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Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: März 2010: System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien)

20. Mär 2010 14:27
System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien)

Systematische Beschädigung der Demokratie ?

Die Widersprüche fangen bereits am Wahltag an, was man "demokratische Wahl" nennt.

Die Wahllokale sind noch nicht zu,
da werden die Stimmen der Bürger bereits nur interpretiert für Koalitionsorstellungen
der politischen Meinungsmacher im Lande.

Über den Kopf der Bürger hinweg, wird deren Stimmkreuzchen interpretiert,
als hätte es man mit Schwachsinnigen zu tun, die nicht für sich sprechen können.

Wahlen sind demnach nur Legitimationen, elitärer Systeme.
Historisch also eher eine Art primitiver Stammeskult mit der Berufung der Eliten auf ihre Titel, ihr All-Wissen, ihre Moral, ihr Gemeingutdenken, ihre Motive.

Medien suggerieren dem Volkszorn eine Pseudo-Mitwirkung,
mittels TV-Talkshows und Aufregerthemen.

Wenn aber keine Demokratie existiert,
sollten Medien vorsichtig sein,
die Staatsverdrossenheit zu einer "Demokratieverdrossenheit" umzudeuten.

Dies erfreut nur die "Heilsbringer für die Welt", egal auf welcher Macht/Motive man sich beruft.

Ist der Wille zur Volks-Demokratie wirklich vorhanden, jenseits der Sonntagsreden ?
Irgendwie scheint jeder zu seinen Zielen zu kommen.

Der Politiker in seiner Selbstwahrnehmung als Heiland politischer Misstände.
Der Bürger indem er Heilsbringen und Ikonen notfalls die Schuld zuschieben kann.
Die Medien in ihrer Selbstwahrnehmung als Enthüller und Entlarver.

Vielleicht ist es ein System-Fehler,
überall Gremien und elitärer Ansprechpartner zu verlangen,
so wie es jetzt mit dem sonst recht freien und liberalen Islam in Deutschland der Fall ist.

Die Menschen dürfen nicht für sich sprechen,
jedenfalls hat der Staat andere Motive als Freiheit und Anstand in Fragen von Meinungsvielfalt.

Notfalls missioniert man andere Völker mit seinem Verständnis von Demokratie.
Mit dem IWF, mit der UNO, notfalls mit seinem Militär.

Hatten wir je vor, den Afghanen Aufklärung zu bringen ?
Oder lassen wir sie ebenso beherrscht von Eliten zurück,
wie wir auch unseren Staat in Rollen und Rechte unterteilt haben ?


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20. Mär 2010 15:09
die vierte Macht...


Bolko männlich
Bolko aus Nähe Oldenburg (Niedersachsen)

..im Staate, so werden Medien bezeichnet und so sehen sie sich auch selber gerne, als außerparlamentarisches Regulativ.

im Allgemeinen bestreiten sie vehement , Meinungen zu machen, sondern behaupten nur Meinungen zu veröffentlichen und zu interpretieren.

Stichwort: Bild Werbung. Bild Dir Deine Meinung. Aber ist das wirklich so?

Sie sind längst über den reinen Informationsüberbringer hinausgewachsen. Das beginnt schon mit der Selektion der Information. Unsichtbare Redakteure sortieren und werten die eingehenden Informationen. Was wir davon übermittelt bekommen, entscheiden diese Leute.

Der nächste Schritt ist die Präsentation der Informationen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Auch hier findet eine Selektion statt.
Alle unserere Informationen sind also schon mehrfach gefiltert, bevor sie uns präsentiert werden.

Bei der Wahl haben wir nur die Möglichkeit uns für eine Partei und/oder einen Kadidaten zu entscheiden, nicht für eine mögliche Koalition. Da muss sich der Wähler auf die Aussage vor der Wahl verlassen.

