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: : : : Du, da rein, du dort. Upps, Schublade kaputt!
~ThujonDilemma~
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Marco aus Landshut (Bayern)
03. Feb 2012 15:04

Du, da rein, du dort. Upps, Schublade kaputt!

Wir werden geboren, getauft, erzogen, wachsen heran und wissen auch das wir irgendwann einmal sterben. Vielleicht stellt sich jemand auch die Frage, warum ich dies noch in dieser Form aufzähle, da doch jeder weiß womit es begonnen hat und womit es aufhören wird. Eine plausible Erklärung oder Begründung dafür wäre, dass jeder Teil unseres Lebens sehr individuell sein kann und von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist. Es macht einen Unterschied, wo und von wem ich geboren, durch welche religiöse Institution ich getauft, wie ich erzogen, welche Richtung ich als heranwachsender oder erwachsener Mensch gehen, und womit ich mich im Leben beschäftigen werde. Letztendlich beeinflusst dies Alles die Prägung des Individuums in den verschiedenen Bereichen, wie Religion, Kultur, etc..

Das System hat eine Liste von Regeln entworfen, die es ermöglichen, dass eine bestimmte Ordnung entsteht, welche für die Sicherheit der Bürger eines Staates sorgt. Wenn es keine Systeme gäbe, wodurch eine Ordnung entstünde, dann würden chaotische Zustände herrschen und wir hätten eine Anarchie. Verständlich ist jedoch auch, dass in einem Staat mit ca. 80 Millionen Bürgern (in diesem Falle Deutschland), welche unterschiedlicher Ansichten sein können, keine einheitliche Richtlinie erstellt werden kann, die jedem Einzelnen gerecht wird.

Es gibt hierzu allerdings eine Taktik, die es zulässt, möglichst vielen Menschen in einem Staat, einen einheitlichen Sinn zu geben. Der Bürger merkt oft nur unbewusst diese manipulative Methode und dies ist auch das Ziel einer gekonnten Manipulation. Die Medien sind hauptsächlich dafür verantwortlich aus einem Staat wie Deutschland, eine Konsumgesellschaft zu machen. Das Resultat dessen, ist eine kapitalistische Gesellschaft, denn wer kein Geld besitzt kann keine Güter oder Dienstleistungen erwerben. Ich behaupte ja immer, das ewige Glück kann man nicht kaufen, auch wenn jemand soviel Geld hat, das es für 5 Leben im luxuriösen Stil reichen würde. Aufgrund der individuellen Wertgebung und Wertschätzung von materiellen Gütern, kann man keine pauschale Antwort geben, hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Wert einer Sache und Glückseligkeit. Das Gleiche gilt auch für Ruhm und Ehre, da natürlich nicht jede reiche und berühmte Person deswegen glücklich ist.

Viele Menschen wollen reich und schön sein, vielleicht auch Karriere machen und dann in Luxus leben, aber jemand der diese Prominenten nur über Medien kennt, weiß im Prinzip nicht was hinter der Fassade steckt. Es ist nahezu schon die Krankheit eines Menschen, welcher sich nur mit materiellen Problemen herumschlägt, dass dieser dem Luxus einen hohen Wert gibt und es dann nicht mehr schätzt wenn er sich den Luxus geleistet hat bzw. leisten kann.

Die Problematik dieser ganzen kapitalistischen und teilweise sehr oberflächlichen Gesellschaft, sehe ich darin, dass der Mensch sich zwar Sicherheiten kaufen kann, aber diese mit seiner Freiheit bezahlt, und dass ein diskriminierendes Schubladenprinzip herrscht, indem Oberflächlichkeit durch staatlich zensierte Medien verbreitet wird.
Andersdenkende werden in der heutigen Zeit oft als Gegenläufer, Sonderlinge oder sogar Verrückte abgestempelt. Natürlich war das schon immer so, seit der Mensch in einer Gemeinschaft lebt, wenn es auch oft nur kleinere Kommunen waren, jedoch sind bestimmte Technologien, wie z.B. Satelliten, Fernseher, Internet... erst vor einigen Jahrzehnten umgesetzt worden und dienen zur leichteren Kontrolle der Menschen (kurz: Unterhaltung).

