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ThemenKatzen: Kastration-Mythen und Wahrheit
07. Mär 2009 20:10

Kastration-Mythen und Wahrheit

felis.silvestris weiblich
aus Rheinland- Pfalz

Soderle, da ja die "Ich hab Katzenbabsy zu verschenken"-Saison bald anfängt, mal eine ausführliche Info über Kastration, die danach dann gerne zur Diskussion steht.

Kastration
Mythos & Wirklichkeit
eine Information der Katzenhilfe-Westerwald e.V.

Fakten?
• Eine Katze muss Junge bekommen.
• Ein Kater muss sein Vergnügen haben.
• Kastration ist ein Eingriff in die Natur,
der den Tieren schadet.

Fakten!
- Die Paarung ist bei Katzen keine romantische Angelegenheit, sondern mit Schmerzen verbunden.
- Eine unkastrierte weibliche Katze, die keinen Freigang hat und daher nicht gedeckt wird, erleidet eine hormonelle Vergiftung, die Dauerrolligkeit.
- Katzen bekommen pro Wurf 2 bis 8 Junge und können drei Mal im Jahr werfen. Ein einziges Katzenpaar kann für einen explosionsartigen Anstieg der Katzenpopulation sorgen (siehe Grafik).
- Gedeckt zu werden kann für die Katze gesundheitliche Schäden (z. B. Beanspruchung und Deformation der Gebärmutter) und eine Verkürzung der Lebenserwartung zur Folge haben.
- Freigänger entfernen sich in der Paarungszeit auf der Suche nach einem Partner von ihrem Zuhause, wo ihnen Gefahren drohen:
Straßenverkehr
- FIV-Virus (Katzen-AIDS, das durch den Nackenbiss des Katers beim Paarungsakt übertragen wird)
- Übertragung von FeLV (=Leukose) oder FIV (=Katzenaids) bei Revierkämpfen zwischen rivalisierenden Katern

Die Lebenserwartung einer unkastrierten, freilaufenden Katze beträgt gerade einmal ein bis fünf Jahre! In diesem kurzen Leben vermehrt sie sich so oft wie möglich und trägt zur Vermehrung des Katzenelends bei.

Fazit!
Wer seine Katze oder seinen Kater kastrieren lässt, beweist Tierliebe und Verantwortungsbewusstsein.

Allgemeine Vorteile der Kastration:
- Keine Rolligkeitssymptome
- Keine übelriechenden Markierungen
- Geringeres Bedürfnis zu streunen
- Weniger Aggressionen
- Stärkere Menschenbezogenheit
- Kaum Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten, Gesäugetumore oder Gebärmutterentzündung bei der weiblichen Katze sowie Prostatakrebs beim Kater
- Deutlich geringeres Risiko der Infektion mit FeLV (=Leukose) oder FIV (= Katzenaids) durch den Wegfall von Paarungsbissen und Katerkämpfen
- Mehr als doppelt so hohe Lebenserwartung
- Gesundere, stabilere Mäusefänger, da sie nicht mehr der enormen hormonellen Belastung ausgesetzt sind
- Kein Zuwachs ungewollter Katzenkinder, für die man kein Zuhause findet

Zeitpunkt der Kastration:

So früh wie möglich, denn: Je jünger ein Tier ist, desto besser verkraftet es die Operation.

Aus medizinischer Sicht gibt es keinen Grund, eine Katze einmal rollig oder gar trächtig werden zu lassen, im Gegenteil: Beides schadet der Gesundheit Ihrer Katze! Langzeitstudien haben gezeigt, dass die Hormone keinerlei Einfluss auf Größe und Körperbau der Katze haben; diese sind ausschließlich genetisch bedingt; verzögerte Wachstumsfugenschließungen haben max. zur Folge das die Katze bis 1 cm größer wird, aber keinesfalls, dass früh kastrierte Tiere klein und mickerig bleiben. Deshalb muss keinesfalls bis zur Kastration die komplette körperliche Entwicklung abgewartet werden. Lassen Sie von den Ammenmärchen los, schützen Sie ihr Tier und zeigen Sie Verantwortung.