Da vor der Wahl und nach der Wahl bekanntlich zwei verschiedene Dinge zu sein scheinen, das wurde uns ja nun mehrmals bestätigt, ist also die Wahl ein Partie mit mehreren Unbekannten.

Aus dem Wahlergebnis wird dann also der Wählerwille interpretiert. Wie sehr hier Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklaffen ahebn wir bei den Landtagswahlen in Hessen und den letzten beiden Bundestagswahlen gesehen.

Frau Ypsilati ist über die ihre Interpretation des Wählerwillens gestolpert und in der Versenkung verschwunden und hat Koch ein Revival ermöglicht.

Bei der vorherigen Bundestagswahl gab es ein Feuerwerk möglicher Farbenspielchen, entstanden daraus ist daraus die große Koaltion. Bei der letzten Bundestagswahl, kann man vermuten, das eine Fortsetzung der großen Koaltion eher dem Wählerwillen entsprochen hätte, entsanden ist daraus das Katastrophenbündmis schwarz - geld ( äh - Gelb ). Eine Koaltion, die heute die Mehrheit nicht mehr will.

Im Sinne einer wirklichen Demokratie, der Herrschaft des Volkes, wäre eine verpflichtende Koalitionsaussage, die falls sie keine Mehrheit findet, zur Wiederholung der Wahl führen müßte, oder eine direkte Stimmabgabe über eine Koaltion.


20. Mär 2010 23:23
Heilsbringer Systeme, elitäre Systeme

> ..im Staate, so werden Medien bezeichnet und so sehen sie
> sich auch selber gerne, als außerparlamentarisches
> Regulativ.

> im Allgemeinen bestreiten sie vehement , Meinungen zu
> machen, sondern behaupten nur Meinungen zu veröffentlichen
> und zu interpretieren.
>
> Stichwort: Bild Werbung. Bild Dir Deine Meinung. Aber ist
> das wirklich so?
>
> Sie sind längst über den reinen Informationsüberbringer
> hinausgewachsen.

!
Meiner Beobachtung nach entstand das mit den einstudierten Ausweichmanövern der Politiker,
die sich der öffentlichen Rechtfertigung entzogen.

Die Medien konterten, indem sie mit Gerüchten die Politiker in Zugzwang setzen wollten.
Die Medien haben die Methoden der Politiker nicht aufgedeckt, sondern selbst angewendet.

Mit der Folge das die Gespräche eher gegenseitigen Unterhaltungswert haben,
als der Aufklärung eigentlicher Motive dienen.

> Das beginnt schon mit der Selektion der
> Information. Unsichtbare Redakteure sortieren ... werten ... übermittelt ... entscheiden ...

Der Journalist als neutraler Beobachter ohne eigenes Weltbild und Parteilichkeit.
Auch so ein Mythos des Gutmenschentum.

> Der nächste Schritt ist die Präsentation der
> Informationen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Auch
> hier findet eine Selektion statt. ...

> Bei der Wahl haben wir nur die Möglichkeit uns für eine
> Partei und/oder einen Kadidaten zu entscheiden, nicht für
> eine mögliche Koalition. Da muss sich der Wähler auf die
> Aussage vor der Wahl verlassen.
>
> Da vor der Wahl und nach der Wahl bekanntlich zwei
> verschiedene Dinge zu sein scheinen, das wurde uns ja nun
> mehrmals bestätigt, ist also die Wahl ein Partie mit
> mehreren Unbekannten.

Da vor der Wahl und nach der Wahl bekanntlich zwei verschiedene Dinge zu sein scheinen

> Aus dem Wahlergebnis wird dann also der Wählerwille
> interpretiert. Wie sehr hier Wunsch und Wirklichkeit
> auseinanderklaffen ahebn wir bei den Landtagswahlen in
> Hessen und den letzten beiden Bundestagswahlen gesehen.

Mich stört nicht nur diese speziellen Ereignisse,
sondern das mit System der Bürger um seine Rechte gebracht wird
mit einer Pseudo-Demokratie und Pseudo-Mitwirkung.

