Archiv des Forums Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik: März 2010: ich spiel amok
19. Mär 2010 19:13 ich spiel amok
ich hab gestern wieder was gelesen gehabt über amokläufe, natürlich schwerpunkt auf den von winnenden und hab mir die diskussion über ego-shooter, horrofilme und gewalt in den medien zu gute gezogen und wollte meine meinung eben kund geben und wissen, was ihr zu dem thema denkt. in dem sinne sehe ich eben auch diese debatte die so alle jahre geführt wird in dem bezug. ein beispiel gibt japan mit der pornoindustrie an, die weiltweit das meiste material produzieren, was "rape" und bdsm - pornografie betrifft, aber bezüglich aller industrienationen weltweit, die geringste kriminalitätsrate bezüglich sexualverbechen besitzt. was haltet ihr denn so davon? |
19. Mär 2010 19:59 mh
wie oft muss das noch diskutiert werden? oO |
19. Mär 2010 20:43 oft genug
Ich kanns auch nimmer hören:-) |
19. Mär 2010 20:58 re
Na komm. Die Politik wird doch auch nicht müde das nach jedem Amoklauf wieder rauszukramen. Wart nur bis ich wieder Lust verspüre einen Waffenthread zu eröffnen, da ist das hier gar nix gegen xD |
19. Mär 2010 21:09 re
Wir könnten ja Server IPs für counterstrike oder so austauschen oder ein paar Egoshootersessions Dann hat der Thread auch wieder seine Berechtigung |
20. Mär 2010 12:35 re
> Wir könnten ja Server IPs für counterstrike oder so Ja klar, damit du mich fertig machen kannst. Ich hab sowas noch nie gespielt und würd da wahrscheinlich nur 2 sek. überleben :-) Aber ich frag mich wirklich ob die Leute, die fleißig über den negativen Effekt von solchen Spielen diskutieren, jemals selber sowas gespielt haben. Ich wette, die werte Dame, die hier ständig mit irgendwelchen Studien um sich wirft, kennt diese Spiele nur aus den Nachrichten wenn nach einem Amoklauf wieder drüber hergezogen wird. Mein Bruder zockt diese Spiele auch gern und trifft sich dazu mit Freunden. |
20. Mär 2010 12:43 re
Ach, der Selbstversuch beim Erstkontakt mit sowas auf ner Lanparty ist eigentlich ganz witzig. Vor allem für die anderen, wenn man sich mit dem dicksten MG eindeckt und beim Office nichtmehr so recht durch die Türen kommt. Aber gerade bei so Dingen wie Counterstrike finde ich, dass man selbst gut feststellen kann dass man nicht aggro wird sondern eine gewisse Distanz fühlt. Für mich wars im Grunde genommen ne Tortenschlacht mit Munition. |
20. Mär 2010 12:47 re
Antwort auf: re von: TheMachinist > Ja klar, damit du mich fertig machen kannst. Ich hab sowas Bin da selber nur mittelmäßig, aber häng schon durchaus öfter > Aber ich frag mich wirklich ob die Leute, die fleißig über Also die meisten - insbesondere die, die das für einen realistischen > Ich wette, die werte Dame, die hier ständig mit Der Einschätzung schließe ich mich so an. So klingen derartige leute auch. |
20. Mär 2010 13:53 re
Antwort auf: re von: TheMachinist > Ja klar, damit du mich fertig machen kannst. Ich hab sowas Auf manchen Server hat man ne Kaufzeit von 5 Sekunden. In dieser Zeit kann man nicht sterben, ausser sie binden irgendwann ein Sprengstoffgürtel in das Spiel ein =D |
20. Mär 2010 04:07 re
Antwort auf: ich spiel amok von: PiTerror Es gibt viele ganz ausgezeichnete Gründe, Ego-Shooter-Spiele schwerer zugänglich zu machen. Nicht nur, weil sie Aggressionen stimulieren.1 Ein anderer Grund ist, dass Jungen heute die klaren Verlierer unseres Bildungssystems sind und die Situation sich weiter verschärfen wird.2 Eine Mitursache ist, dass ein recht hoher Prozentsatz enorme Zeiten mit sinnlosen Ego-Shooter-Spielen, die sie emotional anregen und bei manchen regelrechte Suchtzustände auslösen, vertrödelt. Das ganze Thema ist unerfreulich, weil niemand gerne Zugänglichkeiten erschwert oder gerne etwas verbietet. Ob es effektive medienpädagogische Präventionen gibt, weiß ich nicht. Ich weiß nur: Adoleszente junge Männer werden immer stärker zu einem Problem und zu einem Handicap für unsere Gesellschaft. Ein identifizierbarer Teil dieses Problems sind Ego-Shooter-Spiele. |
