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Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: April 2010: HARTZ 4 VOR UND NACHTEILE

14. Mär 2010 00:39
HARTZ 4 VOR UND NACHTEILE

schumi12345
(Gelöschter Nutzer)

welche vor UND NACHTEILE hat hartz 4 ???
warum schaffen politiker nicht mehr arbeitsplsätze ???
wollen sie das nicht oder liegt es daran das sie selber genug verdienen ??
ist es ihnen gleichgültig das deutschland den bach runtergeht ????in den letzten 30 jahren hat sich nicht viel getan es ist alles nur schlimmer geworden


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14. Mär 2010 00:44
re

Datus männlich
Markus

Ne die können keine schaffen. Die Politik kann aber Bewegung rein bringen, kommt drauf an wie sie sich zu dem Thema aufstellen und welche Gesetze sie erlassen.


14. Mär 2010 00:57
re

tempnick
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: HARTZ 4 VOR UND NACHTEILE von: schumi12345

> welche vor UND NACHTEILE hat hartz 4 ???

Das kommt ganz darauf an, hartz iv befriedigt einige interessen maßlos,
wie es auch maßlos andere interessen beschneidet.

> warum schaffen politiker nicht mehr arbeitsplsätze ???

Es besteht kein Interesse, der status quo ist politisch gewollt.

> ist es ihnen gleichgültig das deutschland den bach
> runtergeht ????

Ja. Die Nationalstaatlichkeit löst sich ohnehin auf.

> in den letzten 30 jahren hat sich nicht
> viel getan es ist alles nur schlimmer geworden

O es hat sich einiges getan. Die frage ist eben nur welches interesse man vertritt.
Ist doch nicht für jeden "schlimmer" geworden. also für einige auch deutlich besser.


14. Mär 2010 02:39
re

> > warum schaffen politiker nicht mehr arbeitsplsätze ???
>
> Es besteht kein Interesse, der status quo ist politisch
> gewollt.

Mal davon abgesehen, dass Politiker keine Arbeitsplätze schaffen können, ist deine Aussage, der status quo sei gewollt, totaler blödsinn. Arbeitsplatzbesitzer spülen Steuergelder in die Kassen, Arbeitslose sind Empfänger von Transferleistungen. Nach deiner Theorie sind Politiker scharf darauf, weniger Kohle in der Kasse zu haben und mehr Kohle in Hartz zu pumpen? Ich fürchte, du hast von den Zusammenhängen keine Ahnung.


14. Mär 2010 02:48
re

tempnick
(Gelöschter Nutzer)

> Arbeitsplatzbesitzer spülen
> Steuergelder in die Kassen, Arbeitslose sind Empfänger von
> Transferleistungen.

Das denkst aber auch nur du. Arbeitsplatzbesitzer werden alimentiert.
Transferempfänger auch, aber billiger.

> Nach deiner Theorie sind Politiker
> scharf darauf, weniger Kohle in der Kasse zu haben und
> mehr Kohle in Hartz zu pumpen? Ich fürchte, du hast von
> den Zusammenhängen keine Ahnung.

Nicht meine Theorie, die Arbeitsgesellschaft ist am Ende,
ihr erhalt kostet mehr als was dabei rumkommt und deßwegen muß
sie über Steuerschleifen finanziert werden. Man betrachte die Staatsquote
dazu. Dann dürfte recht klarsein, daß diese alimentierung der Beschäftigung dient
und nicht der Sinnstiftung. Es würden Maschinen
die allermeisten Arbeiten verrichten können, wenn dieses perverse Spielchen nicht
des Machterhaltes wegen gezockt würde.


14. Mär 2010 08:32
Wenn die Arbeitsgesellschaft...


Altersachse männlich
Dieter aus Köln (Nordrhein- Westfalen)

... am Ende ist, dann frage ich mal, welche Gesellschaft ihr folgen soll? Von wem sollten die Steuern kommen, falls Arbeit in der Gesellschaft nicht mehr vonnöten ist - mal ganz unabhängig von der Besteuerung (Staatsquote)?

Maschinen können können Arbeit nicht ersetzen, sondern sind Arbeitsmittel. (Ökonomie, erste Unterrrichtsstunde)


14. Mär 2010 14:47
re

tempnick
(Gelöschter Nutzer)

> ... am Ende ist, dann frage ich mal, welche Gesellschaft
> ihr folgen soll?

Also eins Vorweg, es ist nicht so, daß wir heute in der Arbeitsgesellschaft sind
und morgen in einer anderen. Die Übergänge sind fließend.

So wird - wie man schön an unserem Niedriglohnsektor sieht, die "Arbeit"
immer unbedeutender, schlechter entlohnt und taugt eben
auf dauer nicht mehr, genug Einkommen zu generieren.
Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.

Die Antwort in welche Richtung es gehen wird gibt uns
die fortschreitende Computerisierung und Vernetzung.

Es geht zunehmend um den Austausch und die Verarbeitung von Informationen.
Heute gibt es bereits Leute, die davon leben und es werden immer mehr.

