05. Dez 2011 09:32 Erlaube mir..Antwort auf Stroh zu Gold von Thats_me3 .. mich an dich anzuhöngen, weil ich ja nun auch endlcih meinen Senf dazugeben möchte. |
05. Dez 2011 12:32 Sehr tiefSehr tief deine interpretation gefällt mir sehr gut......... In meiner Version wäre Rumpelstichen mehr das Gewissen - denn es war ja eingentlich kein richtiger Raub sondern eher ein Geschäft. Und das Gefängniss macht man sich oft selber - wieviele Menschen fühlen sich in ihren Leben gefangen und denken sie können nicht mehr weiterkommen im Leben. Durch diese Diskussion angeregt ist mir auch der Gedanke gekommen das sie auf Kinderhandel der vom vielen Kulturen betrieben wurde zuückzuführen ist. Verkauft von ihren Eltern machen sie Stroh zu Gold............. |
06. Dez 2011 20:42 re> der eigentliche Drecksack, und wie schwer wiegt das Mächtig und aus dem Hintergrund heraus wirkend. Rücksichtslos und ohne sich an Moralvorstellungen gebunden zu fühlen. Auf der anderen Seite aber weitgehendst verlässlich bei der Erfüllung seiner Zusagen. Rumpelstielzchen wäre in der heutigen Zeit Bänker. |
07. Dez 2011 07:23 re:Die Adressaten sind ja vornehmlich Kinder. Was lernen sie (bezüglich der Moral) von diesem Märchen? Es sind die Hauptpersonen. |
07. Dez 2011 09:55 Einspruch:> Etwas das Männer nicht können ( Leben erzeugen ). Sehr wohl erzeugen wir es. Versuchs mal ohne uns. Aber wir tragen es nicht aus. |
07. Dez 2011 10:36 Obwohl nicht an mich gerichtet> Die Adressaten sind ja vornehmlich Kinder. Was lernen sie erlaube ich mir die Antwort: Zur Eingangsfrage. Die wahren Drecksäcke sind der Vater und der König. Der eine bringt durch seine leeren Versprechungen und hohen Ansprüche seine Tochter in Lebensgefahr und lässt sie in dieser Situation alleine. Daher denkt er nicht an das Wohl seines Kindes, aber sehr wohl an den Statusgewinn, auch für sich, sollte es ihr gelingen. Der König geht darauf ein und verbindet, mit der Nichterfüllung des irrwitzigen Versprechens des Vaters, die Todesstrafe für die Tochter. Im Gelingen aber den Thron. Alles oder nichts. Rumpelstielzchen erkennt die Möglichkeit für ein Geschäft. Es finanziert sozusagen. Und als die letzte Forderung nicht erfüllt werden soll (die Übergabe des Kindes) zeigt es sogar Empathie und eröffnet einen Ausweg. Auch wenn es nicht annimmt, dass der greifen würde. Als er aber doch greift, hält es sich an seine Zusage. Auch wenns ihn umbringt. Also von den drei Herren der weniger schlechte. Nun zur zweiten Frage. Deine "Hauptpersonen" lernen daraus schon sehr früh, wies ausserhalb ihrer behüteten Kindheit auf der Welt zugeht. Eine wichtige frühe Information, um sich im Erwachsenwerden damit auseinandersetzen zu können und nicht eines Tages plötzlich im Regen zu stehen. Und sie lernen auch, dass selbst ein Vertrauen, zu den dir am nächsten stehenden Menschen, nicht unvoreingenommen gegeben werden sollte. Sie lernen, dass du in letzter Konsequenz ganz alleine für dich dastehen wirst. Und über die Moral auf dieser Welt, müssen wir ja nun nicht wirklich diskutieren. Sie lernen aber so spielerisch schon früh, dass es damit nicht weit her ist. |
07. Dez 2011 15:52 Meine ich..... ja gar nicht so grauenvoll feministisch wie es klingt :) Daß es ohne euch nicht geht, hab ich auch schon gemerkt. Aber es bleibt halt immer bei mother's baby, father's maybe *g* |
07. Dez 2011 17:19 JaDu hast recht auf eine gewissen Weise......... |
08. Dez 2011 17:55 Das Wunder reicht noch viel weiter zurück.Dass in unserem Universum das Kräfteverhältnis zwischen den vier Grundkräften genau so entstanden ist, wie es das ist, ist das eigentliche Wunder. Nur das machte alles, was dann noch kam, überhaupt erst möglich. Die kleinste Abweichung davon, es gäbe hier unendliche Variationsmöglichkeiten, und in unserem Universum gäbs keine Materie. Es dürfte nahezu unendlicher weiterer Parallel-Universen bedürfen, bis erneut in einer aus Nichts, Masse entstehen würde. |
08. Dez 2011 19:04 Welle und das MeerEs hat mal ein ganz kluger Kopf behauptet: |
09. Dez 2011 10:00 Esunterhalten sich ein Philosoph und ein Techniker. Das kann nur aneinander vorbeigehen. |