20. Mär 2010 06:05 re
> unsere Gesellschaft. Ein identifizierbarer Teil dieses Das will ich ausführlich! |
20. Mär 2010 06:43 mh
Antwort auf: re von: Emma78 und wenn ich dir nun sage, dass mich ego-shooter überhaupt nicht aggressiv machen, sondern wenn überhaupt das gegenteil der fall ist? genau so gut könntest du behaupten, dass mich fussballspielen aggro macht. oO aber selbst wenn dem so wäre, könnte man getrost damit leben, wenn den kindern strategien vermitteln werden würden mit aggressivität umzugehen, anstatt die aggressivität negieren zu wollen. menschen werden nun mal aggressiv, das ist eine völlig normale schutzfunktion. jedenfalls wäre das die effizientere methode präventiv gegen amokläufer vorzugehen, wäre aber schwieriger umzusetzen. ;) |
20. Mär 2010 08:12 re
Du blendest ganz bewusst die Ergebnisse vielfältiger empirischer Untersuchungen aus und behauptest am Ende noch, Ego-Shooter-Spiele sind Gewaltprävention? Wunschdenken treibt oft lustige Stilblüten :-)) |
20. Mär 2010 08:25 re
es gab studien zu dem thema, aber die sind allesamt bestenfalls überarbeitungsbedürftig. man kann doch nicht die missstände in unserer gesellschaft damit beseitigen, indem man irgendwas verbietet oder ein medium dafür verantwortlich macht. oO das ist aktionismus in reinkultur! |
20. Mär 2010 08:55 re
Die Studien sind allesamt überbearbeitungsbedürftig? Und wieviele hast du davon gelesen? :-)) > man kann doch nicht Vielleicht versteht du das Instrumentarium "Verbot" nicht ganz. Alkoholverbot am Steuer löst auch kein Alkoholproblem, das erhofft sich niemand. Aber es schützt den Rest der Gesellschaft vor alkoholisierten Fahrern. Es schützt nicht perfekt, aber es ist immer noch besser als gar kein Verbot. Warum sollte also ein Verbot von Ego-Shooter-Spielen nicht ergebnisoffen diskutiert werden? |
20. Mär 2010 08:57 re
> Warum sollte also ein Verbot von weil egoshooter spielen niemand gefährdet. |
20. Mär 2010 09:05 re
> weil egoshooter spielen niemand gefährdet. Sagt niemand. Was gesagt wird ist, dass die Gefährdungen von den jungen Männern ausgehen, die das zu oft spielen. |
20. Mär 2010 09:12 re
> Sagt niemand. doch wird gesagt, anders ließe sich ja ein verbot garnicht rechtfertigen. > Was gesagt wird ist, dass die Gefährdungen zitat Kommunikationswissenschaftler Jörg Müller-Lietzkow, der an der Universität Jena unter anderem Grundlagenforschung zu Computer- und Videospielen betreibt "Wir haben Argumente für kurzzeitige Effekte von gewalttätigen Spielen - etwa die gleichen, die ein Horrorfilm auch hat, nämlich eine erhöhte physiologische Erregung." Genau dieser Effekt werde ja mit Film und Spiel auch angestrebt. Eine langfristige Wirkung, gar eine Steigerung der Gewaltbereitschaft hat aber noch nie jemand empirisch nachgewiesen. |
20. Mär 2010 10:53 re
Was ein rein elektrochemisches Erregungs- oder Bereitschaftspotential1 mit faktisch ausgeführter Gealtaktion oder Gewaltphantasien korreliert, ist nicht mal befragenden "Experten" zugänglich. Psychologie und Soziologie sind die bemerkenswerterweise gesamtgesellschaftlich tolerierte Vergewaltigung eines an sich objektiven und unschuldigen Gegenstands: der Statistik und Stoachstik. |
20. Mär 2010 20:01 Nein...
Antwort auf: re von: Emma78 es macht es lediglich illegal. Verbotsfetischisten sollten eigentlich spätestens seit der Prohibition eines besseren belehrt sein...sollten. |