Vorteile der Frühkastration:
- Die Operation ist deutlich kürzer
- Die Narkose ist kürzer und weniger belastend
- Die Operation ist einfacher, da die Keimdrüsen frei liegen und noch nicht von Fettgewebe überlagert sind, dadurch
gibt es weniger Komplikationen/Blutungen
- Das Tier ist schneller wieder fit und stabil
- Das Risiko von Gebärmutterkrebs sowie anderen Krebsarten geht gegen Null, wenn das Tier nie rollig war
- Eine im Welpenalter gesetzte Tätowierung „wächst mit“ und ist später sehr gut lesbar
- Ihre Katze kann Sie nicht im Alter von 5 oder 6 Monaten mit ihrer ersten Schwangerschaft überraschen, obwohl Ihnen doch irgendjemand versichert hatte, dass dies frühestens ab 7 Monaten möglich sei ...

Was ist zu beachten?

Tierarzt wählen, der
... Sie umfangreich berät und keine Antwort offen lässt
... das Tier zuvor eingehend untersucht
... die Narkose auf das Tier optimal abstimmt
... etwas von der Mikrochirugie versteht

Empfehlung zur besseren Wundheilung: Fünf Tage vor Eingriff 3 x täglich 3 Globuli Arnica D30 verabreichen

Ca. 8 Stunden vor dem Eingriff nüchtern lassen

Zur Kastration auch die Tätowierung und das Setzen des Mikrochips (Transponder) beim Tierarzt anmelden

Den Tierarzt ausdrücklich um eine deutliche Tätowierung bitten, in rasierten, gereinigten & fettfreien Ohren

Tassoformulare vom Tierarzt vorbereiten lassen
Tassoformulare um Adressdaten des Halters ergänzen, Tassoformular unverzüglich zur Post geben oder Onlineanmeldung durchführen www.tiernotruf.org

Katze erst dann vom Tierarzt abholen, wenn sie stabil und wach ist

Transportbox mehrlagig mit Zeitungen auslegen und oben auf ein kochfestes Tuch legen
Transportbox mit Bettlaken oder großem Badetuch abdecken, damit das Tier vor Zugluft geschützt ist
Transportbox zuhause an einen warmen, zugfreien Platz stellen
Transportbox kontrollieren, wenn Katze sich eingenässt hat, die Tücher wechseln
Transportbox erst dann öffnen, wenn Katze stabil auf den Beinen stehen kann

Katze sollte frühestens 8 Stunden nach dem Eingriff wieder Futter angeboten bekommen
Katze in den ersten 24 Stunden nach Eingriff auf kleiner Fläche halten (z. B. geheiztes Badezimmer), wo wenig Möglichkeiten zum Hochspringen sind, zur Verhinderung eines Narbenbruchs

Operationsnarbe beobachten, sollte trocken, fleischfarben, nicht rot und geschlossen sein
Operationsnarbe vorsichtig abtasten, sofern sich ein „Ei“ unter der Haut bildet, muss die Katze unverzüglich beim Tierarzt vorgestellt werden, ggfs. ist die innere Naht aufgegangen

Katzen, die im Alter von 3-5 Monaten kastriert werden, sollten am Abend des Operationstages wieder munter und stabil sein
Ältere Kater sollten am Tag nach der Operation wieder „der Alte“ sein
Ältere Katzen sollten nach 1-3 Tagen nach der Operation wieder „die Alte“ sein (je nach Alter & gesundheitlichem Zustand des Tieres)
Nach 1-5 Tagen (je nach Wetterlage & gesundheitlichem Zustand der Katze) nach der Operation kann die Katze wieder an Freigang gewöhnt werden

Kosten:
Die Kosten für die Kastration männlicher Katzen betragen zwischen 50,- und 70,- Euro, die Kosten für die Kastration weiblicher Katzen zwischen 90,- und 130,- Euro. Die Tätowierung ist in der Regel
in den Kastrationskosten enthalten und sollte max. 5,– bis 8.- Euro Aufpreis kosten.
Die Kosten für einen Mikrochip (Transponder) belaufen sich zwischen 15,- und 35,- Euro.
Für sozial schwach gestellte Personen bieten viele Tierärzte Teilzahlungsmöglichkeiten an, alternativ werden Kastrationen auch oft vom Tierschutz bezuschusst.



