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: Warum definieren wir uns mehr über
Adept männlich
Martin aus Niedersachsen
04. Jan 2012 08:55

re

Was man ist lässt sich nur sehr bedingt vorweisen, was man hat ganz einfach. Klar hat der Materialismus ein paar unschöne Nebenwirkungen . . .



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~ADAMARE~
04. Jan 2012 09:16

re

Antwort auf re: von 'greg'

daher frag ich dich ja :-)

denn so kann man es eben verstehen :-)



04. Jan 2012 09:27

re

Der Punkt ist doch, man kann sich recht leicht über das materielle empören, wenn es einen bereits gesättigt, gekleidet, behaust, gebildet und für die Zukunft abgesichert hat. Es ist Luxusdenken, daß von jedem mit chronisch leerem Magen vermutlich eher mit Unverständnis quittiert werden würde.



04. Jan 2012 13:51

Warum muss man immer alles nach

Antwort auf re von Adept

außen tragen? Warum nicht nur für sich selbst nach mehr streben? Die Menschen, die mehr als nur die Oberfläche betrachten, werden erkennen, was und wer Du bist. Mancher StatusQuo richtet sich viel zu sehr nach außen, das finde ich echt schade.



04. Jan 2012 13:56

Nur darum geht es hier gerade nicht.

Antwort auf re von citycar

Mir wäre es auch lieber, wenn manch einer mit so vielen Millionen auf dem Konto, dass er alleine von den Zinsen im Luxus schwebt, mal an die Dritte Welt denken würde. Aber jeder kann mit seinem Reichtum machen, was er für richtig hält. Es geht um die westliche Welt und genau die Frage, warum eben dieses Luxusdenken, warum nicht lieber mal abseits vom Materiellen einfach zu sich selbst finden und sich über sein Selbst definieren, anstatt durch in meinen Augen mehr als dekadenten Luxus der feinen Gesellschaft zu imponieren? Das wirkt auf mich alles nur oberflächlich, da verstellt man sich, um die Etikette zu wahren, ist Gefangen in Konventionen. Für mich wäre das nicht erstrebenswert, lieber bin ich ich selbst und so frei, wie eben möglich. Oder man least wie verrückt und verschuldet sich, nur um dazu zu gehören....kann ich nicht ganz nachvollziehen, deshalb dieser Thread.



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
04. Jan 2012 17:07

re:

Antwort auf re von ~ADAMARE~

Wenn man so unerträglich polarisiert, dann ja. Sorry, aber dieses Entweder "Seele" oder "Geld" hat mit der Realität nichts zu tun. Dieser abgehobene Unsinn diskriminiert Menschen zu spirituell armen Krüppeln, wenn sie sich über ein gesichertes Einkommen und eine Rücklage für schöne Urlaube freuen.
Menschen, die künstlerisch und kreativ tätig sind, werden, wenn sie nicht heuchlerisch daherkommen, schon mit einer gewissen Grundlage an Finanzen besser arbeiten können, weil guter Kunstbedarf und das alltägliche Leben Geld kosten.
Es ist überhaupt keine Schande, sich über ein ausreichendes Einkommen zu freuen. Frag mal Eltern, die sich für ihre Kinder nichts leisten können (Sportvereine etc.).
Da findet nämlich auch ein täglicher Kampf um Gerechtigkeit, ausreichende Bezahlung und Entlohnung statt, damit (und ich machs mal mit der hier üblichen, moralischen Kneifzange) die Kids regelmäßig warme Mahlzeiten bekommen.
Also bitte: Dieses Entweder Oder- nervt extrem.



~ADAMARE~
04. Jan 2012 17:11

re

danke für deine antwort...doch ich denke, es geht weniger um das entweder oder, sondern vielmehr darum, dass dieses verhältnis im ungleichgewicht ist :-)

zu viele menschen vergessen durch den materialismus einfach, dass dies nicht zu dem führt, was man eben inneren frieden und das gefühl der erfüllung nennt....und wundern sich, dass sie mit ihrem leben unzufrieden sind :-)



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
04. Jan 2012 17:24

re:

Und die, die mit ihrem Leben trotzdem zufrieden sind? Das eins durch das andere bedingt wird, ist nur eine bloße Behauptung- eine sehr idealistische dazu.
Gib mir Geld, ein großes Boot zu kaufen und ein Klavier dazu- ich bin mit Freuden dabei und werde sehr glücklich sein. Aber sowas von;-)))).
Diese Entweder- Oder- These humpelt gewaltig. Nicht alle reichen Leute sind unzufrieden oder unerfüllt. Das gilt auch für die ewig Suchenden. Für die Armen sowieso. Es kommt in allen Dingen darauf an, was man daraus macht oder machen kann.



