Demographischer Wandel.
Die Alterspyramide dreht sich um, die sinkende Geburtsrate, das zunehmende Durchschnittsalter und die "problematische" Migration (zum Beispiel im Inland von Ost nach West) sind ursächlich. Was bedeutet das nun für unseren Sozialstaat? Was bedeutet es für die alten Menschen? Wie soll die Pflege gewährleistet werden, wie die ärztliche Versorgung? Hält unser Sozialsystem dem Stand, wenn politische Lösungen nicht einmal gesucht werden? Wie soll man diese Probleme sinnvoll angehen? Wieviele Menschen realisieren wirklich, was da auf uns zukommt? Beispielsweise die bald auf uns in Massen zukommenden Renten von Beamten und Politikern aufgrund ihres Alters in unvorstellbarer Höhe! Kann es sein, dass dieses System der Rentenzahlungen nicht schon längst hätte verändert werden müssen? Viele Fragen, aber der demographische Wandel wird in vielen Richtungen Auswirkungen auf uns haben und hat sie jetzt schon. Als erstes wird der Generationenvertrag ersetzt werden müssen durch ein anderes System und es müssen schnellstens Lösungen für das Gesundheitssystem her. So exemplarisch für das Nichthandeln der Politiker: http://www.tagesspiegel.de/meinung/ein-schlueckchen-aus-der-mini-bahr/5859800.html Sind ja noch ca. 5,1 Millionen im Topf, das reicht bis zur nächsten Legislaturperiode vielleicht:-( |
re
Der "Demographische Wandel" wird dazu führen, dass - in Zukunft - der Sozialstaat immer mehr abgebaut wird, weil das Verhältnis "Arbeitnehmer-Rentner" immer schlechter werden wird. Die "Besserverdiener" werden auch weiterhin einen guten Lebenstandard haben. "Angekniffen" werden die sein, den es ohnehin nicht so toll geht: Ren ner mit "Minirente", Harz-IV-Empfänger, Nierdriglohn-Jobber und Niedrigstlohnjobber mit "Aufstockung". Um die Rente mit 67 wird kein Weg daran vorbeiführen. |
Ich denke,
dass Du Recht hast. Nur noch die Gutsituierten können sich bald noch gute ärztliche Versorgung leisten, haben Geld zum Leben, können privat und somit adäquat gepflegt werden, wenn sie alt sind. Aber das ist ein Unding, 80% der Bevölkerung zu vergessen, damit es 20% oder weniger dafür gut geht. Das System muss umgekrempelt werden: Bürgerversicherung, Rentenzahlungen oder private Vorsorge von Beamten und Politikern, Veränderung des Pflegesystems, Veränderung der ärztlichen Versorgung, damit diese flächendeckend ist.... Bald haben wir ein rießiges Problem. Die Politiker wollen einen starken Staat und Macht. Aber ist ein Staat nicht immer nur so stark, wie sein schwächstes Glied? Ich denke schon. |
re
Antwort auf re von grayhair die Rente mit 67 ist keine Lösung, sie verschiebt nur das Problem. Das jetzige Sozialsystem muß komplett umgestellt werden. Wir werden, wenn die Richtung so weiter läuft, immer weniger dauerhaft Vollzeitbeschäftige haben, die als Zahler ( Geber ) in Frage kommen, dafür aber immer mehr Nehmer. Die jetzigen geringfü´gig Beschäftigten und die Menschen, die unter dem Durchschnitt verdienen werden sehr bald unsere Sozialkassen zusöätzlich belasten. Das kann nur auf eine steuerfinazierte Grundversorgung hinauslaufen. Allein die Pensionsansprüche der beamteten Arbeitnehmer wird eine riesige Belastung werden. Auch da gibt es nur eine langfristige Lösung. Der Rest der Angestellten in der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Dienst sollten in einem gleichen Verhältnis stehen. Sie müssen aber auch in die Lage versetzt werden, eine selbstständige Altersvorsorge zu finanzieren. Es gäbe sicher noch eine Vielzahl von Lösungen, die Finazierung der Sozialsysteme in den Griff zu kriegen. Leider fehlt unseren Politikern , der Mut und die Bereitschaft diese Änderungen auch anzugehen. |
Mut und Bereitschaft fehlen,
aber auch der Wille, vielleicht auch mal am eigenen Ästchen zum Wohl des Staates zu sorgen. Wie sollen wir solche massiven Rentenzahlungen der Politiker leisten? Wie soll das System das verkraften? Ja, da hilft nur ein kompletter Umbruch. |
Ein Schneeballsystem
Herrn Madoff hat man wegen eines Schneeballsystems eingesperrt. Was man machen kann? Abhauen. |
Abhauen?