07. Mär 2009 21:10

re

Wichtl
frag mich aus mittelheschisch *gg* (Hessen)

ganz interessanter Beitrag und ZWINGEND notwendig allerdings wunder ich mich, daß all die fleißigen ANTWORTER hier zu diesem Thema nichts zu sagen haben................. nicht mal ne Zustimmung *gruebelz*



08. Mär 2009 01:06

Ich

ataraxia weiblich
aus Rheinland- Pfalz

kann nur zustimmen, und da felis aus meiner näheren Umgebung kommt, freue ich mich auf kommende Zusammenarbeit (per Mail?)

Vielleicht kriégen wir zusammen mehr geregelt?



08. Mär 2009 10:42

re

ToniSoprano männlich
Thomas aus Wyhl (Baden- Württemberg)
Antwort auf Kastration-Mythen und Wahrheit von felis.silvestris

Schöner beitrag muss ich schon sagen aber
Ein wirklicher Tierschützer läßt nicht nur seine Katze Kastrieren sondern
was wichtiger ist er läßt sich selbst Sterilisieren weil es gibt nix schlimmeres für die
Umwelt und die ganze Erde als der fortbestand der Menschheit.

Was auch sehr heuchlerisch ist viele Prangern die Katzenhalter an die
ihre Tiere vermehren lassen also sie nicht kastrieren. Und jedesmal wird
geschrieben sie sollten doch eine Katze aus dem Tierheim hohlen weil die
Tierheime total überfüllt sind was ja auch stimmt aber gleichzeitig haben sie
selber Kinder bekommen statt den abertausenden Kindern die in heimen leben
ein besseres zuhause zu ermöglichen.......



08. Mär 2009 10:49

die Mehrheit

Fränzi~

der Eltern geben aber ihre Kinder nicht weg, oder suchen sich nur eins für sich selbst heraus
und überlassen die anderen einem ungewissen Schicksal*Kopf schüttel*



08. Mär 2009 12:21

re

gysmo2008 männlich
aus Iglustadt, Antarktis
Antwort auf re von ToniSoprano

> Ein wirklicher Tierschützer läßt nicht nur seine Katze
> Kastrieren sondern
> was wichtiger ist er läßt sich selbst Sterilisieren weil
> es gibt nix schlimmeres für die
> Umwelt und die ganze Erde als der fortbestand der
> Menschheit.

Du hast dabei aber den Wesens Test für den Menschen vergessen,
der müßte dann vorab durchgeführt werden!



08. Mär 2009 12:35

Artikel von Amtstieraerzte.de

coonmaniac weiblich
aus Bayern
Antwort auf Kastration-Mythen und Wahrheit von felis.silvestris

BbT - ArtikelZurück | Drucken
Frühkastration bei Katzen - Ein Tierschutzproblem?
Definition
Seit ca. 2 Jahrzehnten wird insbesondere in den USA und Großbritannien ein Kastrationsverfahren durchgeführt, das einen Eingriff im Alter von 4 Wochen an vorsieht: Die sogenannte Frühkastration. Eine genaue Definition gibt es nicht. Jeder Eingriff, der vor dem Eintreten der Pubertät durchgeführt wird, sollte daher als Frühkastration bezeichnet werden.
In Deutschland wird die Durchführung der Frühkastration noch sehr kontrovers diskutiert. Von einigen Tierärzten wird über jahrelange erfolgreiche Praxis mit der Methode berichtet, von anderen Kollegen wird sie vehement abgelehnt. Die meisten Erfahrungswerte und Literaturangaben kommen aus den USA und Großbritannien, vereinzelt liegen Aussagen aus dem Europäischen Raum vor. Belegte Langzeitstudien existieren nicht.

