03. Aug 2012 23:42 wir und europa!heute habe ich eine fernsehsendung ueber die geschichte von europa von der antike bis heute gesehen...es war interessant. |
05. Aug 2012 20:39 stimmtsichtbare zeichen jarhuntertlanger verbundenheit sind die zwiebeltürme in bayern und in rußland. |
14. Aug 2012 10:18 Europa der VölkerEuropa hat eine lange Geschichte und auch im weitest gehenden Sinne eine gemeinsame Kulturgrundlage, auf die sich so gut wie alle europäischen Völker berufen können: Das Christentum und die Aufklärung. |
14. Aug 2012 13:17 Partikularismus>>>Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass der europäische Partikularismus doch das ist worauf unser Abendland >>>steht und was auch unsere Stärke darstellt. .... solange sich nicht die Europäer wegen genau dieses 'Partikularismus' wieder gegenseitig die Köpfe einschlagen, was ja oft genug vorgekommen ist. |
14. Aug 2012 23:41 renur eins ist heut anders, es gibt das internet und die jugend kann es hervorragend benutzen. |
15. Aug 2012 10:19 re amberleyAntwort auf Partikularismus von amberley > Eine kulturelle Identität fehlt völlig, also eine Viele Europäer können sich ja noch nicht einmal mit ihrem eigenen Heimatland, dessen Kultur und Geschichte identifizieren. Manch einer fasel ja schon von den "Vereinigten Staaten von Europa... |
15. Aug 2012 11:16 Identifikation>>>Viele Europäer können sich ja noch nicht einmal mit ihrem Ja eben ! Dem Saarländer ist Lothringen sicher näher als Thüringen. Und dem Thüringer ist das böhmische Erzgebirge näher und vertrauter als die Schwäbische Alb. Ganz zu schweigen von den historischen oder religiösen Hintergründen. Da vermischen sich so viele Schnittmengen, dass man den Überblick verliert. Stattdessen schwätzen viele daher, was sie den Boulevardmedien so nachplappern, aber selbst nie mit eigenen Augen gesehen haben. Groß in Mode ist derzeit das Feindbild 'Griechenland'. Wenn man eine so große Anzahl von Ländern unter ein finanzielles Dach kriegen will, muss man damit rechnen, dass es starke Gefälle gibt, auch bezüglich der nationalen Wirtschaftskraft und der Mentalitäten der Leute. Das ist doch nichts Neues ! Wenn die föderative Bundesrepublik über Bayern seit 1948 so gedacht hätte, würden ohne Finanzausgleich heute noch enorme wirtschaftliche Diskrepanzen herrschen. Wo fängt eigentlich Europa an, und wo hört es auf ? Nicht mal diese Frage ist geklärt ! |
15. Aug 2012 11:18 re<<Manch einer fasel ja schon von den "Vereinigten Staaten von Europa...>> |
15. Aug 2012 11:53 USA>>> es ist in deutschland nicht viel anders denkt Ich bin mal in einem englischsprachigen Forum in einen Streit zwischen Nordstaatlern und Südstaatlern geraten. Also Virginia gegen Georgia, so ähnlich jedenfalls. 'Yankeefaggots' gegen 'Cuntfederates' ! |
15. Aug 2012 15:30 @USAja das finde ich auch interessant, wenn man mal andere Länder beobachten können die Unterschiede und Animositäten durchaus noch größer sein und trotzdem singen sie dann am Ende die gleiche Nationalhynme. Ich denke einfach, dass Identitäten immer Prozesse sind, die im Wandel sind. Man sollte nie annehmen man bleibt für immer "deutscher" oder so, das ändert sich alles und hat sich bisher auch immer geändert. |
16. Aug 2012 18:56 EuropaAntwort auf Identifikation von amberley
