21. Dez 2011 21:02 Ist das Universum bipolar?Ich lese gerade in einem Psychologie-Buch und da hat jemand eine Theorie gehabt, dass Menschen alle möglichen Dinge so wahrnehmen, als ob es sozusagen zwei Extreme und ganz viele Zwischenstufen gibt. Aber halt gut und böse, hell und dunkel, nah und fern, Liebe und Hass, warm und kalt, Stehen und Rennen, klein und gross, Leben und Tod usw... Und ich frage mich, ist das Universum also bipolar, also gibt es immer diese zwei Dinge, oder denken wir das nur weil wir garnicht anders denken können, oder gibt es manchmal auch mehr als nur zwei Pole? Kann zum Beispiel etwas hell, dunkel und äääh... ja was eigentlich? Geht das überhaupt? Kann etwas mehr als diese zwei maximalen Punkte haben? Ja ich weiss, man kann tricksen und dann zum Beispiel die Zeit dazu nehmen. Aber ändert die Zeit z.B. was an hell und dunkel? Oder an gut und böse? Und wenn ja, wieso? Und sind es dadurch dann mehr als zwei maximale Punkte? Ich bin gespannt was ihr sagt. :> |
22. Dez 2011 14:37 reDas Weltall hat den Menschen hervorgebracht. Seine Leben hängt davon ab, von allem Möglichen weder zu viel noch zu wenig zu haben. Zu wenig Wärme bedeutet zu erfrieren; zu viel davon, man verbrennt. Ich denke, diese Aussage trifft auf alles Mögliche - sogar auf Geld - zu. Der Mensch sucht den Mittelweg, wie ein Seiltänzer. Immerhin ist seine Welt so bipolar, dass sie ihm die Möglichkeit auf dem Seil zu tanzen, an der seine Existenz hängt, bietet -wenn der Seiltanz auch nicht immer gelingt. Auf Dauer sowieso nicht. Insofern würde ich zumindest der Erde die Eigenschaft der Bipolarität zugestehen. Grönemeyer nennt sie gütig. Vielleicht trifft das es besser. Das ganze Weltall zu charakterisieren, ist mir eine Nummer zu hoch. |
22. Dez 2011 14:49 nunman nennt es auch "gesetz der mittelmässigkeit" welches hier greift. so wie ausserirdische und belebte planeten grundsätzlich den menschen bzw der erde gleichen müssten, da sie die selben voraussetzungen haben müssten bezüglich atmospähäre, wasser (und damit verbunden temeperatur zwischen 1 und 99 grad, denn danach verändert es seinen agregarzustand) usw usf. insofern stellen die 2 pole der bipolarität nur die grenzen nach oben und unten da in denen wir existieren können. das was wir als hell und dunkel empfinden, mag für eine katze schon wieder anders sein. P.S. auch wenn ich etwas vom thema abgeschweift bin. |
23. Dez 2011 15:13 einfacherAntwort auf Ist das Universum bipolar? von jay'as'i'am > Ich lese gerade in einem Psychologie-Buch und da hat Nun ja, es gibt tatsächlich nicht wenige Menschen, die immerzu lediglich die Extreme gegenüberstellen. Ich denke, dies kommt von daher, weil sie sich von der Fülle an Informationen usw überfordtert fühlen. Doch etwas, was nicht wirklich bewusst geschieht (daher wird dieses Phänomen vermutlich auch in einem Psychologie-Buch abgehandelt). > Und ich frage mich, ist das Universum also bipolar, also Bereits wie der Titel suggeiert dies, das es sich dabei um eine kosmologische Frage handelt. Dabei geht's ja um die Vorstellung über diese Welt, quasi eine Einstellung darber wie man die Welt und das Leben sieht und also nicht wie sie/es tatsächlich ist. In dieser dualen Sichtweise, rsp Auffassungsweise kann man's sich halt eben etwas einfacher machen, man verfügt damit auch über ein einfacheres Wertesystem - denn es gibt nur "Gut" und "Schlecht". |
23. Dez 2011 20:59 re> Dabei geht's ja um die ''Vorstellung'' über diese Welt, Nun stecken wir ja alle in unserer Haut. Da frage ich mich, ob wir an der Stelle (und überhaupt) zwischen Subjektivem und Objektivem unterscheiden können?! Nach welchen Kriterien wäre zu dem einen und nach welchen zu dem anderen zu kommen? |
