Archiv des Forums Kunst und Unterhaltung - Gedichte: April 2008: Heldentod Afghanistan
06. Apr 2008 22:56 Heldentod Afghanistan
Mein Sohn, Waffen, wie dein Großpapa Die Zeche der Herren Machtanbeter, Du sollst für ihre Freiheit schießen. Wessen Freiheit braucht den Krieg, Wenn doch die Tränen aller Kriege, |
07. Apr 2008 05:26 geht
irgendwie total durch die haut beim lesen ( eiskalt den rückenrunterläuft ) und sehr schön geschrieben |
07. Apr 2008 12:40 Dem kann ich mich...
...nur anschliessen. Hatte heute morgen ein Gespraech, mit einer alteren Dame, die zwar Schreckliches sagte, naemlich es waere an der Zeit, das es mal den grossen Knall tut. Ich kann, nein ich muss ihr (leider) zustimmen. Es ist eine grausame Logik, aber wenn es zum grossen Knall kommt, dann erst dann, hoert das morden auf dieser Welt auf. Der Mensch wuerde dazu gezwungen, wieder vernuenftig zu sein. Ich bin kein Kriegsfanatiker, um dem vorzubeugen. Ich liebe dieses Leben und diese Welt. Aber wenn ich mich so umschaue, was machen wir denn aus ihr??? |
08. Apr 2008 22:36 entgegen treten
dem entgegen treten, aufstehen, den mund aufmachen, sich positionieren, farbe bekennen, all das, aber nicht still in der ecke sitzen und sagen " was kann ich blos tun" |
09. Apr 2008 06:25 und scheinbar
wurde nichts gelernt was das thema krieg an geht |
09. Apr 2008 11:10 Das Geld für Grundna......
Hallo Karin, glaubst du ernsthaft, dass beispielsweise die Hungernden in Eritrea das Geld für Ihre Waffen selbst aufbringen? Nein, das glaubst Du sicher nicht! |
09. Apr 2008 14:12 Kommentar
es ist schon traurig, dass mit der Waffenproduktion wahnsinnige Profite erzielt werden |
07. Apr 2008 19:35 na ja
Antwort auf: geht von: Carey81 ich fands deswegen auch so traurig weils wirklich genug junge leuet gibt, die rein wegen des geldes so nen job annehmen. Versteht mi ned falsch bundeswehrler san genauso wichit wie THW oder Feuerwehr nur zahlen die bundeswehrlehrer manches mal an zu hohen preis |
07. Apr 2008 12:37 *re
Antwort auf: Heldentod Afghanistan von: Eisenhans ernstes thema gut in worte gepackt |
07. Apr 2008 18:45 Re
Antwort auf: Heldentod Afghanistan von: Eisenhans Dein Gedicht berührt sehr, und erinnert wieder einmal an das Thema, was wir (ich sprech mal lieber erst mal nur für mich) doch gern über unserem Alltagsdasein verdrängen. |
07. Apr 2008 20:56 Oh,
Antwort auf: Heldentod Afghanistan von: Eisenhans Deine Angst ist fühlbar und auch deine Sorge... "Solange es Schlachthäuser gibt, (leo Tolstoi) |
07. Apr 2008 22:03 Herzlichen Glückwunsch
Wenn es überhaupt Sinn macht, Worte als Transmitter für Gefühle zu benutzen, dann sollten solche Themen dabei in eben dieser authentischen Art und Weise reflektiert werden, wie es in diesem Beitrag geschehen ist. In meinem Verständnis vom Umgang mit zum Wort geformten Gefühl oder Gedanken wird die Authentizität immer vor dem Stilismus priorisiert. Gefühle, Gedanken und Stil sind in diesem Gedicht genial in Symbiose gebracht worden. Bin ja nur gespannt, wie der "Chefkritiker" diesen Beitrag noch kommentieren wird. Liebe Grüße von Robert |
07. Apr 2008 22:28 an Robert
Rober, ich danke dir. Du hast deine Meinung sehr präzise ausgedrückt. Sei herzlich gegrüßt, hans-Jürgen |
07. Apr 2008 23:07 Auch bei meinem Vater
habe ich als Kind oft nicht verstanden, warum er nachts Albträume aus dem Krieg hatte, wie er oft am Frühstückstisch meiner Mutter zu verstehen gegeben hatte. Als ich erwachsener war, hat er mich Vieles zu diesen Albträumen wissen lassen. Ich habe in dieser Hinsicht "Gott sei Dank" keine Kinder, die für die Mächtigen in unserem Land wieder in den Krieg ziehen müssten, betrachte Jeder weiß, dass im Krieg der Angriff als die beste Verteidigung angesehen wird. In Afghanistan hat Deutschland die Unschuld ihrer Bundeswehr dahingehend verloren. Aus der immer als reine "Verteidungsmacht" beschriebenen Bundeswehr wurde mehr oder weniger eine Angriffsmacht, also das, was unsere Wie gesagt, wenn Worte als Mittel des Ausdrucks menschlicher Gefühle oder Gedanken dienen sollen, dann sollten sie nicht um der reinen Bitte schreibe noch viele solche Gedichte. Liebe Grüße zurück von Robert |
22. Apr 2008 21:05 Was ich...
Antwort auf: an Robert von: Eisenhans ... wirklich gern wissen möchte, mußte Dein Sohn wirklich nach Afghanistan? Ich glaube, wenn ich einen Sohn hätte, ich würde alles versuchen, das er nicht geht. |
08. Apr 2008 09:06 Kommentar.
Antwort auf: Heldentod Afghanistan von: Eisenhans Ich muss jetzt auch endlich einmal etwas zu diesem Gedicht sagen. Jedes mal wenn ich ins Forum kam, las ich dieses Gedicht. Ich finde es wirklich mehr als klasse von dir, so ein Thema anzuschneiden. Warum wird es sonst so herruntergespielt? Ich danke dir für diese Zeilen. |
08. Apr 2008 09:38 kurze ergänzung
In diesem Gedicht wird nicht nur das Verursachen von Leid in der eigenen Familie angezeigt, sondern vielmehr auch das Leid angeprangert, das der Soldat durch sein niemals richtige Töten von ihm unbekannten Menschen auslöst. |
08. Apr 2008 09:51 Kommentar.
Was heutzutage in der Richtung angestellt wird, ist wiederlich... Kriegswaffen werden nicht mehr zum töten geschaffen, sondern lediglich dazu den Gegner zu verletzen...das untergräbt die "Kampfmoral" der Gegner... Abartig. |
08. Apr 2008 20:33 Warum...
...wunderst du dich darüber? Wir leben in einer abartigen Welt, in der ein Mensch nicht mehr zählt. Das einzige was wir noch tun können ist, nicht mit diesem Strom zu schwimmen, sondern nur das in uns erhalten, was uns bleibt. Nämlich der Glaube daran, das es noch Menschen gibt, die einen anderen schätzen. Nur wird diese Zahl immer geringer. |
09. Apr 2008 13:57 Ideale
>sangreal<, du hast schon Recht, ich sehe das auch so. Sei hwerzlich gegrüßt. |
