14. Dez 2011 14:26 Jagdtrieb umlenken/um-/abtrainierenWie schon im anderen Tread erwähnt springe ich für eine ausgefallene Pflegestelle ein und werde eine 1 Jährige Podenco-Kelb tal-Fenek-Mixhündin betreuen. Je nachdem wie wir uns verstehen hat sie die Option bei mir zu bleiben. Eine Vorraussetzung dafür die wir noch erfüllen müssen ist den Jagttrieb irgendwie einzudämmen. Meine 6 jährige Rehpinscherhündin hat dieses Problem bereits hinter sich, allerdings weiß ich beim besten Willen nicht wie wir das hinbekommen haben. Daher bräuchte ich einige Tipps von euch. Wie ich gestern erfahren habe ist die Hündin bereits erfolgreich in der HuSchu gewesen. Wenn sie abgeleint ist ist sie stets in der nähe und zeigt Interesse an ihren Mitmenschen, lässt sich zu gut abrufen, allerdings nur, wenn man das Wild vor ihr entdeckt hat. Ich möchte gerne wissen wie ich den Trieb umlenken kann? Die vorige Pflegerin meinte sie versuchte sie mit einem Kaninchenfell auf ein spezielles Spielzeug umzulenken. Ist das ok? Bin skeptisch... Mir ist klar, dass ich sie die erste Zeit nicht auf einem ungesichertem Platz ableinen werde. Ich weiß absolut nicht wie ich an das Problem heran gehen soll. Was ich überhaupt tun und lassen sollte. Ich hoffe man kann mir hier ein paar wertvolle und umsetztbare tipps geben. LG, Nina P.S.: Fragen? Stellen! Könnte nähmlich sein, dass ich einige wichtige Fakten vergessen habe :) |
14. Dez 2011 16:00 das Problem beimJagdtrieb ist die unterschiedliche Triebstärke der Hunde, manche springen auf alles an, andere juckt gar nichts, manche schalten total auf Durchzug, sprich - sie blenden alles aus ausser der erspähten Beute - andere sind ansprechbar. Dazu kommt die Wertigkeit deinereiner. Hast du die erste Gattung erwischt, hast du wohl verloren, denn wenn der Hund ausblendet kann er nicht mehr reagieren, er nimmt dich ja gar nicht mehr wahr. Dann bleibt dir nur, schneller zu sein wie er los läuft. Bei der 2ten Gattung ist die Frage - wie gut ist die Bindung zu dir? Bist du ihm wichtiger, bist du interessanter als das Wild? Hast du etwas wichtigeres besonders schmackhaftes dabei (wir bevorzugen Leber), das er sicher bekommt, wenn er erst gar nicht lossprinted? Hat er genug Respekt vor dir, das er weis - deine Ansagen sind Gesetz? Dann hast du eine gute Chance. So lange du immer auf der Hut bist. Schläfst du beim Gassigehn hast du wieder verloren. Hunde wollen immer geführt werden, nicht nur manchmal. Heisst, passt du nicht konsequent auf kann Hund die Führung übernehmen und flitzt einfach los. Es liegt ja in seiner Natur. |
14. Dez 2011 16:17 also....soweit ich beobachten konnte, kann man an ihrer körperhaltung erkennen ob sie was interessant findet und wenn mann sie dann ruft und lockt kommt sie auch sofort zurück oder zögert kurz aber rennt zu frauchen. sie stellt also schonmal nicht komplett auf stur. könnte das ein gutes zeichen sein? mir ist natürlich klar, dass sie mich anfangs nicht für voll nehmen wird. deshalbt muss sie sich ersteinmal an mich gewöhnen und binden um meine befehle zu respektieren. aber wie setzte ich die ersten übungen an? |
14. Dez 2011 16:28 Ich würdeerstmal ganz normal mit Leine spazieren gehen, da kannst du ja schon mal schauen, was ihre Aufmerksamkeit erregt und was sie als Belohnung toll findet (Leckerchen, Ball, Streicheleinheiten). Sobald sie auf dich reagiert oder einen Befehl ausführt, SOFORT Belohnung. Dann würde ich mit einer Schleppleine arbeiten (bitte nur mit Geschirr für Hund und Handschuhe für dich, das kann verdammt weh tun) und hier peu a peu den Radius erweitern. Vorgehensweise wie oben, reagiert sie auf dich, lässt sich abrufen, Belohnung. |
