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Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: August 2010: CDU/CSU

30. Aug 2010 09:20
CDU/CSU

Warum hängt sich die CDU immer noch an die kleine CSU, wenn beide doch eh nie mit einer Stimme sprechen?

Hätte eine bundesweit agierende CSU Potential, oder ist sie eher sowas wie bayrische Folklore?


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30. Aug 2010 09:33
re

Emma78
(Gelöschter Nutzer)

Die Unterschiede werden viel zu sehr hochgespielt. In geschätzten 97% aller Sachfragen herrscht Konsens, das rechtfertigt eine gemeinsame Fraktion im Bundestag.

Die Folgen einer Trennung sind schon nach dem Kreuther Trennungsbeschluss 1976 sehr genau untersucht worden. Beide Parteien würden darunter leiden. Das musste die CSU, damals unter Strauß, recht schnell einräumen.


30. Aug 2010 11:06
re

EarthTwin
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

wenn man den Baum vor lauter Bäumen nicht sieht werden solche Fragen gestellt:

Antwort:

Koalitions Beispiele:

CDU/CSU & FDP
Wer sitzt am Tisch?

Merkel Seehofer Westerwelle

CDU/CSU & SPD
Wer sitzt am Tisch?

Merkel Seehofer Gabriel

ergo C ist immer in der Mehrzahl...

einzige Sinnvolle Koalition:

CDU/CSU & Bündnis90/die Grünen
Wer sitzt am Tisch?

Merkel Seehofer Özdemir Roth
nettes Patt :-)


30. Aug 2010 11:27
Auf..

Nexus
suxeN

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

> Hätte eine bundesweit agierende CSU Potential [...]?

..jeden Fall, der CSU prognostiziere ich z.B. für Norddeutschland rauschende Wahlerfolge mit Ergebnissen von bis zu 1,3 Prozent. Aber da muss dann auch wirklich alles passen.


30. Aug 2010 12:40
doppelt

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

ich frage mich immer, warum ein CSU-Generalsekretär was zu der Bürgeschaftswahl in Hamburg sagen darf und zu Wort kommen, die CSU tritt hier nicht, das nervt, die doppelte Stimme der Union in solchen Runden .


30. Aug 2010 13:01
*schmunzel*

Weltversteher
(Gelöschter Nutzer)

Nur weil bei euch die Aufteilung zwischen SED Ost und DKP West nicht geklappt hat, so ein Gejammere. ;)


30. Aug 2010 13:03
re


Adept männlich
Martin aus Niedersachsen

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

FJS konnte seinerzeit der Schwesterpartei mit der Ausweitung der CSU auf ganz Deutschland drohen. Das machte Eindruck bei den 'Nordlichtern'. Strauß wurde zitiert mit dem Satz, es sei ihm egal, wer unter ihm Kanzler sei. Der wohl auf Kohl gemünzte Satz zeigte wohl, dass er - wie wohl die meisten Leute .
'die Birne' vollkommen unterschätzt hatte.

Heute ist dank politischer Fehlentscheidungen und schmalbrüstigen Führungspersinals der Zauber der CSU halbwegs gebrochjen. Die Drohung der Ausweitung der CSU aufs Bundesgebiet würde nur noch Kopfschütteln auslösen - bis in die Berliner Fraktion der CSU hinein.

Ich zweifele sogar daran, dass Parteigründung über 'Dependancen' funktionieren kann. Derlei Ansinnen müsste in der Bevölkerung aufflammen. In der aber grüht diesbezüglich nicht einmal ein Docht.


30. Aug 2010 13:04
hmmm

KlausTaler
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

>
> Hätte eine bundesweit agierende CSU Potential, oder ist
> sie eher sowas wie bayrische Folklore?

Ausserhalb Bayerns verliert dieses "Mir-san-mir"-Mantra seine Zauberkraft...