Es wird eine Meinung aufgedrängt, wie das Leben einen Sinn ergibt, doch ich frage mich:
Ist es nicht sinnvoller einen individuellen Weg zum Glück zu finden und sich mit dem zufrieden zu geben was man hat, als sich der breiten Masse anzuschließen und sich dadurch selbst krank zu machen, indem man alles erreichen will was andere haben?

PS: Ich hoffe die Eröffnung des Threads gibt eventuell Denkanstösse und war nicht zu anstrengend bzw. trocken.

LG ~ThujonDilemma~



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18. Feb 2012 19:14

Ziele

Jeder sollte sein Leben leben, solange er nicht anderen damit schadet. Und Ziel und Sinn im Leben finden. Geld oder Macht oder Ruhm sind zwar ganz nett, allein aber davon wird man nicht glücklich. Unter der schönen Fassade der Reichen und Berühmten sieht es allzuoft dunkel und leer aus. Ich lebe mein ganzel Leben schon mit Versuch und Irrtum. Festgefahren zu sein, sei es privat oder beruflich, und dabei unglücklich werden, muss nicht sein. Ich habe zweimal von vorn angefangen, wo alle den Kopf schüttelten und sagten: "Wie kannst du nur deine berufliche Zukunft so hinwerfen?" Natürlich muss man auch eine gewisse Frustrationstoleranz haben und auch mal Durststrecken überstehen.

Im Prinzip gibt es doch zwei große Illusionen, mit denen man die Menschen matrixartig ködert und einfängt. Ich nenne sie mal den "Amerikanischen Traum" und "Brot und Spiele" und es funktioniert bei den meisten Menschen gut.

Zum einen die Idee, mit Leistung und hartem Einsatz kann ich alles erreichen. Hier wird mit dem Ehrgeiz gearbeitet. Kaum jemand hinterfragt ein System in dem er sich ausrechnet, er kann Karriere machen und aufsteigen. Und wer es nicht schafft, hat einfach nicht hart genug gearbeitet. Sehr effektiv für das System, denn wer da drin steckt hinterfragt es nicht und strampelt sich auch noch ab dafür und verbreitet diese Idee noch weiter.

Zum anderen, wer diesen Weg nicht will oder schafft, dem bietet das System noch die Spaßgesellschaft als Alternative, den Rückzug ins private Glück, Party machen als Lebenszweck, Hobbys als Sinnerfüllungsersatz für einen trostlosen und schlecht bezahlten Job oder Staatsstütze. Auch dieser Typ wird nichts effektiv gegen das System unternehmen.

Natürlich gibt es auch Mischformen. Es ist an und für sich nicht schlecht beruflich weiterkommen zu wollen oder sein Privatleben zu genießen. Das tu ich auch. Nur sich damit zufriedengeben und den neoliberalen Kräften zu glauben, die derzeitige Gesellschaftsordnung sei die einzige und zugleich beste für uns, das bedeutet sich im für uns ausgelegten Netz einer Matrix hoffnungslos verfangen zu haben.



~ThujonDilemma~
spin.de VIP
Marco aus Landshut (Bayern)
19. Feb 2012 02:43

Zitat von Voltaire

Wenn das die beste aller möglichen Welten ist, wie sehen dann bloß die anderen aus?

Manchmal lebe ich in zwei Welten (oder mehreren), doch wahrscheinlich gibt es soviele Realitäten wie es Menschen gibt. Allerdings Versucht der Staat ein System zu erschaffen, in dem alle Menschen die Dinge überwiegend gleich sehen. Ein regelrechtes Paradigma, die Matrix, und zugleich bald ein Heimkino für die Mächtigen. Es ist wäre nicht unmöglich eine friedliche Welt zu schaffen, doch das ist nicht die Absicht der Politik. Und deshalb ist es oft nützlicher seine Sichtweise zu ändern, als die Welt retten zu wollen. Ich kann nur meine kleine Welt um mich herum ändern, denn darauf habe ich größeren Einfluss. Ich lass mich auch nicht unterkriegen, sondern mach mein Ding und schaffe mir wo es geht den nötigen Freiraum um Leid zu verringern...

Danke für deinen Beitrag zum Thema



19. Feb 2012 15:58

re

> Es gibt hierzu allerdings eine Taktik, die es zulässt,
> möglichst vielen Menschen in einem Staat, einen
> einheitlichen Sinn zu geben. Der Bürger merkt oft nur
> unbewusst diese manipulative Methode und dies ist auch das
> Ziel einer gekonnten Manipulation.