14. Dez 2011 16:57 also....ich würde sie ja so oder so erstmal nicht ableinen, aber würde es der übung bzw. dem fortschritt schaden, wenn ich sie auf einer eingezäunten hundewiese laufen lasse? sollte ich in dieser sotuation erst gar nicht mit ihr üben, also sie nicht rufen? oder sollte ich freilauf erstmal komplett meiden? Und wie erweitere ich den radius? in welchen abständen oder erst ab welchem erfolg? nicht dass es zu schnell geht oder ich mir erfolge einbilde. sie soll ja so ganz gut leinenführig sein... Danke schon mal für die ersten tipps. |
14. Dez 2011 17:17 Freilaufmuß ein Hund sich verdienen. Es ist die Belohnung für Gehorsam und Abrufbarkeit. |
14. Dez 2011 18:23 hmm...das heist für mich also, bevor ich sie freilaufen lasse, auf der hundewiese mit zaun, sollte sie erst an der schleppleine super funktionieren? bis ich das erreicht habe sollte ich mit wieviel meter schleppleine anfangen und um wieviel erweitern, wenn sie erfolgreich wird? ich frage mich noch wie oft ich sie testen soll. ich denke nicht, dass ich sie direkt nach dem ersten erfolg mehr leinenfreiheit geben soll oder? und wie sollte ich mich dann gegebfals verhalten, wenn der hund angeleint ist, aber dennoch jagen will? also etwas entdeckt hat, wo sie hinterher will? |
14. Dez 2011 18:58 neeegib dem Hund in einer eingezäunten Hundewiese sich auzupowern und mit anderen Hunden zu spielen in der Hundwiese kannst Du auch ohne Leine üben. Die Schleppleine ausserhalb der Wiese verwenden! |
14. Dez 2011 19:20 ja aber......nicht das der hund merkt er kann mich auf der wiese verarschen.... :( |
14. Dez 2011 19:38 alsoich würd es so machen. Den Hund mit anderen sich erstmal austoben lassen. Und dann gucken das Du Ihn abrufen und dann direkt belohnen kannst. Die Schleppe würd ich ausserhalb der Wiese aber weiterhin dran lassen und die Übungen die Du parallel in der Wiese machst ausserhalb der Wiese auch machen. Und klar wird er Dich austesten aber der Hund muss sich auspowern können. Und Vielleicht traust Du Dir ja auch zu wenn die Leinenführung stimmig ist das Du mit dem Hund am Rad fährst und den Hund so schonmal auspowern kannst. |
14. Dez 2011 20:07 releinenführig ist sie... sie zieht nicht und geht auch teilweise beifus. radfahren klappt auch super. ich werde versuhe die tips zu befolgen. anscheinend kommt die "kleine" morgen schon... ic werde euch dann berichten ob sie überhaupt interesse an mir zeigt wenn frauchen weg ist. |
14. Dez 2011 20:15 desensibilisierungpodencos haben schon nen ausgeprägten jagdtrieb.... von kanninchenfell mit spielzeug oder kanninchenduft im training bin ich persönlich nicht soooo der freund. auch von ablenken wie kommando sitz in verbindung mit blickrichtung versperren.... neeeee..... nicht mein weg. bei meinem krümel habe ich wie folgt erfolge erzielt. ermittel das lieblings-super-lekkerlie deines hundes..... bei krümel ists lunge. hund ins geschirr und an kurzer leine geführt.... und dann... "kanninchen suchen" ;O) ernsthaft.... wir haben hier am see trainiert.... warum ninchen suchen?... der jagdtrieb ist genetisch verankert... raus bekommt man ihn nicht. bin mit krümel zu den ninchen hin.... war er natürlich gut aufgeregt.... hat sie schliesslich gesehen... sollte er ja auch...... und dann ... neues kommando, welches auf altem bekannten aufbaut. nein...verstehen die meisten hunde (wenn sie denn wollen...smile) neues kommando.... wichtig; mit leiserer liebevoller stimme... "schön nein....., schööööön nein..... wichtig für den start.... der hund wird an der kurzen leine geführt... man bleibt bei sichtweite zu den ninchen stehen und achtet darauf das der hund locker an der leine steht.... und stehen bleibt. sollte doggi gleich ins geschirr springen.... x-tra runde drehen... neuen anlauf. kannst mäuschen auch erstmal sitz machen lassen...mit blickrichtung zu den ninchen.... je nach character des hundes kann man versuchen sich dann den ninchen weiter zu nähern..... 