Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: September 2010: 2010
29. Aug 2010 14:36 2010
65 Jahre nach den Ende der Naziherrschaft und dem Ende des 2. Weltkrieges finden Sarrazins Thesen eine , wenn man den Äußerungen glauben darf, eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Gibt es in Deutschland immer noch eine große Sehnsucht nach "geordneten Verhältnissen" , wenn notwendig auch unter einer authoritären Führung? Sind wir in diesem Land überhaupt reif für pluralistische Meinungen oder sitzt der Wunsch nach einer Obrigkeit, die alles für uns entscheidet und richtet doch noch sehr tief? Die Akzeptanz der von uns gewählten demokratischen Regierungen sinkt ständig, ebenso die Bereitschaft sich an den Wahlen zu beteiligén. Die Staatsform der Demokratie war nicht der ausdrückliche Wunsch des Volkes. Sie wurde uns nach der Niederlage als Staatsform ohne Alternative von den Westalliierten verordnet, basierend auf deren eigener Erfahrung mit der Demokratie in ihren Ländern. In den Jahren des Aufbaus war die Frage der Staatsform des eigenen Landes eher nebensächlich. Das Land wurde in den ersten Jahren von einem Mann geführt, Konrad Adenauer, der zwar demokratisch gewählt war, aber in seinem Führungstil auch bei der eigenen Partei, durchaus autoritäte Züge zeigte. Fehlen uns heute solche Authoritäten? Sind unsere Regierungen in ihren Entscheidungen zu beliebig? Fehlen die klaren Linie, die den Menschen Orientierung bieten? Wir zuviel diskutiert, zu viel zerredet und zu wenig gehandelt? |
29. Aug 2010 19:53 Authoritäten
fehlen jedenfalls, sonst würde autoritäres Auftreten nicht |
29. Aug 2010 21:07 re
Antwort auf: 2010 von: Bolko sarrazin findet nicht aus nazihaften gedankengut zuspruch in der bevölkerung, |
29. Aug 2010 21:10 Mhm
Es ist interessant zu beobachten, wie groß die Schnittmenge zwischen Rechten und selbsternannten Linken doch wirklich ist. |
29. Aug 2010 21:46 re
wer mich für was hält ist mir schnurz piepe, meine familie weiss |
29. Aug 2010 21:49 re
Das ist aber nicht "gegen den Strom-schwimmen", sondern das mitschwimmen in einer (ziemlich schlammigen) von vielen Strömungen. |
29. Aug 2010 23:04 re
das ist deine meinung, ich hab ne andere dazu, |
29. Aug 2010 21:59 re
Antwort auf: Mhm von: ineffizient schon immer war.. die rechten sind links national da sind die schnittmengen logischerweise sehr gross.. |
29. Aug 2010 21:21 re auf Pauline
Antwort auf: re von: pauline44 sarrazin findet nicht aus nazihaften gedankengut zuspruch wenn ich richtig informiert bin ist Sarrazins Frau Grundschulllehrerin und wer weiß welche Erfahrungen sie gemacht hat in einer Multi-Kulti-Klasse. Irgendwo müssen seine Ansichten ja entstanden sein. |
30. Aug 2010 06:24 OT
Antwort auf: re von: pauline44 |
31. Aug 2010 09:27 re
Antwort auf: re von: pauline44 lese beim morgenkaffee gerade deine meinung und will dazu mich auch demokratisch äußern. klar er kann sagen was er will und, vermutlich, weil er ein alter mann in gehobener position ist, auch reich und so, es auch geschafft hat, sein buch zu veröffentlichen, was nicht jedem gelingt, also vermutlich wegen aller solcher gründe, nimmt man das, was er sagt sehr ernst. natürlich nehmen wir es auch ernst, weil wir erzogen worden sind dazu, alte leute zu ehren und alte männer sowieso. und weil wir es so ernst nehmen und alle miteinander einen an der klatsche haben, was diese ganze rederei angeht, reagieren wir drauf. warum auch