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bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen
18. Aug 2011 03:23

Klimawandel

In der Kakophonie der Leugner, die sich auch in FAZ-Leserbriefen finden, und Anerkenner des
anthropogenen Klimawandels innerhalb eines großen Umfeldes von Gleichgültigen fällt ein
Artikel in der FAZ v. 27.07.2011 S. 11 auf. Dort gibt es eine Grafik, die dankenswerterweise
die globale Abweichung der Jahresdurchschnittstemperaturen von einem definierten
Mittelwert von 1881 bis 2010 darstellt. Diese Darstellung macht es möglich, die globalen
Temperaturänderungen vergleichbar zu machen, unabhängig davon, ob man die Temperaturen
in den gemäßigten Zonen, am Äquator oder an den Polen gemessen hat.

Ärgerlich jedoch ist
es, dass in der FAZ-Grafik zusätzlich ein linearer Trend über der Zeit von 1881 bis 2010
eingezeichnet wurde. Die Temperaturänderungen haben aber überhaupt nichts mit dem
Kalender als Ursache zu tun. Deshalb muss man zuvor die wirkliche Ursache dieser
Änderungen ermitteln. Dazu kann man sich ein sehr einfaches Modell vorstellen, welches sich
auf die wesentlichen Einflussgrößen beschränkt: diese sind solarer, terrestrischer
(Vulkanismus) und anthropogener Natur. Es ist also zweckmäßig, für die globalen
Änderungen den globalen Bestand der Weltbevölkerung und deren zunehmenden pro Kopf-Energieverbrauch
als Abszisse anstelle der Jahreszahlen als ursächlich anzunehmen. Da wir
auf die Temperaturschwankungen solarer und terrestrischer Natur keinen Einfluss haben, aber
deren Schwankungsbreite aus der frühmenschlichen Zeit kennen, können wir diese in einem
Trendkanal erfassen. Wir nehmen dabei vereinfachend an, dass alle das Klima
beeinflussenden Energieverbräuche und Bestandteile der Atmosphäre ebenfalls mit der
Weltbevölkerung zusammenhängen und wir diese im Einzelnen nicht zu kennen brauchen,
um trotzdem einen Zusammenhang zu erkennen.

Globale Abweichung tA der Jahresdurchschnittstemperatur vom
Mittel(1961-1990) in Abhängigkeit von der Weltbevölkerung[Mrd]^1,5 (=y^1,5).
Quelle der Abweichungen tA (1881-2010) siehe FAZ v. 27.07.2011, S.11.
Ausgleichsmodell: tAm(y) = - 0,471 + 0,0495*y^1,5 (C)2011, Hans-Martin Stoenner

Wenn wir nun diese Änderungen einfach über der Weltbevölkerung auftragen, dann ergibt sich ein
deutlicher Zusammenhang, der aber noch nicht linear verläuft, sondern nach oben gekrümmt.
Durch einen einfachen potenziellen Ansatz findet man, dass man die Weltbevölkerung hoch einem Exponenten von
ca. 3/2 oder 1,5 wählen muss, um eine lineare Darstellung zu erreichen, wie das obige Ausgleichsmodell
zeigt. Darin darf der Grafiker auch gerne seinen linearen Trend einzeichnen. Durch diesen Exponenten 1,5 ist auch der zunehmende pro Kopf-Energieverbrauch erfasst.

Trägt man noch einen Trendkanal von plus/minus 0,26 °C Breite um diesen Mittelwert ein,
dann sieht man, dass nur vier Werte aus diesem Trendkanal nach oben ausbrechen. Diese
stammen aus den Jahren 1904 sowie 1953, 1954 und 1957 und sind mit größter Wahrscheinlichkeit solaren
Ereignissen (oder Schädigungen der Ozonschicht? oder atomaren Tests?) zuzuschreiben. Dies
wird sicherlich von Klimaforschern ermittelt werden können. Der Trendkanal enthält also
über 97% aller Werte. Und er steigt eindeutig an mit einer Steigung von ca. 0,05-mal
Weltbevölkerung (in Mrd.) hoch 1,5.