Allein in der heutigen Welt ist ein Informationsvorteil wertvoller
als ein Arbeitsplatz, während die Beschaffungsmöglichkeiten von Information1
sich ständig ausweiten und aufgrund fortschreitender Vernetzung auch2
weltweit abrufbar sind.

Zb wäre das Wissen zur Manipulation dieser Vorgänge bereits existenzsichernd,
man stelle sich denjenigen vor, der bereits mit der Muttermilch den
Chip aufgesogen hat und für den die Welt der Computer nichts ist, was man
je bewußt "kennenlernte". Er könnte - allein aufgrund seines Informationsvorteils -
nach reinem gutdünken digitale Werte - zb Geld in sein Konto - einschleusen.

Dies ist möglich, weil Reale und digitale Werte zunehmend ineinander "verschwimmen".
So ist heute bereits eine Zahlungsbereitschaft für nicht materielle Werte
festzustellen (digitale Dienstleistungen, der erwerb von Software - die sich jetzt auch nicht grade auf die Wage werfen lässt - usw.)

Ein steuersystem müsste, wenn es erfolgreich bleiben will, entweder die Rechenmaschinen,
ihre Leistung, oder den Informationsfluß besteuern.

> Maschinen können können Arbeit nicht ersetzen, sondern
> sind Arbeitsmittel. (Ökonomie, erste Unterrrichtsstunde)

Wo hast du denn den Schmarrn her? Wo zwei Leute mit den Händen graben,
erledigt einer mit der Schaufel die selbe Arbeit mit weniger Anstrengung.
Der Baggerfahrer erledigt das selbe Pensum gar noch schneller
und mit noch weniger Kraftaufwand usw.

Und da willst du mir sagen, Maschinen ersetzen keine Arbeit?
Dann begründe nicht, es müsse ja jemanden geben, der die Maschine bedient,
das stimmt zwar, spielt aber rein Quanititativ keine Rolle, weil einer
heute teilweise die Arbeit von hunderten oder gar tausenden
mit einer Maschine erledigt.

Auch schafft die Maschine, wo sie vllt 200 Arbeitsplätze ersetzt,
nicht 200 neue. Also war das mit Ökonomie entweder falsch verstanden,
oder Propaganda, denn grade die Ökonomie ist sich dieser Zusammenhänge
bewußt.


14. Mär 2010 10:47
re

Datus männlich
Markus

Antwort auf: re von: tempnick

Arbeit darf uns nicht verbrauchen.
Wir leben nicht um zuarbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben.


14. Mär 2010 10:31
dass Politiker

Antwort auf: re von: Chatliter_Atur

> keine Arbeitsplätze
> schaffen können,

ist unzutreffend - die öffentliche Hand, Bund, Länder und Kommunen
sind Arbeitgeber und die Entscheidungsträger für die Stelleneinrichtungen
sitzen in den politischen Gremien - es war die Bundesregierung die
Arbeitsplätze in Afghanistan geschaffen hat.

Wie sieht es auch in den hoheitlichen Kontrollfelder, bei Polizei,
Zoll, Steuerfahndung etc. - wie kommt es zu Berichten, dass
chinesisches Spielzeug zwar sporadisch kontrolliert, aber in der
Masse unkontrolliert ins Land strömt ( wobei bekannt ist, dass die
Chinesen mit Gift darin keine Probleme haben). Wie sieht es aus in
den sozialen Bereichen, wie Schulen, Pflegeinrichtungen etc.?

Politiker die behaupten, dass sie keine Arbeitplätze schaffen könnten,
lügen.


14. Mär 2010 10:32
re

<?>
Joltawan

> Politiker die behaupten, dass sie keine Arbeitplätze
> schaffen könnten,
> lügen.

das läßt dann nur den schluß zu das weitere arbeitsplätze nicht gewünscht sind.


14. Mär 2010 13:03
re

Antwort auf: re von: Chatliter_Atur

also Schröder war ganz stolz darauf, in Deutschland den Niedriglohnsektor etabliert zu haben

http://archiv.bundesregierung.de/bpaexport/rede/91/780791/multi.htm

dort liest man unter drittens:


…Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. ….

Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt. Es hat erhebliche Auseinandersetzungen mit starken Interessengruppen in unserer Gesellschaft gegeben. Aber wir haben diese Auseinandersetzungen durchgestanden. Und wir sind sicher, dass das veränderte System am Arbeitsmarkt erfolgreich sein wird. …

was für ein Interesse kann es geben, Menschen im Niedriglohnsektor zu beschäftigen? Von denen bekommt der Staat kein Geld, im Gegenteil, als Aufstocker kosten sie sogar noch.
die einzig logische Antwort darauf ist: nur in einer export-orientierten Volkswirtschaft macht das Sinn. Wenn die Löhne und somit die Lohnstückkosten niedrig sind, kann man besser exportieren. Deshalb wurde Deutschland in der Folge Exportweltmeister


