08. Apr 2012 13:12 Wer bin ich?Der lange Weg zu sich selbst. Wer, oder ab wann, kann jemand von sich sagen, er würde sich selbst kennen? |
08. Apr 2012 13:22 nie- wenn sich selbst kennen bedeutet, eine verlässliche Voraussage über die eigenen Auffassungen der Lebenswirklichkeit und das eigene Handeln in allen erdenklichen Situationen zu geben. Schon heute bin ich etwas anders als gestern, sofern ich gestern Erfahrungen machte, Bekanntes vertiefte oder Neues erlebte. |
09. Apr 2012 00:36 reSchwer zu sagen... um sich selbst kennenlernen zu können, braucht man auch die Fähigkeit zur Selbstkritik. Problem ist nur, wenn diese Selbstkritik zu selbstzerstörung und damit zu Depressionen führt. Wer sich also allzugenau kennt, sieht auch all seine eigenen Fehler. Wäre es nicht manchmal besser, wenn man gewisse Seiten an sich nicht kennenlernt, um noch selbstsicherheit bewahren zu können? |
09. Apr 2012 19:18 sich kennenich habe mich in meinen Extremen kennengelernt und entdeckt, dass vieles in mir steckt, was herauskommt, wenn die Situation es erfordert. Inzwischen lebe ich mit der Akzeptanz, dass auch ich im Wandel bin. |
09. Apr 2012 22:06 Wer bin ich ?Wer bin ich ? Der, der ich immer sein wollte ? |
09. Apr 2012 22:59 re> ich habe mich in meinen Extremen kennengelernt und Das war der Hauptgedanke bei meiner Frage. Bedarf es Extremsituationen, um sich selbst erkennen zu können? |
10. Apr 2012 16:01 reEinerseits bin ich mir sicher, dass wir einige Eigenschaften von uns nur in Extremsituationen "kennenlernen" oder festmachen können (worüber wir vorher nur gemutmasst haben wie wir agieren/reagieren würden). Und dann dieses "zurückblicken", jedesmal wenn ich versuche mich in "mich selbst" vor nem jahr, oder 2 jahren hineinzuversetzen, dann fühl ich mich leicht anders als damals. Durch unsere Erfahrungen sind wir in stetigem Wandel, manche Menschen bleiben sehr konstant, ihr ganzes Leben lang, andere ändern sich sehr stark. Ich denk es gibt kein felsenfestes Ich und wenn, dann wird dieses nur doch eine Serie von Extremsituationen geschaffen, in dem so viele Nervenverbindungen geschaffen werden, dass es kaum noch etwas daran zu rütteln gibt (wie z.B längere Teilnahme in einem Krieg). |
10. Apr 2012 16:24 ab wann?Wenn man bereit ist, sich darin zu kennen, dass sich auch lange (Erfahrungswerte über sich) selbst jederzeit ändern können.. Was soll so gut an einem menschlichen, seelischen, geistigen, emotionalen Status Quo sein? Neuer Tag.. neues Glück! |
17. Apr 2012 22:06 Schein und Wahrheit
Vermutlich ja! So, wie man den Mut erst in der Gefahr und die wahren Freunde erst in der Not erkennt, so erkennt man auch seine ureigensten Charaktereigenschaften erst in Extremsituationen. Alles andere sind nur Absichtserklärungen, Fehleinschätzungen und selbstgebastelte Scheinwelten, die in einer tatsächlichen Krisensituation schneller einstürzen können als ein Kartenhaus. |
18. Apr 2012 09:31 Ich bin der Meinung,dass das Selbst und die Selbstwerdung sich immer im Wandel befinden. Es kommen immer wieder Situationen, die man nicht kennt, Erfahrungen, mit denen man nicht rechnet, und bei solchen kann man nicht sicher voraussagen, wie man handelt, wie man sich fühlt.... Wenn wir uns selbst hundertprozent kennen würden, würde das Leben stagnieren. Wir sind immer das, was der Moment gerade aus uns macht, was die Vergangenheit uns lehrte...wer wir in der Zukunft sind, ist ungewiss. Der Kern des Charakters bleibt vielleicht vorhanden, es gibt Tendenzen, mehr aber auch nicht. |
18. Apr 2012 10:33 ich> das Leben stagnieren. Wir sind immer das, was der Moment nicht der gebohrene Philosoph, aber der Satz stimmt so aus meiner Sicht nicht. Versuch es mal so. Wir sind immer das, was wir aus den Momenten des Lebens machen. :-) Gruß Chakomo |
19. Apr 2012 20:46 Wir reagieren so, wie es uns unsereErfahrungen und unser so Gewordensein vorgeben, wir können variieren, können Entscheidungen fällen, können Wege wählen, aber letztendlich wird es immer wieder Momente geben, die wir nicht beeinflussen können, die uns dann neue Handlungsvariationen aufbürden, die uns verändern, die uns prägen, die uns eben zu dem machen, was wir sind. Du hast aber auch Recht, denn wir haben immer auch die Entscheidung, auch wenn wir dann die Konsequenzen tragen müssen. Insofern bedingt sich beides. Weder das Eine noch das Andere können getrennt voneinander betrachtet werden. Klar ist nur, dass wir kein stabiles Ich haben, sondern dass wir immer gerade im Moment der sind, der wir sind, im anderen Moment kann das schon wieder ganz anders sein. Wir sind weder eindimensional noch festgefahren, manchmal vielleicht, aber das Leben zwingt uns immer wieder, neue Wege zu bestreiten, und das ist gut so, denn nur so ist Wachstum möglich. So wird auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden...des Lebens Ruf an uns wird niemals enden. (Hermann Hesse) |
19. Apr 2012 22:17 TräumeIch will gefälligst an meinen Träumen gemessen werden. |
20. Apr 2012 18:36 re:Cogito ergo sum. |
20. Apr 2012 21:46 wenndann aber ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm |
20. Apr 2012 23:13 Die abgehandelten Fragen:Wer sind wir? Woher kommen wir? Und warum sind wir nicht dort geblieben? Fehlt noch: Was sind wir nochmal? |
21. Apr 2012 07:50 nicht so versunken- wer werden wir ? warum werden wir so ? warum wollen wir so werden ? Nach vorne gucken ist doch auch nicht falsch, oder? |
21. Apr 2012 08:27 Hm> Wir sind immer das, was wir aus den Momenten des Lebens Sorry, wenn ich mich jetzt einfach an deinen Beitrag hänge. Aber mich interessiert da einfach etwas ganz grundlegendes, was hier passiert. Wenn jemand die Frage "Wer bin ich?" stellt, ist es dann hilfreich mit "Wir sind..." zu antworten. Und wenn ja, warum? |
21. Apr 2012 08:44 Nie?Ich bin erst einmal gegen "nie". Vielleicht ist auch das Wort "kennen" zu eng gefasst. Ich kenne mich selbst, weil ich in der Lage bin, meine eigene Lebenswirklichkeit und das eigene Handeln zu beschreiben. Das kann kein anderer für mich tun. Das schließt aber nicht aus, dass ich mich und meine Lebenswelt als veränderbar begreifen kann, je nachdem, welche neuen Erfahrungen ich machen werde. |
21. Apr 2012 08:53 nie- wenn - woran die Bedingungen festgemacht werden - dann... Führst Du andere Bedingungen ein, kannst Du andere Schlüsse ziehen. |