Sicherlich wird eine gewisse manipulative Möglichkeit, ich denke da gerade an den Bereich der Werbung, von den Medien ausgenutzt. Allerdings möchte ich kurz die Entwicklung der Medien zu bedenken geben:

Betrachtet man nämlich die Geschichte der Medien, dann fällt auf, dass von den Schriften und Publikationen der Prä-Aufklärungszeit bis heute auch ein Paradigmenwechsel in die Interaktivität stattgefunden hat.

Noch im letzten Jahrhundert war es außer über den Weg von ausgewählten und teilweise bis zu Unkenntlichkeit gekürzten Leserbriefen überhaupt nicht möglich, in irgend einer Form Einfluss auf Berichterstattungen zu nehmen, bzw. diese zu kommentieren und seine eigene Meinung einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Heute sieht es allerdings so aus, dass allein schon durch das Internet jedes Medium ein Crossover von verschiedenen Veröffentlichungsplattformen darstellt.

Sollte es also tatsächlich im Interesse "der Medien" gelegen haben, manipulativ auf die Gesellschaft einzuwirken, dann haben diese durch die Eröffnung der Möglichkeit, dass heutzutage jeder jeden Furz und Feuerstein kommentieren kann, auf ganzer Linie versagt!

Also wenn irgendwer, irgendwas Luthers Satz von "dem Volk aufs Maul schauen" überhaupt beherzigt hat, dann waren es "die Medien". Das Meinungsdiktat und Indoktrination sind Relikte aus längst vergangenen Zeiten! Wie überall, bestätigen hier wohl auch Ausnahmen die Regel, aber im Prinzip sind es "die Medien" selbst, die vor unreflektierter Meinungsübernahme warnen und selbst heute noch einen aufklärerischen Dienst an der Gesellschaft erfüllen.



~ThujonDilemma~
spin.de VIP
Marco aus Landshut (Bayern)
19. Feb 2012 22:54

Aufgeklärt bleibt ungeklärt

Es ist richtig, dass es eine Zeit gab wo der Mensch "den Mund halten musste", aber die Entwicklung geht soweit, dass der Mensch "den Mund halten will", bzw. sind manche so faul, dass diese sich gar nicht die mühe machen einen Beitrag ganz zu lesen und schon gar nicht ihn zu beantworten. Der Fernseher hauptsächlich, aber die Medien allgemein, sind überfüllt mit Müll, der keinen interessieren dürfte, aber der Trend ist, dass sich aus Scheiße Gold machen lässt. Wer nicht aktiv nach Aufklärung sucht wird auch keine Aufklärung finden auf dem digitalen Schrottplatz.



20. Feb 2012 02:24

Also

wenn ich das mal zusammen fassen darf, dann untermauerst du da deine Kritik an den Medien, indem du Verhaltensweisen der Medienkonsumenten aufzeigst:

"...die Entwicklung geht soweit,
> dass der Mensch "den Mund halten will", bzw. sind manche
> so faul, dass diese sich gar nicht die mühe machen einen
> Beitrag ganz zu lesen und schon gar nicht ihn zu
> beantworten." [sic!]

"Wer nicht aktiv nach Aufklärung
> sucht wird auch keine Aufklärung finden auf dem digitalen
> Schrottplatz." [sic!]

Besonders den letzten Satz finde ich da überaus interessant und ich brenne darauf, zu erfahren, in welcher Weise die Medien verantwortlich für diese Inaktivität sind.



20. Feb 2012 05:18

Zensur?

Ich wollte eigentlich schon einen eigenen Beitrag zum Gesamtthema geschrieben haben, bin aber immer wieder von abgekommen. Das wird wieder einige Zeit inanspruchnehmen. Aber die aktuelle Diskussion greife ich mal kurz auf.

> >"Wer nicht aktiv nach Aufklärung
> > sucht wird auch keine Aufklärung finden auf dem
> > digitalen Schrottplatz." [sic!]
>
> Besonders den letzten Satz finde ich da überaus
> interessant und ich brenne darauf, zu erfahren, in welcher
> Weise die Medien verantwortlich für diese Inaktivität
> sind.