14. Mär 2010 02:31
re

Antwort auf: HARTZ 4 VOR UND NACHTEILE von: schumi12345

VORTEILE:
- Man lebt in Saus und Braus und muss dafür nichtmal arbeiten. Und selbst wenn man sich mal zum Arbeiten herablassen muss, bekommt man einen weit höheren Lohn als ein hart schuftender, afrikanischer Arbeiter in einer 16Std.-Schicht.
- Man kann den ganzen Tag lang Sendungen im Fernsehen genießen, meist über andere Hartz-IV-Empfänger, während die Steuerzahler für eben und ausschließlich für diesen Luxus malochen sind.
- Man hätte (rein theoretisch) endlich dafür Zeit eine eigene Biografie oder ein anderes, weltbewegendes Buch zu verfassen.
- Man kann jeden Tag bis in den Nachmittag hinein ausschlafen.
- Man kann jeden Tag den Sonnenauf- und Untergang genießen und im Park Enten füttern.
- Man hat endlich dafür Zeit all die Beschwerdebriefe zu schreiben, die man schon immer schreiben wollte.
- Man kann den ganzen Tag lang, auschließlich privat, im Internet surfen und sich aktiv an allen möglichen Foren beteiligen.
- Man kann endlich auch als Wessi rumjammern.

NACHTEILE:
- Langeweile
- Nachdenken
- Alkoholismus
- Suizidgefahr

Doch wird es den Hartz-IV-Luxus in dieser Form noch lange geben?
Vermutlich nicht ... denn bürgernahe Sprachrohre der Mehrheit, wie z.B. Guido W. haben das Schmarotzersyndikat längst entlarvt.
Westerwelle I ist bereits im Anmarsch. Er wird allen Arbeitslosen wieder ordentliche Arbeit geben, in dem er zB. deutsche Unternehmen dazu überredet wieder mehr in Deutschland zu produzieren und den Arbeitslosen damit ein für alle Mal die heuchlerischen Argumentationen entreißen, dass es ja gar nicht anders ginge - da keine Arbeit vorhanden sei. Diese miesen, verlogenen Schmarotzer!
(Gestern noch bekamen wir den Nationalstolz wieder, heute schon die Volksverhetzung. Und morgen viell. ein bisschen Lebensraum in Ostpreußen!)

Macht Euch auf was gefasst! Das ist die perfekte Westerwelle in ein neues und atemberaubendes Abenteuerland.
Alle die Deutschland sind, sind zu dieser BRDigung eingeladen.


14. Mär 2010 08:52
rofel

hopeless81 weiblich
aus Wiesent (Bayern)

Für dich ist Arbeitslosigkeit also Luxus ? Kann auch nur wer sagen der noch nie Arbeitslos war...


14. Mär 2010 08:55
re

sYk.inc
(Gelöschter Nutzer)

kommt immer drauf an,
für manche ist es in der Tat Luxus ;)
1


14. Mär 2010 08:56
für manche

hopeless81 weiblich
aus Wiesent (Bayern)

Bestimmt, aber er hats so allgemein verfasst das man denken könnte er meint alle, ale die irgendwie arbeitslos sind , und das finde ich na ja


14. Mär 2010 09:00
re

sYk.inc
(Gelöschter Nutzer)

allgemein kann man aber durchaus sagen,
dass Hartz4 Luxus ist,
Essen/trinken+Wohnung+Kleidung etc, ohne einer Arbeit nachzugehn,
ist durchaus nicht überall üblich.


14. Mär 2010 10:20
mh

Samadhi
(Gelöschter Nutzer)

vergleiche

Luxus (v. lat.: luxus = Verschwendung, Liederlichkeit, eigentlich „üppige Fruchtbarkeit“) bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über das übliche Maß (den üblichen Standard) hinausgehen bzw. über das in einer Gesellschaft als notwendig und - zum Teil auch - für sinnvoll erachtete Maß. Luxus fasst damit Phänomene zusammen, die für einen großen Teil der Bezugsgruppe zwar erstrebenswert sind, aber nicht erreichbar. Deshalb ist ihr Tauschwert oft erheblich, das heißt der Preis für ihren Erwerb hoch und deshalb sind Luxusgüter meist nur auf der Grundlage einer entsprechenden Ausstattung mit Macht oder Reichtum zu erwerben.

nahrung, unterschlupf und kleidung sind in deutschland kein luxus, sondern standard. für ein straßenkind in indien ist es natürlich luxus.


14. Mär 2010 10:24
re

sYk.inc
(Gelöschter Nutzer)

> nahrung, unterschlupf und kleidung sind in deutschland
> kein luxus, sondern standard.

eben, in Deutschland.
bei mir stand aber "allgemein" ;)


15. Mär 2010 03:01
re

Public_Toys
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: re von: sYk.inc

Dann würde ich mich mal informieren,wer alles H4 bezieht.


15. Mär 2010 09:42
hier mal

Ambalaba weiblich
Petra

Antwort auf: re von: sYk.inc

was zum nachlesen, bevor du hier harzt4ler nicht arbeiten

Aufstocker


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