Wir dürfen bei Aufregern mitschreien,
aber wirkliche Mitwirkung ist nicht gewünscht.
Sind denn die Bürger alle gehirngeschwächte Menschen,
die man an die Hand nehmen muss ?

> Frau Ypsilati ist über die ihre Interpretation des
> Wählerwillens gestolpert und in der Versenkung
> verschwunden und hat Koch ein Revival ermöglicht.

Eine sehr schöne Formulierung,
der man sich gerne anschließen möchte.

> Bei der vorherigen Bundestagswahl gab es ein Feuerwerk
> möglicher Farbenspielchen, entstanden daraus ist daraus
> die große Koaltion. Bei der letzten Bundestagswahl, kann
> man vermuten, das eine Fortsetzung der großen Koaltion
> eher dem Wählerwillen entsprochen hätte, entsanden ist
> daraus das Katastrophenbündmis schwarz - geld ( äh - Gelb
> ). Eine Koaltion, die heute die Mehrheit nicht mehr will.

Das alles ist eben Spekulation.
Warum haben die Politiker Angst,
selbst solch simplen Fragen an die Bürger zu stellen,
wenn Bürgermeinung denn schon mal definitiv und rechtsverbindlich gezählt werden ?

> Im Sinne einer wirklichen Demokratie, der Herrschaft des
> Volkes, wäre eine verpflichtende Koalitionsaussage, die
> falls sie keine Mehrheit findet, zur Wiederholung der Wahl
> führen müßte, oder eine direkte Stimmabgabe über eine
> Koaltion.

Mich stört weniger das Koalitionen nicht erfragt werden,
sondern das so getan wird, als hätten die Wähler das so gewollt.

Letztlich muss man doch alles interpretieren,
weil man eben keine rechtsverbindlichen Frage-Antwort-Veröffentlichungen durchführt.

Das einzigst rechtsverbindliche Bürger-Rechtssystem (Wahl),
wird simplifiziert und im Ergebnis missbraucht.

Der Rest ist (siehe oben) in der Hand meinungsbildender Eliten,
die offenbar der Meinung sind, für uns sprechen zu können
und dies mit ausgewählten Interview-Aussagen das bestätigt sehen.

Letztlich kann man die Sorge äussern,
warum hier Aufklärung so vehement mit Füssen getreten wird,
wenn sie dieses elitäre und "heilsbringende" System machtbeschränkt.


22. Mär 2010 02:07
re

antihero
(Gelöschter Nutzer)

> Wir dürfen bei Aufregern mitschreien,
> aber wirkliche Mitwirkung ist nicht gewünscht.
> Sind denn die Bürger alle gehirngeschwächte Menschen,
> die man an die Hand nehmen muss ?

Jemand der quasi behauptet, es gäbe eine Verschwörung der Medien gegen das gemeine Volk, zeugt jedenfalls nicht unbedingt von einem mündigen Bürger, der direkt an demokratischen Entscheidungen mitwirken sollte. In der Tat sollte so jemand besser "an die Hand genommen werden", ehe er mit seinesgleichen noch irgendwelchen groben Unfug anstellt.


21. Mär 2010 01:31
Scheindemokratie

funeumel
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: die vierte Macht... von: Bolko