Dieser Anstieg ist so offensichtlich und kann daher
auch von dem hartnäckigsten Klimawandel-Leugner nicht mehr widerlegt werden.
Seit Erscheinen des homo sapiens bis heute hat sich hiernach die globale
Mittelwerttemperatur um fast 1 °C erhöht und ist damit fast doppelt so groß wie die natürliche
Schwankungsbreite von überwiegend 2*0,26 = 0,52 °C. Bis zur Sättigung bei ca. 11 bis 11,5
Milliarden Menschen wird die globale Mittelwerttemperatur sich, wenn nichts weiter
unternommen würde, hiernach noch auf ca. 2 Grad C erhöhen - vorausgesetzt, das absichtlich
einfach gehaltene Klimamodell darf soweit extrapoliert werden. Möglicherweise muss es dazu
auf Basis zukünftiger Daten noch etwas verfeinert werden.

Da wir aber schon jetzt (bei fast 7 Mrd. Menschen) erheblich unter zunehmenden
Klimaunbilden zu leiden haben, wäre es fatal, wenn wir nicht schon jetzt gegen die
gefährliche Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen vorgehen würden. Es gibt genügend
klimaneutrale Alternativen für die Energieerzeugung oder -vermeidung, wobei die
Energieeinsparung gewiss den größten Nutzen hätte.

Ich bin von der Eindeutigkeit des Zusammenhangs sehr beeindruckt. Was meint ihr dazu?



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bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen
18. Aug 2011 04:00

Klimawandel Grafik

Hier gibt es die dazugehörige Grafik:

http://tinyurl.com/4yqsyna



bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen
18. Aug 2011 04:04

Alternativer Aufruf der Grafik:

Dieser Aufruf erlaubt einen Preview:

http://preview.tinyurl.com/4yqsyna
[Open in new window]



bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen

snousneik
spin.de VIP
aus Markgräflerland (Baden- Württemberg)
18. Aug 2011 09:28

ich bin für

Antwort auf Klimawandel von bluetwo

konsequente verhütung auf der ganzen welt. ohne wird das nix werden, mit dieser restressourcenorientiertheit.



18. Aug 2011 18:33

re

Antwort auf Klimawandel von bluetwo

sollte man, da geb ich dir recht.
aber Geld regiert die Welt.
Das kann man leider auch nicht verleugnen.

Meiner Meinung nach liegt das große Problem mitunter bei den Staaten.
Erst heute habe ich ein Elektroauto gesehen:
Zweisitzer, Größe eines Smarts.
kostet aber stolze 25.000¤

sei mal ehrlich: wer kauft sowas?
ist viel zu teuer!

Heißt so viel wie: die nächsten Jahre - soweit sich nichts ändert wird in der Automobilwelt wohl keine Änderung kommen.

Strom ist auch so eine Sache.
Solang die Stromkonzerne da nicht umdenken,
wird da mindestens genauso wenig passieren.

Der Atomausstieg ist ein Anfang, ja.
Aber da muss jetzt nachgelegt werden.

Die Stromversorgung muss wohl revolutioniert werden:
Was wir meiner Meinung nach brauchen:

  • Intelligentere Stromnetze
  • Gute Speicher
  • Einen Staat, der das den Energiekonzernen aufzwengt
  • Einen Staat, der nicht so sehr auf die Lobby hört
  • Stromkonzerne die dahinterstehen

Was natürlich ganz klar ist:
Das kostet eine Menge Geld!

Was uns das bringt?

  • Eine Vorreiterposition
  • Export - uns werden sicher Länder nachziehen wollen

Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritiken einfach Antworten



19. Aug 2011 01:15

hmmm

Antwort auf Klimawandel von bluetwo

Meiner Meinung nach ist Arbeit nicht sonderlich aussagekräftig (um nicht zu sagen unseriös). Wobei, ich muss zugeben muss, dass ich nach dem einleitenden Satz "Der Zusammenhang ist eindeutig und nicht zu übersehen: Der Klimawandel [°C] ist eindeutig menschengemacht" den rest womöglich relativ voreingenommen überflogen habe. Denn: Eine statistische Korrelation - egal wie eindeutig und nicht zu übersehen sie ist - beweist NIEMALS eindeutig einen kausalen Zusammenhang (wie es behauptet zu werden scheint).

Darüber hinaus ist das System Klima (sowie Temperaturmessung, Kopplungen beliebiger Ordnung etc.) viel zu komplex, um mit einer derart einfachen Parametrisierung eindeutige und valide Zukuntsvorhersagen ableiten zu können. Hinzu kommen statistische Probleme (Langzeit-Vergleichbarkeit, Grid-Auflösung).