nicht, schuld ist die erziehung, wie schon gesagt. jetzt mal was zu dem, was er gesagt hat: ich finds scheiße. sagte er, sein großer zeh sei jüdischen ursprungs, seine ohrmuschel links und die andere irgendwie schräg, seine ellenbogengelenke, beidseits (!), ziemlich stark die türkischen kopftuchtragenden schulmädchen hassten, hätte ich vermutlich starkes und anhaltendes interesse an dieser person und diesem mann und würde mich gerne mit ihm beschäftigen. tut mir leid, so bin ich halt drauf. schräge leute sind mein ding. aber das, was er sagt, ich muß gähnen. abgeratztes langweiliges zeugs, zudem hilfts ja nicht weiter. leider schreibst du auch etwas davon. multi kulti hätte man gesagt, ja, hat man, und heute hätten wir die folgen. na, kann man so sehen, obwohl ich es anders sehe, aber du kannst ja sehen wie du willst. nur, die leute, die man damals aus ihren arbeitsarmen ländern hierher gelockt hat, angeworben heißt das wohl, die können nix dafür. auch nicht "die russen", und all die, die wir heute importieren, damit wir wieder welche dahaben, auf denen man rumtrampeln kann. aktuell wollen wir ja nur noch solche, die schon was gelernt haben, westliche standards und so - na, das ist verständlich, wir sind allgemein für mehr bildung. bildungsoffensiven dürfen nicht aufhören bei ausländereinfuhren. soweit meine meinung, ganz persönlich natürlich, und sicherlich unvollständig und oberflächlich geschildert. wenigstens mal mit paar absätzen hier rein getippselt, für die ganzen absatzfreaks. entlassen werden sie den nicht, er ist ein total medienfüllender körper. geistkörper deutscher medien, wobei ich davon ausgehe, daß auch die gelder hierfür längst vom internationalen, kosmopolitisch tätigen sponsorenbereich der freien märkte kommen. hierfür habe ich weder link noch beweis, auch keine eingebung, nein, auch hier handelt es sich nur um eine vermutung. wie ich schon schrieb. |
31. Aug 2010 11:21 re
ich kann dazu nur meinen, wer alles was er liest ernst nimmt |
31. Aug 2010 19:15 re
alles schwachmatisch, ganz klar. |
29. Aug 2010 23:25 well...
Antwort auf: 2010 von: Bolko > Fehlen uns heute solche Authoritäten? Sind unsere 1. Jein... damals war wohl einfach ein anderer Schlag Mensch am Ruder mit völlig anderen Erfahrungen (Krieg, Entbehrungen in der Kindheit usw.) und EVENTUELL konnten sich beide Seiten besser ineinander hineinversetzen? 2. In einer schnelllebigen Zeit, wo jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, nicht weiter verwunderlich..nur könnt ich da von einer polit. FK mehr "langfristiges Denken" und Standfestigkeit/klare Kante erwarten und mehr "KOMMUNIKATION" sprich: Warum und wieso jetzt z.b. der Ausstieg aus dem Atomausstieg sein muss und net dieses Peinliche "Wer kauft wen und wieviel kostet das?"-Theater 3. Eher dass am Ende einer Diskussion, wenn es Zeit zum Handeln wäre nur noch so'n Kleinstkompromiss rauskommt, welcher unterm Strich nichts ändert. Und all das bei mehr und mehr Bürgern, denen dieses Theater langsam aber sicher zum Hals heraus und noch mehr am Arsch vorbeigeht... Wenn da ein Sarrazin sein Buch als Info-Häppchen serviert und sich dann noch als neuster Klartext-Fetischist präsentiert, verwundert das eigentlich nicht, dass er auf so hohen Zuspruch stösst. Nur das macht den Inhalt seines Buches nicht wahrer ;) |
29. Aug 2010 23:35 re