09. Dez 2011 13:33 LachGuter Spruch......... |
29. Dez 2011 04:41 Wer ist in Rumpelstielzchen: re an Sandmann .>Ja er erfüllt den Vertrag - doch dieser Vertrag ist ja eigentlich unseriös weil er unter erpresserischen ( >Kindesentzug) Bedingungen geschlossen wurde Rumpelstilzchen tut was jeder Kaufmann tut, er optimiert seinen Gewinn aus den Gegebenheiten ohne moralische Wertung der Ziele der anderen am Geschehen Beteiligten |
29. Dez 2011 10:45 re an weißnix ...> Rumpelstilzchen tut was jeder Kaufmann tut, er optimiert Ist der' Handel mit Menschen' als ein seriöses, kaufmännisches Geschäft zu betrachten ? ( Ansonsten mein ich, das Märchen "Rumpelstilzchen" soll eher verdeutlichen, dass man seine Ängste benennen soll wenn man sie besiegen möchte. Hatte das in vorherigen Beiträgen ausgeführt.) |
29. Dez 2011 14:11 Du bewertest,und er hat es richtig erkannt. Ohne Bewertung. |
29. Dez 2011 15:36 Kaufmann Rumpelstielzchen und sein Markt>Ist der' Handel mit Menschen' als ein seriöses, kaufmännisches Geschäft zu betrachten ? Seriösität ist für den Kaufmann nur ein werkzeug wie Messer und Gabel Beim Mahl sollte man nicht andauernd an ihr festhalten und sie zur rechten Zeit beseite legen. Pumpelstilzchen hat also nicht, wie Du Dich moralisch empörst, antimoralisch gehandelt, sondern nur den Gesetzen des Marktes folgend (Angebot-Nachfrage) handelte er lediglich a-moralisch, zu deutsch moralfrei. Auch erstaunt es mich bei einem moralischen Wesen wie Dir das Du nicht wissen willst welchen Preis das Rumpelstilzchen für seine Fähigkeiten wohl gezahlt hat und warum es sich durch den Handel mit der Müllerstochter so refinanzierte. |
29. Dez 2011 17:31 re an Weißnix ...> ...seriöses, kaufmännisches Geschäft ....Nee, was für eine Willst Du damit sagen, dass es keine seriösen Kaufmänner gibt ? > Pumpelstilzchen hat also nicht, wie Du Dich moralisch Du solltest mal Beiträge im Zusammenhang lesen ... @ Melusine Auch Ich habe lang und breit dargelegt, dass in meinem Verständnis das Rumpelstilzchen die eigenen Ängste symbolisiert. 1. Verstelle Dich nicht Nicht mehr und nicht weniger. Das kannst Du alles zurückverfolgen - mußt Du aber nicht. |
29. Dez 2011 18:51 re an greg ...Es ging jetzt zwischen Weißnix und mir "nur" um den Begriff des unseriösen Vertrages zwischen R. und der Müllerstochter. (2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen. Ich muß natürlich einräumen, dass es das BGB so im 18. Jahrhundert, als das Märchen verfasst wurde wohl kaum Gültigkeit hatte. Ansonsten seh ich persönlich im Rumpelstilzchen wie mehrmals erwähnt, nur das Symbol für die eigene Schwäche der Müllerstochter. Ob andere meine Sicht nun als richtig oder falsch werten spielt für mich keine Rolle. |
29. Dez 2011 19:13 Wer ist in Rumpelstielzchen: WeißnixNicht böse sein, aber....... . Rumpelstilzchen und Hilfe, Hilfe ich bin eine Frau. Und deshalb benutzt Du das Rumpelstilzchen so? Wie soll ich das verstehen; Rumpelstilzchen eine Art Hygiene-Artikel für Deine Seele? Mit Rumpelstilzchen in die Selbstverwirklichung?*g* Und wenn wir morgen ein Märchen vom wackeren Franken Geel-Karl und seiner Nulldioptrinbrille schreiben, gehts auch noch? Mal eine andere Version: Deutsche Märchen, wie sie denn überhaupt deutsch wären, ursprüglich vielleicht erzählt in kleinen Katen, in die sich die bitterkalten Nächte sich durch alle Wärmfelle in die schon klammen Körper der Kopf/fußgegenläufig liegeden Famile hineinfraß . Eine von vielen Famien; Eine Familie, deren Mitglieder die Anspannungen ihrer äusserst kargen Lebensweise mit ins überbelegte Bett brachten. Die mütterliche Erfahrung um die Beruhigung einer Erzählung in der Schlaf hinein. Eine Erzählung, die die Aufregungen des Tages vergleichbar macht, sie mitnimmt, durch Illusion überhöht, allmählich lösend, entspannt. Das Timbre elterlicher Stimmen simuliert den Kindern Sicherheit. Und war es nicht auch eine Chance der Mutter, die Geschichten wiedrholend, das Temperament der Kinder moralisierend zu lenken, um sich zu entlasten. Bewährte Märchen sprachen sich alls pädagogisch wertvell herum. Ähnliche Szenarien kann man auch in städtischem Kolorit zeichnen. |