Ich lese hier eher zwischen den Zeilen heraus, daß die Suche nach Aufklärung nicht durch die Medien1 bedient wird sondern durch alternative Seiten im Netz wie Blogs und Websites von Aktivisten. So findet seit 1954 die ersten Jahre halbjährlich, später dann jährlich ein höchst interessantes Ereignis statt, an dem die Medien interessiert sein sollten. Nie wurde jedoch darüber berichtet. Erst die ein-zwei letzten Jahre gibt es schon mal eine ganz kleine Erwähnung ganz nebenbei auf der Rubrik, wo auch Handelsregistereinträge etc. veröffentlicht werden. Die Rede ist von der Bilderberg-Konferenz, bei welcher sich Personen aus Wirtschaft, Hochfinanz, Militär, Politik, Medien, Hochschulen und Adel zu einem "informellen, privaten Treffen" versammeln. Themenpunkte der Tagesordnung werden nach den Veranstaltungen genannt, alles andere unterliegt der Verschwiegenheitsverpflichtung. Diese lassen erkennen, daß dort politsche und wirtschaftliche Themen diskutiert werden. Da auch regelmäßig deutsche Politiker an den Treffen teilnehmen, sollte ein öffentliches Interesse daran bestehen, auch wenn diese Treffen offiziell als "privat" deklariert werden. Hier frage ich mich durchaus, wieso über Jahrzehnte hinweg nie eine Meldung in den Medien stattgefunden hat, obwohl auch Vertreter der großen Medien teilnehmen. Vor rund 20 Jahren, als ich das erste mal mit diesen Themen konfrontiert war, und all die darauffolgenden Jahre mußte man schon über Hintergrundwissen, um überhaupt entsprechende Informationen im Internet zu finden. Das wundert mich schon sehr.

Ich habe noch nie ausprobiert, wie langlebig ein Kommentar auf einen Artikel der im Netz vertretenen offiziellen Medien ist, wenn ich da nebenbei Hinweise auf solche Ereignisse schreiben würde. Wäre direkt mal ein Versuch wert.
Hier bei Spin, einem einfachen Unternehmen der freien Wirtschaft, sind solche Hinweise in den öffentlichen Foren nicht gern gesehen und werden regelmäßig gesperrt.



20. Feb 2012 05:29

offiziell!

Was ist der Unterschied zwischen einer privaten und einer "offiziell als privat deklarierten Veranstaltung"?



20. Feb 2012 07:16

privat/scheinprivat

Was soll die Spalterei - bedarf das denn wirklich noch einer Erklärung?
Wenn Abgeordnete im Bundestages sich versammen, um neue Gesetzesentwürfe zu debattieren, und das als privat erklären, wird nur behauptet, daß das treffen privat wäre. Gehen sie aber einfach mal nur ein Bier trinken, ist das defacto rein privat.



20. Feb 2012 07:23

Alltagsbeispiel

Ich kann auch ein paar mal die Woche bei Leuten privat vorbeigehen und ihnen ein wenig bei verschiedene Dingen helfen. Weil sie mich nett finden, schenken sie mir privat ab und zu mal etwas Geld. Mit Schwarzarbeit hat das dann rein gar nix zu tun. ;-)



20. Feb 2012 07:30

Natürlich

kann man das als Spalterei abtun, jedoch gings mir nur darum, dass man in jede Veranstaltung dieser Art eine Verschwörung hinein interpretieren kann. Was ich persönlich als albern empfinde. Da treffen sich führende Köpfe ein bis zweimal im Jahr..so what?! 58 Jahre Bilderberger-Konferenz.. Welches verifizierte Ergebnis dieser Konferenzen hat es, gerade im Hinblick auf die wechselnde Zusammensetzung, denn schon gegeben? Und so geheimnisvoll ist das ganze gar nicht. Siehe Helmut Schmidt:

Helmut Schmidt über Bilderberger
Youtube - Video

Dass der Vergleich mit einer Bundestagsdebatte, die im Auftrag des Volkes tatsächlich offiziell abgehalten wird, hinkt, bedarf, glaub ich, keiner besonderen Erwähnung.



21. Feb 2012 04:29

"Verschwörung"

> jedoch gings mir nur
> darum, dass man in jede Veranstaltung dieser Art eine
> Verschwörung hinein interpretieren kann.