23. Dez 2011 23:19 re> Nun stecken wir ja alle in unserer Haut. Da frage ich Vollrausch? |
23. Dez 2011 23:31 re:Antwort auf Ist das Universum bipolar? von jay'as'i'am Ohne die Nacht würden wir den Tag nicht kennen. So etwas sagten Buddhisten 700 vor Christus. |
23. Dez 2011 23:58 reFindest du, dass das meine Frage beantwortet? Und wenn ja, wie? Ich sehe die Antwort nicht. |
24. Dez 2011 10:48 reAntwort auf Ist das Universum bipolar? von jay'as'i'am Nein, das Universum ist nicht bipolar - eine ausführliche Reflexion für die metrische Kategorisierung von Daten findest du – wenn du psychologieinteressiert bist, kommst du daran irgendwann sowieso nicht vorbei – in: Bortz, Jürgen. Statistik für Human- und Sozialwissenschaftler. (neueste Ausgabe, aber bei mir: 6. Auflage) Heidelberg: Springer. Seiten 15 - 27 (Messtheoretische Vorbemerkungen zu den Skalenarten). Wenn du die Skalenarten verstanden hast, wirst du deine Frage auflösen können – also mit jein beantworten oder differenziertere Fragen herausschälen und weiterlesen ;) |
25. Dez 2011 02:31 motiviert> Da frage ich Das meinte ich nicht einmal. Denn es wäre unabhängig davon, ob man die Welt objekitv oder subjektiv betrachtet. |
25. Dez 2011 02:35 statistikenAntwort auf re von sco Nun ja, Statistiken sind immer so eine Sache. Aber das ist ein Thema für sich :) |
25. Dez 2011 03:44 reden beitrag hättest du dir klemmen können -.- |
26. Dez 2011 08:40 reAntwort auf Ist das Universum bipolar? von jay'as'i'am Ich möchte mich an noch einer Antwort versuchen. Die Annahme einer Bipolarität aller Wahrnehmung könnte aus der dialektischen Herangehensweise des menschlichen Erkenntnisstrebens folgen bzw. gefolgt sein. In dem Dreiklang aus These, Antithese und Synthese versuchte man, der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Nun darf man m. E. nicht Methode und das zu untersuchende Objekt miteinander verwechseln. Die These mag über ein Bipolares weit hinaus gehen. Die Antithese auch; und die Synthese erst recht. Dass also die Welt bipolar wäre, würde ich so nicht unterschreiben. In der Dämmerung erleben wir die Qualitäten Hell und Dunkel. Bei besserem Licht aber erleben wir ein Farbenspiel. Goethe sagt, dass Auge sei am Licht gebildet. Man solle die Qualitäten, die es vermittelt, nicht theoretisch herleiten, sondern für bare Münze nehmen. Wenn ich es recht verstehe sieht er das, was wir an theoretischem Denken überhaupt leisten könnten, in der Gestalt des Auges bereits geleistet. Er meinte einmal, das Blau des Himmels sei die Theorie! Die Rückführung auf ein Bipolares erfolgt, wenn das Licht zurückgeht. Bei Sonnenlicht betrachtet haben wir aber den Farbenkreis vor uns. Beides sind Qualitäten des Lichts, die man nicht gegeneinander ausspielen sollte. Es gibt mehr als zwei Farben, mehr als zwei Töne, mehr als zwei Geschmäcker, mehr als zwei Gerüche, mehr als zwei Gefühle und wenn die Werbung Recht hat, auch mehr als zwei Arten von Kopfschmerzen. Alles auf eine Bipolarität zurückführen zu wollen, erschiene mir nur möglich zu sein, wenn man der Welt Gewalt antut. Die Frage, ob die Welt bipolar sei, beantworte ich also mit einem klaren Nein. Es gibt Bipolares wie das Verhältnis von Männlichem zu Weiblichem. Die Frage aber ist, ob man hierbei stehen bleiben kann. Und wiederum sage ich nein. Das kann man nicht. Männliches und Weibliches suchen die Einheit. Die Bibel spricht davon, dass Mann und Frau ein Fleisch bilden. Wenn man schaut, wie sich Paare mit den Jahren immer ähnlicher werden, kann man kaum daran zweifeln. Die Tausend Klänge einer