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06. Nov 2011 12:53

RE:

Antwort auf re: von wirtstier

na dann lag ich ja mit meiner Einschätzung gar nicht mal so falsch, ich sehe nämlich auch das späte 19. Jahrhundert als die Zeit an, wo Mediziner erstmals schlüssig nachweisen konnten wie Infektionswege verlaufen. Da also irgendwelche Theorien aufzustellen wie weiße Siedler schon im 18. Jahrhundert Indianerstämme gezielt ausgerottet hätten indem sie mit "Keimen nur so um sich warfen" halte ich nämlich für recht abstrus. Es langte ja schon allein der Umstand dass die Einwanderer aus Europa Krankheiten auf den Kontinent mit einschleppten, die den bisherigen Einheimischen völlig unbekannt waren und ihr Immunsystem entsprechend wenig bis gar nicht vorbereitet war. Ich fürchte von daher dass sogar mehr Indianer an der "ordinären" Grippe verstorben sind als an anderen Infektionskrankheiten...



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21. Nov 2011 09:28

Das "trojanische Pferd"

Antwort auf meinung von Hellmuth

Hallo Hellmuth,
also ich weis ja nicht wo du den, entschuldige den Ausdruck, aber anders kann man das nicht nennen, Schwachsinn herhast, den du hier zum besten gibst, aber das kann man so einfach nicht stehen lassen. Hintergrund ist eine antike Heldensage nachdem ein Prinz aus Troja eine griechische Prinzessin, die einem anderen versprochen war, bezirrzt und kurzerhand mit nach Troja "entführt" hat . Der "sitzengelassene" noch dazu ein König wollte dies "Schmach" nicht auf sich sitzen lassen und hat eine große Flotte aufgeboten die sich nach Troja aufmachte die "schöne Helena" gewaltsam zurückzuholen. (Dabei wurde selbstverständlich nicht danach gefragt was diese denn wohl wollte....)

Es entspann sich ein 10 jähriger Belagerungskrieg, indem keine Seite die Oberhand gewinnen konnte. Unter den Griechen nahm auch ein gewisser Odysseus, seineszeichens ein schlauer und tapferer Held (Na feige Helden kanns ja auch nicht geben..) , der die Pattsituation erkannte und nach einer Lösung suchte, an dem Krieg teil. Gewalt konnte es nicht sein. Eine List musste her.

Er hat vorgeschlagen aus einem Teil der Schiffe ein übergroßes hölzernes pferd zu bauen, in dessen Rumpf sich eine Anzahl ausgesuchter Krieger verbergen sollte. Das Pferd sollte als "Geschenk" der Griechen vor die Tore Trojas gebracht werden und die grieschiche Flotte sich dann zurückziehen... Gesagt getan, Pferd gebaut, Krieger rein, Pferd vor Burgtor abgestellt und von dannen gezogen. Die Trojaner rätselten was es mit dem Pferd auf sich haben könnte, waren aber froh, das die Griechen abgezogen sind, holten das hölzerne Pferd in die Stadt... Anschliessend war Party angesagt und der Wein floß in strömen.

Während in Troja gefeiert wurde, war die griechsiche Flotte heimlich und unbemerkt zurückgekehrt. Das Heer hatte sich im Schutz der Dunkelheit vor der Stadtmauer gesammelt. Als nun in Troja so nach und nach alle besoffen unterm Tisch oder sonstwo drunter lagen, kletterten die Krieger aus dem Pferd überwältigten die paar verbliebenen Wachen und öffneten dem griechischen Heer die Stadttore. Es folgte ein entsätzlicher kampf, der mit der Zerstörung Trojas endete...

Das Pferd heist "trojanisches Pferd" weil es von den Griechen als Geschenk an die Trojaner zurückgelassen worden war..
Und als "trojaner" bezeichned man bis heute wenn etwas in etwas ganz anderem versteckt irgendwo eingeschleust werden soll bzw wird, also zum Beispiel Schadsoftware in harmlos aussehenden E-Mails ...auf fremden Rechnern um dies auszuspähen.