wenn jemand das Wort Demokratie erläutert, so wird er immer eine Unterordnung einer Minderheit unter der Mehrheit rüberbringen wollen.
Aber dem ist schon längst nicht mehr so, denn es ist der genau umgekehrte Fall. Die SPD hat das demonstriert, als für sie eine Mehrwertsteuererhöhung nicht in Frage kam. Dann als ihre Parteibonzen doch ihre Ministerämter behalten wollten, war das wahlversprechen weg, na ja es war eben ein Versprecher. Die CDU kann nicht mehr mit der SPD obwohl Kanzler Schröder den Unternehmern so tief in den Arsch gekrochen ist, dass er als ihr Sprachrohr wieder zum Mund rauskam. Na ja, deshalb ist er ja auch der Ostseepipeline Bonze geworden , so etwa wie sein inzwischen aus der SPD ausgetrtener Wirtschaftsminister sein warmes Plätzchen in der Energieindustrie gefunden hat. Wenn Korruption, Unfähigkeit und Betrug einen Namen hat, dann heißen diese CDU, SPD und FDP, immer mitgemacht haben die Grünen, denn auch sie wollten immer einen Ministerposten abbekommen.
Der Umweltminister Trittin ist das beste Beispiel, als er die Getränkedose abschaffte. Der wusste noch nicht einmal, dass eine Flasche ein Mehrfaches der Dose wiegt. Die Flasche erheblichen Reinigungsaufwand erfordert und ein mehrfaches an Transportaufwand bewirkt. Tja dass Glas und Dosenmetall in etwa den gleichen Schmelzpunkt haben, dass muss ein Umweltminister ja nun wirklich nicht wissen, er ist ja Politiker seiner Partei und kein Ökonom, also ein Trottel in dem speziellen Fall.


21. Mär 2010 02:56
Von Trotteln...


Methusalixchen männlich
aus Wolkenkuckucksheim (Baden- Württemberg)

> Der Umweltminister Trittin ist das beste Beispiel, als er
> die Getränkedose abschaffte.

Der Umweltminister Trittin ist kein gutes Beispiel, weil nicht er die Getränkedose abschaffte.

Er war nur zufällig Bundesumweltminister, als die sogenannte "Mehrwegquote" bei den Getränkeverpackungen unter den Schwellenwert sank, für den ein - schon unter CDU - Bundesumweltminister Klaus Töpfer beschlossenes - Gesetz vorgesehen war.
Und dieses Gesetz sollte auch nur dann inkrafttreten, wenn Industrie und Bundesregierung keine sinnvollere Regelung zustande bringen würden.
Die Industrie, aus der Ära Kohl noch eine sehr nachgiebige Politik gewöhnt, stellte auf stur und verweigerte jede Mitarbeit bei der Suche nach Möglichkeiten für umweltfreundlichere Getränkeverpackungen - so trat dann einfach das noch unter Kohl für diesen Fall beschlossene Gesetz in Kraft.

> Der wusste noch nicht einmal,
> dass eine Flasche ein Mehrfaches der Dose wiegt. Die
> Flasche erheblichen Reinigungsaufwand erfordert und ein
> mehrfaches an Transportaufwand bewirkt. Tja dass Glas und
> Dosenmetall in etwa den gleichen Schmelzpunkt haben, dass
> muss ein Umweltminister ja nun wirklich nicht wissen, er
> ist ja Politiker seiner Partei und kein Ökonom, also ein
> Trottel in dem speziellen Fall.

Und Du weißt offensichlich nicht einmal, dass die Herstellung einer Getränkedose aus Metall sehr viel mehr Energie kostet als die Herstellung einer Flasche aus Plastik oder als Transport und Reinigung einer Glasflasche.
Da frage ich mich doch mal ganz vorsichtig wer hier der Trottel ist.


22. Mär 2010 02:11
re

antihero
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: Scheindemokratie von: funeumel

> Die CDU kann nicht mehr mit der
> SPD obwohl Kanzler Schröder den Unternehmern so tief in
> den Arsch gekrochen ist, dass er als ihr Sprachrohr wieder
> zum Mund rauskam. Na ja, deshalb ist er ja auch der
> Ostseepipeline Bonze geworden , so etwa wie sein
> inzwischen aus der SPD ausgetrtener Wirtschaftsminister
> sein warmes Plätzchen in der Energieindustrie gefunden
> hat.