Für und Wider
Gegner der Frühkastration führen als Hauptargumente negative klinische Folgen des frühen Eingriffs, sowie operative Schwierigkeiten an. Im Gegensatz zu einer Kastration im gängigen Alter von 6 Monaten bei der Katze und 6-9 Monaten beim Kater greift die Frühkastration in das hormonelle Geschehen von Jungtieren in einer Phase weit vor dem Abschluss der körperlichen Entwicklung ein.Die Folgen ergeben sich aus dem Fortfall der Sexualhormone in den ersten Lebensmonaten:Femur, Radius und Ulna sind verlängert, spezifische Unterschiede zu unkastrierten Tieren (Kopfform) fehlen beim Kater. Die Adipositas wird häufig erwähnt, wobei diese eine generell bei Kastrationen mögliche Folge ist. Studien haben gezeigt, dass eine Gewichtzunahme nicht auf die Frühkastration zurück zu führen sei. Eine gewisse erbliche Neigung und Wesensabhängigkeit, muss hier eher in Betracht gezogen werden. Der insbesondere bei frühkastrierten Katern später einsetzende Epiphysenfugenschluss, soll eine erhöhte Gefahr von Frakturen nach sich ziehen. Dies wurde jedoch nicht mit Erfahrungswerten belegt. Die Aussagen über häufigeres Auftreten von urologischem Syndrom beim Kater, sowie über erhöhter Rate an inkontinenten Katzen, werden durch Studien aus den USA und durch Erfahrungswerte von Praktikern aus dem Europäischen Raum widerlegt. Es gäbe keinen Unterschied zwischen frühkastrierten und im üblichen Alter kastrierten Tiere. Ein mögliches höhere Auftreten von Urethralobstruktionen konnte bei im juvenilen Alter kastrierten Katzen ebenfalls nicht beobachtet werden. Vielmehr wird Magnesiumüberschuss in der Nahrung für diese Erscheinungen verantwortlich gemacht. Einig ist man sich bei der Problematik der möglichen persistierenden Adhäsion des Penis am Präputium. Die androgen abhängige Trennung der Gewebe voneinander findet in frühkastrierten Katern seltener statt. Die daraus resultierenden Folgen sind Entzündungen und Irritationen des Präputium (Präputialkatharr). Autoren empfehlen diesbezüglich eine Frühkastration bei Tieren durchzuführen, bei denen der Penis vom Präputium gelöst ist. Ein klinischer Vorteil der Frühkastration sei der präventive Effekt gegenüber Mammatumoren und Metritiden. Generell haben nicht kastrierte Katzen ein 7x höheres Risiko an Neoplasien des Gesäuges zu erkranken.
Der operative Eingriff an sich wird von Gegnern der Methode als besonders risikoreich dargestellt. Narkosemittel können von jungen Tieren schlechter abgebaut werden als von Erwachsenen. Die Gefahr der Unterversorgung mit Sauerstoff und die schnelle Abkühlung bis hin zur Hypothermie (bedingt durch einen höheren Stoffwechsel) sind ebenfalls Argumente, die beachtet werden müssen.
Tierärzte, die praktische Erfahrung mit Frühkastrationen haben, räumen ein, dass ein gewisses Feingefühl für die Narkose und bei der Vorbereitung des Eingriffes angebracht sei. Dies sei ein Garant für die erfolgreiche jahrelange Praxis mit der Methode, die heute aus dieser Sicht kein Problem mehr darstelle. Das Argument, das Operationsfeld sei so klein, dass sich der Eingriff in den Bereich der Mikrochirurgie fiele, wird wiederrum widerlegt. Das Operationsfeld sei nicht nur übersichtlich, sondern die Operation sei einfacher als beim erwachsenen Tier, da die fraglichen Organe nicht so stark durchblutet sind, und sich weniger Fett im Unterleib befinde. Die Tiere erholen sich zudem schneller von dem Eingriff (ca. 3 Stunden) als die im üblichen Alter kastrierten Artgenossen (bis zu 72 Stunden). Die Heilung der Schnitte erfolgt im juvenilen Tier schneller. Postoperative Ödeme im Skrotum der jungen Katern konnten nicht festgestellt werden. Im Zusammenhang mit der Operation wird auf das bei jungen Tieren noch nicht ausreichend ausgebildetes Immunsystem eingegangen. Die jungen Tiere sind anfälliger gegenüber postoperativen Infektionen. Das Risiko könne minimiert werden, in dem die frisch operierten Tiere in Umgebungen mit niedrigen Infektionsdruck gehalten werden. Das Problem ergäbe sich gar nicht, wenn die Tiere gleich nach dem Aufwachen von den Besitzern mit nach Hause genommen werden.