2-3 m nur reichen...... wieder mit dem singsang beginnen.... für den ersten trainingsabschnitt —an kurzer leiner— reicht das erstmal.... aufhören wenns am schönsten ist.... kleine schritte gehen.... nach einer woche solltest du die kurze leine schon locker und lang hängen lassen können, sodass hundi auf kommando..schön nein... sich von den ninchen abwendet und sich auf die lunge freut... hier im park sind die ninchen sowas von frech..... die bleiben mittlerer weile....zwar nicht wirklich sitzen.... aber hoppeln in zeitlupe nur noch davon wenn wir kommen.... und wenn sie mal sitzen bleiben.... krümel geht ca. 3m entfernt an ihnen vorbei.... schaut zu den ninchen... schaut mich an...schaut wieder zu den ninchen..... wenns an der kurzen leine, lang und locker gut klappt.... DANN ERST mit der schleppleine arbeiten.... halbmeter für halbmeter.... wenn du gleich 10m gibst, dann nimmt der hund seine 10m und du kannst eventuell schwer erarbeitetes wieder von vorne anfangen einzustudieren.... krümel ist mittlerer weile sowas von geil..... wichtig beim super-lekkerlie... naja...den jagdtrieb bekommt man eh nicht raus.... also desensibilisieren und konditionieren. wenn viele von futtertraining auch nüx halten.... der jagdtrieb dient der futterbeschaffung;O) |
14. Dez 2011 20:56 aberam Rad lass Sie das Tempo bestimmt - aber sich NIE vom Hund ziehen lassen! Und vielleicht hast Du Glück und Sie Orientiert sich schnell an Deiner Person! Denn dann kannst Du wenn Du Feldwege etc hast den Hund am Rad ohne Laufen lassen denn dann bist Du schneller wie zu Fuss und der Hund muss Sich an Dir Orientieren und kann sich so auch sehr gut auspowern. ABER ich würd ruhig auch mit dem Hund an der Schleppleine Kontrollierte Kopf- und Nasenarbeit machen und Sie mit den Kommandos Sitz Platz und Halt/Stop arbeiten das der Hund auch vom Kopf her beschäftigt ist |
14. Dez 2011 21:38 ja genau......das problem hab ich jetzt. die vorpflegerin meinte sie läuft gut mit, aber anfangs zieht sie viel. und wegen der nasen arbeit und so. habe das glück direkt um die ecke einen hundeverrein zu haben wo ich mir für 10¤ im monat solche sachen zeigen lassen will. nur bin ich mir nicht sicher ob die mit dem jagen so hilfreiche tipps haben die sich moralisch unbedenklich umsetzten lassen... |
14. Dez 2011 21:39 HuhuAntwort auf desensibilisierung von nonindian interessant... habe so eine ähnliche art und weise in einem video gesehen, aber leider nur einen ausschnitt. die waren da mit dem hund im tierpark. könnte man das als alternative nehmen? ich habe hier leider keine kaninchen die sich gerne vom hungrigen hund angucken lassen ^^ |
14. Dez 2011 21:43 Duich weiss ja nicht woher aus NRW Du kommst, wenn Du nicht zuweit weg wohnen würdest könnte ich Dir die Arbeit ja mal zeigen |
14. Dez 2011 21:50 komme......aus Bielefeld. weit? aber danke fürs angebot. sehr nett von dir. |
14. Dez 2011 22:03 sehe gerade...... ist doch schon ein stück weit weg :S |
15. Dez 2011 08:52 reich habe gute erfahrung mit clickertraining und ttouch gemacht. zum jagen braucht es eine stärkere körperspannung. mit ttouch kann ich den hund entspannen und den punkt, an dem das limbische system anfängt das hirn abzuschalten, zu meinen gunsten verschieben. mit clicker kann ich den reflex "ich sehe wild - ich schaue frauchen an" installieren. ansonsten gefällt mir das antijagdtrainingsbuch von clarissa von reinhard sehr gut. |
15. Dez 2011 10:55 reüber das klickern habe ich in letzter zeit öffter mal nachgedacht. weil ich das gefühl habe, dass meine ganz kleine das "fein" irgendwie manchmal mehrdeutig versteht. ich weiß nicht was da schief gelaufen ist, aber beim "beifuss" gehen sage ich "fein" und sie sieht dasals beferiung oder so und rennt weiter vorneweg... was meinst dud enn mit "touch"? würdest du es mir näher erleutern? mensch ich bin erst um 5h eingeschlafen, ich bin so aufgeregt :), weiß gar nicht wohin mit meinem hibbeligem hintern... ^^ |