Das Problem lässt sich auch ganz banal benennen: Wenn ich innerhalb eines - für das Phänomen sehr schmalen Zeitfensters - zwei Größen habe, die beide zunehmen (Weltbevölkerung, Temperatur), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich eine Korrelation finde - insbesondere wenn ich die Parametrisierung noch A PRIORI vorgebe!

Wohlgemerkt: Ich habe hiermit rein gar nichts über die Klimaproblematik oder den antropogenen Einfluss auf einen Temperaturtrend ausgesagt.



Calaf
19. Aug 2011 11:38

Eine sehr willkürliche Parameterisierung.

Wie wärs denn mit einer Gegenüberstellung zwischen pro Kopf Energieverbrauch und der mittleren Lebenserwartung.
Ich stelle die kühne Behauptung in den Raum, dass es auch da eine positive Korrelation geben wird
Zunächst ist verglichen mit den Zeiten der Kräutermedizin der Energieeinsatz in unserem heutigen Gesundheitswesen ein wesentlich höherer.
Die Verbesserung Wohn und Ernährungsbedingungen hat zu einer signifikanten Erhöhung der Lebenserwartung geführt, ganze Volksseuchen wie etwa die Lungen TBC (im wesentlichen eine Krankheit der Armen) sind in unseren Breiten ausgestorben. Dass solches ohne Industrialisierung möglich gewesen wäre ist ein völlig unrealistischer Traum.

Wo wollen wir eigentlich hin? Wollen wir tatsächlich eine Rückkehr zu den Lebensbedingungen vergangener Zeiten, um den Energiebedarf zurückfahren zu können? Ich stehe voll hinter der Ökonomisierung des Energieeinsatzes, aber müssen wir uns wirklich einen Schuldkomplex einreden lassen weil wir unsere Wohnungen heizen oder ein Auto betreiben?

Ist es gerechtfertigt den Chinesen und Indern ihren explodierenden Energieverbrauch vorzuwerfen, der aus der Industrialisierung dieser Länder erwächst, nur weil sie einen Nachholbedarf haben und eine Entwicklung durchmachen, die bei uns schon vor fast 100 Jahren stattgefunden hat?

Unser ganzer Lebensraum (wir als Mensch mit eingeschlossen) beruht auf Evolution. Evolution ist Anpassung an einen sich ändernden Lebensraum. Sollen wir nicht viel mehr Gedanken in die Zukunft einer veränderten Welt investieren , als uns ausschließlich auf die Erhaltung des Status Quo zu fokusieren?



*Jessman*
19. Aug 2011 17:29

wie bitte???

die volksseuche wíe die lungen TBC ist in unseren breiten ausgestorben? dazu folgendes: ein drittel der weltbevölkerung ist mit dem TB Bakterium infiziert... jährlich gibt es 9 millionen neuerkrankungen... 2 millionen sterben jährlich. überall auf der welt findet man TB. auch in unseren breiten. nur mal so nebenbei....



bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen
19. Aug 2011 19:08

Eine Vorreiterposition?

Antwort auf re von _By.tHe.wAy'*

In Deutschland ist es leider nicht mehr weit her mit der Innovation. (Keine Nachkommen, keine Förderung der Hochbegabten, Frustration der Hochbegabten in langsam lernenden Klassen, folglich Rauschgiftprobleme....)
Nein, Kalifornien ist uns inzwischen voraus: während wir versuchen, "Windmühlenflügel" weiter zu entwickeln - "effizienter zu machen" - , setzt man in USA auf effektive Windenergiemaschinen, die zehn mal mehr Strom je qkm Aufstellungsfläche erlauben. Es handelt sich um zylindrische Rotoren, die senkrecht aufgestellt sind. Die können viel dichter aufgestellt werden, während unsere "Windmühlen" große Abstände benötigen, weil sie sich sonst gegenseitig beeinflussen.

Das Weltklima kann EIN Land sowieso nicht bewältigen, da müssen alle mitmachen. Selbst wenn wir eine Vorreiterposition hätten, würde es dem Weltklima nicht nützen, wenn wir dabei nur auf unseren eigenen VORTEIL bedacht sind. Bin gespannt, ob die Amerikaner uns ihre Technologie verkaufen!