Verhalten
Die Verhaltensweisen der Tiere sind in Folge einer frühen Kastration nicht wesentlich verändert gegenüber denen von Tieren, die im üblichen Alter kastriert wurden. Das Harnmarkieren der männlichen Tiere ist herabgesetzt, aber nicht völlig ausgeschaltet, wenn auch der katertypische Uringeruch fehlt. Beim Kater soll das sexuelle Verhalten weniger ausgeprägt sein, je früher die Kastration statt gefunden hat. Die Kastration im juvenilen Alter soll ein dauerndes kindliches Verhalten der Tiere bedingen, was Besitzern sehr entgegen käme. Ebenso werden das freundlichere Wesen und das häuslichere Verhalten erwähnt.
Frühkastrierte Tiere sind nicht weniger aktiv. Sicher wichtig für das Wesen des Tieres ist die Beobachtung, dass früh kastrierte Katzen und Kater weiterhin ihren angeborenen Jagdinstinkt beibehalten. Die herabgesetzte Bereitschaft zu Rangkämpfen, Revierverhalten und Streunen sind Erscheinungen, die auch bei im üblichen Alter kastrierten Tieren beobachtet werden.
Wann und ob eine Frühkastration bei Katzen und Katern durchgeführt werden sollte, ist nach Abwägung der aufgeführten Argumente wohl weniger eine medizinische Frage,noch ein tierschutzrechtliches Problem. Gerade bei den domestizierten Feliden scheinen die klinischen Nachteile eines frühen Eingriffes und die damit verbundenen möglichen Leiden gering zu sein. Sie werden durch präventiv ausgeschaltete Probleme aufgewogen.
Aus rechtlicher Sicht ist durch die Novellierung des Tierschutzgesetzes eine Lockerung des Umgangs mit Kastrationen im Rahmen der Verhinderung von Überpopulationen zu erwarten.

Tierheimkatzen
Eine wirkliche tierschützerische Relevanz hat die Frühkastration im Umgang mit herrenlosen Tieren und bei der Abgabe von Tieren aus Tierheimen. Hierbei geht es dann nicht nur um die Problematik der Überpopulation von Katzen mit all ihren negativen Folgen, sondern auch um den Schutz einzelner Individuen. Bei herrenlosen Tieren ergibt es sich häufig, dass im Rahmen von Kastrationsprogrammen (in Tierheimen) neben Erwachsenen auch junge Tiere eingefangen werden. Die jungen Tiere unkastriert wieder freizusetzen, um das Kastrationsalter abzuwarten, würde u. U. bedeuten, sie nie wieder einzufangen, oder aber nachdem sie sich schon vermehrt haben. Um diesen Gefahren aus dem Wege zu gehen, ist die Frühkastration das Mittel der Wahl.
Mit gleicher Zielsetzung werden in vielen Tierheimen (auch in Deutschland) junge Katzen vor der Abgabe an den neuen Besitzern kastriert. Kastrationsverträge und ähnliche - häufig sehr kostengünstige - Versuche, die Besitzer zu verpflichten, das Tier beim Erreichen des Kastrationsalters wieder vorzustellen, führen häufig nicht zum Erfolg. Solange die Tiere als Stubentiger in Wohnungen gehalten werden, sind die Besitzer schon bei den ersten Anzeichen von pubertärem Verhalten bereit, die Quelle allen Übels beseitigen zu lassen.
Aber sobald die Tiere in der "glücklicheren" Lage sind, frei umherlaufen zu dürfen, holt sie Ihre eigene Biologie schneller ein als der Besitzer mit der Transportkiste. Entweder liegen sie dann schon im Straßengraben, weil sie auf ihrer Konzertreise nicht auf die rollenden Blechkisten aufgepasst haben, oder sie kehren mit der possierlichen Überraschung heim, von der zuweilen die Besitzer erst zu spät Kenntnis erhalten. Das Schicksal unerwünschten Nachwuchses ist bestenfalls die Einlieferung ins Tierheim, wo es eigentlich schon genug davon gibt.

