Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: März 2010: System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien)
20. Mär 2010 14:27 System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien)
Systematische Beschädigung der Demokratie ? Die Widersprüche fangen bereits am Wahltag an, was man "demokratische Wahl" nennt. Die Wahllokale sind noch nicht zu, Über den Kopf der Bürger hinweg, wird deren Stimmkreuzchen interpretiert, Wahlen sind demnach nur Legitimationen, elitärer Systeme. Medien suggerieren dem Volkszorn eine Pseudo-Mitwirkung, Wenn aber keine Demokratie existiert, Dies erfreut nur die "Heilsbringer für die Welt", egal auf welcher Macht/Motive man sich beruft. Ist der Wille zur Volks-Demokratie wirklich vorhanden, jenseits der Sonntagsreden ? Der Politiker in seiner Selbstwahrnehmung als Heiland politischer Misstände. Vielleicht ist es ein System-Fehler, Die Menschen dürfen nicht für sich sprechen, Notfalls missioniert man andere Völker mit seinem Verständnis von Demokratie. Hatten wir je vor, den Afghanen Aufklärung zu bringen ? |
20. Mär 2010 15:09 die vierte Macht...
..im Staate, so werden Medien bezeichnet und so sehen sie sich auch selber gerne, als außerparlamentarisches Regulativ. im Allgemeinen bestreiten sie vehement , Meinungen zu machen, sondern behaupten nur Meinungen zu veröffentlichen und zu interpretieren. Stichwort: Bild Werbung. Bild Dir Deine Meinung. Aber ist das wirklich so? Sie sind längst über den reinen Informationsüberbringer hinausgewachsen. Das beginnt schon mit der Selektion der Information. Unsichtbare Redakteure sortieren und werten die eingehenden Informationen. Was wir davon übermittelt bekommen, entscheiden diese Leute. Bei der Wahl haben wir nur die Möglichkeit uns für eine Partei und/oder einen Kadidaten zu entscheiden, nicht für eine mögliche Koalition. Da muss sich der Wähler auf die Aussage vor der Wahl verlassen. Aus dem Wahlergebnis wird dann also der Wählerwille interpretiert. Wie sehr hier Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklaffen ahebn wir bei den Landtagswahlen in Hessen und den letzten beiden Bundestagswahlen gesehen. Frau Ypsilati ist über die ihre Interpretation des Wählerwillens gestolpert und in der Versenkung verschwunden und hat Koch ein Revival ermöglicht. Bei der vorherigen Bundestagswahl gab es ein Feuerwerk möglicher Farbenspielchen, entstanden daraus ist daraus die große Koaltion. Bei der letzten Bundestagswahl, kann man vermuten, das eine Fortsetzung der großen Koaltion eher dem Wählerwillen entsprochen hätte, entsanden ist daraus das Katastrophenbündmis schwarz - geld ( äh - Gelb ). Eine Koaltion, die heute die Mehrheit nicht mehr will. Im Sinne einer wirklichen Demokratie, der Herrschaft des Volkes, wäre eine verpflichtende Koalitionsaussage, die falls sie keine Mehrheit findet, zur Wiederholung der Wahl führen müßte, oder eine direkte Stimmabgabe über eine Koaltion. |
20. Mär 2010 23:23 Heilsbringer Systeme, elitäre Systeme
> ..im Staate, so werden Medien bezeichnet und so sehen sie > im Allgemeinen bestreiten sie vehement , Meinungen zu ! Die Medien konterten, indem sie mit Gerüchten die Politiker in Zugzwang setzen wollten. Mit der Folge das die Gespräche eher gegenseitigen Unterhaltungswert haben, > Das beginnt schon mit der Selektion der Der Journalist als neutraler Beobachter ohne eigenes Weltbild und Parteilichkeit. > Der nächste Schritt ist die Präsentation der > Bei der Wahl haben wir nur die Möglichkeit uns für eine Da vor der Wahl und nach der Wahl bekanntlich zwei verschiedene Dinge zu sein scheinen > Aus dem Wahlergebnis wird dann also der Wählerwille Mich stört nicht nur diese speziellen Ereignisse, Wir dürfen bei Aufregern mitschreien, > Frau Ypsilati ist über die ihre Interpretation des Eine sehr schöne Formulierung, > Bei der vorherigen Bundestagswahl gab es ein Feuerwerk Das alles ist eben Spekulation. > Im Sinne einer wirklichen Demokratie, der Herrschaft des Mich stört weniger das Koalitionen nicht erfragt werden, Letztlich muss man doch alles interpretieren, Das einzigst rechtsverbindliche Bürger-Rechtssystem (Wahl), Der Rest ist (siehe oben) in der Hand meinungsbildender Eliten, Letztlich kann man die Sorge äussern, |
22. Mär 2010 02:07 re
> Wir dürfen bei Aufregern mitschreien, Jemand der quasi behauptet, es gäbe eine Verschwörung der Medien gegen das gemeine Volk, zeugt jedenfalls nicht unbedingt von einem mündigen Bürger, der direkt an demokratischen Entscheidungen mitwirken sollte. In der Tat sollte so jemand besser "an die Hand genommen werden", ehe er mit seinesgleichen noch irgendwelchen groben Unfug anstellt. |
21. Mär 2010 01:31 Scheindemokratie
Antwort auf: die vierte Macht... von: Bolko wenn jemand das Wort Demokratie erläutert, so wird er immer eine Unterordnung einer Minderheit unter der Mehrheit rüberbringen wollen. |