Apropos Ausstieg aus der Kernkraft: das ist zunächst mal ein Rückschritt, was das Weltklima anbetrifft. Denn existierende Kernkraftwerke verursachen keine CO2-Belastung mehr. Die spielt aber beim Neubau eine kleine Rolle.

Interessant an der Analyse der Vergangenheit ist übrigens, dass der menschengemachte Anteil des Klimawandels jetzt eindeutig ist und nicht mehr geleugnet werden kann.



19. Aug 2011 19:29

re

ob wir die Vorreiterposition nun verloren haben oder nicht sei mal dahingestellt.

was ich aber denke:
würden wir das konsequent umsetzen, so hätten wir sicherlich eine Vorreiterposition.

Wie wir das genau machen sollten steht auf einem anderen Blatt.
Und ich gebe dir auch in sofern recht, dass ein Land alleine nichts/wenig erreicht.
Doch wenn Eines nicht anfängt, sehen sich die anderen schon drei mal nicht dazu verpflichtet anzufangen.
Einer muss eben anfangen.

Wobei man sagen muss, dass es am Ende wieder nur eine Frage des Geldes ist.
Ist das Neuentwickelte zu teuer, so wird es wohl oder übel nicht verkauft.
Deshalb muss eben der Staat kräftig subventionieren/fördern.
Wenn es billiger wird, kaufen dann mehr Leute.
Somit sollte sich doch dann die Technik auf kurz oder lang selbst finanzieren.

Auch sehe ich ein großes Problem darin,
dass die nachfrage nach dieser Technik wohl auch nicht die aller größte ist.
Warum auch? die derzeitgen Kraftwerke liefern ja Energie;
warum sollte ich also neu investieren?

Wo ich auch großes Einsparpotenzial sehe,
sind die Haushalte selbst.
Viele Geräte verpusten viel Energie.
Beispiele wären die stand-by-Geräte; der Laptop, der angelassen wird.

hier würde wohl ein elektronisch gestütztes System viel Energie sparen können.
Warum? Weil das Betätigen des Ausschaltknopfen vielen Leuten zu umständlich ist
Wäre da ein Timer drin, der schon VOREINGESTELLT den Laptop nach X-sekunden ausschaltet,
oder gar ein Kasten im Keller, der einem Gerät erst Strom liefert, wenn er sie überhaupt benötigt.
Dass dafür der kleine Kasten ein wenig Strom benötigt ist auch klar.

naja.. was haltet ihr davon?



Calaf
19. Aug 2011 19:41

Wie bitte????

Antwort auf wie bitte??? von *Jessman*

Lungen TBC ist in unseren Breiten eine absolute Seltenheit.
Auf die schnelle hab ich eine Zahl von ca 5 Neuerkrankungen pro 100 000 Deutsche gefunden.
Diese Zahl hat sich in der letzten Dekade halbiert.
Bei den wenigsten Trägern des "Tuberkels" bricht die Krankheit tatsächlich aus, sie ist mittlerweile auch gut behandelbar.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo die Thorakoplastik das Hauptgeschäft der Lungenchirurgen war. Heute gibts sowas nicht mehr.

Eine hohe TBC Durchseuchung findest du natürlich in manchen Ländern Afrikas , Asiens oder Lateinamerikas vor.
Aber dort ist der pro Kopf Energieverbrauch sehr nieder.

Und genau das war die Message meines Postings, der Zusammenhang zwischen den Lebensumständen und der Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen



bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen
19. Aug 2011 21:10

Das war die Frage

Antwort auf hmmm von Lodovico_Naphta

Du bist der einzige, der auf die Fragestellung eingegangen ist. Danke.

Das Modell lautet: tA = f(sol, ter, ant). Die Einflüsse sol und ter gab es schon, BEVOR ant hinzukam. Sol und ter erzeugen Klimaschwankungen in einem Bereich, der in 97% der Fälle nicht überschritten wird. Ant hingegen ist das einzige, was sich ändert. Die Schwankungsbreite bleibt erhalten, nur der Bereich steigt an, in dem die Schwankungen stattfinden. Die Klimaforscher tragen dies üblicherweise über der Zeit auf. Die Zeit ist aber leicht als Ursache auszuschließen. Bleibt die Weltbevölkerung. (tA ist die globale Änderung, oder Anomalie, wie einige Forscher es benennen.) Also macht man keinen großen Fehler, wenn man untersucht, ob sich zwischen diesen beiden globalen Größen eine Korrelation herstellen läßt. Die Schwankungen, die durch sol un ter hervorgerufen werden, werden dabei ja nicht ersetzt oder gar negiert, wie das einige Leute tun, sondern sie überlagern den Trend, der durch ant hervorgerufen wird. Die Schwankungen finden nur auf einem zunehmend erhöhten Niveau statt.