Antwort auf: 2010 von: Bolko Deutschland......... aus Minderwertigkeitsgefühl geboren in Grössenwahn verfallen, zweimal auf den Boden geholt, geleimt, zerstückelt, geleimt und zersplittert. 130 Jahre viel Lärm um nichts und Millionen von Toten. Immer wenn er sich rührt ist er nur eine Identitätsfrage als Gegenentwurf. Immer noch die selbe Eifersucht, immer noch die selbe Minderwertigkeit. Und da stören die fremden Gesichter, Geräusche, Gerüche, die Vaterlandslosen und die zum Herrenmensch nicht taugen oder nicht streben. Es sind nicht die Bayern, Sachsen, Schwaben, Friesen und Rheinländer - es ist dieses Deutschland - diese Idee deren wahnhafte Verwirklichung sich als säbelrasselnder Preusse an unsere melancholischen Bastlerseelen gehängt hat, die im Geräusch der Kanonen nun Blut und Boden dichten und Macht und Geld denken. Diese Nation ist eine Mi?geburt und der Schoss aus dem sie kroch bringt immer neue Schreihälse hervor, die Kultur und Rasse bewahren wollen, bis der Tag der Glorie kommt. Die Wiedergeburt des heilgen römischen Reiches deutscher Nation unter einem mythischen Königheil das unter dem Kiffhäuser ruht. Wir müssen mit diesem Mist endlich aufhören. Das hat nie zu etwas gutem geführt. |
30. Aug 2010 13:49 re
> Diese Nation ist eine Mi?geburt Leuten vorschreiben zu wollen, als was sie sich fühlen sollen, wird niemandem gelingen - nicht einmal dem eifrigsten Forenschreiber. Ich schätze, die Mehrzahl der Deutschen fühlt sich als solche. Wenn du persönlich dich ausschließlich als Württemberger oder weiß der Himmel was ansprechen lassen willst, o.k., da lässt sich drüber reden. Wie auch immer ist direkt damit kein Problem verbunden. Die Naziverbrechen den Deutschen zuzurechnen, geschieht mit Recht. Man müsste sie aber ebenso den sich als Bayern, Pfälzern, Sachsen usf. definierenden Menschen nicht minder zurechnen. Was nach einen Jahrhundert voller Kriege auf den Prüfstand der Geschichte zu stellen wäre, ist die Idee des Nationalstaates ansich: M. E. hat ein Staat zu funktionieren. Seine Politiker sollen möglichst vernünftig agieren. Eine gewisse Größe der Staatsgebilde scheint mir Sinn zu machen. Aber ob der Staat ein nationaler ist oder nicht, kann uns m. E. Jacke wie Hose sein. Wenn uns das klar wird, mag sogar diese Republik noch besser werden. |
31. Aug 2010 14:01 hm...
Antwort auf: re von: Cenor Die "Kultur" bewahren...?! Was spricht denn da eigentlich dagegen? Das begreife ich nicht so ganz. |
31. Aug 2010 14:34 re
Niemand wird gehindert seine Kultur zu bewahren. Du kannst in die Volkstanzgruppe gehen, Jodeln, Weisswürste mit Kraut essen und in Kniebundhosen und rotkarrierten Hemden wandern bis zum abwinken und dazu Heino aus dem Kofferradio hören. Was die Deutschtümler wollen ist, dass gleichzeitig niemand anders in ihrem Land auch Kultur ausübt. Dieses Deutschland mit seiner Leitkultur existiert nur als Fiktion. Das ist nur ein Pseudoargument um die eingene Fremdenfeindlichkeit zu begründen. |
31. Aug 2010 15:01 hm...
> Niemand wird gehindert seine Kultur zu bewahren. > Was die Deutschtümler wollen ist, dass gleichzeitig > Dabei haben wir das längst. Gibt es dann tatsächlich einen Grund, sich zu sorgen? Denn das, was an... Fremdkultur?... hier herrscht, ist doch schon eine Menge, die man auch nicht mehr ändern kann... Und somit kann man den "Deutschtümlern" auch nur noch abwinken und kann sie keinen Deut ernst nehmen. |
31. Aug 2010 15:02 im
Prinzip schon.. aber wenn ein Politiker bei der deutschen Bank sowas sagt... ist das schwer zu ignorieren.. oder? |