What's to do?
Abschließend sollte bemerkt werden, dass es ratsam ist, genaue Auskünfte von erfahrenen Kollegen einzuholen, bevor man die Kastration jüngerer Tiere erstmalig durchführt. Nicht umsonst wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Narkose und Operation, wenn sie nicht auf die juvenilen Verhältnisse abgestimmt werden, ein Risiko für die Patienten darstellen können. Auch die richtige Anwendung von Methoden und die eigene Einschätzung haben etwas mit gelebten Tierschutz zu tun. Und jeder Tierarzt ist diesem Leitgedanken verpflichtet.
Die TVT sammelt seit kurzem Informationen zur praktischen Ausübung der Methode und Adressen von Kollegen, die Erfahrungen mit Frühkastrationen erlangt haben.

09.01.2000
© http://www.amtstieraerzte.de, 8. März 2009, 12:31 Uhr



08. Mär 2009 13:02

re

gysmo2008 männlich
aus Iglustadt, Antarktis

> Und jeder Tierarzt ist diesem
> Leitgedanken verpflichtet.

Und was sagt und das jetzt alles? Daß ich weiterhin zum
Tierarzt meines Vertrauens gehe!



08. Mär 2009 17:20

re

Evischkeit weiblich
aus Deutschland
Antwort auf re von gysmo2008

Richtig. Und er selbst könnte dann gleich denjenigen machen, der die ethischen Werte festlegt, ab wann man elterntauglich ist oder nicht. Die Qualifikation dafür hat er ganz nachweislich, nachzulesen in diesem Thread. -.-



07. Jun 2009 10:46

Aus

felis.silvestris weiblich
aus Rheinland- Pfalz
Antwort auf Kastration-Mythen und Wahrheit von felis.silvestris

aktuellem Anlass mal wieder nach oben!



07. Jun 2009 17:14

re


~>ThiiNk_tH3_PiiNk<~ weiblich
spin.de VIP
aus Sachsen- Anhalt
Antwort auf Kastration-Mythen und Wahrheit von felis.silvestris

da du dich damit ja gut auszukennen scheinst hab ich eine frage.
wie lange dauert es ungefähr bis sich solch eine selbstauflösendes "band" vollständig weg ist?

ich war "entsetzt" als die tierärztin meinte das wir jetzt besonders aufpassen müssen, extrem teures futter kaufen müssen (wegen harnsteingefahr und übergewicht)
stimmt denn das auch, das katzen danach anfälliger für u.a.
- übergewicht
- harnsteinbildung
- nierenschädigung
- verdauungsstörungen
- schwächung des immunsystems
- zahnstein, zahnfleischentzündung
- knochen- und gelenkerkrankungen
- haut- und fellerkrankungen

nach einer kastration sind?

ich will jetzt keinesfalls behaupten das es den katzen ohne kastration besser geht, denn das ist nicht der fall, aber wenn man so die krankheitsrisiken sieht...

oder ist das auch er ein mythos?

wir haben es leider verschwitzt unseren kleinen zu "chipsen". wieviel würde das später kosten?



07. Jun 2009 18:34

Ich

felis.silvestris weiblich
aus Rheinland- Pfalz

glaueb, Deine Tierärztin hat einen vertrag mit einem teuren Futterhersteller.

Die selbstauflösenden Fäden sollten nach 10 Tagen verschwinden, wenn sie nach längerer Zeit nicht verschwunden sind, doch noch mal zum Tierarzt.

Die aufgezählten "Risiken" gelten nicht für alle kastrierten Katzen, das kommt ganz einfach auf die Menge und Art des Futters an. Wenn Du was Vernünftiges fütterst, was jede Katze bekommen sollte, und Dich an die Fütterungsangaben hältst, ist alles in Ordnung. man kann auch einfach zur Kontrolle (sollte man sowieso machen) die Katze einmal im Monat wiegen. Wenn sie anfängt zuzunehmen, merkt man das frühzeitig.

Es gilt für Kastraten wie für alle Katzen: Futter mit möglichst hohem Fleischgehalt und wenig oder keinen Zusatzstoffen, also kein Zucker etc. Denn was die Katzen fett werden lässt, ist eben dieses Futter.