~ADAMARE~
04. Jan 2012 17:36

re

also mal ehrlich ^^

ich habe wenig, bin alleinerziehend, doch ich bin dankbar für das, was ich habe.....ein dach über'n kopf, zu essen, kann meine fixkosten zahlen......doch das wertvollste und schönste bei allem ist - ich habe ein gesundes kind, worüber ich mich freuen kann !!

das ist mit keinem geld der welt zu zahlen :-)

um auf deine frage zu antworten - wer mit seinem leben zufrieden ist, weiß, was er hat....und das muss nicht immer oder nur mit materiellem zu tun haben :-)

> Gib mir Geld, ein großes Boot zu kaufen und ein Klavier
> dazu- ich bin mit Freuden dabei und werde sehr glücklich
> sein. Aber sowas von;-)))).

ginge das nicht auch ohne geld, boot, klavier??? :-)



04. Jan 2012 17:46

Diese Entweder-Oder-These

Antwort auf re: von 'greg'

ist nur für Dich existent, mir ging es um einen Trend, den ich beobachte und nicht um eine Behauptung, jeder, der Geld hat, sei unglücklich und jeder, der keines hat, könnte keine Freude empfinden. Es ging darum, über was ich mich definiere, für was man all diesen Luxus, diese Marken braucht. Und ich stellte dies zur Diskussion, um zu erfahren, ob andere diesen Eindruck auch haben oder eben nur ich. Wenn Du das nicht so empfindest, ist es doch gut, ist ja Deine Meinung.

Ich hab z.B. mal in einem Asylantenheim gearbeitet und diese Kinder freuten sich so sehr darüber, dass man ihnen Interesse entgegenbrachte und vielleicht sogar mal ein gebrauchtes Spielzeug schenkte, obwohl sie in echt unangenehmen Verhältnissen lebten, echte Freude. Dann seh ich Kinder, die so viele Geschenke unter dem Baum haben, dass sie nur neugierig eines nach dem anderen auspacken und müde lächeln, hab ich auch in der eigenen Familie so erlebt.

Die einen ziehen ihre Freude aus Kleinigkeiten, die anderen haben Massen und können sich nicht wirklich freuen, weil sie übersättigt sind.

So erlebe ich das. Deshalb denke ich,dass man, wenn man alles im Überfluss hat, vielleicht nur noch wenig hat, dass einen faszinieren, einen beeindrucken oder erfreuen kann. Deshalb braucht man ständig mehr Superlativen. Und ich frage mich, warum man sein Glück nicht einfach aus seinem Dasein ziehen kann, an der Freude, der zu sein, der man ist, das zu schätzen, was man hat und das, was man nicht hat, nicht zu neiden (Voraussetzung: Grundbedürfnisse sind befriedigt)

Warum man sich mit anderen messen muss, um was zu gelten...das sind meine Überlegungen.



~ADAMARE~
04. Jan 2012 17:52

re

> Und
> ich frage mich, warum man sein Glück nicht einfach aus
> seinem Dasein ziehen kann, an der Freude, der zu sein, der
> man ist,

weil es dazu der selbstliebe bedarf :-)
und die wenigsten können sich selbst bedingungslos annehmen und lieben, wie sie sind :-)

irgendwas gibt es bei den meisten an sich selbst immer zu meckern *g*



04. Jan 2012 17:57

Dann wär es doch eine lohnenswerte Aufgabe,

an sich selbst zu arbeiten und weniger an seinem Ansehen nach außen hin. Ich arbeite kontinuierlich an mir, weil niemand perfekt ist, aber der Kern, den mag ich, und das sollte jeder tun, seinen Kern lieben und somit auch das Leben.



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
04. Jan 2012 23:00

re:

Antwort auf re von ~ADAMARE~

Ich war auch alleinerziehend, aber dankbar war ich meinen Freunden und meinen Söhnen. Irgendwelche höhere Instanzen, denen ich gegenüber dankbar sein muss, kenne ich nicht. Warum auch?
Du polarisierst immer wieder, auch wenn Seelenblume meint, dies Entweder-Oder wäre nur für mich existent. Du kannst Dich doch freuen wie Bolle, jeden Tag 24 Mantras beten, dass Du innerlich so zufrieden bist. Alles Deine Sache.