Den homo sapiens gibt es bekanntlich erst seit hundert bis dreihundert Tausend Jahren, also in einem recht kurzen Zeitraum, gemessen am Alter der Erde. Aber klimarelevant wurde er erst im 19. Jahrhundert. Uns interessiert also der Bereich zwischen 1 und 7 Milliarden Menschen, in dem übrigens erstmals auch Messwerte vorliegen, die direkt gemessen wurden.

Ob man das bewußt einfach gehaltene Modell extrapolieren kann (also zum Beispiel von 7 bis 11 Milliarden), habe ich ja selbst bezweifelt. Mich interessiert nur, ob überhaupt ein Zusammenhang zwischen tA und Anzahl der Menschen besteht. Zunächst nur mal für die Vergangenheit. Und wie gut diese Korrelation ist. Das Ergebnis sieht für mich sehr überraschend gut aus.

Wenn Du das widerlegen könntest, wäre schon viel erreicht.



19. Aug 2011 23:03

re

> Das Modell lautet: tA = f(sol, ter, ant). Die Einflüsse
> sol und ter gab es schon, BEVOR ant hinzukam. Sol und ter
> erzeugen Klimaschwankungen in einem Bereich, der in 97%
> der Fälle nicht überschritten wird.

Ich hab die Darstellung verstanden. Du brauchst sie nicht wiederholen -das ändert nichts daran, dass ich sie für unseriös bzw. naiv halte. Meine Argumente bzw. Stichpunkte habe ich bereits angeschnitten.



19. Aug 2011 23:12

völlig ot ^^

Antwort auf re von _By.tHe.wAy'*

> ob wir die Vorreiterposition nun verloren haben oder nicht
> sei mal dahingestellt.
>
> was ich aber denke:
> würden wir das konsequent umsetzen, so hätten wir
> sicherlich eine Vorreiterposition.

Nur angemerkt: Hier und in ähnlichen Diskussionen erscheint mir zwischen den Zeilen immer wieder aufzublitzen: immer wieder von Vorreiterstellung ja/nein gesprochen, aber selten über Alternativen wie
- "sanft in die Mittelmäßigkeit abgleitend" oder
- "total abstürzend"
Könnte es sein, dass - gefangen in Erinnerungen an vergangene Zeiten - nicht wenige in einer kollektiven Selbstfehleinschätzung leben, welchen Stellenwert Deutschland in Gegenwart (und absehbarer Zukunft) in Wissenschaft, Politik, Ökonomie WIRKLICH HAT?



bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen
19. Aug 2011 23:31

Lodovico: man könnte natürlich auch...

Antwort auf hmmm von Lodovico_Naphta

behaupten, die Weltbevölkerung y wächst, weil sich das Klima tA verändert: y=f(tA) statt tA=f(y). Also Ursache und Wirkung vertauschen. Mathematisch wäre das möglich, und insofern hast Du Recht mit Deiner Behauptung, dass es kein Beweis ist. Aber dann wären die Klimaforscher, die auch a priori Zusammenhänge postulieren, genau so falsch.

Im Grunde verfahren doch alle nach dem Schema: man stellt eine Hypothese, ein Modell auf und prüft, ob es mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Je einfacher ein solches Modell ist, desto leichter lässt es sich handhaben, und in begrenztem Maße auch extrapolieren. Vorausgesetzt, man hat die vorhandenen Meßwerte getroffen.

Was macht denn der Grafiker, der mithilfe seines Zeichen-Programms einen linearen Trend über einen Zeitraum bei eindeutig nicht linearen Zusammenhängen in ein Diagramm zaubert? Niemand regt sich darüber auf. Obwohl es Blödsinn ist.