Wenn Du also Trockenfutter verfütterst (am Besten Mischfütterung aus TroFu un NaFu) nimm uf jeden Fall ein gutes hochwertiges, acuh wenn der Sack auf den ersten Blick teuer erscheint. Reche um. I der Packung vom Aldi für 3 Euro kann nichst gesundes sein.

Und wenn Du Dir nicht ausschließlich gutes NaFu wie Grau, Animonda Carny, Leonardo, Feline Porta 21, Cosma Thai usw. leisten kannst (rechne mal um, sind auch nicht wesentlich teurer als Whiskas und co) leisten kannst, versuche zumindest eine Mischfütterung, also eimal tägl. hochwertig und das günstige mit wenig Zusatzstoffen und vor allem kein Zucker!

Es überleben allerdings auch Katzen mit Supermarktfutter, aber die werden schnell übergewichtig (wie wenn man nur Fertigpackungen isst).

Und der Chip, der geht auch zwischendurch ohne Narkose, kostet je nach Tierarzt zwischen 15 und 35 ¤.

Ich würde nach dieser Aussage von Deiner Tierärztin über einen Wechsel nachdenken.



07. Jun 2009 19:02

nunja


~>ThiiNk_tH3_PiiNk<~ weiblich
spin.de VIP
aus Sachsen- Anhalt

über meine tierärztinwahl bin ich mittlerweile leider auch nicht mehr glücklich...
wir wurden keineswegs aufgeklärt wegen der kastration. wir bekamen den termin (den sie dreimal verschoben hatte- den termin haben wir seit märz gehabt), ein zettel das sie nüchtern sein muss, obwohl sie hätte nicht sein müssen weil sie eh erst den nächsten tag kastriert wurde, haben die katz abgegeben und das wars, ...

werd aber dann doch wohl noch einmal hingehen müssen, denn die kastration ist nun ca. 2 wochen her und sie hat immer noch ein stück faden dran. der größte teil ist zwar weg aber ein kleines bissle ist noch..

die "eiförmigen" anzeichen hat sie aber nicht...



07. Jun 2009 19:05

Die ist


Crazy-Cat* weiblich
spin.de VIP
aus Member of DeutschPack (Baden- Württemberg)

offensichtlich wirklich sehr auf ihren Profit bedacht -.-

Frag sie, wenn du schon dort bist, wie sie kastriert hat - hat sie nur die Eileiter entfernt oder auch die Gebärmutter und wenn sie letzteres drinnen gelassen hat fragst sie mal etwas schärfer was das soll, Gebärmutter ohne Eileiter ist ein Organ ohne Sinn und birgt aber die Gefahr von Gebärmutterkrebs.



03. Jul 2009 23:44

Mal

felis.silvestris weiblich
aus Rheinland- Pfalz
Antwort auf Kastration-Mythen und Wahrheit von felis.silvestris

wieder nach oben schubbs!



03. Aug 2009 10:35

Aus

felis.silvestris weiblich
aus Rheinland- Pfalz

gegebenem Anlass mal wieder nach oben schubbs, gell, Tonch-nochwas



03. Aug 2009 11:30

genau

AmorSOS
Antwort auf die Mehrheit von Fränzi~

das ist genau richtig,aber er regt sich über hunde auf die grade geboren wurden.der typ ist nur arm



03. Aug 2009 11:31

Irgendwie


Crazy-Cat* weiblich
spin.de VIP
aus Member of DeutschPack (Baden- Württemberg)

versteh ich dein Posting nicht so ganz, kannst du es mir mal näher erläutern?



03. Aug 2009 11:34

Okay....


Crazy-Cat* weiblich
spin.de VIP
aus Member of DeutschPack (Baden- Württemberg)
Antwort auf genau von AmorSOS

ich hab genug Postings von dir gelesen - ich brauch keine Aufklärung mehr von dir



03. Aug 2009 11:37

Ohhjaa


MissSunShine..* weiblich
Defffüüü aus Hof (Bayern)

Ja ich glaube das was er von sich gibt reicht voll und ganz aus um zu wissen mit wem man es hier zu tun hat..