> ginge das nicht auch ohne geld, boot, klavier??? :-)

Warum sollte ich darauf verzichten? Um welche Erfahrung zu machen? Ist ja fast wie eine Religion. Ich traue mir und anderen Menschen schon zu, dies ohne Regeln des inneren Glücks auf die Reihe zu kriegen, ob mit Geld oder Sandmalereien.
Das ist nämlich mein Freiraum, selbstbestimmt zu leben, und dazu gehören alle Stimmungen und Gefühle. Seelenblume sprach in einem anderen Thread von Hohlraumsausen. Da ist aber nichts hohl, wenn man wirklich mal ohne diese Richtungsdebatten und "wie lebe ich besser" Debatten genießt oder so richtig traurig ist. Mit seinen Macken und Unfertigkeiten auszukommen, ist die größere Kunst. Sie gehören nämlich dazu, und statt sie verzweifelt zu bekämpfen, sollte man Frieden mit sich schließen. Zeitweise. Dann ist das moralische Regelwerk des Glücklichseins nicht nötig. Dafür ist das Leben wahrhaftig zu kurz.



flemming.povlsen
truffautschwein
04. Jan 2012 23:10

re

"doch ich denke, es geht weniger um das entweder oder, sondern vielmehr darum, dass dieses verhältnis im ungleichgewicht ist"

Das ist zitiert aus einem Beitrag deiner aktuellen Gesprächspartnerin, auf den du noch in zwei weiteren Beiträgen geantwortet hast mit deinem sehr originellen Entweder-Oder-Bashing. Dabei, ich zitier's dir extra, stand das schon längst geschrieben, nämlich von ihr selbst: Um Entweder-Oder geht's gar nicht. Aber das einzusehen, müsste man ja die Klappe halten und könnte sich nicht weiter aufplustern, gell. Geht nicht, seh ich ein.



04. Jan 2012 23:21

Obwohl Du ja nur noch über Dritte

Antwort auf re: von 'greg'

von meinen Postings sprichst, werde ich jetzt mal antworten.;-)

Hohlraumsausen verwendete ich für die Beschreibung von Rasselbart auf Dein Posting in Richtung Weisheit, weil ich es witzig fand, Weisheit mit Gedankenleere zu interpretieren, war also Spaß!

Aber ganz abwegig ist es wirklich nicht, sich manchmal weniger Gedanken zu machen, ist oft mehr. Das ist einer der Lernprozesse, in denen ich mich zum Beispiel noch befinde.

Mit seinen Macken und Unfertigkeiten auskommen und seinen inneren Frieden zu machen? Das ist doch schon fast, bei sich selbst verweilen, weil man nur so weiterkommt, wenn man weiß, dass man niemals perfekt sein kann, aber immer sein bestmögliches gibt. Und wenn man reich ist und unbeschwert leben kann, schließt dass bestimmt nicht bei allen aus, dass sie sich immer noch im Seinmodus und nicht nur beim Haben befinden, genau wie es sich nicht ausschließt, dass jemand, der die Welt krampfhaft verändern will, zum Besseren, nicht wirklich bei sich selbst ist, weil er in seinen Idealen ertrinkt und dabei sich selbst vergisst. Ein weiser Herr postete mir gerade, dass zwischen Schwarz und Weiß Herr Grau wohnt;-) Da hat er Recht. Diese Debatte, wie alle anderen sollen doch nur eine Diskussionsgrundlage unterschiedlicher Charaktäre darstellen, weil es doch interessant ist, zu wissen, wie andere so denken und ob man selbst vielleicht alleine mit seiner Meinung dasteht und diese vielleicht nochmal überdenkt, aber auf jeden Fall dabei bleibt, wenn man sie dennoch für richtig hält. Debatten sollten nicht in Krieg ausarten, aber unterschiedliche Meinungen sind doch die Essenz von Diskussionen, wären wir alle der gleichen Meinung, wäre eine Diskussion nicht nötig und die Welt auch ein wenig langweilig.
Andere Meinungen gehen mir in einigen Fällen nicht am Hintern vorbei und ich überdenke mich, und ich finde, dass mich diese Diskussionen hier echt ein Stück weitergebracht haben, nicht alles so ernst zu sehen. Zu viel Denken ist trotzdem noch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen;-)

Und Adamara vertritt doch auch eine Meinung, ihr Denken ist mir viel weniger fremd als manch anderes Denken, und ich finde, dass auch sie nicht so schreibt, als würde sie andere verurteilen, weil sie nicht so leben, wie sie, sie stellt Fragen, das ist doch wichtig im Leben. Sich und andere zu hinterfragen.