Die Geschichte des Trojanischen Krieges ist nunmehr fast 3000 Jahre alt.. und immernoch aktuell... wenn auch heute wegen einer Frau keine Kriege mehr geführt werden.... Nur vereinzelt gibt's noch Strohköpfe die sich wegen einer Frau schlagen....

Ach ja, hatte ich erwähnt, das auch die Götter eingriffen und sich an dem Gemetzel ergötzen, den wo Blut fliesst in Strömen ist gar treffliche Unterhaltung.... War schon immer so...Aber lest selbst...



grayhair
28. Nov 2011 16:37

re

Kommt nach Bayern, da hat sogar die Polizei "Trojaner" eingesetzt. :)



11. Dez 2011 03:31

Trojanische Pferde

Antwort auf re: von wirtstier

Dein Versuch einer sicherlich begrüßenswerten Versachlichung ist fragwürdig. Die engräumige militärische Lagerung von vielen Menschen bot nach längerer Zeit häufig Infektionsmillieus. Die oft noch schweißigen Decken der an Infektionen Verstorben wurden von unerfahrenen Kameraden gerne als zusätzlichen Wärmebehalt oder Isolationsschutz genutzt. Sofern erfahrene Vorgesetzte das nicht verhinderten. Zum Sodatsein gehört ein Berichtswesen. Rein erfahrensgemäß war zu beobachten das Kameraden mit Kontakt zu den Verseuchten sich eher infizierten. Eben so das sich kameraden die Kleidung und Decken der Infizierten an sich genommen schneller verseuchten als ihre zu den Verseuchten kontaktlos gebliebenen Kameraden. Krankheit der Soldaten war seit jeher militärisch als Gefährdung erkannt. Biologische Kampfmittel wie Brunnenvergiftung, Nutztiere verseuchen, Nahrungsschädlinge wie Ratten in belagerte Städte zu katapultieren in den vergangenen Jahrtausenden militärisch üblich. Die meisten Migrantensoldaten wurden von in Europa gut ausgebildeten Heerführern komandiert. Es ist geradezu abwegig zu denken, das solchermaßen studierte Heerführer keine biologische Kriegsführungen mittels Seuchen in den Indianerkriegen angewandt haben sollen. Mansche Offiziere ließen in den während der Büffeljagdzeit männerleeren Indianerlagen ihre häufig mit geschlechtskrankheiten verseuchten Mannschaften die zurückgebliebene Frauen und Kinder vergewaltigen in der hoffnung die von den politischen Führen aus wirtschaftlichen Gründen als heidnische seelenlose Tiere bezeichneten Ureinwohnen gezielt vergewaltigen. Förderten den gleichzeitigen Verkauf von überalterten Gewehren an konkurierende Stämme und brachten gezielt Alkohol in die Stammessiedlungen. Grund für die Vertreibung der Ureinwohner zwecks Landnahme waren die immer neuen Migrantenwellen aus dem damals schon heillos übervölkerten Europa, welche die bereits von den Migranten besiedelten nordamerikanischen Küstenregionen nicht mehr geordet auffangen konnten.



13. Dez 2011 09:57

Trojanische Pferde

Antwort auf re: von wirtstier

Sie meinen, das es ohne wissenschaftlich gesichte Erkenntnis unmöglich sei aus einer Vielzahl von ähnlichen Beoachtungen Zusammenhänge zu erkennen und zu bedenken und aus diesen gezielt zu handeln. Wie meinen Sie denn funktioniert Forschung?



13. Dez 2011 17:36

re:

_Forschung_ funktioniert natürlich auch deduktiv. Allerdings handelte es sich bei den hier Beschuldigten nicht um Forscher, sondern um die Besatzung eines Grenzforts in der Wildnis von Neuengland; und zweitens sollte noch mehr als zwei Generationen später zB. der Herr Semmelweis feststellen, wie schwer es ein recht einleuchtender Schluß haben kann auf dem Gebiet der Medizin, wo eben uralte Dogmata herrschten.



