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25. Mai 2012 13:28

Was ist der Mensch?

Frage: was ist der Mensch?

Antwort: der Mensch ist das, wie er sich bestimmt!

Oder doch nicht?



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'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
25. Mai 2012 16:00

Ich bestimme für mich:

Oder doch nicht.



25. Mai 2012 18:52

re

Schon für das einzelne ICH, braucht es andere, die auch ICH und DU sagen.

mfg



25. Mai 2012 19:27

welcher

Mensch denn? Wie heißt der und wo wohnt der? Wie alt ist der und welches Geschlecht hat der? Hat der Familie? Kinder? Arbeit? Auto? Hund? Spricht der deutsch?
Telefon oder E-Mail würde reichen, dann kann ich ihn bestimmt fragen.Oder doch nicht?



25. Mai 2012 20:09

re

Ein Hase ist nicht der Hase.
Sogar alle die unter den Begriff fallen (alternative Redeweise: durch den Begriff bestimmt sind) macht nicht den Begriff aus.

mfg



exOF männlich
Tee aus Hessen
25. Mai 2012 20:36

Re:

Ja, genau so ist es wohl.



25. Mai 2012 21:07

ja

Antwort auf re von windigesBlau

Was ist der Hase? Ein Hase?
Nein.
> Ein Hase ist nicht der Hase.

Doch.
Wenn der Hase nicht ein Hase ist, warum nennt sich der Hase dann Hase?
Wenn ein Hase nicht der Hase ist, kann kein Hase sagen, wer der Hase ist,
weil kein Hase der Hase ist.
Also ein Hase muss der Hase sein, damit ein Hase sagen kann, was der Hase ist.
Aber wer ist denn der Hase? Gibt es Hinweise?



Mr.TomP männlich
Thomas aus Cuxhaven (Niedersachsen)
25. Mai 2012 21:37

Was ist der Mensch?

Antwort auf re von windigesBlau

Der Mensch ist eine "Unterart" der Primaten, genau betrachtet. Der Mensch ist von Natur aus gutmütig es sind stets die Umstände die Ihn in seiner Entwicklung zu dem machen was Er ist. Nichts ist so gutmütig und unschuldig wie ein neugeborenes Baby.
Andererseits, als sich im Verlauf der Evolution der Urmensch entwickelte war das erste was Er lernte herzustellen,....Na?
Richtig! Waffen! Nichtsanderes ist doch ein Faustkeil oder eine Steinaxt. Da kommt man doch ins Grübeln. Oder?



tren
spin.de VIP
Gerhard Christopher
25. Mai 2012 21:43

Bestimmung?

Wie meinst du denn, wie er sich bestimmt? Hast du das etwa von Sartre aufgeschnappt, oder meinst du etwas anderes?



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
26. Mai 2012 05:23

re:

Nun fehlt noch die bekannte Urfrage, die uns anhaucht: Wo kommen wir her?
Eine allgemein gehaltene Definition ist unzulässig, sagte der Neurologe. Da musste ihm der Christ recht geben.



26. Mai 2012 12:15

re

Antwort auf Bestimmung? von tren

a) wie ich MEINE... ?

b) wer interesse hat, kann sich ja mal umhören, welche Bestimmungen, zu welchen Zeiten, bei welchen Gruppen gelten und Gültigkeit hatten, und haben, was der Mensch sei.

c) allerdings wurde ja eine Antwort gegeben, jedoch wieder als Frage (besser als These): "der Mensch ist das, wie er sich bestimmt." (siehe oben).

d) Bestimmen ist hier wohl abzielend - auf den Begriff.

Begriffe bestimmen, was etwas ist. Oder etwa nicht?

mfg



26. Mai 2012 12:54

re

Antwort auf ja von Rasselbart

>Wenn ein Hase nicht der Hase ist, kann kein Hase sagen,
> wer der Hase ist...

das Sagen bestimmt was ein Hase ist. Was ein Hase ist, wird durch das Sagen zum Hasen.
Üblicherweise ist der Hase bestimmt durch ein *Netzwerk der Begriffe*.

Begriffe sind - jetzt mal sehr verkürzt- Erfindungen des Menschen. Allerdings handelt es sich nicht um eine Erfindung, wie ein technischer Apparat, sondern wird durch die "sprachliche Praxis des Menschen" generiert und performiert.