Und wenn Du Dir die Westliche Welt betrachtest, frage ich Dich, hast Du in keinster WEise das Gefühl, dass all das Konsumieren, der Luxuswahn und diese Glitterwelt bei so manchem zu einer Entfremdung seiner Selbst führt? Mehr Schein als Sein? Wenn nicht, dann hast Du eben eine meiner Sicht völlig konträr entgegenstehende, was soll es.



05. Jan 2012 06:20

re

> Es geht um die westliche Welt und genau die Frage,
> warum eben dieses Luxusdenken, warum nicht lieber mal
> abseits vom Materiellen einfach zu sich selbst finden und
> sich über sein Selbst definieren, anstatt durch in meinen
> Augen mehr als dekadenten Luxus der feinen Gesellschaft zu
> imponieren?

Naja, aus eben dem Grund, da "Materielles" eben primär im Dienst der Existenzsicherung. Ohne Materielles keine Existenz, ganz einfach. Und daß existentielle Sicherheit Prestige bedeutet, ist nur folgerichtig.
Ich verstehe nun deine Frage nciht, wo du selbst im Vorfeld einräumst, jeder möge mit seinem Geld tun, was er/sie will. Luxusdenken, weil man es eben will. Denke nicht, daß das jemand tun würde, wenn er darin keinen Benefit sähe.

> Das wirkt auf mich alles nur oberflächlich,
> da verstellt man sich, um die Etikette zu wahren, ist
> Gefangen in Konventionen.

Das dürfte individuell verschieden sein. Meine Erfahrung ist eher die, daß gerade angesehene und vermögende Menschen am ehesten die Etikette ignorieren können, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen.

> Für mich wäre das nicht
> erstrebenswert, lieber bin ich ich selbst und so frei, wie
> eben möglich.

Ist dein gutes Recht und teilweise kann ich es auch nachvollziehen.

> Oder man least wie verrückt und verschuldet
> sich, nur um dazu zu gehören....kann ich nicht ganz
> nachvollziehen, deshalb dieser Thread.

Gut, das it freilich die fatale Variante des Luxuslebens, die "geborgte", damit werden Exitenzen ruiniert und darin ich auch nichts erstrebenswertes erkennen.



05. Jan 2012 06:23

Nachtrag:

Möchte mein Bedauern über die erschreckende Anhäufung von Tippfehlern zum Ausdruck bringen ...



~ADAMARE~
05. Jan 2012 09:29

re

Antwort auf re: von 'greg'

lieber greg,

dieses statement klingt für mich, als ob du das gefühl hast, ich möchte dich in irgendeiner form, ich sag mal, " belehren " ....

doch darum geht es doch nicht.....

du hast es schön geschrieben

> Mit seinen Macken und
> Unfertigkeiten auszukommen, ist die größere Kunst. Sie
> gehören nämlich dazu, und statt sie verzweifelt zu
> bekämpfen, sollte man Frieden mit sich schließen.

und genau das ist es doch.....das ist eine der formen von glück, die der mensch für sich erfahren kann :-)

und das ist es auch, was, denke ich, seelenblume sagen möchte, dass eben dort eine gesunde basis anfängt - bei sich selbst und nicht bei anderen, über güter ect....

also sind wir, obwohl du mir zu verstehen gibst, mich in eine der berühmten schubladen zu stecken, da doch einer meinung und es ist soweit geklärt :-)



05. Jan 2012 13:15

Du verstehst meine Frage nicht?

Antwort auf re von citycar

Naja, aus eben dem Grund, da "Materielles" eben primär im
> Dienst der Existenzsicherung. Ohne Materielles keine
> Existenz, ganz einfach. Und daß existentielle Sicherheit
> Prestige bedeutet, ist nur folgerichtig.
> Ich verstehe nun deine Frage nciht, wo du selbst im
> Vorfeld einräumst, jeder möge mit seinem Geld tun, was
> er/sie will. Luxusdenken, weil man es eben will. Denke
> nicht, daß das jemand tun würde, wenn er darin keinen
> Benefit sähe.

Ich versuche, es zu erklären.