14. Dez 2011 01:27

Das Eiserne trojanische Pferd

Antwort auf RE: von DocHoliday

Noch effektiver war die ethische Bereinigung der zu Gottlosen Wilden Propagierten mittels der Eisenbahnen. Die nordamerikanischen Ureinwohner nannten die Eisenbahn "Das eiserne Pferd". Darin saßen wohlbetuchte Jagdgesellschaften und machten sich einen Wettbewerb daraus aus den Salonwagen des "Eisernen Pferdes" möglichst viele Büffel abzuknallen. Büffel die die Lebensgrundlage der eingeborenen Amerikaner waren verwesten Jahr um Jahr zu zu Hunderttausenden.

Daraus entstanden Rinderseuchen, welche die Nahrungsgrundlage der Ursprungsbevölkerung weiter weiterschmälerten. Die Raubtierpopulationen vergrößerten sich maßlos was die anderen Wildbestände drastisch angriff. Man muss sich schon engagieren wenn man als Migranten in nur 50 Jahren rd.500 Nationen der amerikanischen Ureinwohner zur Bedeutungslosigkeit vernichten will.

Nach diesem Biologischen Krieg erfolgte der Chemische Krieg mittels gezielten Handels mit billigsten Alkohol gegen die in den Reservaten zur tödlichen Langeweile eingesperrten Ureinwohner. Steppenbevölkerungen wurden in Sumpflandschaften verfrachtet wo sie nahrungsmangelgeschwächt massenweise an Infektionskrankheiten verreckten. Der Austausch von Reservationsbevölkerungsanteile bewirkte nicht nur sozialer Desstrukturierung sondern auch eine durch mitgetragene Infektionen erfolgte Dezimierungen. Seuchen gab es damals viel häufiger und so war das Erfahrungswissen darüber groß genug. Und da sollen ausgerechnet studierte und mit Seuchenmillieus erfahrene Miliärs nicht den strategischen Wert von infizierten Gebrauchsgegenständen wie Decken ausschließen.



paterl männlich
Patrick aus Deutschland
07. Jan 2012 22:36

Könnte mir vorstellen,...

Antwort auf re: von wirtstier

daß nicht nur die Pest schon sehr lange eine hervorragende Ansteckungs-Lehrmeisterin war.
Man hat einfach festgestellt, da "wandert was weiter", was sich nicht immer mit der Strafe Gottes erklären liess.



St.John männlich
René
17. Jan 2012 19:59

re

Antwort auf re: von wirtstier

Nochmal: die Zeitgenossen aus dem 18. Jahrhundert _ wußten_ gar nicht (und sollten es noch für ein weiteres Jahrhundert nicht wissen), daß es sowas wie Krankheitserreger gibt. Demzufolge war ihnen auch nicht klar, daß man solche Krankheitserreger gezielt weitergeben könnte. Was immer in und um Fort Pitt geschah, war also mit Sicherheit keine absichtliche biologische Kriegführung.

Die Medizin der damaligen Zeit hatte durchaus ein Konzept der Übertragung von Krankheiten. Ansonsten wären Quarantänestationen wie in Venedig zur Abwehr der Pest oder das Verbrennen persönlicher Habseligkeiten von Epidemieopfern nicht zu erklären. Davon ausgehend ist es ein einfacher logischer Schritt, Menschen anzustecken, in dem man sie in Berührung mit diesen Dingen bringt. Man tut schlicht das Gegenteil der Vermeidungsstrategien.



31. Aug 2012 23:56

Gerücht

Dieses Gerücht verbreitete ein Priester in einer Radiosendung weil er damals auf die Situation der Indianer aufmerksam machen wollte.

AUsserdem waren die meisten"Amis"gerade erst eingewandert.

Mit den Deutschen in Texas wird aber bis heute die Einhaltung der Verträge Jährlich gefeiert.Die Religiösen Deutschen desertierten auch in den Südstaaten da sie gegen Sklaverei waren.Schliesslich waren auch sie vor der Knechtschaft geflohen.

Umgebracht haben sich die Indianer aber auch schon vorher.Wer von einem anderen Stamm war,war minderwertig.



