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windigesBlau
12. Jun 2012 16:22

Der Hintergrund

Philosophie oder Philosophieren zeichnet sich auch dadurch aus, daß das Denken versucht seinen eigenen Hintergrund zu sprengen. Was heißt da nun Hintergrund?

Mein erster Versuch dazu, thematisiert es als das, was gerne als selbstverständlich verstanden wird. Doch wenn es bereits schon so angeführt wird, und sei es als Reaktion auf etwas, dann ist es bereits in einen möglichen Blick gerückt, als eine Angabe auf einen (scheinbaren) Grund, der nicht zu hintergehen sei. Doch noch bevor es als selbstverständliches auftaucht , ist es noch nicht einmal sehbar, obwohl es dauernd im Auge liegt, und bestimmt mit, daß diese oder jenes zur Überzeugung taugt. Es ist dann noch nicht einmal für eine mögliche Frage oder Angabe da. Bis es von anderen (oder von einem selbst), als *ver-rücktes* (?) auftaucht.

Kann es nicht sein, daß die Schlüssel, die ich gestern dort hinlegte und heute hier finde, nicht selber dort hin gelangten?

Oder:

Wenn auf einer Bühne Schauspieler ein Stück spielen, schauspielern dann auch die Kerzen und der Tisch auf der Bühne?

So und wie (re)agiere ich darauf?

mfg



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de.facto weiblich
AgentDreizehn
12. Jun 2012 17:35

Hm

Philosophie oder Philosophieren zeichnet sich auch dadurch aus, daß das Denken versucht seinen eigenen Hintergrund zu sprengen.

Woher hast du das genau mit dem sich sprengenden Hintergrund? Der Kontext wäre nicht uninteressant, um das genauer zu verstehen.
Auf den ersten Blick würde ich aber meinen, dass es darum geht, dass Philosophie _auch_ danach fragt, was Philosophie bzw. Philosophieren ist, sich also selbst reflektiert.



windigesBlau
12. Jun 2012 19:28

re

- zuerst würde ich antworten: jeden Philosophen (und nicht nur Philosophen) den ich las unternahm das, auch wenn es wiederum nicht immer explizit angemerkt oder gar thematisiert wurde. Aber nun müßte ich hier das wohl darlegen, was mich völlig überfordern würde.

- ich kann auch allgemeiner antworten mit der These: daß philosophieren auch ein versuch ist, ungenügsamkeiten dar- und sogar herzustellen, und daran sich zu begegnen (und nicht blos (Probleme) zu lösen!). Wobei Ungenügsamkeiten sich nicht nur aus schon vorhandenen gewichtigen Problemen, Schwierigkeiten oder Vorhandensein von unterschiedlichen Positionen entspringen, sondern auch aus *ver-rückten* Einbrüchen sich speisen, die bereits im erleben sich einfinden, und möglicherweise damit schon *an einer ganzen Ordnung kratzen* können.

- es ist natürlich auch möglich auf Philosophen zu verweisen, die das irgendwie ansprachen. Da wäre Wittgenstein z.b.: (über Gewissheit = allerdings nicht mehr sicher ob da zu finden). Sinngemäß:
Wenn ich Gesteinformationen erforsche ist es für mich selbstverständlich, daß diese nicht erst vor 5 Minuten entstand. Aber es käme mir nicht mal in den Sinn, dieses nun ausdrücklich zu sagen und anzuerkennen. Bis z.b. so verschrobener Philosoph daher käme, der Besessen von Erkenntnistheorie wäre und mich damit konrfontieren würde.

Es ist klar, daß ich das nur aus meiner Erinnerung wiedergebe.

- Aber vor allem ganz unabhängig davon, ob nun irgenwo bei *den Philosophen* das thematisiert wird oder nicht ... kann jeder es auch selbst mit-angehen.

mfg



de.facto weiblich
AgentDreizehn
12. Jun 2012 19:42

Hm

Dein Anliegen wird mir nicht klar. Geht es dir nun um eine Reflexion der Philosophie bzw. des Philosophierens? Von speziellen Philosophen und ihren Überlegungen habe ich gar nicht gesprochen. Erkenntnistheorie ist nur eine Disziplin von vielen.



windigesBlau
13. Jun 2012 16:37

re

>Von speziellen Philosophen und ihren Überlegungen habe ich gar
> nicht gesprochen...

Du hast nach Quellen gefragt. Das ist eine davon. Es sollte nicht auf etwas antworten das du nicht gefragt hast.

Danke.



de.facto weiblich
AgentDreizehn
13. Jun 2012 16:47

Quellen? Nö

Ich habe nur nach der einen Quelle bzw. den Kontext zu "Hintergrund" gefragt, ich nahm an, es sei ein Zitat, das du als solches nicht gekennzeichnet hast.