Natürlich mag das für manche eine Option sein, für viele aber nicht. Ich denke, dass die Politiker massiven Druck brauchen. Weglaufen ist nicht immer die Lösung. Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker (Che) Das wäre die einzige Möglichkeit. Denn wenn eine Masse, die millionenmal so stark ist, wie die Politiker und Wirtschaftsbosse sich auflehnen würde, dann wäre der Druck groß. Natürlich wird es nie Einheit geben, aber Occupy zeigt doch zumindest, dass der Widerstand wächst. |
ja
ja, es wird sich viel verändern....wir müssen sehr viel ändern. entweder wir tun dies freiwillig und weit voraus denkend. oder wir warten, bis uns die umstände dazu zwingen und basteln dann irgendwelche schlecht durchdachten scheinlösungen zusammen. |
Scheinlösungen gibt es schon genug.
Jetzt ist es Zeit für echte Veränderungen. Das Problem ist nur, dass dies vielen Angst macht. Es wird auch nicht ohne Einschränkungen gehen, vor allem auch für die, die viel zu viele Vorteile haben. Ein Sozialsystem kann nicht aufrecht erhalten werden, wenn an der einen Ecke zu viel rausgegeben wird, an der anderen zu wenig, und die Gelder, die fließen, einfach viel zu oft nicht dahingehen, wo sie sinnvoll wären. Ich sehe durch das Verhalten der USA und die Unterstützung selbiger der europäischen Großmächte schon wieder den nächsten Krieg auf uns zukommen. Dieser wird wieder Milliarden verschlingen. Wir alle müssen umdenken, denn sonst ist es bald zu spät. Sonst seh ich schwarz. |
Ich bin sicher, es wird sich viel ändern
nicht freiwillig und wohlgeplant, sondern einfach deswegen, weil Tatsachen (Mißstände) eintreten werden auf die Gesellschaft und Politik reagieren müssen und auch werden. Nur kurz: Gestern war Frau Hadertauer bei Maischberger zu Gast. Es ging um Alözheimer und auch um Pflege. Frau H. sagte sinngemäß: "Wir Politiker würden uns wünschen, in der Bevölkerung entstünde ein Bewußtsein für die kommenden Probleme bei der Pflege. Wir Politiker könnten uns durchaus damit anfreunden die Finanzierung der Pflege auf ein steuerbasiertes System umkzustellen, um eine breitere Basis zu haben. Aber wir wollen wiedergewählt werden. Bei dem momentanen Bewußtseinsstand in der Bevölkerung wäre das noch pol. Selbstmord." Vielleicht findet Ihr (Du) mit Eurer Initiative mehr Gehör als Ihr glaubt. Allerdings dürfte noch viel Arbeit zu leisten sein, bis sich der Fernseh-Erdnuss-Bier Anteil der Gesellschaft bequemt, mal einen anderen Körperteil als den Arsch zu benutzen. Gruß H.S. |
Re
Grundsätzlich hast du Recht. Nur was passiert wenn man spart sieht man eindrucksvoll in Griechenland im Moment. Ich denke man sollte hier nicht immer auf die Poliik schimpfen. Gerade in Bezug auf den Umbau des Sozialstaats ist nämlich die Bevölkerung doch sehr mit dan Schuld. Es wird gewählt wer die besten Geschenke verspricht. Und auch wenn du das nicht hören willst, aber Politikerrenten sind im Vergleich zu den anderen Ausgaben einfach vernachlässigbar. :-) |
re