Worauf es mir auch ankam, die beiden gegensätzlichen Gruppen zu vereinigen, wobei die eine Gruppe behauptet, es ist alles nur auf natürliche Ursachen zurückzuführen, und die andere Gruppe, es sei alles nur menschengemacht.
Was mein absichtlich einfaches Modell zeigt, ist doch: wieviel ist sehr wahrscheinlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen und wieviel wahrscheinlich auf den menschlichen Einfluss.



bluetwo männlich
bluetwo aus Hessen
19. Aug 2011 23:47

ja, Du hast Recht

Antwort auf re von Lodovico_Naphta

, ich hatte nur Deinen Hinweis überinterpretiert, dass Du wegen meiner (besser zurückgehaltenen) Begeisterung den Text voreingenommen und daher nur oberflächlich überflogen hättest. Offensichtlich hast Du ihn aber doch genau gelesen. Alles klar.
Hast Du Dich schon mal mit den verschiedenen Klimamodellen befasst? Offensichtlich streiten sich die Klimaforscher immer noch sehr heftig. :-)



20. Aug 2011 23:57

re

> Hast Du Dich schon mal mit den verschiedenen Klimamodellen
> befasst? Offensichtlich streiten sich die Klimaforscher
> immer noch sehr heftig. :-)

Klimaforscher "streiten" sich, weil die Sache komplex ist. Sowohl Statistik allgemein, als auch Klima. Komplexer als das naive hier propagierte Modell. Viel komplexer. Es gibt auch INNHERHALB der Statistik verschiedene Schulen bzw. Ansätze - und es ist keineswegs klar, wann welcher Ansatz in welchem Maße angemessen ist. Nur eins ist klar (IMO): Die hier propagierte Parametrisierung, Modellierung und insbesondere Projektion des Klimageschehens in die Zukunft hat mit seriöser profunder Klimaformschung nichts zu tun.



21. Aug 2011 00:02

re

> Im Grunde verfahren doch alle nach dem Schema: man stellt
> eine Hypothese, ein Modell auf und prüft, ob es mit der
> Wirklichkeit übereinstimmt.

Was meinst du damit? Dass Statistik immer nach gleichem einfach banalem 0-8-15-Schema erfolgt? Selbst elementare Basics wie (um was relativ bekanntes zu nehmen) Bayessche Filter oder Markov Chains sind zwar in ihrem mathematischen Formalismus nicht sonderlich "schwierig", aber ihre Anwendbarkeit auf physikalische Probleme, ihre Aussagekraft und die Interpretation der Wahrscheinlichkeiten ist alles andere als trivial. Mir dünkt, Dir ist nicht ansatzweise bewusst, wie komplex/problematisch/vielschichtig/subtil moderne Statistik auf dem Felde der Grundlagenforschung wirklich geworden ist?



22. Aug 2011 07:32

re

Welt investieren , als uns ausschließlich auf die
> Erhaltung des Status Quo zu fokusieren

sehr richtig das halte ich für die verbünftigte Lösung.
Abpassung und paralel dazu die neuesten umweltfreundlicheren Techniken nutzen.
Erfreuliche tendenzen gibt es ja schon,schon immer mehr kleine Orte , machen sich Autark
bei Strom und warm Wasser , auch Hausbesitzer mit z.b moderne erdwäre Anlagen,Wärmerückkoppler
mod. Peletsheizungen,Solartechnik usw.Schon het ein findiger Bäcker zusammen mit einen techniker ein
möglichkeit Entwickelt die Abwärme seiner Backöfen so zu nutzen das damit 20 Wohnungen geheizt werden
können ,er hat bereits 10 mals das auch an andere Bäckerreien verkauft.der Weg ist also sich von der
allgeminversorgung Abzukoppeln zumindest Privat und Energie dort zu erzeugen wo man sie braucht .
das Kima änderte sich schon immer ob menschengemacht oder nicht .......jeder kann Bäumchen pflanzen,seinen
Innenhof oder den Balkon oder die Terasse begrünen,jede kleinste Pflanze ist aktive Klimasabilisierung.Bei allein
in Europa knapp 1 Milliarde Menschen kommt da scbhon ne Menge zusammen.Bei usn z.b gibt zu diesen zweck z.b
2 mmal im jahr eine Pflanzentauschbörse ,der Erlös von Spenden geht z.b an ein Frauenhaus oder ein Kinderhospiz.
So wie du halte ich nichts von Schuldkomplexeinreden ,das hilft nicht weiter,wir alle gehören zur sogenannten
Überbevölkerung



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