Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: September 2010: Fachkräftemangel
24. Aug 2010 20:29 Fachkräftemangel
Mit dem beginnenden Aufschwung stöhnt die Wirtschaft unter einem sog. Fachkräftemangel. Frau v. d. Leyen meint dazu, es gibt in Deutschland zu viele Menschen die unter ihren Fähigkeiten arbeiten. Diese Aussage betrachte ich als reinen Hohn. Sie vergisst dabei offensichtlich das ältere Arbeitnehmer , überaus qualifizierte Fachkräfte, über HartzIV in 1.Euro Jobs gesteckt worden sind, oder gezwungen wurden, unter Androhung von Lebensunterhaltssicherungsleistungskürzungen jeden auch nur erdenklichen Scheissjob annhemen zu müssen. Diese Regierung hat wie schon andere zuvor auch wieder einmal versäumt, zum einen mehr in die Bildung und Ausbildung, sprich auch Förderung der Familien mit Kindern, zu investieren. Zum zweiten hat sie qualifizierte Facharbeiter und Fachkräfte durch HartzIV in eine Armut getrieben die in der Konsequenz auch dazu geführt hat das Arbeitnehmer mit ausreichenden Qualifikation Jobs annehmen mussten die nicht ausreichten ihre Familien zu versorgen. Frau von der Leyen hatte weder Ahnung von Ihrem Job als Familienministerin noch hat sie Ahnung von ihrem Job als Ministerin für Arbeit und Soziales. Ich frage mich immer wieder für wie dämlich halten diese unfähigen Politfiguren eigentlich die Menschen in diesem Land. |
24. Aug 2010 20:59 re
die politiker halten die leute für dumm, für sehr dumm sogar. |
25. Aug 2010 07:01 ach ja ...
> In meinen augen ist u.a.der 1euro-job schon fast diese Leute haben die Möglichkeit sich zum Regelsatz etwas dazu zu verdienen, Warmmiete bekommen sie ja auch noch. Deine Aussage ist schlichtweg eine Unverschämtheit. |
25. Aug 2010 07:07 re
> Deine Aussage ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Weil... |
25. Aug 2010 10:21 re
Antwort auf: ach ja ... von: Einstein Inwiefern unverschämt, weisst du was hier so alles los ist,weisst du wie es ist überall ausgegrenzt zu werden.Wenn man keine einladung zu einem kaffee mehr annehmen kann,weil man kann sich nicht revangieren. und die 1 eurojobs... erstmal haben/finden!Man sollte mal dran denken dases gegenden gibt da liegen die jobs nicht auf der strasse.Und das mit der sklaverei.... klar doch ist *normal* das normale arb.plätze eingespart werden und die leute zu billigstlöhne die arbeit machen ,die früher reguläre Jobs waren.ich gönne jedem den job, ABER nochmehr wenn man etwas mehr von dem bischen behalten könnt. |
25. Aug 2010 13:36 Fragen?
Auf welche Arten von Jobs haben Sie sich beworben? |
25. Aug 2010 15:13 re
Und was für Fragen kommen, wenn sie all diese Fragen "richtig" beantwortet, wenn sie nach menschlichem Ermessen alles richtig gemacht hat? Dummerweise ist genau das bei den Menschen, die am meisten unter ALG2 leiden nämlich der Fall- sie tun alles was im Rahmen ihrer Möglichkeiten liegt, und werden dann trotzdem noch dumm von der Seite angemacht . |
25. Aug 2010 16:32 Well das ist Frage
Ich habe einen Fall im erweiterten Bekanntenkreis, der ist gelernter Bürokaufmann und lief zu Bewerbungen mit Sandalen ohne Socken, Jogginanzughose und fleckigen Hemd, manchmal sogar ungeduscht und konnte sich dann auch nie erklären warum er in 3 Jahre 200 Absagen kassiert hat. |
25. Aug 2010 16:34 ähm...
> Ich habe einen Fall im erweiterten Bekanntenkreis, der ist Du bist sicher, dass der "Bürokaufmann" gelernt hat? :) |
26. Aug 2010 01:21 Jepp *nt*
*Weiter gehen hier gibt es nichts zu sehen. ;)* |
25. Aug 2010 20:08 re
Antwort auf: Well das ist Frage von: Weltversteher Es gibt aber nunmal eine Menge Faktoren, die man gar nicht beeinflussen kann- das eigene Alter, vorhandene Kinder die auf den Arbeitgeber abschreckend wirken1, allgemein schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt, längere Krankheit und damit geringere Belastbarkeit und/oder einfach ein verpasster Anschluß.. |