04. Sep 2012 12:04

re

<<Umgebracht haben sich die Indianer aber auch schon vorher.Wer von einem anderen Stamm war,war minderwertig.>>

ergo, die indianer sind an der rassentheorie der nazis schuld. koppklatsch.



chiemwast männlich
Sebastian aus Bayern
07. Okt 2012 14:37

Biologische Waffen im Mittelalter - gefunden

in Wikipedia:

Am 23. Juni 1763 trafen zwei Abgesandte der aufständischen Indianer beim Fort ein und boten den Briten freies Geleit, wenn sie das Lager aufgeben würden. Die Briten lehnten ab, gaben den Indianern jedoch zwei pockenverseuchte Decken aus dem Pockenkrankenhaus mit, die diese unwissend annahmen. Nach der Übergabe der Decken brachen unter den Indianern tatsächlich die Pocken aus. Es ist jedoch nicht geklärt, ob diese Epidemie auf den Anschlag zurückzuführen ist.

Biologische Waffen im Mittelalter
Das "griechische" Pferd, das listig in Troja hineingegaunert wurde, ist ein Beispiel für listige Kriegsführung.

Diese antike Kriegsführung konnte ich wiederfinden:

539 v. Chr. eroberte Kyrus Babylon. Dadurch erfüllte er Jesajas Prophezeiung, dass durch Gott „vor ihm Türen geöffnet und Tore nicht verschlossen bleiben“ würden (Jesaja 45,1). Das war eine erstaunlich zutreffende Beschreibung der Eroberung der scheinbar uneinnehmbaren Stadt Babylon durch Kyrus. Der Fluss Euphrat floss durch massive Tore in die Stadt Babylon. Kyrus ließ den Fluss durch seine Truppen umleiten, indem er alte Deiche entfernen ließ, die ihn in seiner Bahn gehalten hatten (wir finden einen Hinweis darauf in Jesaja 44,27). Es gelang Kyrus auch, einen Spion in die Stadt einzuschleusen, der die inneren Tore entlang des Flusses aufschließen ließ. Dann wateten die Streitkräfte des Königs im Schutz der Dunkelheit unter den Toren hindurch im trockengelegten Flussbett in die Stadt. Noch vor Sonnenaufgang war die große Stadt Babylon erobert – genauso wie es prophezeit worden war.

Die Eroberung Babylons

Ja, dumm waren die Altvorderen nicht.



troetenharry männlich
aus köln (Nordrhein- Westfalen)
08. Okt 2012 16:30

re

Da gibt es noch einige.

Beliebt war, die Vögel zu fangen, deren Nester im Turmgemäuer der Burgen waren, und ihnen Brände an die Füße zu binden und zurückzuschicken. So konnte man sog. uneinnehmbare Burgen bezwingen.



Adept männlich
Martin aus Niedersachsen
24. Okt 2012 19:33

re

Antwort auf re: von wirtstier

> Tatsache ist, daß sich eine Menge Krankheiten vom
> eurasischen Kontinent in der "Neuen Welt" verheerend
> auswirkten (auch so vergleichsweise banaleSachen wie
> Grippe, Windpocken oder Mumps). Das lag aber nicht an der
> satanischen Boshaftigkeit der Migranten, sondern schlicht
> daran, daß diese Krankheiten unter den dortigen
> menschlichen Populationen zuvor komplett unbekannt waren
> und es somit auch keinen vorbestehenden Immunschutz
> dagegen gab.

Interessant wäre die Frage, warum es eigentlich nicht (auch) umgekehrt der Fall war.



Adept männlich
Martin aus Niedersachsen
24. Okt 2012 19:46

re

Antwort auf Trojanische Pferde von Weißnix

> Es ist
> geradezu abwegig zu denken, das solchermaßen studierte
> Heerführer keine biologische Kriegsführungen mittels
> Seuchen in den Indianerkriegen angewandt haben sollen.
> Mansche Offiziere ließen in den während der
> Büffeljagdzeit männerleeren Indianerlagen ihre häufig mit
> geschlechtskrankheiten verseuchten Mannschaften die
> zurückgebliebene Frauen und Kinder vergewaltigen in der
> hoffnung die von den politischen Führen aus
> wirtschaftlichen Gründen als heidnische seelenlose Tiere
> bezeichneten Ureinwohnen gezielt vergewaltigen.

