Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: April 2010: vom Wert eines Menschen
19. Mär 2010 23:55 vom Wert eines Menschen
Vom Wert eines Menschenlebens Mike sitzt am Joystick einer Superkrake, eines Jagdjets mit Supersensoren, hinter ihm sitzt sein Copilot, der die Sensoren interpretiert. Der Jet rast mit Mach 2 über den Gazastreifen. „ Mike , ich hab ihn, ich ruf gleich sein Mobil an und programmiere die Supergun drauf, da ist auch schon sein Wärmebild, was meinst du soll ich auf die rechte oder linke Herzkammer zielen? „ „Egal , Hauptsache er verschwindet für immer „ und schon vermischte sich der Feuerball der Rakete mit den Abgasen des Ablebens die gen Himmel stiegen. „ der brauch nicht mal sein Begräbnis bezahlen, da von ihm nichts mehr übrig ist „ , hörte Mike im Bordlautsprecher. „ Hast du gesehen, da waren seine Kinder mit an Bord, die haben sich auch gleich in Rauch verwandelt „ Na was soll`s , da ist die Brut gleich mit vernichtet „, hörte Mike in seinem Ohr funeumel |
20. Mär 2010 00:39 in einem Krieg...
...gibt es Opfer, Beteiligte , wenn man Soldaten so bezeichnen will und Unbeteiligte , wenn man Zivilisten so nennen will. Das ist die Realität. Das Beste wäre, es gäbe gar keine Kriege, aber so weit, die Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens einzusehen, bei dem es sehr wenige Gewinner aber sehr viel Verlierer gibt, ist die Menschheit offensichtlich noch nicht. Deutschland hat sich, aus welchen Gründen auch immer, in diesen Krieg in Afghanistan hineinziehen lassen. Ob die Mission der Bundeswehr nun Aufbauhilfe war, oder doch Krieg , darüber haben uns die Regierungen sehr lange versucht zu täuschen. So lange bis es nicht mehr zu verheimlichen war, dass dort junge deutsche Soldaten sterben. Man vermied es ja sogar von gefallenen zu sprechen sondern sprach von tragischen Dienstunfällen. Im Fall Kundus prüft ja ein Untersuchungsausschuss, wie Du schon richtig schreibst, wer wann wieviel gewusst und wer wann wen davon unterrichtet hat. Wenn Herr von Guttenberg das Parlament und die Bevölkerung belogen hat, müsste es ihn sein Amt kosten. Ob das so sein wird hängt eben von der Interessenlage der jeweiligen Parteien ab. Wenn man die Berichte über diese Geschichte hört, muss man sich wirklich fragem wie lange uns die Politik noch für dumm verkaufen will. |
20. Mär 2010 10:16 "Deutschland"
schreibst du - warum auch immer - ich ertrag das fast nicht mehr. was heißt "deutschland" hat sich hineinziehen lassen.... irgendeine form beschissener durchgeknallter deutscher obrigkeit, meinetwegen auch elite, hat sich dazu verstiegen, die wundervolle regel, die nach dem zweiten weltkrieg aufgestellt wurde, und die besagt, an kriegen nicht mehr teilzunehmen, nicht mehr teilnehmen zu WOLLEN, zu vergessen und erneut in solchen sachen mitzumischen. keinesfalls persönlich natürlich, sondern in der gehabten alten traditionellen art und weise: soldaten zu schicken. und waffen. verdienen wir damit soooo viel? oder worum gehts im deutschland? |
20. Mär 2010 10:17 ach ja,
ich wurde mehrfach darauf hingewiesen: soldatinnen. auch. jetzt. |
21. Mär 2010 01:35 re
> ich wurde mehrfach darauf hingewiesen: soldatinnen. auch. Schön, daß man in diesem Lande noch sagen darf, daß Soldatinnen und Soldaten |
21. Mär 2010 21:48 re
ist das nicht verboten, bin der meinung es |
21. Mär 2010 22:55 re
Ich glaube es gab da mitte der neunziger sone gerichtliche auseinandersetzung damit. noch dazu wenn es so auf der hand liegt. |
22. Mär 2010 07:03 re
Wenn Soldaten Mörder sind, sind dann Soldaten, die Soldaten töten nicht in einer Notwehrsitutation? |
22. Mär 2010 07:11 re
Du spielst auf das Mordmerkmal an, daß der Tod für das Opfer unabwendbar ist? Ich denke bei jeden freiwilligen Soldaten wäre die Notwehrsituation nicht mehr gegeben, |
22. Mär 2010 10:16 re
supi mein kleiner ( bin ja schon etwas älter, darf das sagen) |
25. Mär 2010 06:43 *seufz*
Antwort auf: re von: tempnick > Ich denke bei jeden freiwilligen Soldaten wäre die Um nur mal so ein Beispiel aus der Geschichte aufzugreifen: Als Frankreich 1940 besetzt wurde, bildete sich umgehend die Résistance und daraus hervorgehend die Forces françaises de l'intérieur, die den Kombattantenstatus erhielten, also auch von den Besatzern als kriegsführende Streitmacht anerkannt wurden ... ergo SoldatInnen waren, ergo Deiner Definition nach MörderInnen waren. Von den Alliierten mal ganz zu schweigen, das war natürlich auch nur eine gottverdammte Mörderbande, nech? Was folgt daraus? Bevor man zum "Mörder" wird, sollte man sich lieber den Faschisten beugen. Das wäre aus Sicht der friedensbewegten Sturmtruppen politisch korrekt, gelle? Peace ey! Jo, und das können wir auch gerne auf Afghanistan übertragen. |
25. Mär 2010 14:33 re
>Um nur mal so ein Beispiel aus der Geschichte aufzugreifen: Okay, man zählt eben recht schnell zu den kombattanten, , also auch von So war es in diesem Fall > ergo SoldatInnen waren, ergo Deiner Definition nach Das wird immer schöner. Also nun legst du mir ein Bißchen viel in den Mund. >Von den Alliierten mal ganz zu schweigen, Du scheinst gerne zu emotionalisieren. Aber ja auch die Alliierten haben gemordet. So trenne bitte die Fragen "Was ist ein Mord" von |