Immer diese dümmlichen und reaktionären Klassenkampfparolen. *gähn* Die SPD ist schon lange keine Arbeiterpartei mehr. Aber nicht weil sie die Seiten gewechselt hätte, sondern weil es die klassischen "Links-Rechts-Positionen" schon lange nicht mehr gibt. Unternehmer sind nicht per se skrupellose Ausbeuter, sondern mitunter "linker" sprich sozialer als so mancher Arbeitnehmer oder Wähler der "Die Linke" ... von gewissen Politikern genannter Partei mal ganz zu schweigen...


22. Mär 2010 07:20
re

Antwort auf: Scheindemokratie von: funeumel

Deinen Beiträge sind immer gleich.

SPD und Grüne sind böse. Hoch lebe die Partei der Arbeiterklasse.
Der Rest ist Dummheit. Wenn man in Deinen Texten Sozialdemokraten und Grüne einfach Bolchewisten und Juden nennt, geben sie 1a Stürmer-Texte.

Wie Metusalix bereits nachgewiesen hat, hast Du von den wirklichen Vorgängen nicht die geringste Ahnung.
Du bist im Prinzip eher ein Fan der "Die Linke" als ein politisch interssierter Mensch. Fahnenschwenker wie Du machen das alles sehr unappetittlich.

Du kannst ja gerne mal Fotos ansehen, wie Gewässer und Grünzohnen _vor_ dem Dosenpfand ausgesehen haben, für desen Umsetzung nicht der Umweltminister verantwortlich war.

Stalinisten haben immer schon bevorzugt den Dolch im Gewande getragen und in den schützengräben Spaniens lieber Gewerkschafter und Anarchisten ermordet, statt gegen Franco zu kämpfen.


22. Mär 2010 09:07
re

perfect_touch
(Gelöschter Nutzer)

Es ist absolut legitim, wenn Leute wie z.B. funeumel verpasste Chancen der Politik aufgreift und die Tabuisierung bestimmter Themen anprangert.
Es ist auch richtig, dass viele Politiker ihre politische Laufbahn einzig und allein darauf verwenden, um später einen lukrativen Posten in der Wirtschaft zu ergattern.
Diesen Sachverhalt auch zu erkennen bleibt aber nur solchen Menschen vorbehalten, bei denen 1. genügend graue Zellen vorhanden sind und 2. auch noch mit einander kommunizieren.
Hier einen abstrusen Bogen zum Stürmer und Stalin herzustellen zeigt, dass die Entwicklung des Gehirns einzelner innerhalb der Evolution keine Grenzen unterworfen ist.


22. Mär 2010 09:17
re

Was Du so alles für legitim hältst ;)

> Es ist auch richtig, dass viele Politiker ihre politische
> Laufbahn einzig und allein darauf verwenden, um später
> einen lukrativen Posten in der Wirtschaft zu ergattern.

Allein diese Behauptung, die sich auf nichts stützt als Deine Vorurteile auf Stammtisch-Niveau, zeigt uns schön, wie wirklichkeitsfremd populistische Welterklärungen sind. Die allerwenigsten Menschen, die sich entscheiden politisch tätig zu werden, erlangen dadurch überhaupt nennenswerten Zugang zu solchen Jobs.
Und warum jemand, der die Energie besitzt sich durch eine Partei hochzuarbeiten, diese Energie nicht einfach dazu einsetzt sein vermeintliches Ziel direkt zu erreichen, wird wohl ein Rätsel sein, das ihr nach dem zweiten Bier einfach ignoriert habt, um ne Runde Darts zu spielen.

Deshalb hoffe ich, Deine Stammtischweisheiten bleiben künftig in der Kneipe in die sie gehören.


22. Mär 2010 09:59
re cenor

perfect_touch
(Gelöschter Nutzer)

Ich hab vollstes Verständnis, wenn Menschen nicht gleich ad hoc auf den Punkt kommen. Es ist eine Gabe die nicht jedem gegeben ist.
Da ich jetzt zur Arbait muss, gebe ich dir Zeit deine Gedanken zu ordnen, vielleicht kommt was raus dabei.
P.S. Unterschwellig mit erfundenen Parolen andere zu diffamieren ist unfreundlich.