Also: wer nun *Hase* erfand weiß ich nicht. :-)

[Bei Gewissen und Bewußtsein dagegen: könnte wohl auf Augustinus zurückgehen, der Teile eines Konzeptes *conscientia*nannte was *Mit-Wissen* heißt. woraus dann ... usw.]

Es kommt daher auch gar nicht darauf an, WER es erfand, sondern was darunter verstanden wurde und wird, was der Mensch sei. Und dies unternehmen wurde und wird wohl von empirischen oder sinnlichen Wesen getan, wobei die sich allerdings dann so verstehen und entsprechend sich so ausbilden, entsprechend sich *verhalten* (müssen), und entsprechend so werden, sich auch darauf berufen und sich entsprechend *verrechtlichen* und es den anderen *einreden* und weitergeben.....

Und vieles vieles mehr!

Wem das zu arg ist- lasse es.
Der kann sich ja vielleicht noch erinnern, daß er nicht nur nach einem Namen gerufen wurde, sondern gesagt bekam, er sei *ein Mensch*, und sich dann fragte, was das wohl sei?

Schlußbemerkung: aus dem Text wird ersichtllich daß jemand nicht so recht weiß was ein Begriff ist? Und daß es einen gewaltigen Unterschied macht, ob man über das redet was der entsprechende Begriff bestimmt und damit oft benennt (all das was darunter fällt) oder über den Begriff selbst redet.
Aber auch da kann man anfangen:

Wenn ich auf etwas zeige und frage, was ist das, wird mir z.b. geantwortet: das ist meine Katze.
Frage ich dann, was ist die Katze, dann kann ich nicht auf eine zeigen und sagen: das sei sie. denn was soll ich denn da sehen, was dieses sinnliche zu dem Begriff Katze macht?

Was der Mensch sei, dazu gibt es hier dann sicherlich noch viele Antworten. Allerdings ob die vernünftig(erweise) sind und *hinhauen* ist eine andere Frage.
Wetten die Evolutions(theorie) taucht auf? Aber wenn schon eine ganze Theorie bemüht wird, ist das mit dem *was ist der Mensch* wohl nicht ganz so einfach.

Danke für die Aufmerksamkeit.

mfg



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
26. Mai 2012 16:11

re:

> Was der Mensch sei, dazu gibt es hier dann sicherlich noch
> viele Antworten. Allerdings ob die vernünftig(erweise)
> sind und *hinhauen* ist eine andere Frage.

Hmm. Wenn allerdings so ein Allgemeingeplänkel für Antworten hinhalten soll, sehe ich schwarz oder das Wort "Hinhauen" bekommt eine treffende Bedeutung mehr.

Aus welcher Sicht wird diese Frage gestellt? Soll die definitionsstärke oder Eideutigkeit des Begriffes geklärt werden?
Wovon gehen wir dann aus?
Ein Mediziner wird darüber anders denken als ein Theologe. Kopfsalat, sagte der Neurologe und verwies auf Anatomie und Biologie.
Kopfsalat- sagen die Philosophen und verweisen auf Selbst- Verständnis und Menschenbilder.



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
26. Mai 2012 16:12

re; Korrektur:

> definitionsstärke oder Eideutigkeit

sichere Definition oder Eindeutigkeit- Eideutig könnte man mißverstehen.



26. Mai 2012 17:10

viele Antworten

Antwort auf re von windigesBlau

...was ein Mensch ist, wird durch das Sagen zum Menschen...

Was ist das Sagen?
Wo wohnt es?
Im Netzwerk der Begriffe?
Und hat sich dort der Mensch verfangen?
Zwischen Hase und Katze gehangen?

Möglicherweise sage ich, dass Du der Mensch bist.
Dann bist Du das. Und wenn ich das nicht sage, bist Du das nicht?
Was sagst Du?



26. Mai 2012 17:43

re

>Was ist das Sagen?
> Wo wohnt es?

Ja, Kinder fragen auch, wo wohnt der Wind.
Oder: wo übernachtet der Regenbogen?

