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: Sind Wissenschaftler neutrale Menschen ?
25. Mär 2012 04:17

Sind Wissenschaftler neutrale Menschen ?

Sind Wissenschaftler neutrale Menschen ?
Das ist nicht wertend gefragt, sondern im Sinne wie das menschliche Gehirn arbeitet.

Oder gehen sie eben auch ihren vorwissenschaftlichen Neigungen und Vorlieben nach ?
Suchen in wissenschaftlichen Daten Bestätigungen ?

Siehe auch die heftige Diskussion über die wahren Ursachen der Welterwärmung.
(Meiner Meinung nach wird die Diskussion zu oberflächlich geführt. Zu akademisch und rechthaberisch.)

Naturwissenschaft lebt ja auch von der Interpretation,
siehe auch die Diskussion um das sog. "Gottesteilchen",
und wie sehr wir unseren Standard-Teilchenmodellen trauen dürfen.

Auch die Frage welche Ursachen Allergien ansteigen lassen,
erscheint eher ein Glaubenskrieg zu sein. Wiederum mit umfangreichen Daten.

Gerade auch Wissenschaften die sich mit dem Entstehen von Leben beschäftigen,
ist der Drang nach Welterklärungen groß. Hier werden offenbar Bedürfnisse zu Herkunftsfragen gestillt.

Da diese Fragen praktisch jeder junge Mensch stellt,
îst hier Neigung und Vorauswahl nicht von der Hand zu weisen.

Jedenfalls mischen Wissenschaftler kräftig mit bei diesen Fragen.
Ob zur Zeit der Babylonier, oder eben bis heute.

Und zu jeder Zeit haben sie viele Daten gesammelt, die uns von der Wahrheit künden sollen.
Ob vor oder nach der Relativitätstheorie.

Datenmengen erschlagen immer die, welche hauptberuflich sog. Nichtwissenschaftler sind
und den Wissenschaftlern das Essen kochen.

Sind Wissenschaftler neutrale Menschen ?



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Glücks-Automat
25. Mär 2012 14:46

Re

Sämtliche Diskussionen die du ansprichst kommen doch nur daher, dass fachfremde Personen meinen, sie hätten eine Ahnung.



25. Mär 2012 20:46

Natürlich nicht.

Wie denn auch? Es gibt keinen neutralen, unvoreingenommenen Menschen.

Und wer Laien keine verständlichen Antworten auf ihre Fragen geben kann, fällt für mich sowieso nicht unter die Kategorie "Wissenschaftler".



25. Mär 2012 21:09

re

Erklär mal nem laien organometallkomplexe , mannigfaltigkeoten und quantenchromodynamik wissenschaft lich korrekt. Und wenn er vllt nicht erklären will ist er kein wissenschaftler? O.o



25. Mär 2012 21:48

re

Also ich bitte dich. Von Einstein gibt es ein Buch, in dem er seine spezielle Relativitätstheorie in allgemein verständlicher Form für Laien erklärt hat.

Wer nicht weiß, wie man sowas macht, kann ja mal ein bisschen darin lesen. Nur mal so als Beispiel ;-)



25. Mär 2012 21:56

Ich bitte dich!

Und das erhebst du jetzt zum Maßstab, ob jemand Wissenschaftler ist oder nicht? Ich bitte dich. Man kann Wissenschaftler sein, ja sogar ein guter, ja herausragender Wissenschaftler, ohne die Gabe zu besitzen, seine Arbeit auch Laien erklären zu können. Das eine schließt das andere nicht aus. Genauso wie es Menschen gibt, die ohne selbst wissenschaftlich tätig zu sein, wissenschaftliche Erkenntnisse mit großer Begabung vermitteln können.



25. Mär 2012 22:12

Tja,

ich bin eben anspruchsvoll :-)



sco
26. Mär 2012 11:49

re

Normalerweise reflektieren die Wissenschaftler während ihres vorherigen Studiums die für ihr Fach relevanten üblichen Fehlschlüsse, die Studenten normalerweise machen. Ein Grundmodul "wissenschaftliches Arbeiten" ist normalerweise auch dabei, wo man dann das Zitieren usw. lernt.

In der Psychologie geht man zB alles durch, was das Beobachten angeht. Oder was das Schließen bei großen Datenmengen angeht (schließende Statistik), bzw. die teilweise sehr kontraintuitive Wahrscheinlichkeitstheorie (Ziegenproblem)

http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Verzerrung
http://de.wikipedia.org/wiki/Halo-Effekt
usw.

Und Popper kommt ja meist auch noch dazu1 ... also dass man in der Empirie nach der Widerlegung seiner geliebten Hypothese sucht (was wieder in der schließenden Statistik fester Bestandteil ist). Querelen gibt es2 da eher zwischen qualitativem und quantitativem Ansatz. Wobei man sich auch hier oft i.S. einer Iteration zwischen beiden Ansätzen einem Phänomen nähern kann, womit sich die Ansätze dann ergänzen, statt einander zu widersprechen.

Ein Wissenschaftler3 ist in seiner Neutralität also viel weiter als ein Nichtwissenschaftler.



26. Mär 2012 13:04

Wissenschaftler

Wann ist man eigentlich ein Wissenschaftler?