Symphonie suchen eine Einheit zu bilden. Die Farben schließen sich zu dem einen Farbenkreis zusammen. Auch das Pendel mit seinen beiden Polen bildet eine Einheit, indem es zwischen beiden stätig hin und her geht. Reißt es an dem einen Pol, so verliert es diese Einheit; ist nicht mehr das, was seine Natur ausmacht. Goethe spricht davon, dass alle Ideen letztendlich zur Einheit streben. Unser Denken sucht nicht die Zwei (auch wenn auch die ihm begegnet) - es strebt zur Einheit hin. Und so würde ich die Bipolarität nicht als Grundprinzip der Welt anerkennen wollen. Selbst die klassische Bipolarität zwischen Gut und Böse wird durch die Liebe überwunden bzw. aufgehoben. Ein Kumpel berichtete, dass eine Nonne sich bei dem Versuch, einen satanistisch angehauchten Hardrockmusiker auf den Pfad der Tugend zurückzubringen, in diesen verliebt habe und nun diese gänzlich andere Lebensweise ausprobierte. Wir probieren - sind mal hier, mal da, mal dort. Die Einheit lebt in unserem Streben mit. |
26. Dez 2011 22:10 Ist das Universum bipolar?Antwort auf Ist das Universum bipolar? von jay'as'i'am Wenn wir bipolar veranlagt sind wie anders sollen wir wahrnehmen! Der Abstand der Polaritäten wird durch biologische begrenzte Wahrnehmungfähigkeit unter den gegeben Umständen bestimmt. Mansche Lebewesen haben andere oder weitaus effektivere Sinne. Ob das Universum bipolar sei, könnte ich erst sagen wenn ich mehr als den bescheiden irdischen Lebensraum, an den wir gebunden sind, wahrnehmen könnte. Passt Das Universum in Dein Gehirn? |
28. Dez 2011 01:43 re
Ich weiss nicht, was denkst du? |
29. Dez 2011 21:38 reAntwort auf Ist das Universum bipolar? von jay'as'i'am Als Pol wird das Ende der Achse bezeichnet um die sich ein Magnetfeld ausbreitet . |
04. Jan 2012 08:59 reAntwort auf re von sco Ich verlang da wohl zu viel. Also konkret ließe sich bspw. die Nominalskala nennen, in der nur eine Äquivalenzrelation herrscht und nichts anderes. Das typischste Beispiel ist wohl das Messen des biologischen Geschlechts in männlich und weiblich.1 Äquivalenzreltion heißt, du kannst nur sagen, dass etwas gleich oder ungleich zu etwas anderem ist. Alfons ist männlich, Bertha ist weiblich, ihre Geschlechter sind also ungleich. Pole oder Extremwerte sind es deswegen nicht, weil du nicht sagen kannst, dass weiblich "mehr" als männlich oder männlich "mehr" als weiblich wäre. Angenommen du kodierst männlich mit 1 und weiblich mit 2, dann gilt nicht "1 kleiner als 2" oder "1 genau um 1 kleiner als 2", sondern nur "1 ungleich 2". Du kannst aber noch mehr Beispiele für nominalskalierte Ausprägungen finden: Geburtsort, Beruf, Schulbildung, Farbe, und Religiösität z.B. ... dort wirst du auch keine Pole finden .. schon gar keine Bipole (iSv Maximalwerten). |
26. Feb 2012 14:01 Ein bisschen Bi-polaritätAntwort auf re von jayleann Deine Frage: Ist das Universum bipolar? Das Universum ist ein kleines bisschen größer als wir es uns vorstellen können. Die geringen Bereiche die wir mit teuerer Technik schon wahrnehmen können ist wirklich sehr gering. In anderen Teilen des Universums könnten ganz andere Bedingungen sein. Ohne die hier vor ein paar Jahren entdeckte "Dunkle Materie" sahen wir unser Universum ganz anders. Aufgrund der langen Zeit die das Universum schon besteht beinhaltet es eine Vielzahl von Entwicklungsstadien die wir zum Allergrößtenteils noch nicht kennen können. Es war meine Frage ob dies alles in Dein Hirn passt. Trotzdem, für Deine an sich sehr kreative Frage nach der Bipolarität des Universums mein Kompliment. Ja, das meine ich ehrlich. Wir brauchen Menschen die sich solche Fragen stellen. |