Sorry, für mich klingt das nach einer weiteren Verschwörungstheorie. In der Besiedlung der USA ist wohl einiges passiert; in den Geschehnissen aber ein strategisches Vorgehen zu sehen halte ich für Geschichtsklitterung. Ich habe mir sagen lassen, dass die Siedler vielfach völlig menschenleere Gegenden vorfanden. Die Erreger, die sie mitbrachten, waren einfach schneller unterwegs als sie selber.

Wenn es eine Strategie der Vernichtung gewesen sein sollte, dann stellte sich m. E. die Frage, warum die nirgends anderswo in vergleichbarer Weise gegriffen hat.



25. Okt 2012 00:29

This land is your land, this land Is my land

Ich habe mir sagen lassen, dass die Siedler vielfach völlig menschenleere Gegenden vorfanden.

Ja, aus der Sicht der weißen Siedler, deren Ursprung in städtischen und bäuerlichen Gesellschaften europäischer Prägung lag, waren die amerikanischen Landschaften unendliche menschenleere Weiten. Für die naturnah wirtschaftenten Völker der sogenannten Indianer, die nur in wenigen Fällen von eingeferchtem Vieh und Ackerwirtschaft lebten, war die weiten Naturlandschaften Jagd- und Sammelgründe wegen dem Erhalt der Nachhaltigkeit lebensnotwendig. Sie kannten traditionelle Schonzeiten von Tieren und Sammelgründe. Diese Nachhaltigkeit bedingte eine teilnomadische Lebensweise, der jährliche Zug mit den Tierherden und der von Süden nach Norden wandernden Fruchtreife.

Innerhalb dieser für die europäiden Siedler scheinbar endlosen Weiten Hatte 500 Nationen der sogenannten Indianer vertraglich Vereinbarungen über natürliche Grenzmarken Nutzungs- und Durchgangsrechte. Es gab politische Heiraten ebenso wie differenzierte religiöse Kulte. Es gab eine verbindliche Zeichensprache über tausende Kilometer der scheinbar leeren Weiten.

Zugleich wuchs in den europäischen Siedlungen der Bevölkerungszuwachs aus den übervölkerten Europa in einer Weise, das im siedlungsnahen Bereich die Nahrungsmittelproduktion dramatisch unzureichend war und der Wohnungbau nicht ausreichend lukrativ war. Die Infrastruktur zu den Südstaaten war derzeit noch mangelhaft.

Die aus diesen urbanen Mißverhältnisen heftig sich entwickelten Krimminalitätsraten führten führte letztendlich zu den sogenannten "Town Acts" den politischen Aufruf und Förderung der Landnahme in den scheinbar menschenleeren Staatsgebieten der Ureinwohnerstaaten der sogenannten Indianer.

Wie am Anfang der europäischen Besiedlung gaben die Ureinwohner den ersten Siedlern häufig Überlebenshilfe. Mit zunehmender Siedlungsdichte entstanden Kirchengemeinschaften und es kam zu moralischen Reibereien und Abwertungen der Kulturen gegeneinander. Der Landanspruch wurde häufig damit gerechtfertigt, das es Gott nicht wollen könne, das die faulen und heidnischen in den Tag hinein lebenden Wilden das gute Acker- und Weideland besitzen durften, denn sie taten ja scheinbar nichts nichts während die Siedler in harter Arbeit das Land zum Ertrag brachten.

Die Siedler zogen Grenzen durch uralte Durchzugsgebiete der Nomadenvölker und beanspruchten deren wichtige Wasserquellen allein für sich. Die unterschiedlichen Kulturen erlebten immer neu summierende Konflikten die schließlich in Kriege ausarteten. Wollte man die Küstensiedlungen weiterhin bevölkerungsmäßig entlasten, was man ja musste, konnte man die nächste Siedlerwelle nur motivieren, wenn man militärischen Schutz gewährte. Was dann auch zu miltärischen Bastionen auf dem Land der Ureinwohner führte, daher die vielen Städtenamen in der heutigen USA mit der Bezeichnung Fort. Innerhalb von 50 Jahren wurden ca.500 indianische Nationen militärisch und in Reservaten vernichtet. Wer sich einlesen will der lese mal das Buch "500 Nationen".