26. Mär 2012 15:39

Hm.

> Wann ist man eigentlich ein Wissenschaftler?

Mit dem Abschluß eines wissenschaftlichen Hochschulstudiums.
Allerdings ist das ein bisschen wie mit dem Führerschein: Wenn du jahrelang nicht fährst - bist du dann Fahrer?
Generell spricht man von einem Wissenschaftler, wenn dieser Mensch in der Forschung/Entwicklung/Lehre tätig ist.



26. Mär 2012 16:31

Was sind "neutrale Menschen"?

Was sind denn "neutrale Menschen"? oO
Wissenschaftler sind Menschen. Punkt.

Und da Wissenschaft ein kollektives Menschheitsprojekt ist, tut das ihrer Objektivität am Ende keinen Abbruch.



sco
26. Mär 2012 18:55

also

Antwort auf Hm. von Oceano

eigentlich nach der Promotion i.S. eines Nachweises eigenständig wissenschaftlich arbeiten zu können.



26. Mär 2012 20:28

re

Antwort auf Hm. von Oceano

> > Wann ist man eigentlich ein Wissenschaftler?

Ich interpretiere mal, daß hier ein guter Wissenschaftler1 gemeint sein soll.

> Mit dem Abschluß eines wissenschaftlichen
> Hochschulstudiums.

So pauschal lasse ich diese Aussage nicht stehen.

> Allerdings ist das ein bisschen wie mit dem Führerschein:
> Wenn du jahrelang nicht fährst - bist du dann Fahrer?

Der Erwerb eines Führerscheins macht einen Menschen nicht zwangsläufig zu einem guten Autofahrer. Umgekehrt kann durchaus jemand auch ohne Führerschein ein guter Autofahrer sein. Die Fahrpraxis und die fahrerische Vernunft geben den Ausschlag.2

Meiner Meinung nach ist jemand dann ein guter Wissenschaftler, wenn er sorgfältig und nachprüfbar arbeitet, unabhängig davon, ob er ein Hochschulstudium absolviert hat oder nicht.3



sco
26. Mär 2012 20:59

hmm

> Meiner Meinung nach ist jemand dann ein guter
> Wissenschaftler, wenn er sorgfältig und nachprüfbar
> arbeitet,

Okay, das kann man ja so nehmen. Und wie stellt man da Qualität einigermaßen sicher? Also wie würdest du "Sorgfalt" und "Nachprüfbarkeit" operationalisieren, damit man es messen kann?



26. Mär 2012 21:50

Wissenschaftler

Antwort auf also von sco

Die Bezeichnung "Wissenschaftler" ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich so nennen.

Wer sich nach einem abgeschlossenen Studium, auch mit Doktortitel, so nennt, wird eher ein Maulheld sein.
Meiner Meinung gehört dazu mehr:
- mehrjährige Tätigkeit und Erfahrung im Fachgebiet
- mehrere Veröffentlichungen in anerkannten Wissenschaftsjournalen
- eine in Fachkreisen wohlbekannte Reputation



27. Mär 2012 01:22

Hm.

Antwort auf hmm von sco

> Okay, das kann man ja so nehmen. Und wie stellt man da
> Qualität einigermaßen sicher? Also wie würdest du
> "Sorgfalt" und "Nachprüfbarkeit" operationalisieren, damit
> man es messen kann?

Gegenseitige und öffentliche Überprüfbarkeit durch sinnvolle und systematische Protokollierung...
Also nicht nur die "peer review", aber eben auch die möglichkeit dau, indem man nachvollziehbar auch die Hintergründe veröffentlicht. Mein Mitbewohner versucht seit Wochen diee Arbeit eines Vorreiters aus Italien an einer einzigen (gekürzten) Stelle nachzuvollziehen und steckt fest. Und der Mensch antwortet nicht.



cuckold+c2 männlich
Jürgen aus Rosenheim (Bayern)
27. Mär 2012 10:57

re

vielleicht traut sich ein „echter“ wissenschaftler sich hier zu outen und schreibt
etwas über sich selbst. das "beantwortet" die frage des TE am besten anstelle immer
nur meinungen von eunuchen zu lesen, die wissen wie es geht aber nicht können.

im übrigen, wenn die frage nicht wertend gemeint ist, steht diese dann nicht vor
einem etwas naiven hintergrund ?!



27. Mär 2012 11:40

re

Wissenschaftler zu sein muß nicht zwangsläufig heißen, daß derjenige seine Arbeiten auch veröffentlicht. Es heißt in erster Linie, daß sich derjenige in einem beliebigen selbstgewählten Fachbereich1 sehr genau auskennt und dies bei Bedarf auch beweisen kann.



27. Mär 2012 11:43

re

Antwort auf re von cuckold+c2

Zwischen Wissen und Können besteht noch ein Unterschied: Es kann sein, daß man etwas weiß, ohne es jedoch beweisen oder ausführen zu können.



Pjacobi männlich
Peter
27. Mär 2012 14:22

re

Antwort auf re von Jerrymaus

Wenn man alles in der heimischen Studierstube (oder Garage) betreibt und nicht veröffentlicht und rezipiert wird, kann man kein Wissenschaftler sein, weil man nicht zur Mehrung des Wissens beiträgt.



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