Diese Frage wird sich vermutlich niemals klären lassen. Das Problem beim Begriff "Europa" scheint mir zu sein, dass sehr viele Menschen versuchen, ihn mit der Gedankenwelt und den Begrifflichkeiten von Nationalstaaten zu fassen, aber das ist schlichtweg nicht möglich. In diesem Forum wurde bereits mehrfach erwähnt, dass viele Leute nicht einmal einen konkreten Bezug (also eine Identifikation) zu ihrer unmittelbaren Heimatregion aufbauen können, wie sollte es da zu einem so abstrakten Gebilde wie Europa gelingen? Trotzdem wird sich ein Rheinländer einem Elsässer, ein Bayer einem Österreicher, ein Schwabe einem Schweizer und ein Ostfriese einem Briten kulturell vermutlich weitaus näher verbunden sehen als seinen eigenen Landsleuten, mit denen er auf dem Papier seine Staatsangehörigkeit teilt. Klar kann man auch Deutscher nur auf dem Papier sein, ohne weder mit dessen Kultur, noch mit deren Sprache jemals in Berührung gekommen zu sein. Es ist dazu nicht einmal nötig, in Deutschland geboren zu sein oder hier zu leben. Wir können vielleicht von den "Vereinigten Staaten von Europa" faseln, aber dazu wäre es vorerst einmal nötig, sich als ein Angehöriger eines dieser Staaten zu empfinden. Es gibt keine europäische Nationalität und die wird es auch niemals geben. |
16. Aug 2012 22:19 United States of...>>>Was herstellbar ist, das wäre bestenfalls eine europäische Union, also ein politischer Verbund von unterschiedlichen >>>Heimatländern, Sprachen und Kulturen, aber niemals eine europäische Identität. Danke Dir für Deine mühevolle und ausführliche Erklärung. Die Fragen sind alles sehr schwierig zu beantworten, weil sie nicht nur an den unterschiedlichen Sprachen, sondern auch an den verschiedenartigsten geschichtlichen und religiösen Traditionen und Ressentiments hängen, die sich immerhin alle schon irgendwann einmal gegenseitig abmurksen wollten. |
17. Aug 2012 13:07 Die alte EWG ...Es gab ja bloss die 6 Länder: BeNeLux, Italien, Frankreich, Deutschland, ab 1973 Irland, England, Dänemark, damals noch EFTA-Länder. Das war alles noch greifbar, hatte Ziele auch für "normale " Bürger, das förderte auch die mittelständische Wirtschaft. Heute ist die EU ein Riesenkoloss, ohne einheitliches Konzept, ohne einheitliche Verkehrssprache, ohne Visionen. Und wer will eigentlich EU-Normen flächendeckend? Die alten Verträge zur EU sagten: Stärkung der Region bei Abgabe staatlicher Souveränität. Will heute keiner was von wissen. Heute gehts nur noch um die Frage: was kostet was, wer kann sich auf die EU-Kasse sanieren. Da verwundert es nicht, wenn der Gedanke sich breitmacht, erstmal seine eigenen Hausaufgaben machen zu müssen. |
17. Aug 2012 14:06 brüsselzentriert>>>Es gab ja bloss die 6 Länder: BeNeLux, Italien, Frankreich, Deutschland, ab 1973 Irland, England, Dänemark, damals >>>noch EFTA-Länder. Ja eben, genau das meinte ich doch ! |
18. Aug 2012 15:29 reBei alles Verfilzungen, negativen Zutaten: Ohne diese Kernlande wäre nichts passiert, würde auch heute nichts passieren. |
19. Aug 2012 15:12 Kernlande>>> Bei alles Verfilzungen, negativen Zutaten: Ohne diese Kernlande wäre nichts passiert, würde auch heute nichts passieren. Das ist sicher richtig, aber es reicht auf Dauer nicht mehr aus. Die alten Administrationen von Straßburg und Brüssel werden irgendwann nicht mehr akzeptiert, fürchte ich. Da ist ein großer slawischer und baltischer Raum hinzugekommen, und weitere, besonders die Ukraine oder gar Russland oder Weißrussland stehen da potentiell vor der Tür. Die werden sich mit den alten Amtsstuben der Montanunion aus den Fünfzigern nicht zufrieden geben. Und außer dem Europäischen Parlament in Strasbourg ist da nicht viel hinzugekommen. |