21. Mär 2010 02:56 Von Trotteln...
> Der Umweltminister Trittin ist das beste Beispiel, als er Der Umweltminister Trittin ist kein gutes Beispiel, weil nicht er die Getränkedose abschaffte. Er war nur zufällig Bundesumweltminister, als die sogenannte "Mehrwegquote" bei den Getränkeverpackungen unter den Schwellenwert sank, für den ein - schon unter CDU - Bundesumweltminister Klaus Töpfer beschlossenes - Gesetz vorgesehen war. > Der wusste noch nicht einmal, Und Du weißt offensichlich nicht einmal, dass die Herstellung einer Getränkedose aus Metall sehr viel mehr Energie kostet als die Herstellung einer Flasche aus Plastik oder als Transport und Reinigung einer Glasflasche. |
22. Mär 2010 02:11 re
Antwort auf: Scheindemokratie von: funeumel > Die CDU kann nicht mehr mit der Immer diese dümmlichen und reaktionären Klassenkampfparolen. *gähn* Die SPD ist schon lange keine Arbeiterpartei mehr. Aber nicht weil sie die Seiten gewechselt hätte, sondern weil es die klassischen "Links-Rechts-Positionen" schon lange nicht mehr gibt. Unternehmer sind nicht per se skrupellose Ausbeuter, sondern mitunter "linker" sprich sozialer als so mancher Arbeitnehmer oder Wähler der "Die Linke" ... von gewissen Politikern genannter Partei mal ganz zu schweigen... |
22. Mär 2010 07:20 re
Antwort auf: Scheindemokratie von: funeumel Deinen Beiträge sind immer gleich. SPD und Grüne sind böse. Hoch lebe die Partei der Arbeiterklasse. Wie Metusalix bereits nachgewiesen hat, hast Du von den wirklichen Vorgängen nicht die geringste Ahnung. Du kannst ja gerne mal Fotos ansehen, wie Gewässer und Grünzohnen _vor_ dem Dosenpfand ausgesehen haben, für desen Umsetzung nicht der Umweltminister verantwortlich war. Stalinisten haben immer schon bevorzugt den Dolch im Gewande getragen und in den schützengräben Spaniens lieber Gewerkschafter und Anarchisten ermordet, statt gegen Franco zu kämpfen. |
22. Mär 2010 09:07 re
Es ist absolut legitim, wenn Leute wie z.B. funeumel verpasste Chancen der Politik aufgreift und die Tabuisierung bestimmter Themen anprangert. |
22. Mär 2010 09:17 re
Was Du so alles für legitim hältst ;) > Es ist auch richtig, dass viele Politiker ihre politische Allein diese Behauptung, die sich auf nichts stützt als Deine Vorurteile auf Stammtisch-Niveau, zeigt uns schön, wie wirklichkeitsfremd populistische Welterklärungen sind. Die allerwenigsten Menschen, die sich entscheiden politisch tätig zu werden, erlangen dadurch überhaupt nennenswerten Zugang zu solchen Jobs. Deshalb hoffe ich, Deine Stammtischweisheiten bleiben künftig in der Kneipe in die sie gehören. |
22. Mär 2010 09:59 re cenor
Ich hab vollstes Verständnis, wenn Menschen nicht gleich ad hoc auf den Punkt kommen. Es ist eine Gabe die nicht jedem gegeben ist. |