> Kann es sein, dass dieses System der Rentenzahlungen nicht Dieses Rentensystem und sein Ausbau, war ein Geschenk Adenauers an die Millionenschar seiner vorwiegend alten Wähler, vor den Wahlen 1958. Schon damals war allen Beteiligten klar, dass das in ferner Zukunft, nämlich dann, wenn das damalige Wirtschaftswunder mal vorbei sein würde, nicht länger einhaltbar sein würde. Unter Berücksichtigung späterer Generationen hätte es so also garnie in Kraft treten dürfen. Da hilft heute auch der immer wieder hörbare Aufschrei nichts, heutige Zahlungen gingen schliesslich an die geschundene Nachkriegsgeneration, die alles wieder hätte aufbauen müssen. Daher sei es nur zu gerechtfertigt, dass die Jungen nun auch ihre Lasten übernähmen. Nöööö. Nachdem den flinken Hitlergrussärmchen das Hochschwingen abgewöhnt worden war, ging es damals schnell aufwärts. Nicht zuletzt dank der Hilfe der Amis. Ich rede mal nicht vom Osten, wobei ich in dem Fall aber der Meinung bin, dass über vierzig Jahre Duckmäuserei, auch nicht unbedingt einer fetten Belohnung bedürfen. Im Westen wurden schnell Werte geschaffen und ein akzeptabler Lebensstandard erzielt. Klar, man war fleissig, aber man tat es auch für sich. Und zwar bis heute. 80% des Vermögens in Deutschland gehört den über Funfundsechzigjährigen. Sprich: Es gehört ihnen fast alles und zudem werden sie nun monatlich noch kräftig finanziell gepäppelt. (Ich rede natürlich nicht von dem traurigen Prozentsatz der Alten, die trotz Aufschwung auf der Verliererseite geblieben sind und heute mit Minirenten auskommen müssen. Für ein reiches Land auch wirklich erbärmlich.) So bedeutet das für die junge Generation erstens, nur wenig Besitz ihr Eigen nennen zu dürfen und zweitens, immer mehr Alte durchfüttern zu müssen. (Wobei die meisten eh so fett sind, dass sie für mindestens ein Jahr lang auch mal ohne Nahrung auskommen könnten.^^) Desweiteren ist heute schon absehbar, dass wir dereinst mit keinem solchen Geldsegen mehr werden rechnen dürfen. Wenn ich mal alt sein werde, sind die Kassen pleite. ( Meine Familie (Grossvater) hat eine nicht unerhebliche Niederlassung in Deutschland-Berlin. Darum melde ich mich so zu Wort, als sei ich Deutscher, obwohl ich nicht in Deutschland lebe) So sind die Jungen meineserachtens die endgültigen Verlierer. Die meisten guten Positionen bekleiden weiterhin die Alten. Sie haben damit das Vermögen und dazu die monatlichen, "doch so wohl verdienten Leistungen". Man gönnt sich ja sonst nichts. Und den jährlichen, langsam ins irrsinnige gehenden Fehlbetrag für die Rentenkassen, zahlen wir ein, wenigstens die, die das Glück hatten, einen Sklavenjob zu finden. Je bälder dieser Moloch kollabiert, desto besser für uns Junge. Die Alten können dann von ihrem Vermögen leben. Und wir schaffen uns was Neues. |
Vollkommen richtig.
Nicht nur das Bewusstsein der Politiker muss sich ändern, sondern das Bewusstsein aller. Politiker sind nicht zu allem in Stande, aber es wäre mal ein Anfang, wenn sie Wahlkampagnen machen würden, indem sie klipp und klar sagen, dass das System so nicht aufrecht erhalten werden kann. Die Parteien müssten sich in dem Punkt einig werden, dass man sich von Schönredereien und utopischen Wahlversprechen nichts leisten kann. Auch eine Versprechung von Steuersenkungen....beim derzeitigen Stand ist doch blödsinn. |
Du hast zum großen Teil Recht.