Dir kommt die biologische Kriegsführung der europäisch geprägten Militärs unwahrscheinlich vor? Die Heerführer waren teilweise hochgebildete Menschen, belesen genug, um von der antiken Literatur zur Kriegsführung bis in ihre Zeit bekannten biologischen Kriegsführung zu wissen. Brunnevergiftung, Katapultgeschosse mit Ratten, verseuchte Nahrung in belagerte Städte, die bewusste Versorgung der Ureinwohner mit Alkoholika, usw., usw..

Und nein, ich bin kein Sozialromantiker, der aus den sogenannten Indianern die edlen Wilden machen möchte. Es gab viele drastische, aus europäische Sicht brutale Reaktionen der Ureinwohner. Es wahr ein sich brutal zuspitzender Kampf der Kulturen der mit der Vernichtung von fast 500 indianischer Nationen endete.

http://youtu.be/XaI5IRuS2aE



25. Okt 2012 17:35

re:

Antwort auf re von Adept

> Interessant wäre die Frage, warum es eigentlich nicht
> (auch) umgekehrt der Fall war.

Nun ja - es ist wahrscheinlich (wenn auch nicht mehr gesichert), daß die Syphilis ein Import aus der Neuen Welt war.

Ansonsten ist die Alte Welt (Europa, Afrika, Asien) sehr viel größer als die Neue; sie ist ökologisch vielfältiger, und sie ist deutlich länger von Menschen besiedelt, was der Koevolution von (Menschen-) Krankheiten mehr Zeit, Raum und Möglichkeiten bot. Nicht zu vergessen: über genügend Umwege standen _alle_ Populationen der Alten Welt miteinander in seuchenbiologischer Berührung.
Die Bewohner der Alten Welt sind schlicht sehr viel härter im Nehmen, was sehr viel mehr Sorten von Infektionen betrifft, als die vom Rest der Welt und oft auch voneinander doch recht isolierten Uramerikaner.



chiemwast männlich
Sebastian aus Bayern
17. Jan 2013 18:45

Trojaner oder Grieche?

Odysseus, seineszeichens ein schlauer und tapferer Held (Na feige Helden kanns ja auch nicht geben..) , der die Pattsituation erkannte und nach einer Lösung suchte, an dem Krieg teil. Gewalt konnte es nicht sein. Eine List musste her.

Er hat vorgeschlagen aus einem Teil der Schiffe ein übergroßes hölzernes pferd zu bauen, in dessen Rumpf sich eine Anzahl ausgesuchter Krieger verbergen sollte.

Nachdem Odysseus Grieche und kein Trojaner war, handelt es sich hier um ein Griechisches Pferd, und nicht um einen Trojaner! das sollte schon mal richtig gestellt werden, besonders im Hinblick auf die moderne PC-Welt!



troetenharry männlich
aus köln (Nordrhein- Westfalen)
19. Jan 2013 14:16

re

Antwort auf re: von wirtstier

Dazu passt folgende Geschichte:

Als Leif Erikson im Jahr 1000 nach Kanada kam, sich dort für kurze Zeit festsetzte und die Eingeborenen kennenlernte (Skrälingar), tauschen sie auch Lebensmittel. Am nächsten Tag kam ein wütender Angriff auf das Lager von Leif E. Sie fühlten einen Giftanschlag, viele krümmten sich mit Leibschmerzen.

Ursache: Sie kannten keine Erzeugnisse aus Milch, Lactoseintoleranz.



kintyre-fan
26. Jan 2013 13:56

Interessante Beiträge,...

...die indessen Diverses außer Acht lassen:

1. Die Existenz Homers bleibt (!) umstritten. Es gibt nicht wenige Historiker weltweit, die davon ausgehen, dass "Ilias" und "Odyssee" als ein Sammelsurium von dem damaligen "Zeitgeist" angepassten Geschichtchen von diversen Schreibern zusammen getragen wurden.