22. Mär 2010 14:11 Standing Ovation!
Antwort auf: re von: Cenor > Stalinisten haben immer schon bevorzugt den Dolch im Genial auf den Punkt gebracht! Da fallen mir spontan Sektierer ultralinker Gruppierungen ein, die bevorzugt Veranstaltungen von SPD und Grünen stören und "Republikaner" wählen weil diese in ihren Augen "wenigstens ehrlich" sind... |
21. Mär 2010 22:05 re
Antwort auf: die vierte Macht... von: Bolko Für meinen Geschmack klüngelt die Presse zu sehr mit der Staatsmacht. Das Thema direkte oder indirekte Korruption der Politik durch zum Teil halbseidene Wirtschaftsleute wird kaum aufgegriffen. Politiker fürchten, ihre Spendenquellen könnten versiegen; die Presseleute müssen fürchten, bei den Einnahmen aus der Anzeigenwerbung Ausfälle verzeichnen zu müssen. Garantiert verschwindet in jedem Jahr der ein oder andere kritische Bericht in der großen Rundablage, und eine Zeitung darf dafür eine nette Anzeigenkampagne abdrucken. Möglicherweise ist Kurruption aber auch gar keine Meldung mehr wert . . . |
21. Mär 2010 22:57 re
...ob die Einflussnahme der Anzeigenkunden so groß ist, wage ich zu bezweifeln. Das mag bei einem Provinzblättchen noch so sein, aber die führenden Tageszeitungen und Magazine lassen sich dadurch sehr wahrscheinlich wenig beeindrucken. Ein Journalist braucht ein Netzwerk. Und das entsteht aus Geben und Nehmen. Die Politik braucht die Medien und die Medien brauchen die Politik. Das war im beschaulichen Bonn einfacher als im unübersichtlicheren Berlin. Auch die Möglichkeiten Klüngelei halten sich in Grenzen. Dafür ist die Konkurrenz unter den Medien einfach zu groß. |
22. Mär 2010 00:13 System-Fehler
> Ein Journalist braucht ein Netzwerk. Und das entsteht aus Schon das sollte zu denken geben. Erklärt aber auch, warum bestimmte Personengruppen eher getäschelt werden, Die Finanzkrise steht dafür wie ein Symbol. Mag es auch noch so gierige Manager gegeben haben, |
22. Mär 2010 00:16 Sündenböcke
Antwort auf: re von: adept > Für meinen Geschmack klüngelt die Presse zu sehr mit der Das könnte auch erklären, Irgendwie ein bischen zu viel Mittelalter nach meinem Geschmack. |
22. Mär 2010 02:05 re
Antwort auf: die vierte Macht... von: Bolko > Alle unserere Informationen sind also schon mehrfach Das lässt sich wohl auch kaum vermeiden, denn natürlich ist kein Journalist "neutral". Das Entscheidende ist aber, dass es _voneinander unabhängige_ Informationsquellen gibt. Dem gemeinen Bürger steht jedenfalls hierzulande1 ein nahezu unerschöpfliches Angebot an unterschiedlichsten Informationsquellen zur Verfügung - nicht zuletzt dank der großartigen Erfindung Internet. Er muss es nur nutzen ... und das sollte doch bitteschön von einem mündigen Bürger zu erwarten sein. |
23. Mär 2010 23:29 Bitte Thread-Thema beachten !
Antwort auf: System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien) von: Michael_WeCan Für Eure persönlichen Kleinkriege Hier geht es um Demokratie |
24. Mär 2010 06:14 Mitwirkung,
Antwort auf: System. Beschädigung der Demokratie ?(Medien) von: Michael_WeCan ich plädiere für "embedded" Journalisten, die den Eliten bei der Entscheidungsfindung |
25. Mär 2010 00:36 'embedded' Journalisten
Nach allem was Journalisten selbst sagen, Das Problem ist die Filterung nach draußen, zum Volk. Bolko hat dies tiefergehend angeschnitten. 20. Mär 2010 15:09 Das Problem ist das jeder nur von den Informationen spricht, Die uns die ganzen Krisen einbrachte ... es waren auch die Medien, Daher kann man Rückschlüsse daraus ziehen, |