Man muss langfristig denken, auch die Bevölkerung. Schrieb grad schon eine Thread dazu. Aber bei der Erwartung an Rentenzahlungen, die bald auf uns zukommen, bei gleichzeitiger Abnahme der Bevölkerung, einer Überalterung des Volkes, sind die Beamten- und Politikerrenten nicht unbedingt zu vernachlässigen. Meiner Meinung nach muss da ein Umdenken stattfinden. Es muss abgewägt werden, wer wirklich in den Beamtenstatus gehört und wie man diese Personen auch an der Rentenvorsorge beteiligt. Nicht nur Beamte und Politiker haben wichtige Berufe, jeder in unserer Gesellschaft zählt und leistet einen Beitrag. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regeln. Es muss dafür gesorgt werden, dass jeder ausreichend verdient, um dann nicht auch noch die Kassen nebenbei zu belangen...es muss an allen Ecken reorganisiert und gekämpft werden. |
re
Mit dem System - dessen Implosion bereits zu Anfang feststand - sicherte sich die CDU die Gestaltungshoheit für die BRD. |
Das ist ja das Problem.
Der demographische Wandel und deren daraus resultierende Probleme sind schon seit 30 Jahren und mehr bekannt. Getan wird nichts. Du hast Recht, dieses System hätte schon Adenauer als nicht durchführbar (langfristig) erkennen müssen. Aber damals wie heute zählt eben nur, dass man gewählt wird, auf welchen Scheinlösungen und leeren Versprechen dies beruht, scheint völlig egal zu sein. Ob Du jetzt in Deutschland lebst, oder nicht, spielt dabei doch keine Rolle, dass dieses System verändert werden muss, müsste eigentlich sogar ein Blinder mit dem Krückstock erkennen. Politiker scheinen nicht nur auf einem Auge blind, sie scheinen auf allen Kanälen partielles Unvermögen zu besitzen, nämlich immer dann, wenn es gilt, echte Lösungen anzubieten und eine Veränderung zu wagen. Und das gilt auch für einen Großteil der Bevölkerung. Ich hoffe sehr, dass bald eine Veränderung stattfindet, denn der Ruin ist schon deutlich spürbar. |
re
So sieht das aus. Bis die Menschen realisieren, in welch fatale Situation uns die Politik der letzten 60 Jahre gebracht hat, werden die Verursacher aller Probleme weiter gewählt. |
So ist es.
Aber wieviel Macht hat ein Staat, der sein Volk nicht versorgen kann? Was machen sie, wenn sie wirklich fast alle Bewohner Deutschlands in den Ruin getrieben haben, wenn Arbeitsbedingungen und Armut zunehmend mehr Menschen krank machen? Irgendwann können sie nicht mehr zuschauen, denn dann gibt es niemanden mehr, den ihre Macht interessiert, dann geht es um den eigenen Arsch und spätestens dann erfolgt endlich der Widerstand, den wir brauchen. Solange wir zusehen und unterstützen, solange wir dulden und ertragen, wird sich niemals etwas ändern. |
Re
Wie kommen die eigentlich auf die Idee mit der Rente ab 67, wenn "die da oben" mal wieder nur doof und unfähig sind?! Zapp |
Ist es besonders schlau,
eine Rente bis 67 Jahren einzuführen in einer alternden Gesellschaft? Bei den heutigen Arbeitsbedingungen in vielen Bereichen, werden es nur die wenigsten bis dahin schaffen, brauchen dann wieder Unterstützung. Wenn dem so ist, werden viele aufgrund der Belastung evtl. früher Pflegebedürftig, wer soll aber pflegen, wenn keine jungen Menschen mehr nachkommen? |