20. Aug 2012 16:51 re> Die alten Administrationen von Straßburg und Sie haben noch nie ausgereicht, wurden in den Bevölkerungen nie akzeptiert, ist nur ein Moloch, der sich selbst verwaltet. Und kostet. Das ganze muß neu konstruiert werden. Das wissen auch alle. Aber keiner will irgendetwas aufgeben. Daher muß ein Chaos entstehen, damit etwas neues geschaffen werden kann. Und wir sind vom Chaos nicht weit entfernt. |
20. Aug 2012 19:22 re> > Die alten Administrationen von Straßburg und Wie Jean-Claude Juncker die Politik der Brüsseler Republik erklärt:
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05. Dez 2012 14:55 Europa - ein vielschichtiger BegriffEuropa - ein vielschichtiger Begriff Leicht in den Mund genommen, doch was ist damit tatsächlich gemeint? Europa - geologisch, geographisch, demographisch, ethmologisch, politisch oder als wirtschaftlicher Sammelbegriff. Die Möglichkeiten sind vielfältig und da verwundert es nicht, wenn sich die Grenzen zwischen diesen plakativ genutzten Beschreibungen aufheben oder zumindest verwischen. Frage mehrere "normale" Menschen was Europa denn eigentlich zu Europa macht - und Du erhältst die unterschiedlichsten Erklärungen. Eine diffuse Vorstellung über Europa erschwert konsequenterweise die eindeutige Zuordnung oder Erklärung dieses Begriffs. Letztendlich ist Europa eine Fiktion, ein Traum. Eine Sehnsucht alles unter ein Dach zu bekommen. Die ewige Zerreißprobe zwischen Wirklichkeit und Anspruch. Geschichte ist eine Interpretation von Informationen und Konzepten auf vielschichtige Ebenen. Was die eine Gruppierung als Erfolg und/oder Fortschritt preist, bewertet eine andere Gruppierung völlig anders. Unabhängig davon ob diese Gruppe sich über die Nationalität, die politischen Ideale oder rein geographisch definiert. Damit ist "Europa" bei den Völkern recht unterschiedlich mit Attributen versehen worden. Bei diesen vielen Hindernissen kann ich mein gelegentliches Erstaunen nicht verhehlen, das "Europa" trotzdem irgendwie funktioniert. Politisch ist Europa für mich ein totaler Fehlentwurf. Eine Vision, ohne großen Plan dieses Europa auch zu verwirklichen. Stattdessen allenthalben nur Stückwerk. Da bosselt einer ein wenig, dort werkelt ein anderer an jener Stelle vor sich hin. Und politisch wird auf den kleinsten Nenner eine Entscheidungen gefällt, getrieben in der Hoffnung das Modell Europäische Union darüber mal wieder um einen Millimeter weiter voran getragen zu haben. Ob die Richtung dabei aber stimmt, scheint dabei keinen zu kümmern. Oder was es uns Bürger kostet - und das nicht nur monitär! Es fehlt die treibende Kraft. Eine über religiöse, nationale und politische Grenzen stehende Bewegung, die es versteht die Zielgruppe - also uns Bürger - dafür zu begeistern und die Trennungslinien die wir untereinander hegen auf eine gesunde Basis zurückschraubt. Eine Revolution ist nicht in Sicht, die dies alles hinwegfegen könnte. Ein weltweiter Wirtschaftskollaps wird verschleppt. Dabei wäre eine Welle von Staatsbankrotten durchaus wünschenswert. Die weltweite Blase der Wirschaftsspekulationen, die dann endlich platzten würde, könnte dies durchaus auslösen. Erst mit dem Zusammenbruch wird die Chance auf einen Neuanfang geboren werden können. Deprimierend, nicht wahr?! Zuletzt eine Zeile aus einem deutschen Lied von H.R.K., das mir in den Sinn kommt zum Ende hin: In diesem Sinne: Voll Dampf voraus! |