22. Mär 2010 14:11
Standing Ovation!


Methusalixchen männlich
aus Wolkenkuckucksheim (Baden- Württemberg)

Antwort auf: re von: Cenor

> Stalinisten haben immer schon bevorzugt den Dolch im
> Gewande getragen und in den schützengräben Spaniens lieber
> Gewerkschafter und Anarchisten ermordet, statt gegen
> Franco zu kämpfen.

Genial auf den Punkt gebracht! Da fallen mir spontan Sektierer ultralinker Gruppierungen ein, die bevorzugt Veranstaltungen von SPD und Grünen stören und "Republikaner" wählen weil diese in ihren Augen "wenigstens ehrlich" sind...


21. Mär 2010 22:05
re


adept männlich
Martin aus Niedersachsen

Antwort auf: die vierte Macht... von: Bolko

Für meinen Geschmack klüngelt die Presse zu sehr mit der Staatsmacht. Das Thema direkte oder indirekte Korruption der Politik durch zum Teil halbseidene Wirtschaftsleute wird kaum aufgegriffen. Politiker fürchten, ihre Spendenquellen könnten versiegen; die Presseleute müssen fürchten, bei den Einnahmen aus der Anzeigenwerbung Ausfälle verzeichnen zu müssen.

Garantiert verschwindet in jedem Jahr der ein oder andere kritische Bericht in der großen Rundablage, und eine Zeitung darf dafür eine nette Anzeigenkampagne abdrucken. Möglicherweise ist Kurruption aber auch gar keine Meldung mehr wert . . .


21. Mär 2010 22:57
re


Bolko männlich
Bolko aus Nähe Oldenburg (Niedersachsen)

...ob die Einflussnahme der Anzeigenkunden so groß ist, wage ich zu bezweifeln. Das mag bei einem Provinzblättchen noch so sein, aber die führenden Tageszeitungen und Magazine lassen sich dadurch sehr wahrscheinlich wenig beeindrucken.
Die werbende Wirtschaft braucht auch die Medien.

Ein Journalist braucht ein Netzwerk. Und das entsteht aus Geben und Nehmen.
Nicht alle Informationen vertraulichen werden veröffentlicht. Sie dienen mehr als eigenes Hintergrundwissen des Journalisten um Entwicklungen zu verstehen und beurteilen zu können.

Die Politik braucht die Medien und die Medien brauchen die Politik.

Das war im beschaulichen Bonn einfacher als im unübersichtlicheren Berlin.

Auch die Möglichkeiten Klüngelei halten sich in Grenzen. Dafür ist die Konkurrenz unter den Medien einfach zu groß.

Allzu offensichtliche Hofberichterstattung, würde sehr schnell bemerkt und öffentlich kritisiert werden.


22. Mär 2010 00:13
System-Fehler

> Ein Journalist braucht ein Netzwerk. Und das entsteht aus
> Geben und Nehmen.

Schon das sollte zu denken geben.
Im Grunde ist das ein System-Fehler.

Erklärt aber auch, warum bestimmte Personengruppen eher getäschelt werden,
andere wiederum für gesamtgesellschaftliche Verantwortung
an den Pranger der Medien gestellt werden.

Die Finanzkrise steht dafür wie ein Symbol.

Mag es auch noch so gierige Manager gegeben haben,
erklärt das nicht, warum Landesbanken in der Hand der Politik
die größten Schuldner von Giftpapieren sind, die das überschüssige Geld
u.a. deutscher Exportpolitik anlagten, in lukrative,
angeblich "staatsgesicherte" Anlagen.


22. Mär 2010 00:16
Sündenböcke

Antwort auf: re von: adept

> Für meinen Geschmack klüngelt die Presse zu sehr mit der
> Staatsmacht.