Bitte.
-.-



windigesBlau
13. Jun 2012 16:48

2. Versuch - belästigende Fragen

Antwort auf Der Hintergrund von windigesBlau

Mein zweiter Versuch:
Einer schrieb mal sinngemäß: wir werden von Fragen belästigt, die gar nicht zu beantworten sind. Nehme ich das einmal *naiv* an, dann würde ich dazu gleich bemerken, daß eben zum Zeitpunkt des Fragens noch nicht deutlich war, daß sie nicht zu beantworten sind. Doch da stört einiges mich selber an meiner Bemerkung.
Das erste ist dieses *belästigen*. Und es ist gar nicht rückführbar auf den Umstand, daß einer der es schon weiß, daß es nicht zu beantworten ist, von anderen damit belästigt wird. Vielmehr halten diese Fragen trotzdem weiter an. Wie ein Abgrund der einen anblickt und damit anfängt einen magisch anzuziehen.
Und auf der anderen Seite, wäre dazu das fraglose Selbstverständliche (s. oben Versuch 1), das nicht einmal in den Sinn kommt, und daher noch *vor* dem selbstverständlich werden liegt. Das heißt aber z.b. auch, es gibt dann da nicht einmal so was wie ein Vertrauen, das diesem fraglos Selbstverständlichen zugestanden wird. Denn Vertrauen setzt man auf oder in etwas, das schon mind. bekannt. So aber wäre solch eine Überzeugung eine Gewißheit, gar ohne Vertrauensgrund. Gerade so, als sei man sich ursprünglich schon sicher, wenn man die Hand ausstrecken würde, dort auch Halt zu finden, gleichgültig ob es dort was gebe, das Halt böte. Es ginge dann also sogar vor das gerne gesagte Urvertrauen, und wenn es dies doch wäre, es selber dann in sich grundlos wäre, und einfach sich verließe (der Doppelsinn bei dem Wort bleibt interessant).

Das Zweite was mich an meiner Bemerkung stört, ist, daß vielleicht viel mehr gesagt wurde als da steht. Es würde nur äußerst merkwürdig oder allzu leicht hinfällig sich hergeben, wenn statt dessen etwa gesagt würde, daß wir gar von noch nicht einmal stellbaren Fragen belästigt würden. Und das Belästigen sogar bliebe, obwohl wir antworten hätten, die jetzt aber noch im fraglosen Selbstverständlichen harren, diese eben noch nicht einmal uns in den Sinn kommen, weil eben der *Anreiz* der Fragen nötig wäre, die aber eben nicht einmal stellbar sind.

Schließlich stört mich Drittens an meiner *naiven* Bemerkung, das übersehen, ob damit nicht auch gesagt wurde, daß die weiter belästigenden Fragen mehr fordern, als (scheinbar) möglich ist zu antworten Und damit ein deutlicher Ausdruck des Willens wäre, der sich nicht (nie?) zufrieden gibt, mit allem was schon ist, oder vielleicht noch zu finden wäre. Eine Stachel, der fordert, befriede mich, aber das nie endet. Und damit selbst die letzte Erkenntnis, daß sie gar nicht zu beantworten sind, sowenig wie jede rechte Antwort auf andere Fragen, diese doch weiterhin bleiben und weitertreiben. Wille und Trieb eben, und das nicht (nur) im und auf Fleisch sondern Geist.

mfg



windigesBlau
13. Jun 2012 16:52

re

Antwort auf Quellen? Nö von de.facto

ah....
dann war es ein Mißverständnis.
Da gibt es dann keine Quelle.

mfg



Aether
29. Jul 2012 20:37

Intention?

Weder in diesem , noch in dem anderen Thema, welches du begonnen hast, ist eine Intention erkennbar, der Textzusammenhang ist derart schlecht gewählt, dass ich beim besten Willen nicht erkennen kann, welchen inhaltlichen Zusammenhang er darstellen soll. Selbst wenn eine These erstellt wurde, wurde die weder begründet noch in sonstige Art und Weise versucht deutlich zu machen.

Deine geschriebenen Sätze ergeben oftmals keinen Kontext. Der krönende Abschluss bildet eine Metakommunikation mit sich selbst, fraglich, wer der Adressat sein soll.



30. Jul 2012 02:51

re

Antwort auf Der Hintergrund von windigesBlau

Ich habe mir dein Thema nun mehrmals durchgelesen und komme wirklich nicht darauf, was du denn nun diskutieren möchtest. Ich hätte - ähnlich wie de.facto - auch auf die Selbstbezüglichkeit der Philosophie Bezug genommen; dass sie mitunter ihr eigener Gegenstand ist, bzw. man immer wieder auf sich selbst rückbezieht; Erkenntnistheorie ist hier ja das klassische Beispiel. "Was können wir wissen?" im Angesicht des Versuches, Wissen zu gewinnen (naiv erklärt).

Ein anderer Gedanke, der mir kam, war, dass du vermutlich versuchst, dich zu fragen, ob die Probleme, die die Philosophie behandelt, vielleicht "selbst erzeugte" Probleme eben dieser Wissenschaft darstellen - eine Art "verwissenschaftlichen" von Selbstverständlichkeiten, die für jeden klar erkennbar sind, bis sie eben vom Philosophen "verwissenschaftlicht" und mit Fachbegriffen versehen werden? Also erneut eine ewige "Philosophie kann jeder und nur, wer es einfach ausdrücken kann, hat es auch selbst verstanden, alle anderen wollen sich nur elitär profilieren"-in-die-Richtung-Diskussion? Es wäre cool, wenn du dafür ein paar Argumente anbringst.

Generell rate ich dir, den geschwurbelten Pathos mal auszuschalten. Ich meine es nicht böse, allerdings versteht deine Beiträge wirklich nahezu kein Mensch.

Jan