Das dachte ich mir schon, das die Verschwörungskeule direkt wieder geschwungen wird. Man kann heute kein Thema mehr anschneiden, wo etwas unrund läuft, ohne gleich in die Esoecke gestellt zu werden. Ich weiß nicht, was genau dort besprochen wird, und das liegt eben gerade daran, daß die Berichterstattung ausgeschlossen wird. Wenn meine Volksvertreter, also jede, die auch mich vertreten, sich mit Personen aus Wirtschaft, Finanzen, Militär und Pressechefs sich treffen, um Weltpolitische und -wirtschaftliche Theme zu diskutieren, dann geht es mich etwas an. Wenn man sich die Themenpunkte so ansieht, ist eben gerade nicht von Privatvergnügen auszugehen sondern Tagesgeschäft. Es mag ja gut und schön sein, daß global wichtige Themen besprochen werden, dann sollen sie es aber bitte ganz offen tun, und dafür bezahle ich dann gerne auch mit meinen Steuern Anreise und Tagungskosten.

Was will man nun vermuten, was dort geschieht? Sicher kein Kaffeeklatsch. Und "Verschwörung" kann deshalb schon in Betracht gezogen werden, als das der Begriff für nichts weiter als geheime Absprache steht. Geheime Preisabsprachen z.B., die so nebenbei bei einem ganz offiziell gehaltenen, privaten Ausflug ausgehandelt werden, erfüllen für meine Begriffe bereits den Tatbestand, was mit dem Unwort "Verschwörung" bezeichnet wird.
Aus welchem Anlaß sollte man also davon ausgehen, daß ausgerechnet bei diesen Konferenzen nichts dergleichen geschieht, wenn weder Berichterstattung zugelassen wird, noch Ergebnisse veröffentlicht werden, und noch niemals ein Teilnehmer über Inhalte Aussagen machte? Und wie kommt es zustande, daß die freien Medien niemals ein Interesse an den Veranstaltungen gezeigt haben? Auch wenn es bislang offensichtlich wenig Effekt hatte, würde ich es Begrüßen, wenn auch in Deutschland gesetzlich vergleichbare Paragraphen wie der Logan Act der USA verankert würden, die es Politikern im Amt verbieten, Treffen mit Personen aus der Wirtschaft unter Ausschluß der Öffentlichkeit abzuhalten.



21. Feb 2012 14:57

Also,

solange du nicht behauptest, es würden Geister, Dämonen oder sonstige Überwesen an diesen Konferenzen teilnehmen, bleibe ich zwar bei Verschwörungstheorie, halte dich aber aus der Eso-Schiene komplett raus! *g

Die Sache ist doch die: Wenn sich Leute treffen, die in ihren Bereichen auf Augenhöhe sind, sich austauschen, vielleicht sogar voneinander lernen, dann ist dagegen doch gar nichts zu sagen! Dort werden doch keine Entscheidungen getroffen.. und bei der Zusammensetzung wäre es doch auch gar nicht möglich, das zu tun, ohne auf Opposition zu treffen, die das dann natürlich an die Öffentlichkeit bringen würde.
Da fällt mir immer das Beispiel von der Mondlandungs-Verschwörungstheorie ein. Selbst wenn alle zigtausend Beteiligten darauf eingeschworen gewesen wären und uns ein Schauspiel als Mondlandung verkauft hätten, aber spätestens die Sowjets im damaligen kalten Krieg, hätten es an die Öffentlichkeit gebracht, wenn ihnen bei der Überwachung des Funkverkehrs aufgefallen wäre, dass die Funksprüche nicht vom Mond kamen! Kannste glauben! Aber die haben nicht mal versucht, da Zweifel zu streuen.

Ich finde die Tatsache, dass die wenigsten Gesetze hier im Lande in öffentlicher Debatte verabschiedet werden, weil darüber die hinter verschlossenen Türen arbeitenden Bundestagsausschüsse entscheiden, viel bedenklicher. Da ist nämlich nicht mehr nachvollziehbar, welcher Volksvertreter wofür steht!

Und zum Thema Logan's Act.. Das würde bedeuten, dass die Amerikaner daran (Bilderberger-Konferenzen) gar nicht teilnehmen, weil sie es nicht dürften. Bisher kam dieses Gesetz allerdings noch nie zur Anwendung. Als Schlussfolgerung bliebe dann nur, die Amerikaner ändern dieses Gesetz nicht, weil ihnen diese Bilderberger-Konferenz zu unwichtig erscheint, oder sie lassen es zu, dass weltbewegende Entscheidungen ohne sie getroffen werden. Klingt nicht grad plausibel. Eine andere Variante wäre es natürlich, dass sie sich über dieses Gesetz hinweg setzen, aber wenn das so wäre, dann würdest du wohl nicht für eine Analogie in unserem Land plädieren. Die wäre ja völlig sinnfrei!