Das könnte auch erklären,
warum das System als solches nicht in den Mittelpunkt von Schuldfragen steht,
sondern emotionale Verdammnis vor allem Einzelpersonen aufgebürdet wird.
Die zornige Volksseele hat ihre Sündenböcke.

Irgendwie ein bischen zu viel Mittelalter nach meinem Geschmack.


22. Mär 2010 02:05
re

antihero
(Gelöschter Nutzer)

Antwort auf: die vierte Macht... von: Bolko

> Alle unserere Informationen sind also schon mehrfach
> gefiltert, bevor sie uns präsentiert werden.

Das lässt sich wohl auch kaum vermeiden, denn natürlich ist kein Journalist "neutral". Das Entscheidende ist aber, dass es _voneinander unabhängige_ Informationsquellen gibt. Dem gemeinen Bürger steht jedenfalls hierzulande1 ein nahezu unerschöpfliches Angebot an unterschiedlichsten Informationsquellen zur Verfügung - nicht zuletzt dank der großartigen Erfindung Internet. Er muss es nur nutzen ... und das sollte doch bitteschön von einem mündigen Bürger zu erwarten sein.

Leider ist es aber so, dass ein Großteil derer die sich für mündige Bürger halten, sich bewusst und gezielt einseitig informiert. Dazu gehören nicht nur der typische "Bild"-Leser und RTL-Konsument, sondern eben auch die Anhänger einschlägiger und tendenziöser Internetseiten wie bspw. "Alles Schall und Rauch" oder auch "pi-news", die sich immer größerer Beliebtheit bei einem wachsenden Publikum erfreuen - Stichwort Verschwörungstheorien.

Daraus könnte man also schließen, die Masse der Bürger2 ist de facto unmündig und will verarscht werden ... aus welchen Gründen auch immer, wahrscheinlich aber, weil's so am bequemsten ist. Wie sonst ist es erklärbar, dass vorhandene Informationsmöglichkeiten ungenutzt bleiben resp. ignoriert werden, während gleichzeitig über manipulierende Berichterstattung geklagt wird, diese aber auch gezielt konsumiert wird?


23. Mär 2010 23:29
Bitte Thread-Thema beachten !

Antwort auf: System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien) von: Michael_WeCan

Für Eure persönlichen Kleinkriege
bitte eigene Threads aufmachen !

Hier geht es um Demokratie
und nicht um Parteilinien oder geschichtliche Rückwärtsbewertungen von Parteien.


24. Mär 2010 06:14
Mitwirkung,

Antwort auf: System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien) von: Michael_WeCan

ich plädiere für "embedded" Journalisten, die den Eliten bei der Entscheidungsfindung
auf dem Schoss sitzen und wortgetreu berichten...vielleicht kommt dann mal
ans Licht, wo und von wem denn da wirklich Entscheidungen getroffen werden.


25. Mär 2010 00:36
'embedded' Journalisten

Nach allem was Journalisten selbst sagen,
sind sie 'embedded'.

Das Problem ist die Filterung nach draußen, zum Volk.

Bolko hat dies tiefergehend angeschnitten. 20. Mär 2010 15:09

Das Problem ist das jeder nur von den Informationen spricht,
die ihm nutzen
. Eine unglaublich Informationsgetränkte Quasselbude,
welche Wissen nicht preisgibt und Weisheit als brotlose Kunst ignoriert.

Die uns die ganzen Krisen einbrachte ... es waren auch die Medien,
welche die (unkritischen) Aktienbooms durch ihre Öffentlichkeitsarbeiten auslösten.

Daher kann man Rückschlüsse daraus ziehen,
welche Motive der Medienmensch hat, ebenso der Politiker.
Motive welche diese "Wahrheitsberufe" oftmals selbst nicht kennen,
da sie ein beschöntes Menschenbild haben ... allen voran von sich selbst
.


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