25. Mär 2010 15:28 Soldaten...
müssen, wenn der Gegner nicht auf andere Weise außer Gefecht gesetzt werden kann, töten. Aber Soldaten sind, jedenfalls nach dem Völkerrecht, anders als Freischärler, Partisanen oder Terroristen , keine Mörder. Dazu fehlt ein wichtiges Mordmotiv, die Heimtücke. Eine ganz andere Frage ist, welche Machtinteressen die Soldaten durchsetzen müssen, da gibt es durchaus verbrecherische Gründe der jeweiligen Staatsführung. |
15. Apr 2010 19:45 Urteile in Nürnberg
Also wenn die Urteile in Nürnberg fragwürdig sind, wie noch fragwürdiger müßten dann die Mauerschützenprozesse sein. |
15. Apr 2010 22:14 wenn...
..Sieger über Besiegte zu Gericht sitzen, hat das immer den Schein der Fragwürdigkeit. Deshalb ist der internationale Gerichtshof in Den Haag als neutralere Instititoin die besser Instanz. Interssanterweise erkennen die USA diesen als für sie nicht zuständig, nicht an. Den juristischen Begriff, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gibt es ja erst seit dem Nürnberger Prozess, wobei sich die eigentlich Schuldigen, die Anstifter, ja weitgehend der irdischen Gerechtigkeit entzogen haben. Die Prozesse gegen die Mauerschützen, die ja , nach Auffassung des BGH, ein, auch nach den Gesetzen der DDR strafbares Verbrechen begangen haben, sind ebenfalls nicht unumstritten. Das gkönnte analog auch für den Nürnberer Prozess gelten, da es den Begriff "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" als juristsich verfolgbare Straftat, erst seit dem Londoner Statut von 1945 gibt. |
16. Apr 2010 09:36 Sieger ?
Es war kein Gericht der Sieger, denn schon lange vorher wurden die Verbrechen der nazis öffentlich an den Pranger gestellt, nur wie der Mechanismus des industriellen Tötens wirklich vor sich ging blieb im Dunkeln, bis nach der Kapitulation. Außerdem wer wen militärisch angreift, muss auch mit der Variante rechnen zu verlieren, nur Größenwahn läßt diesen Aspekt außen vor. |
16. Apr 2010 11:48 re
Lesen hilft. Das DDR Recht rückwirkend auch auf die Verbrechen an der Mauer anzuwenden, war die Auffassung des BGH, die, wie ich anmerkte durchaus umstritten ist. Ich bin für Mahnungen dieser Art die falsche Adresse. |
25. Mär 2010 15:28 re
Antwort auf: re von: tempnick > So trenne bitte die Fragen "Was ist ein Mord" von Weshalb wir, passend zum jeweiligen Kontext, unterschiedliche Begriffe für das Töten von Menschen haben. Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, Notwehr, Nothilfe, Attentat, Tyrannenmord, Hinrichtung, Schwangerschaftsabbruch, Kriegshandlung (Angriff und Verteidigung) etc. Seit es Menschen gibt waren Kriege Mittel der Aussen- und Wirtschaftpolitik und sie waren auch Mittel politischer Veränderung. |
25. Mär 2010 17:32 Bolko & Cenor
Na endlich mal ne sachliche Darstellung der ganzen Angelegenheit1. Es ist in der Tat so, daß Kriege ersteinmal aktuelles Geschehen sind und auch in naher Zukunft Ob es nämlich gegen die Menschlichkeit verstößt, oder nicht, ist der Natur Man müßte also im Hinterkopf behalten, daß man eben ein Komplexes Zusammenspiel Bezüglich der Mordmerkmale finde ich Bolkos Darstellung recht überzeugend, Wenn ich so überlege, was es im Vietcong für Kombattanten unterwegs waren4, |
25. Mär 2010 19:19 man sollte...
..so menschenverachtend es klingt, Heimtücke und Strategie nicht verwechseln. Ein Hinterhalt z.B. mag moralisch Heimtücke sein, aber man kann es eben auch strategisch sehen. Der Krieg ist immer unmenschlich, auch wenn man angeblich mit fairen Mitteln kämpft. Die angeblichen Gentlemen der Lüfte und zur See sind auch nur Legende. Es geht immer um die Vernichtung des Gegners. Den Einsatz von Kamikaze und einige Methoden im Vietnamkrieg auf beiden Seiten kann man durchaus als Verbrechen gegen die Menschlichkeit werten. Nicht ohne Grund erkennen die USA das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag als für sie nicht zuständig, nicht an. Wer hier mal wieder Amerikafeindlichkeit vermutet, der irrt. |
