sie auch niemand im Spin mehr verbreiten oder verteidigen. Volksverhetzung ist strafbar. Für strafbare Handlungen müsste es eine Generalsperre geben (und das sage ich, der von Sperren sonst überhaupt nichts hält). Ansonsten zählen glasklare Argumente- aus die Maus. Sarrazins Anhänger freuen sich tierisch über jeden neuen Thread und könnten endlos weitermachen. Den Widerspruch mancher Empörung benennt Emma zu recht, aber mehrere Threads zu spät. Es kommt jetzt auf die Bundesbank an, dass sie angemessen reagiert. Es kommt auf die SPD an, sich nicht noch einmal zu blamieren und Sarrazin jetzt endgültig auszuschließen. Ansonsten ist allergrößte Ignoranz seines Auftretens und seiner dummen Thesen nach reiflicher Gegenrede nicht das schlechteste Mittel. Und dann wünsche ich mir Wissenschaftler und Insider, die Sarrazins Thesen vernünftig, klar und präzise in der Luft zerreissen. Populistisches habe ich jetzt weiß Gott genug gehört. |
01. Sep 2010 09:06 re
Für mich ist das populistische Auseinandersetzungsniveau mit Sarazzins Thesen Mitursache für solche Beifallsbekundungen:
Es wird Zeit, dass die Wissenschaftler kommen und die Demagogen gehen. |
01. Sep 2010 11:35 re auf Emma78
An der SPD-Basis findet Sarrazin nach einem Bericht der Auch der neue Vorsitzende Gabriel räumt heute in einem BILD-Interview - Titel "kann man in Deutschland heute noch seine Meinung sagen" ein, dass ein Parteiausschluss Sarrazins seiner Partei nur sehr schwer zu vermitteln sein wird. Die SPD ist ja zur Zeit nur dank der Schwäche von schwarz/gelb in einem Umfragehoch, weiß aber aus der Vergangenheit nur zu gut, wie schnell sie wieder im Keller landen kann. |