30. Aug 2010 13:44
re

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

Ich glaube her, dass einen bundesweit agierende CDU der CSU in Bayern erheblich Wähler abnehmen könnte, während eine bundesweit agierende CSU völlig chancenlos wäre.


30. Aug 2010 16:31
re

graupel
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

> Hätte eine bundesweit agierende CSU Potential, oder ist
> sie eher sowas wie bayrische Folklore?

Nun, vereinzelte, tollkühne CSU-Granden hoffen, dass der CSU endlich wieder die Ausdehnung in ganz Bayern gelänge, seit Stoiber ist zumindest der Weg zum Flughafen bekannt. Grundsätzlich können sich Lichtgestalten wie Seehofer o. Söder natürlich nicht mit bundes-o. europaweiter Ausdehnung der CSU zufrieden geben - sobald die globale Wählererfassung den Nano- bzw. Piko-Bereich passgenau abbilden kann, wird die Münchner Staatskanzlei losschlagen. Mit dem ambitionierten Ziel "das universelle Nichts" ist man ohnehin programmatisch ausreichend bestückt.


30. Aug 2010 17:29
re

scusi
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

Michael Wolffsohn prophezeit hier der CDU eine Spaltung in "Freisinnige und Altkonservative", eingeleitet durch Koch und Merz – die FDP wird verschwinden.


30. Aug 2010 17:36
re

Der freisinnige deutsche Konservativismus ist sowohl deutsch als auch europäisch und zugleich weltbürgerlich. Ob das eine Merkel- oder Von-der-Leyen-Partei wird, ist unwichtig. Die gesellschaftliche Strömung ist vorhanden. Und wenn wir (irgend etwas) aus der Geschichte lernen, so dies: Wo und wenn gesellschaftliche Strömungen sich nicht im Parteienspektrum wiederfinden, gibt es Partei-Neu- oder Umgründungen.

Und da ensteht ein natürlicher Koalitionspartner für die Grünen, wenn das passiert.
Eine liberale bürgerliche Mitte, nachgerade eine Traumvorstellung.


31. Aug 2010 11:47
Kommentar

Antwort auf: re von: scusi

Das sind ja goldene Zukunftsaussichten.

Eine geteilte CDU, plus Piratenpartei und einer weiteren/rechten Populistentruppe, da Leute wie Sarrazin in Volksparteien anscheinend kein Gehör finden.

Dann haben wir bald italienische Verhältnisse und können alle 18 Monate zur Neuwahl pilgern.


31. Aug 2010 19:19
genau

Dann haben wir bald italienische Verhältnisse und können
> alle 18 Monate zur Neuwahl pilgern.

haben wir doch schon siehe Schleswig-Holstein, die CDU-FDP Regierung hat 27000 Stimmen weniger als die SPD, Grüne, Die Linke hat aber trotzdem durch Überhangmandate eine Stimme Mehrheit, doch das Verfassungsgericht hat sie gestoppt, das Bundesland muss neu wählen, leider erst 2012, schade, die Schwäche von der FDP und CDU hätte gerne gesehen, wie sie noch ein Bundesland verlieren um im Bundesrat keine Mehrheit in allzu naher Zukunft zu gewinnen.

Finde immer nur Lustig das die FDP und CDU nicht als Populisten angesehen werden, sind ja auch Lobbyisten :D


31. Aug 2010 19:48
re

Antwort auf: CDU/CSU von: Inquisition

>
> Hätte eine bundesweit agierende CSU Potential, oder ist
> sie eher sowas wie bayrische Folklore?

jedenfalls ist sie ziemlich bayrisch drauf. vielleicht könnte man ja auch eine csu bawü machen? und eine spd ba? und so weiter und so fort. man könnte dann mehr mitmachen auf kommunaler ebene und wir hätten viel mehr leben in der bude. bei grünen bawü würde ich sofort mitmachen, da sind gute leute dran, bei den linken dagegen nicht, die ex-wasg-leute sind alle frustriert und depressiv.


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