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21. Feb 2010 18:30

Tilgung


Angel1985 weiblich
aus Unterallgäu (Bayern)

Hallo
haben vor uns n Haus zu kaufen und man kann ja auswählen wie viel Prozent Tilgung man haben will glaub ich. Kann mir mal jemand erklären was genau das mit der Tilgung ist. ich kapier das irgendwie net. :(
lg
Angel1985



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21. Feb 2010 18:37

re

Tilgung ist erstmal nur die Rückzahlung von Schulden und kann in vielen Variaten erfolgen.

Mein erster Tipp an dich wäre ja, lass das mit dem Hauskauf bleiben. Dabei sollte man auf so viele Dinge achten die ungleich komplizierter sind.

Mein zweiter und wahrscheinlich produktiverer Tipp: Geh zu Banken und informier dich dort umfassend. Da musst du so oder so hin und jede Bank wird dir ihre Angebote am besten erklären und auf dich abstimmen können.



21. Feb 2010 18:40

wieso


Angel1985 weiblich
aus Unterallgäu (Bayern)

sollte ich es lassen mir ein Haus zu kaufen? Wir (mein Mann und ich) werden evtl demnächst aus unserer momentanen mietwohnung rausmüssen weil der vermieter verstorben ist und seine kinder vllt das ganze haus verkaufen wollen (altes bauernhaus). wieso sollte ich mir dann wieder ne wohnung für 600 euro warm mieten oder n haus für 600 kalt oder wie auch immer wenn die zinsen grad ziemlich niedrig sind und wir uns dann eher n haus kaufen.



21. Feb 2010 18:44

im Grunde

Antwort auf re von Tele_Tobi

ist es so...je weniger du an Tilgung zahlst, desto mehr Zinsen oder längere Laufzeit hast du ..... die Tilgung geht prozentual von dem Betrag ausm den du dir geliehen hast.... und zum Hauskauf...wenn du mind 30 % Eigenkapital hast , kannst du ein Haus kaufen, ansonsten würde ich es lassen....aber geh zu der Bank deines Vertrauens und lass dir da alles ausführlich erklären.



21. Feb 2010 19:00

Einfach


Mr.Moneymaker männlich
aus Rottal- Inn wenns wer kennt (Bayern)
Antwort auf Tilgung von Angel1985

Zins = Verdienst der Bank, "Kosten" die Ihr dafür zahlt dass man Euch Geld leiht.

Tilgung = Summe, die zur Rückzahlung des Darlehens bezahlt

Je höher Ihr die Tilgung wählt, desto schneller wird der Kredit abbezahlt, desto höher ist aber auch Eure monatliche Belastung.
Je niedriger die Tilgung umso geringer die monatliche Belastung aber desto länger bezahlt Ihr an den Kreditgeber.

Normalerweise wird mit 1% Tilgung angefangen, das kommt dann zu den Zinsen hinzu, also angenommen Ihr habt 4% Zins und 1% Tilgung, dann zahlt ihr bei nem 200.000 Euro Kredit 10.000 (8.000 Z + 2.000 T) Euro im Jahr oder monatlich 833,33 Euro.

Tipp:
Je länger die Laufzeit der Zinsfestschreibung/Zinsbindung gewählt wird, desto höher wird der Zins, allerdings nur geringfügig, und Ihr profitiert länger von den jetzt günstigen Zinsen. Also nachfragen ob man auch 15 Jahre festschreiben kann, meist werden nur 10 Jahre angeboten!

Gruß Money



22. Feb 2010 00:59

re

Himmelszelt männlich
aus Bayern

Es gibt natürlich auch andere Darlehensarten als nur das Anuitätendarlehen (gleiche Rate an Zins und Tilgung. Je länger dann das Darlehen
läuft, wird der Zins geringer und die Tilgung höher).

Etliche Tipps:
Mehrere Angebote von Banken einholen. Da gibt es gewaltige Unterschiede.
Zinszahlung jährl. im nachhinein. Jede unterjährige Zahlung von Zinsen ist eine Zinserhöhung.
Darauf achten, daß Zins und Tilgung sofort eingebucht werden.
Effektivzins immer zur Entscheidung heranziehen.
Nebenkosten, die so oft unterjubelt werden, erfragen.
Sondertilgungen sollten zulässig (zumindest mit Teilbeträgen) sein.
Zins möglichst lange festschreiben (ca. 15 evt. sogar 20 Jahre). So billig wie die Zinsen z.Zt. noch sind, waren sie nie.
Sich zusichern lassen, daß die Bank den Kredit nicht (zumindest bei ordentlicher Bedienung) verkauft.
Hinsichtlich des Eigenkapitals mit der finanzierenden Bank verschiedene Varianten durchspielen, weil je mehr EK eingebracht wird,
der Zins billiger wird.
Wohnbauförderung evtl. mit einfließen lassen, Riester, usw. das kann zu einer Zinsentlastung führen.

Trotz aller Träume von einen eigenen Haus, Realist bleiben und die Finanzierung auf ganz sichere Füße stellen. Zuviel Optimismus
kann sich in Jahren tödlich rächen.