Aber hier im "Philosophischen Forum"? Es darf zwar gerne so weit alles heruntergebrochen werden, bis eine mögliche Grundlage erzeugt wird, in der Hoffnung, daß daraus dann was erwächst. Allerdings Fragen wie, wie wo wohnt der Regenbogen, oder wo wohnt das Sagen....

mfg



26. Mai 2012 18:12

re

Antwort auf re: von 'greg'

> Hmm. Wenn allerdings so ein Allgemeingeplänkel für
> Antworten hinhalten soll, sehe ich schwarz oder das Wort
> "Hinhauen" bekommt ''eine ''treffende Bedeutung mehr.

was wohl ein Allgemeingeplänkel sein soll?

> Aus welcher Sicht wird diese Frage gestellt? Soll die
> definitionsstärke oder Eideutigkeit des Begriffes geklärt
> werden?

Es wurde eine Frage gestellt. Soweit es ersichtlich im *philosophischen Forum*. Was da *von welcher Sicht...* sagen soll, verschließt sich mir.

> Wovon gehen wir dann aus?

wer ist da *wir*?

> Ein Mediziner wird darüber anders denken als ein Theologe.
> Kopfsalat, sagte der Neurologe und verwies auf Anatomie
> und Biologie.
> Kopfsalat- sagen die Philosophen und verweisen auf Selbst-
> Verständnis und Menschenbilder.

Ob x da anders denkt wie y ist doch wurscht. Aber *Mensch* ist sicherlich keine Terminologie.

Welch seltsame Angabe! Wenn es zu was, mehr als *ein Denken* gibt, dann....?.
Dann bleibt wohl:
a) einen dieser Gedanken glauben,
b) alle anzweifeln (ohne grund einfach so ich zweifle an allem)
c) ich denk mir jetzt irgendwas dazu (aus)
d) ...

Ich weiß allerdings nicht, wieso jemand mit so einer Erkenntnis, dann überhaupt in irgendein Forum geht, dort sich die *vielen Gedanken* liest und dann gar schreibt.

Diese Frage war aber rhetorisch! :-)

mfg



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
26. Mai 2012 18:44

re:

Zu 90% verstehen Forenschreiber hier wunderschöne Ergebnisoffenheiten. Es scheint die von irgendjemanden festgelegte Natur der Philosophie zu sein.
Wo kommen wir her?
Wo gehen wir hin?
Was ist der Mensch?

Frage ich: Wie verstehst Du Dich als Mensch?

Kommt die Gegenfrage: Aus welcher Perspektive- oder genauer: Sprichst Du von einem selbstempfundenen Persönlichkeitsbild. Sprichst Du von Person UND Funktion?
Präzise Fragen sind immer erlaubt. Auch hier.



26. Mai 2012 21:40

Du sagst

Antwort auf re von windigesBlau

ich frage wo der Regenbogen übernachtet.

Ich frage, ob Du nicht Mensch bist, wenn ich das nicht sage, dass Du Mensch bist.

Du sagst, was der Mensch ist, bestimmt das Sagen.
Ich frage, ob Du einen bestimmten Menschen meinst.
Was ist das Sagen?

Es gibt nicht wenige Naturvölker, deren Wort für ihr Volk übersetzt schlicht Mensch heißt, während das Volk nebenan nicht Mensch heißt. Reicht das Sagen aus?
Ein Begriff ist ein Symbol. Symbole sind ohne Interpretation bedeutungslos.

4 andere Fragen:
Was macht den Mensch zum Mensch?
Was unterscheidet den Mensch vom Tier?
Gibt es Unmenschen?
Was ist allen Menschen gemeinsam?



flemming.povlsen
truffautschwein
26. Mai 2012 22:17

re

Antwort auf re: von 'greg'

Warum gehst du eigentlich nicht darauf ein, was die heimatlich-windige Schiefe sagt? Das Thema ist doch nicht, was irgendein 'Wir' zu irgendwas sagt oder ob ein Philosoph oder ein Neurologe gern Fußball guckt, ob man gerne alleine schläft oder alleine schlafen doof findet oder man Schuhe besitzt, die teurer sind als 250,-¤; Thema sind auch nicht die phil. Kinderfragen "Wo gehen wir hin, wann gehen wir los, wem hauen wir dabei aufs Maul?"

Eventuell beliest du dich zunächst, es geht ja in etwa um: Sozialisiert Sprache unsere Wahrnehmung; bestimmen Begriffe, was 'ist'; wie bestimmen wir, was (ein) Hase/Mensch ist? Usw. Da gibt es ja eine Menge Literatur zu, guck dich mal um (unpolemisch).



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