Also erstens darf ich nicht urteilen, warum wer etwas macht und warum wer so viel hat und warum diese dann eben nach außen ihren Luxus präsentieren, anstatt sich selbst.
Dieses Urteil ist auch nicht mein Anliegen und ich will dies nicht anprangern, ich will es versuchen, zu verstehen und die daraus in meinen Augen negative Entwicklung erschreckt mich, denn ich denke, das bleibt nicht ohne Konsequenzen für die ganze Welt.

Klar dient Materielles der Existenzsicherung, aber von diesem Materiellen rede ich nicht, sondern von all dem, was weit über die Existenzsicherung hinausgeht.

Und diese Freiheit, die Du meinst, die man mit Luxus erkaufen kann, ist in meinen Augen eher Fassade. Bunte Societyvögel mit Glitter und Glanz, sich freikaufen von einem Verhalten, für das andere geahndet würden...

Und was ich anpranger ist, dass immer noch Dinge wie Pelz, Tropenhölzer, benzinfressende Monsterautos....als Luxus gelten, zumindest das wäre nicht nötig, denn auch wenn man es sich leisten kann, muss man nicht achtlos die Umwelt und Tiere schänden.

Mich erschreckt, dass diese Gesellschaft stark zum in den Köpfen vorherrschenden und nicht nur real existierenden krassen Arm-Reich-Gefälle beitragen, viele sind klar sozial engagiert, aber bei vielen ist es doch, denke ich, wieder nur die erhoffte Publicity.
Das Ansehen der wirklich Armen sinkt und die Welt achtet nur den, der was hat.
Ich befürchte, dass so eine Entwicklung verhindert, dass es jemals soziale Gerechtigkeit geben wird.
Und diese Reichen haben Macht, nur weil sie Geld haben, Politiker lassen sich von ihnen schmieren und somit beherrschen sie einen Teil der Politik und die Demokratie ist noch weniger Demokratie, als sie ohnehin schon ist.
Und das färbt echt ab, ich kenne so viele, die sich diese als Vorbild nehmen und sich Dinge leasen, die sie sich gar nicht leisten können und auf andere, die diese Dinge dann nicht besitzen, herabschauen, Mädels und Jungs, die es ablehnen, ohne Markenklamotten aus dem Haus zu gehen, weil sie dann Angst haben, gemobbt zu werden.
Für mich wird die Welt irgendwie immer aufgesetzter, wirklich mehr Schein als Sein und das erschreckt mich.

Ich finde es einfach schade, denn was ich an einem Menschen schätze, sind Integrität, Ehrlichkeit, in sich selbst ruhen, Toleranz, Offenheit....da ist es mir ehrlich egal, was diese haben, aber ich kenne leider viel zu viele, die antworten würden, was mir an einem Menschen wichtig ist, ist, dass er einen lukrativen Job hat, ein tolles Auto und gut gekleidet ist....ich weiß nicht, ob Du jetzt verstehst, was ich meine, aber so empfinde ich.
Es wird immer schwieriger, Menschen zu finden, die nicht so aufgesetzt sind, hab ich den Eindruck, aber zum Glück finde ich sie noch, wenn ich lange genug warte.



'greg' männlich
spin.de VIP
Unikat aus Nordrhein- Westfalen
05. Jan 2012 17:36

Ja, edler Ritter,

Antwort auf re von flemming.povlsen

dann halte mal die Klappe und lies genauer, statt Dich selbst aufzuplustern. Ob man es Ungleichgewicht nennt oder materielle Wünsche gegen einen möglichen Seelenschaden ( was immer das auch ist) - der Versuch allein, derartige Kausalzusammenhänge herzustellen, ist einfach zum Scheitern verurteilt. Begründet habe ich es gut genug, aber gegen diese Moralschwemme kommt man nicht mehr an.
Ich halte Menschen nicht für so doof, dass sie nicht abwägen können, was gut für sie ist, auch wenn sie materielle Wünsche haben. Und wie soll solch ein Ungleichgewicht denn aussehen? Wann wäre es denn nicht mehr statthaft, glücklich oder zufrieden zu sein? Ab welcher Summe? Muss ein reicher Mensch unglücklich sein? Oder liegt das nicht auch an ganz anderen Faktoren?
Dich habe ich bei solchen Allgemeinplätzen auch schon anders reden hören.
Hier findet durchaus eine Entweder- Oder- Debatte statt, und das Wort "Ungleichgewicht" verstärkt eher den Eindruck. Da aber schließt sich der Kreis: Haben und sein als Lebenshilfe- taugt nichts. Jedenfalls nicht so.