Ohne genaue Beratung bzw. Angebote durch eine Bank geht es nicht. Aber bei Beachtung dieser Hinweise lassen sich die Angebote
besser vergleichen und sie dienen dem Darlehensnehmer zum Vorteil. Sich auch über die versch. steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten
aufklären lassen.



22. Feb 2010 01:26

re

Antwort auf wieso von Angel1985

Nur eine Vermutung, aber wenn schon den Begriff der Tilgung zu einem Rätsel wird das man nicht selber lösen kann hat man viel Potential in irgendwelche Fallen zu geraten. Ich mein, einen Begriff zu googeln und sich durch ein paar Ergebnisse zu klicken erscheint mir nicht so unlösbar..

Unterm Strich war das lediglich eine, zugegebenermaßen verquere Art darauf aufmerksam zu machen, dass ein Hauskauf einiges an Informationen und Wissen verlangt das man sich selbst aneignen muss und du/ihr da noch einen langen Weg vor euch habt. Nicht nur finanziell sondern auch bei der Beurteilung der Immobilie.



22. Feb 2010 20:28

re

Antwort auf Tilgung von Angel1985

Die meisten Banken haben einen Finanzberater für Baufinanzierung, der klärt Dich nicht nur über Tilgung auf, sondern auch über Formen der Ratenzahlungen, aktuelle Zinsen und Zinsfestschreibungen, sowie Sonderkredite und Förderungen. Zumindest wenn er gut ist, aber davon darf man bei den meisten Banken schon ausgehen.

Ohne Eigenkapital wird eine Finanzierung schwierig. Je weniger Geld Du aufnehmen musst, desto besser. Auch immer Bedenken: beim reinen Kaufpreis bleibt es nicht. Da kommen noch mal ein paar Prozente vom Kaufpreis an Ausgaben hinzu - wie z.B. der Notar, der Grundbucheintrag, etc. 1,5% klingt nicht viel, 1,5% von sagen wir mal 250 000 Euro sind aber schon eine ganze Menge.



22. Feb 2010 23:16

re

Himmelszelt männlich
aus Bayern

Bei 1,5% bleibt es nicht. Die Grunderwerbssteuer beträgt alleine schon 3,5%. dazu Notar, Auflassungsvormerkung, Grundbuchumschreibung, Grundschuldbestellung. Mit 5-6%
ist zu rechnen (ohne Makler (3,45%)).
Evtl. auzsstehende Erschließungsbeiträge oder Straßenausbaubeiträge, Beiträge für Wasser- und Kanal bei der Gemeinde erfragen.



23. Feb 2010 07:48

Immer mehr...


Mr.Moneymaker männlich
aus Rottal- Inn wenns wer kennt (Bayern)

> Bei 1,5% bleibt es nicht

Richtig. Es wird sogar empfohlen, 10% mit einzuberechnen.

Beispiel aus meinem Bekanntenkreis:

Einfamilienhaus für 120.000 Euro wurde erworben

Provision Bank: 4.176,- Euro (damals noch mit 16% MWSt.)
Kosten f. Notar: 269,70 Euro
Grunderwerbssteuer: 4.200,- Euro

Sind das zusammen schon 8.645,70 Euro, was vom Kaufpreis schon 7,2% ausmachen. Mit 10% ist man also gut beraten.

Gruß Money



23. Feb 2010 08:35

Ist und Soll...


Mr.Moneymaker männlich
aus Rottal- Inn wenns wer kennt (Bayern)
Antwort auf re von kazoom

> Die meisten Banken haben einen Finanzberater für
> Baufinanzierung, der klärt Dich nicht nur über Tilgung
> auf, sondern auch über Formen der Ratenzahlungen, aktuelle
> Zinsen und Zinsfestschreibungen, sowie Sonderkredite und
> Förderungen.

So sollte der Wunschzustand sein...
Aber wie heisst es so schön... Du kannst Dir in die eine Hand wünschen und in die andere scheissen, und dann kucken welche zuerst voll ist ((-;

> Zumindest wenn er gut ist, aber davon darf
> man bei den meisten Banken schon ausgehen

Falsch. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass mindestens die Hälfte der Kreditberater einen über den Tisch ziehen wollen und nicht alles ansprechen. Bei einer Bank dauerte das Beratungsgespräch" eine halbe Stunde, bei der anderen 20 Minuten... und das waren unsere Hausbanken! Das zum Thema Qualität.
Erst durch einen Tipp von Bekannten wurden wir auf den wohl besten Kreditberater (der Welt?) aufmerksam, der uns geschlagene 6 Stunden alles eröffnete! Zu diesem kommen Kunden aus ganz Bayern von weit her angefahren, weil er eine Koryphäe ist.



23. Feb 2010 15:00

re

Himmelszelt männlich
aus Bayern

Richtig. Traue insbesondere bei Geldangelegenheiten keinem und schon gar nicht Bankberatern. Deshalb mehrere Angebote einholen.