21. Feb 2012 21:32

Kernproblem Berichterstattung

Die Sache ist einfach die, daß ich ein Problem damit habe, daß Interessenvertreter, "die in ihren Bereichen auf Augenhöhe sind", Dinge besprechen, die sich der Nachvollziehbarkeit völlig entziehen. Das betrifft sowohl die Bilderbergkonferenzen als auch die von Dir angesprochene Praxis der Gesetzesverabschiedungen. Man muß nicht immer gleich die große Verschwörung vermuten, die sich aus einer Struktur unzähliger Logen und Orden zusammensetzen würde, wie klassischer Verschwörungstheoretiker das gerne darstellen. Es genügt schon, wenn kleine Absprachen abgehalten würden. Die Möglichkeiten hierzu werden durch die Praxis, es als Privatveranstaltung zu deklarieren, was es m.M.n. aus bereits genannten Gründen nicht ist, geschaffen. Von der Presse erwarte ich mehr Aufmerksamkeit. Es ist bedeutend, daß sich unsere Politiker mit Konzernvorständen, Bänkern und Presseverantwortlichen treffen und Proteste Gegnern wie bei den Gipfeltreffen zur Globalisierung stattfinden. Berichte über die Demonstrationen finden aber nur in letzterem Fall statt. Es ist also nicht aus der Luft gegriffen, wenn man in Erwägung zieht, daß auch die Vertreter der Mainstreampresse selbst zu Interessenvertretern gehören könnten, für die eine Publikation nicht das Wünschenswerteste sein mag.

Es ist ein Unterschied, ob man sich auf eine bestimmte Annahme festlegt - ganz gleich ob pro oder contra - oder ob man ganz einfach offen für Möglichkeiten ist, deren Nachvollziehbarkeit sich aufgrund des Ausschlusses der öffentlichkeit dem Außenstehenden entzieht. Und die Frage sollte legitim sein, wieso nicht einfach die Gespräche auf Augenenhöhe denjenigen offengelegt werden, die es etwas angeht, nämlich diejenigen, die durch einige Herrschaften unter Beteiligten vertreten werden. Würden sich alleine nur Personen aus Kreisen von Konzernvorständen treffen, würden vermutlich zu Recht Bedenken wegen möglichen Verstößen gegen die Kartellgesetze geäußert. Umso fragwürdiger erscheint, wieso im angesprochenen Falle nicht einmal hinterfragt wird. Schließlich ging es im Eingangsposting ja auch darum, daß die umfassende Berichterstattung durch die offiziellen Medien nicht immer so optimal ist und man vollumfänglich nur ein breiter gefächertes Spektrum durch zusätzliche eigene Recherchen in alternativen Quellen erreicht.

Waren denn die Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak auch korrekt, die zur Legitimation des Krieges führten? Die einzigen Gegenstimmen, die ich vernommen hatte, kamen von den OSZE-Beobachtern vor dem Kriegsbeginn. Auch dort waren mehr nur als eine Hand voll Politiker beteiligt. Die Beweise mußten unter Verschluß gehalten werden und wurden nur innerhalb der NATO vorgelegt. Also müssen sie ja auch echt gewesen sein, da niemand groß in der Öffentlichkeit Einwände erhoben hatte. Leider wurden die Waffenstätten nie gefunden. Mir tun sich da schon Zweifel auf, ob nicht andere Interessen den Krieg begründeten. Die Mainstreammedien haben einfach das geliefert, was vorgegeben wurde, und haben nicht hinterfragt.

Zur Mondlandung sage ich mal nicht viel, da mir der Zusammenhang zur Berichterstattung noch nicht ganz klar ist und ich nicht zu weit vom Thema abdriften möchte. Daß auch die hinterfragt wird, kann ich nichts Falsches dran finden. Absolut abwegig wäre es auch nicht, dennoch stufe ich einen Fake nicht zuletzt auch wegen der von Dir genannten Gründe eher für relativ unwahrscheinlich ein. Daß die Indizien für einen möglichen Fake aber näher beleuchtet und diskutiert werden, finde ich völlig ok.



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