2. Natürlich war Odysseus Grieche. Vielleicht sollte man aber auch einmal erwähnen, dass die griechischen "Stämme" untereinander aufs Ärgste verfeindet waren - und es schon an ein Wunder gemahnte, dass sich diese verfeindeten Stämme "kurzzeitig" zusammenschlossen, um gegen Troja zu kämpfen, wenn es denn jenen Krieg überhaupt gab !! Angeblich (!) hatte sich gerade Odysseus, König von Ithaka, gegen die Teilnahme am vehementesten gewehrt.

3. Das Mysterium "Troja" und sein Mit-Entdecker Heinrich Schliemann.

Schliemanns Fehler / Irrtümer:

Grundlage seiner Forschungen / Ausgrabungen war die Vermutung, dass TROJA / TROIA / TRUVA / ILION eine griechische Kolonie gewesen sei. FALSCH: war ein eigenständiger anatolischer Stadtstaat.

Nach Winckelmann, der Goethe zu seinen Italien-Reisen animierte, war Schliemann der erste eigentliche Archäologe, der, da die Altertumskunde noch in den Kinderschuhen steckte, enorme Fehler machte: Nachdem er auf den Hügel His(s)arlik, auf dem Troja stand, durch des Briten Calvert's „Verdacht“ hingewiesen worden war, ließ er nicht nur – fatalerweise – die Stätte SENKRECHT ausgraben (anstatt sie HORIZONTAL abtragen zu lassen), sondern buddelte nachweislich willkürlich an verschiedenen Stellen. Kurz: In seinem Entdeckungsdrang buddelte er Troja für die gesamte Nachwelt kaputt – nie mehr rekonstruierbar.

Er legte acht Schichten Troja, also acht „Trojas“, frei. Mehr gab es nicht, DACHTE er. Die älteste Schicht ist ca. 3.200 Jahre alt, DACHTE er und rechnete dann aus, welche Schicht die des TK (Trojanischen Krieges) sein müsse.
Dass es 32 (in Worten: zweiunddreißig) Trojas gegeben hatte – die ältesten Knochenfunde sind über 6.000 Jahre alt - , konnte S. nicht wissen...

Sein TK-Troja, das des Priamos, musste falsch sein; ergo hatte er auch nie den Schatz des Priamos gefunden (fast alle Trojas fielen Bränden / Eroberungen zum Opfer).

Sein Tagebuch ist BEWUSST FALSCH ! Da der von ihm gefundene Schatz nun so üppig doch nicht war, bestach er einen Athener Goldschmied mit einem wahren Reichtum an Geld, um massig „alte“ Schmuckstücke herstellen zu lassen. Die hängte er am Tag des Fundes NICHT seiner Frau Sophie um, wie Bilder und Bücher (!) UND SEIN TAGEBUCH immer wieder zeigen, bzw. beteuern, da Sophie zu der Zeit bei Verwandten in Athen weilte.

Es gibt viele Fehler, die S. archäologisch machte, und viel Mist, den er verzapfte. Doch ihm gebührt das Verdienst, TROJA (MIT)GEFUNDEN ZU HABEN, WENN/FALLS (!!!!!) DENN DORT TROJA LAG !!!!!

Fünfmal war ich – teilweise über Wochen – dort, habe – connections rule the world – kurzzeitig bei Prof. Korfmann mitbuddeln dürfen und mich immer wieder gefragt: 'Das hier soll Troja gewesen sein ? So mickrig ? Wo sind auch nur Mini-Reste der Monumentalmauern ? Wo ist die große Ebene, auf der die Griechen lagerten ??? Wo sind ausgetrocknete Flussbetten der zwei Mäanderflüsse ? Wo überhaupt ist das Meer abgeblieben (trotz Einkalkulierung der ins Land gezogenen Jahrtausende) ?

Immer wieder war ich von dem kümmerlichen Anblick enttäuscht, und dann kam das Jahr 2008:

Zwei amerikanische und zwei türkische Archäologen haben in der südlichen Ägäis unmittelbar am Meer auf einem riesigen Berg riesige Mauern- und Stadtreste frei gelegt. Alles passt zu Troja, alles passt zu Homers „Ilias“............................................................. .....