25. Feb 2010 20:17

re

Antwort auf re von Himmelszelt

> Bei 1,5% bleibt es nicht. Die Grunderwerbssteuer beträgt
> alleine schon 3,5%. dazu Notar, Auflassungsvormerkung,
> Grundbuchumschreibung, Grundschuldbestellung. Mit 5-6%
> ist zu rechnen (ohne Makler (3,45%)).

Das war als Aufzählung gemeint, welche Posten dazukommen (alle hab ich auch nicht im Kopf), die 1,5% waren nur ein Beispiel zu einem Posten, der alleine schon einiges ausmachen kann. Gerade wenn man wenig Geld hat, dann ist jedes Prozent, dass man nicht einkalkuliert hat ein Risiko.

Und für eine Grundauflistung was es gibt (und um Begriffe wie Tilgung zu erklären) ist eine Finanzierungsberatung sicher nicht verkehrt. Weiterinformieren ist dann der nächste Schritt.



26. Feb 2010 20:32

Tilgung

Antwort auf Tilgung von Angel1985

generell solltet ihr eigentlich 10 % des Kaufpeises an Eigenkapital haben um die anfallenden Nebenkosten wie Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Notar und ggf. Makler zu bezahlen. Die Tilgung solltet ihr nach eurem Bedarf aufbauen, d. h. wollt ihr das Haus abbezahlt haben wenn ihr in Rente geht oder wollt ihr es an eure Kinder mit einer Restschuld geben wenn ihr "dahin" seid, etc. Du hast mit Sicherheit recht, wenn du denkst, dass Miete rausgeschmissenes Geld ist. Wichtiger ist aber, dass du dich nicht durch die Anschaffungsnebenkosten und der laufenden Instandhaltungen finaziell übernimmst. Also gut überlegen was ihr möchtet und wie eure Zukunftsplanung aussieht, und was ihr finanziell "stemmen" könnten (nichts beschönigen), dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Viel Glück.



26. Feb 2010 22:00

re OT

10% Eigenkapital finde ich sehr sportlich. Und zu planen, dass die Kinder die Restschuld abbezahlen halte ich für blödsinnig, denn in der heutigen Zeit übernehmen die Kinder nur selten das Haus der Eltern - vor allem müssten sie ein Haus abbezahlen indem die Eltern noch wohnen und hätten selber nichts davon.



26. Feb 2010 22:12

Tilgung

ich denke bei einem Projekt eines Immobilienerwerbs sollten solche eigene Überlegungen und Entscheidungen mit berücksichtigt werden. Ob die Kinder das Objekt dann verkaufen und damit die Restschuld tilgen bleibt den Kindern überlassen, nur sollten Eltern nicht unter dem Druck stehen ihren Kindern etwas schuldenfreies vererben zu müssen. Die 10 % EK sind in der Regel grundbedingungen der Banken, mehr ist natürlich immer Gut.



26. Feb 2010 22:57

den Kindern

ein Haus mit Schulden zu überlassen ist mir schon mal suspekt...aber abgesehen davon ...10 % Eigenkapital reichen vielleicht bei einer 1 Zimmer Wohnung..... außerdem wie lange willst du denn an der Immobilie zahlen ??? Ob die Rente dann dazu reicht?? Ich denke eher mal nicht...also gib keine so blauäugigen Ratschläge bitte:-)



26. Feb 2010 23:28

*na ja*

> ein Haus mit Schulden zu überlassen ist mir schon mal
> suspekt...

solange der Verkaufspreis höher ist als der Restkredit, sehe ich keine Probleme ...

> außerdem wie lange willst du denn an der Immobilie zahlen

aus steuerlicher Sicht ist die Vollfinanzierung einer fremdgenutzten Immobilie so uninteressant nicht ...



27. Feb 2010 08:44

ja genau

so verkaufen viele Berater heute Immobilien an Familien, die sich dann übernehmen... steuerliche Vorteil sind ja ok, aber das sollte zusätzlich sein ...man kann nicht Gehallt , Steuerbegünstigung und alles mit in die monatliche Rate einrechnen, d darf dann nichts mehr passieren...und Häuser oder Wohnungen, die über 30 Jahre finanziert werden, müssen womöglich schon vor der letzten Rate wieder renoviert werden....aber man kann sich sicher alles schön reden

Wir haben eine Eigentumswohnung gekauft und wir hatten Eigenkapital von über 20 %...Nach 7 Jahren gehörte die Wohnung uns, trotz 2 neuer Autos-.... und nur so oder eben absehbar (unter 30 Jahren) macht es Spass...wenn ich ein Leben lang nur abzahle und mir nichts mehr leisten kann, ist so ein Haus oder eine Wohnung schnell nur noch n Klotz am Bein!



27. Feb 2010 09:33

*weshalb ...*

weshalb sollte ich mein Gehalt mit der Finanzierung von Immobilien verbinden?

Meine Rechnung ist da einfacher ... solange die Mieteinnahmen die laufenden Kosten (incl. Finanzierung) übersteigen und der Zeitwert nicht unter die Investition, dann ist das, was monatlich überbleibt, als Rendite derzeit sehr interessant ... und Steuervorteile sind bei dieser Betrachtung zusätzliche Goodies ...



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