26. Aug 2010 20:01 Ach ja..
25. Aug 2010 10:38 Re:
Antwort auf: ach ja ... von: Einstein ich finde es eine unverschämtheit wie man diese art von arbeit(?) toleriert. das ist aus meinen augen der grösste skandal ! wie man es geschafft hat, das eine schicht der gesellschaft diese art und form der arbeit zugelassen hat ?! dazuverdienen kann man sich auf jede art und weise, aber nicht auf diese. |
25. Aug 2010 19:29 re
Antwort auf: re von: Tulpas* > die politiker halten die leute für dumm, für sehr dumm wie kommst du darauf? |
25. Aug 2010 19:42 re
Die einzige Alternative wäre: sie selbst wären noch dümmer ,) |
25. Aug 2010 19:59 re
Es handelt sich nicht um Dummheit sondern um eine Wahrnehmungsstörung. Und da die Politiker isoliert unter der Käseglocke nur mit anderen Mitspieler zu tun haben und mit den Hinweisen, die die Spielleiter ihnen geben, sind sie zur Wahrnehmung der Lebenswirklichkeit der Menschen schlicht nicht in der Lage. Eine Demokratie funktionert nur solange, wie Menschen mit echten Berufen und echter Lebenserfahrung Politik machen, sobald die erste generation herangewachsen ist, die unter der Käseglocke sozialisiert wurde, bricht das System in die Knie, weil die Politiker ein Land regieren, das nicht existiert. |
24. Aug 2010 21:20 re
Antwort auf: Fachkräftemangel von: agricola Dein Jammern hilft niemandem. Mangelberufe sind beispielsweise Altenpflege, Kindererziehung, Ingenieurswesen. Die beiden wichtigsten Sofortmaßnahmen neben den nachhaltigen strukturellen Verbesserungen in der Ausbildung sind eine Überarbeitung des Zuwanderungsrechts und eine Weiterbildungsoffensive. |
24. Aug 2010 23:40 Eine
Überarbeitung des , wie Du schreibst, Zuwanderungsrechts, was auch immer das sein mag, wäre letztendlich nur ein Tropfen auf einem heissen Stein. Löst als grundsätzlich gar nichts. Die Versäumnisse der Vergangenheit sind es, die diesen politischen Nichtskönnern zu denken geben sollte. Jetzt eine Verbesserung in der Ausbildung löst das aktuelle Problem nicht. Es wäre Zukunftsperspektive. Es geht hier auch nicht um irgendein Jammern sondern darum wieder einmal deutlich zu zeigen, was für politische Nichtskönner sich auf Posten rumtreiben auf denen sie nichts verloren haben und unserer Volkswirtschaft grossen Schaden zufügen. |
25. Aug 2010 08:09 ach, in den beiden
Antwort auf: re von: Emma78 erstgenannten berufen würden anständige entlohnung und gesellschaftliche reputation schon mal ausreichen. dazu alle paar jahre zusätzlichen urlaub, gleichgestellt mit lehrern in etwa. muß ja nicht in den sommerferien sein, aber statt fünf wochen etwa zwölf im jahr - da braucht man nicht diesem idiotischen geschrei nach mehr fachkräften auf den leim zu gehen. was das ingenieurswesen angeht: ich kenne drei herren, die seit jahren alles mögliche machen, um sich durchzubringen, nur nicht ihren erlernten beruf: ingenieur. dann kenne ich welche, die einfach verheizt werden, in ausübung ihres jobs, direkt in die leiharbeit, gleich nach dem studium, und nun düsen sie durch die weltgegend, damit sie die "projektarbeit" überall weitermachen dürfen. |
25. Aug 2010 09:18 re
Antwort auf: re von: Emma78 Wie lange würde denn so eine Weiterbildungsoffensive dauern? Wer würde diese denn beginnen, welche Leute wie und von wem bezahlt freigestellt? Welche Hilfe bringt eine Überarbeitung des Zuwanderungsrechts, wenn bspw. Anlagenbauingeneure gesucht werden, bei denen sich ausländische MA erstmal ~12 Monate in DINs und ENs, ADHPs usw. einarbeiten müßten? Und wie sieht eine "nachhaltige strukturelle Verbesserung in der Ausbildung" konkret aus? In den typischen Mangelberufen ist ja geradezu Usus, daß Firma X Stellen dadurch besetzt, daß sie MA der Konkurrenz requiriert. Da wird seit über 20 Jahren kaum oder wenig ausgebildet, und man will nur fertige Leute im Job. Wie will die Politik hieran etwas ändern? |

